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Leben und Werk von Rafael Alberti. Planung einer Unterrichtseinheit

Hausarbeit 2006 18 Seiten

Romanistik - Didaktik Spanisch

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Hauptteil
2.1 Leistungsstand der Klasse
2.2 Stunde1: Geschichte Spaniens nach dem Bürgerkrieg und Lebenslauf Albertis
2.2.1 Unterrichtsziele
2.2.2 Grobplanung der Unterrichtsstunde
2.2.3 Ausführliche Erläuterungen zu den einzelnen Unterrichtsphasen
2.3 Stunde 2: Behandlung eines Gedichts
2.3.1 Unterrichtsziele
2.3.2 Grobplanung der Unterrichtsstunde
2.3.3 Ausführliche Erläuterungen zu den einzelnen Unterrichtsphasen

3. Schlusswort

4. Literaturverzeichnis
Primärliteratur
Sekundärliteratur
Internetquellen

1. Einführung

In meiner Hausarbeit zum Proseminar „Poesía española a finales del siglo XX” im Sommersemester 2006 soll es darum gehen, eine Einheit von Unterrichtsstunden zu entwickeln, die sich im Wesentlichen auf ein Gedicht Rafael Albertis beziehen sollen.

Die Idee eine Hausarbeit solcher Art zu entwickeln, begründet sich zunächst aus dem Inhalt des Seminars, in dem verschiedene Gedichte von unterschiedlichen spanischen Autoren aus der Zeit nach der Transición in Spanien, also dem Übergang von der Diktatur Francos zur Demokratie, gelesen, teilweise übersetzt und analysiert wurden, sowie aus den Kompetenzen und möglichen Inhalten, die dem Kerncurriculum für die Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe in Mecklenburg- Vorpommern zu entnehmen sind.

Solche möglichen Inhalte sind unter anderem folgende:

- Spanien nach der „ transición“: politische und gesellschaftliche Veränderungen nach Franco
- Lebensläufe in Spanien und Lateinamerika
- Ein- und Auswanderung.[1]

So habe ich es mir zum Ziel gemacht, Unterrichtsstunden vorzubereiten, die zum einen einen theoretischen Überblick über kulturell- historische und literarische Aspekte, wie beispielsweise der Geschichte Spaniens nach dem Bürgerkrieg oder den Lebenslauf Rafael Albertis, geben sollen und zum anderen eine Förderung der sprachpraktischen Kompetenz der Schüler ermöglichen.

Ich habe Rafael Alberti als Autor gewählt, weil mir einerseits das Gedicht, welches wir im Seminar besprochen hatten sehr gut gefiel und andererseits, weil sein Leben fast komplett das 20. Jahrhundert abdeckt, er somit die Geschichte Spaniens des 20. Jahrhunderts durchlebt hat und ein großer spanischer Autor war. Der Bezug zum Seminar sowie Punkte aus dem Rahmenplan Spanisch in Mecklenburg- Vorpommern lassen sich meiner Meinung nach mit dem Leben und Schaffen Rafael Albertis gut in Verbindung bringen.

In dieser Hausarbeit werde ich zunächst darstellen, mit welcher Klassenstufe ich dieses Projekt durchführen würde und warum. In diesem Punkt möchte ich erläutern, welchen Leistungsstand die Klasse hat, mit der ich diese Unterrichtsstunden durchführen würde, um davon Übungen und didaktische Methoden ableiten zu können.

Im darauf folgenden Punkt 2.2 werde ich mit der Erarbeitung einer ersten Stunde beginnen. In dieser soll es zunächst um theoretische Dinge gehen. Ich möchte einen Überblick über die wichtigsten geschichtlichen Ereignisse nach dem spanischen Bürgerkrieg geben und dabei die Zeit der Transición genauer unter die Lupe nehmen.

Ein weiterer Unterpunkt wäre dann auch die Einführung des Autors Rafael Alberti.

In Punkt 2.3 folgt der praktische Teil, eine Unterrichtsstunde, die ein Gedicht Albertis aus seiner Gedichtsammlung „Canciones para Altair“ aus dem Jahre 1989 behandeln soll.

