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Community, Netzwerk, Szene: Dänische Kulturproduzenten in Berlin

Wissenschaftlicher Aufsatz 2006 25 Seiten

Ethnologie / Volkskunde

Leseprobe

Gliederung

Einleitung

Die Botschaft mischt sich ein – ein Netzwerk von oben?

Auf Kriegsfuß mit den Künstlercliquen

Von Anfang an auf Kontaktsuche

Exilszene – mehr als ein Netzwerk

Gemeinsame Kultur schafft Community

Offene Netzwerke können hilfreich sein

Skandinavische Identität erst in Deutschland entdeckt

Günstige Mieten und interessiertes Umfeld

Die Spuren der Geschichte als Inspirationsquelle

Der Rechtsruck in Dänemark – ein Grund zum Auswandern?

Community, Netzwerk, Szene – oder doch Mafia?

Literatur

Einleitung

Wer ihre Sprache nicht versteht, bemerkt sie kaum. Nach ihrem Aussehen zu urteilen, könnten sie auch aus Kiel, Göttingen oder Bremen kommen. Sie sind uns nicht fremd. Sie fallen nicht auf. Wer sie Samstag abends in der Straßenbahn zwischen den beiden Vergnügungsvierteln Friedrichshain und Prenzlauer Berg miteinander reden hört, überlegt vielleicht kurz, ob das nun Niederländisch, Schwedisch oder vielleicht doch ein besonders eigenartiger englischer Dialekt ist, in dem sie sich unterhalten, verliert dann aber bald das Interesse. Das sind eben irgendwelche jungen Europäer, die sich einmal Berlin anschauen möchten. Nichts Aufsehen erregendes. Der durchschnittliche Berliner weiß nicht viel über Dänemark. Vielleicht hat er als Kind einmal vierzehn Tage in einem Ferienhaus an der dänischen Westküste verbracht, dort aber fast ausschließlich Landsleute getroffen. Eine Vorstellung davon, wie die Sprache der Menschen klingt, die ihm damals Eis und Würstchen verkauft haben, hat er in der Regel nicht. Man muss schon ein paar Brocken Dänisch verstehen, um auf ein Phänomen aufmerksam zu werden, das sich heute im Berliner Stadtleben zeigt wie wohl niemals zuvor. Ist man einmal in der Lage, dänische Sprachfetzen aus dem Stimmengewirr des urbanen Raumes herauszufiltern, sind sie plötzlich überall: fröhliche, junge Dänen, nicht selten mit einer beträchtlichen Menge Alkohol im Blut, auf der Suche nach der nächsten Bar ohne Schankschluss.

„Weizenbier und Theater. Es zieht die Dänen nach Deutschland“, überschreibt der ehemalige Leiter des Kopenhagener Goethe-Instituts, Christoph Bartmann, seinen Artikel in der dänischen Germanistik-Zeitschrift Aufklärung (Bartmann 2006). Treffender wäre sicherlich, das Wort Deutschland durch Berlin zu ersetzen. Denn die Tatsache, dass sich das Deutschlandbild der Dänen in den zurückliegenden Jahren stark verändert hat, ist in erster Linie dem neuen Image der deutschen Hauptstadt gedankt. Um Berlin ist aus dänischer Sicht ein richtiger „Hype“ entstanden. Dieser aber hat mit der deutschen Provinz genauso wenig zu tun, wie das „Swinging London“ der 1960er Jahre mit den schottischen Highlands. Noch wird Berlin als eine vom restlichen Deutschland losgelöste Einheit gesehen.

Die deutsche Hauptstadt ist in der Wahrnehmung der Dänen näher gerückt. Dank häufiger Fährverbindungen zwischen Rostock und der dänischen Insel Falster lässt sich die Strecke zwischen Kopenhagen und Berlin heute binnen weniger Stunden zurückzulegen. Nach Aufkommen der so genannten Billigfluglinien kann man zudem mit etwas Glück ein Flugticket erwerben, das weniger kostet als eine Zugfahrkarte von Kopenhagen in die zweitgrößte dänische Stadt Århus. „Berlin ist beinahe zu einem Teil Groß-Kopenhagens geworden“, wird Christoph Bartmann in der dänischen Tageszeitung Information zitiert[1]. Dass man im Berliner Stadtleben seit einiger Zeit so häufig dänische Stimmen vernimmt, scheint daher wenig erstaunlich. Wer für ein Wochenende am urbanen Leben teilnehmen möchte, fliegt eben spontan nach Berlin und muss aufgrund der preiswerten Verbindungen nicht einmal lange für einen solchen Kurzurlaub sparen. Berlin ist aus dänischer Sicht die am schnellsten erreichbare Großstadt. Kopenhagen wirkt mit seinen 1,7 Millionen Einwohnern, die zu einem großen Teil in den Reihen- und Einfamilienhaussiedlungen der Vorstädte leben, ungleich weniger urban. Andere dänische Großstädte gibt es praktisch nicht, und die Tatsache, dass bereits Orte von etwa tausend Einwohnern in der dänischen Sprache mit dem Wort by (Stadt) bezeichnet werden, zeigt, wie unterschiedlich die Maßstäbe der Wahrnehmung von Urbanität in Dänemark und Deutschland sind.

Es wäre freilich zu kurz gegriffen, würde das Thema „Dänen in Berlin“ lediglich auf die Party-Touristen beschränken. Sicherlich stellt Berlin für viele junge Dänen aufgrund der guten Erreichbarkeit, der verhältnismäßig günstigen Preise und seines im Vergleich zu Kopenhagen weltstädtischen Flairs ein beliebtes Kurzurlaubsziel dar. Für viele bedeutet die Stadt aber mehr als nur Party und Vergnügen. Sie ist ein Ort, an dem sie sich zu leben vorstellen können, und nicht wenige setzen diesen Wunsch in die Tat um. So stellt Richard Ostwald bereits 1998 fest, dass in Berlin längst eine dänische „Community“ existiert. Zwar sei diese wenig auffällig, doch mit einer Größe von etwa 1400 Personen keinesfalls unbedeutend (vgl. Ostwald 1998, 21). Man darf vermuten, dass diese Zahl innerhalb der letzten acht Jahre noch um einiges gestiegen ist.

Dass wir Zuwanderer aus europäischen Nachbarländern wie Dänemark nicht so leicht wahrnehmen, liegt Rolf Lindner zufolge daran, dass diese aus anderen Gründen einwandern als jene Menschen, die man gewöhnlich unter dem pauschalen Begriff „Ausländer“ einordnet. Sie kommen weder aus sozialer Not noch wegen politischer Verfolgung nach Deutschland. Lindner spricht von „Skilled International Migrants (SIM)“. Damit meint er „die neue mobile Klasse der hoch qualifizierten, im weiteren Sinne informations(v)erarbeitenden Experten sowie der im Management Tätigen.“ (Lindner 1998, 15) Darüber hinaus nennt Lindner die Gruppe der kulturellen Migranten, „die aus Milieu- und Lebensstil-Gründen nach Berlin gekommen sind.“ (Ebd.)

In der Tat scheint ein nicht unbeträchtlicher Teil der in Berlin lebenden Dänen aus kulturellen Gründen hierher gezogen zu sein. Sehr viele von ihnen sind selbst im Bereich der Kultur tätig. Die dänische Botschaft schätzt die Zahl der in Berlin lebenden kulturschaffenden Dänen auf bis zu 300[2]. Auch wenn sich dies nur schwer belegen lässt, scheint doch in jedem Fall klar zu sein, dass ein überdurchschnittlich großer Teil der Berliner Dänen in der Kulturproduktion tätig ist. Wenn wir – sehr grob geschätzt – annehmen, dass die Gesamtzahl der Dänen in Berlin heute bei etwa 2000 Personen liegt, würde dies bedeuten, dass beinahe jeder fünfte in Berlin lebende Däne im weitesten Sinne im künstlerischen Bereich tätig ist – eine erstaunliche Zahl.

Auf dieses Phänomen sind auch die dänischen Medien aufmerksam geworden. Seit etwa zwei Jahren haben diese dänischen Migranten als so genannte „dänische Künstler-Community in Berlin“ ihren festen Platz in den Feuilletons der dänischen Zeitungen. Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht in dem einen oder anderen Blatt – mal mit begeistertem, mal mit etwas besorgtem Tenor – zu lesen ist, dass das dänische Kulturleben längst nicht mehr in Kopenhagen und Århus, sondern vielmehr in den Berliner Bezirken Kreuzberg, Mitte und Prenzlauer Berg stattfindet. So druckte die Berlingske Tidende unter dem Titel „Dänische Künstler in Berlin“[3] eine umfangreiche Artikelserie, in der in mehrseitigen Portraits nach Berlin ausgewanderte dänische Künstler zu Wort kamen. Die Jyllands-Posten aus Århus sprach in Bezug auf die Künstlerzuwanderung über Berlin als eine „magnetische Metropole“[4], und Berlin-Korrespondent Torsten Weper malte in Information – mit einer guten Portion Ironie – das Bild vom Prenzlauer Berg der Zukunft, der völlig langweilig geworden ist, da alle Wohnungen inzwischen Dänen gehören, die nur am Wochenende zu Besuch kommen.[5]