Abschließen möchte ich diese Arbeit mit einer kritischen und spekulativen Schwachstellenprüfung, da dieser Stundenentwurf noch nicht in die Realität umgesetzt wurde.

2. Hauptteil

2.1 Leistungsstand der Klasse

In diesem kurzen Abschnitt möchte ich beschreiben, welchen Leistungsstand die Schüler, mit denen ich dieses Unterrichtsprojekt durchführen würde, haben.

Dafür ist es jedoch zunächst wichtig zu wissen, in welcher Klassenstufe die Schüler überhaupt sind.

Ich habe mich dafür entschieden, dass es sich um Schüler einer 12. Klasse handeln soll, da ich der Meinung bin, dass es mit jüngeren Schülern kaum möglich wäre, über geschichtliche Zusammenhänge zu sprechen oder ein Gedicht zu analysieren, das allein aufgrund des Vokabulars zunächst schwierig erscheint.

Auch der Rahmenplan bestätigt das, was ich vermutete. Die Behandlung von historischen Aspekten ist nur in den Leistungskursen verbindlich.[2]

Das Niveau dieser 12. Klasse ist also relativ hoch.

Die Schüler haben mit dem Spanischunterricht in der 7. Klasse begonnen. Spanisch ist also die zweite Fremdsprache nach Englisch.

Dies hat zur Folge, dass Hauptaussagen sowie Details in Texten, egal ob geschriebene oder gesprochene Texte, verstanden werden können.

Des Weiteren bedeutet dieser Umfang an bereits in den Vorjahren Gelerntem, dass die Schüler in der Lage sind, sich auszudrücken, das zu sagen, was sie sagen möchten und sollen, beziehungsweise dies schriftlich zu tun.

Die Arbeitssprache ist also Spanisch und nur bei vereinzelt auftauchenden Problemen wird das Deutsche verwendet um Verwirrungen oder Missverständnisse zu vermeiden.

Im Bereich der Grammatik werden die verschiedenen Zeitformen gebraucht. Die Schüler können zwischen den Vergangenheitszeiten unterscheiden, auch wenn noch des Öfteren Probleme dabei auftreten.

Auch der Subjuntivo ist den Schülern bekannt. Die gebräuchlichsten Anwendungsregeln werden von den Schülern beherrscht.

2.2 Stunde1: Geschichte Spaniens nach dem Bürgerkrieg und Lebenslauf Albertis

2.2.1 Unterrichtsziele

Mit dieser ersten Unterrichtsstunde möchte ich hauptsächlich erreichen, dass die Schüler Wissen erlangen, um Zusammenhänge in der darauf folgenden praktischen Stunde besser verstehen zu können.

Das bedeutet, dass ich sie befähigen möchte, Kenntnisse über geschichtliche Aspekte Spaniens im 20. Jahrhundert zu erwerben. Die Schüler sollen mit diesem Hintergrundwissen in die Lage versetzt werden, literarische Texte begreifen und analysieren zu können.

Ebenso soll es mit der Biografie geschehen. Die Schüler sollen einen Einblick in das Leben des Autors Rafael Alberti bekommen, um Verbindungen zu seinen Werken herstellen zu können.

Um diese Kenntnisse zu erreichen, ist es in meinen Augen ebenfalls wichtig, Unterrichtsmethoden zu verwenden, die den Schülern die Möglichkeit bietet, wissenschaftliches Arbeiten zu üben, um eine gute Grundlage für ein späteres Hochschulstudium zu schaffen.

Neben diesen Zielen, die sich im besonderen auf diese eine Unterrichtsstunde beschränken, ist ein wichtiges persönliches Ziel meinerseits, stets die Motivation der Schüler im Auge zu behalten. Der Unterricht sollte möglichst interessant gestaltet sein, sodass die Schüler Spaß am Unterrichtsgeschehen entwickeln und motiviert sind, sich konstruktiv am selbigen zu beteiligen.

Außerdem bin ich bestrebt, die 4 Fertigkeiten, auf die es im Fremdsprachenunterricht ankommt, nämlich Hören und Verstehen, Lesen und Verstehen, Sprechen und Schreiben, immer im Auge zu behalten und den Schülern die Möglichkeit zu bieten, durch unterschiedliche didaktische Methoden diese Fertigkeiten so gut wie möglich auszubilden.

2.2.2 Grobplanung der Unterrichtsstunde

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.2.3 Ausführliche Erläuterungen zu den einzelnen Unterrichtsphasen

In diesem Punkt werde ich meine grob geplante Unterrichtsstunde etwas ausführlicher erläutern. Ich möchte beschreiben, was ich mit den Schülern machen möchte und wie ich einzelne Dinge durchführen würde.

Beginnen würde ich die Unterrichtsstunde mit einer freundlichen Begrüßung.

Ich sage den Schülern, dass ich hoffe, es würde ihnen gut gehen und dass sie ausreichend Lust mitgebracht haben, die nächsten 45 Minuten mit mir zu verbringen.

Im Anschluss kündige ich an, dass es in der Stunde um einen weiteren historischen Aspekt gehen soll, dass wir uns mit der Zeit nach dem spanischen Bürgerkrieg, der Diktatur Francos und dem Übergang von dieser Diktatur zur Demokratie nach dem Tod Francos (1975) beschäftigen wollen.

Des Weiteren erwähne ich, dass wir einen spanischen Autor näher kennen lernen wollen. Ich sage den Schülern, dass es sich dabei um Rafael Alberti handeln wird, füge hinzu, dass er bereits 1902 geboren ist, nicht nur ein bekannter Vertreter der „generación del 27“ war sondern auch noch zum Ende seiner Lebenszeit große Werke geschaffen hat. Ich weise darauf hin, dass wir uns aber erst in der nächsten Stunde mit einem seiner Gedichte aus der späteren Schaffensphase beschäftigen werden.

Nach dieser Ankündigung beginne ich den Schülern zu erklären, dass wir die Stunde mit einem Lehrervortrag beginnen werden. Ich fordere sie auf, ihre Hefter zu öffnen und einen Füller in die Hand zu nehmen um sich die wichtigsten Punkte notieren zu können.

Ich habe mich für diese Art der Präsentation des Unterrichtsstoffes entschieden, weil ich damit erreichen möchte, dass die Schüler meinem auf Spanisch gehaltenen Vortrag zuhören, damit also die auditive Rezeption geschult werden kann.

Eine Power Point Präsentation[3] hat in meinen Augen einerseits den Vorteil, dass es durch eine anschauliche Gestaltung die Aufmerksamkeit der Schüler weckt, und andererseits das Verständnis und das Notieren von Stichpunkten erleichtert, da die Schüler neben dem Hören auch Teile des Vortrags lesen können.

Sobald ich den Vortrag beende, frage ich die Schüler zunächst, ob sie soweit alles verstanden hätten. Je nach Reaktion würde ich versuchen, Schülerfragen zu beantworten oder damit zu beginnen, einen Schüler aufzufordern, seine Notizen vorzutragen.

Da ich davon ausgehe, dass der ein oder andere wichtige Fakt fehlt, frage ich weitere Schüler, ob sie noch etwas hinzuzufügen haben. Wenn das Wichtigste soweit gesagt wurde, frage ich, ob es noch Unklarheiten gibt und teile die Arbeitsblätter zum Leben und Schaffen Rafael Albertis[4] aus.

Mit dieser folgenden Aufgabe soll das schriftliche Verständnis geübt werden.

Ich gebe den Schülern 15 Minuten Zeit, den Text zu lesen, zu verstehen und das Notwendigste wieder zu notieren.

Absichtlich teile ich keine Wörterbücher aus, weil die Schüler lernen sollen, zu unterscheiden, was wichtig ist und was nicht und merken sollen, dass es auch ohne Wörterbuch möglich ist Inhalte und Zusammenhänge zu verstehen.

Nach 10 Minuten frage ich zum ersten Mal nach, ob die Schüler soweit fertig sind mit ihrer Aufgabe. Merke ich, dass dies noch nicht der Fall sein sollte, warte ich noch weitere 2-3 Minuten ab und fordere jemanden auf, seine Stichpunkte auf Spanisch vorzutragen.

Mein eigenes Erwartungsbild der Texterschließung wäre das folgende:

- nació el 16 de diciembre de 1902 en el Puerto de Santa María (Cádiz)
- obra de primeros años influída del paisaje de la bahía gaditana
- primero pintor, empezó a escribir poesías con 20 años à primer obra: “Marinero en tierra” à Premio Nacional de Literatura (1924-1925)
- no tiene ninguna profesíon real
- vio mucho del mundo, viajó mucho
- normalmente vivó en Madrid
- hay muchas tendencias estéticas diferentes en su obra
- influencia de muchos autores españoles famosos (ejemplos)
- también escribió en francés

Da der zusammengestellte Text nicht alle wirklich wichtigen Fakten zum Leben Albertis enthält, füge ich weitere wissenswerte Dinge mit Hilfe einer Folie an, die die Schüler notieren sollen, um ein besseres Verständnis seiner Texte zu ermöglichen.[5]

Zur weiteren Festigung des Gehörten und Gelernten soll die Hausaufgabe, die darin besteht den Stoff aus dem Unterricht zu Hause zu lernen, dienen.

Ein kurzer schriftlicher Test mit einen wenigen, kurzen Fragen in der nächsten Stunde könnte überprüfen, in wie fern das Gelernte behalten wurde.

Zu Ende der Stunde bedanke ich mich bei den Schülern für die Aufmerksamkeit, beziehungsweise kritisiere sie, wenn der Unterricht nicht nach meinen Vorstellungen verlaufen sein sollte.

Für den Fall, dass die Schüler aufmerksam gewesen sind, würde ich darüber nachdenken, auf den schriftlichen Test in der folgenden Stunde zu verzichten.

Wenn jedoch große Unruhe und Unaufmerksamkeit herrschte, schreibe ich auf jeden Fall einen Test, um den Schülern zu zeigen, dass sie mit mir nicht machen können was sie wollen und dass sie selbst dafür verantwortlich sind, inwieweit sie etwas aus dem Unterricht mitnehmen.

Ganz am Ende kündige ich an, dass die nächste Stunde etwas praktischer, mit mehr Übungen verbunden sein wird um die Schüler für die nächste Stunde zu motivieren.

2.3 Stunde 2: Behandlung eines Gedichts

2.3.1 Unterrichtsziele

In dieser zweiten Unterrichtsstunde zu der Stoffeinheit „Rafael Alberti und sein Schaffen während der Transición“ soll ein Gedicht seiner Sammlung „Canciones para Altair“ aus dem Jahre 1989 im Mittelpunkt stehen.

Es soll darum gehen, den Schülern ein Beispiel aufzuzeigen, wie die spanischen Poeten, ebenso wie Rafael Alberti einer war, mit der politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Situation in ihrem Land umgegangen sind und wie sie ihre Gedanken in ihren Gedichten zum Ausdruck gebracht haben.

Diese Unterrichtsstunde soll hauptsächlich für „sprachliche Stoffe bzw. Zielstellungen genutzt“[6] werden.

[...]


[1] Kerncurriculum für die Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe in Mecklenburg Vorpommern, S. 18 ff.

[2] Rahmenplan Spanisch für Gymnasien, Sekundarstufe II in Mecklenburg Vorpommern (1999), S. 16

[3] siehe Anhang 1

[4] siehe Anhang 2

[5] siehe Anhang 3

[6] Rahmenplan Spanisch für Gymnasien, Sekundarstufe II in Mecklenburg Vorpommern (1999), S.16

Details

Seiten
18
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638630016
ISBN (Buch)
9783668152045
Dateigröße
417 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v70568
Institution / Hochschule
Universität Rostock
Note
2,3
Schlagworte
Rafael Alberti Planung Unterrichtseinheit

Autor

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