Diese Beobachtungen möchte ich zum Anlass nehmen, die Gruppe der dänischen Kunst- und Kulturschaffenden in Berlin ein wenig näher zu betrachten. Ich möchte versuchen, dem Phänomen der kulturellen Migration auf den Grund zu gehen und herausfinden, warum es so viele Kunst- und Kulturschaffende aus Dänemark nach Berlin zieht. Zudem möchte ich gern eine Antwort auf die Frage finden, ob man tatsächlich von einer Künstler-Community, einer Art Netzwerk oder einer Szene sprechen kann, beziehungsweise wie sich die Gruppe von dänischen Kulturschaffenden in Berlin selbst wahrnimmt. Die drei „Gruppenformatierungen“ Community, Netzwerk und Szene gelten in der Diskussion um Kreativität und Stadt in unterschiedlicher Weise als Kontext, Nährboden und Voraussetzung für die Produktivität von urbane Kultur schaffenden Professionen (vgl. Friedrichs 1998, McRobbie 2001, Blum 2001 u. 2003). Um diesen theoretischen Prämissen über das Verhältnis von Gruppe, Individuum und Kulturproduktion in der Stadt eine „Innenperspektive“ zur Seite zu stellen, habe ich Interviews mit sieben in Berlin lebenden Dänen geführt, die allesamt in „kreativen“ Bereichen tätig sind.[6]

Im Vorfeld dieser Arbeit habe ich darüber nachgedacht, ob ich meine Forschung auch auf Zugewanderte aus den anderen skandinavischen Ländern ausweiten soll. Die Tatsache, dass Berlin seit einiger Zeit in verstärktem Maße Kunst- und Kulturschaffende anzieht, ist nämlich mitnichten ein rein dänisches Phänomen. Auch norwegische und schwedische Künstler sind in großer Zahl in Berlin anzutreffen und stehen durchaus mit ihren dänischen Kollegen in Kontakt. Zu den Norwegern liegt mit Jan Brockmanns und Frank Scholz’ Buch Auf offenem Gelände bereits eine ähnliche Untersuchung vor (Brockmann/Scholz 2003). Dennoch habe ich mich dafür entschieden, diese Arbeit auf Künstlerinnen und Künstler aus Dänemark zu beschränken, da ich denke, während meiner Untersuchung auch auf allein für Dänen typische Beweggründe für einen Umzug nach Berlin gestoßen zu sein.

Die Botschaft mischt sich ein – ein Netzwerk von oben?

Aus der dänischen Presse erfuhr ich im Oktober 2005, dass die dänische Botschaft in Berlin angesichts der großen Zahl von künstlerisch tätigen Dänen in der Stadt plane, eine Liste mit allen Namen der in Berlin ansässigen Kunst- und Kulturschaffenden dänischer Herkunft zusammenzustellen, die später als Grundlage für ein über eine Internetseite gesteuertes Künstler-Netzwerk dienen solle. Aufgrund der umfangreichen Berichterstattung über das Netzwerk-Projekt, schien mir ein Besuch der dänischen Botschaft als Einstieg in das Thema als sinnvoll. Mein erstes Interview führte ich daher mit Birgitte Tovborg Jensen, die als Kulturattaché in der Kultur- und Presseabteilung der dänischen Botschaft in Berlin beschäftigt ist und das Projekt „Künstler-Netzwerk“ betreut.

Birgitte Tovborg Jensen arbeitet seit 1997 in der dänischen Botschaft. Zu ihren Aufgaben gehört die Organisation von Kulturveranstaltungen im „Felleshus“, dem gemeinsamen Veranstaltungssaal der fünf nordischen Botschaften. Als ich mich mit Birgitte[7] in den Räumen der Botschaft traf, war sie damit beschäftigt, die Liste der in Berlin ansässigen dänischen Künstler zu vervollständigen. Die Idee, ein Netzwerk zu schaffen, sei etwa ein Jahr alt, berichtet Birgitte. Damals sei die Botschaft auf die immer größer werdende dänische Kunstszene in der Stadt aufmerksam geworden. Heute glaubt man, dass ein längerer Aufenthalt in Berlin gerade für viele jüngere Künstler eine Art Sprungbrett für eine Karriere in Dänemark und auf internationaler Ebene bedeute. Zwar habe die Botschaft auch zuvor mit vielen dänischen Künstlern und Galeristen in Kontakt gestanden, eine systematische Kontaktdatenbank habe es bislang aber nicht gegeben. Birgitte glaubt, dass gerade jüngere, noch unbekannte Künstler von der Vernetzung profitieren können. Ziel soll sein, die dänische Kunstszene in Berlin in ihrer Gesamtheit gegenüber der Presse und der Kunstförderung zu profilieren. Außerdem soll der Kontakt zwischen den Künstlern und deutschen wie dänischen Kulturpolitikern durch das Netzwerk-Projekt gestärkt werden (Interview mit Birgitte Tovborg Jensen im März 2006).

Bislang steht die Botschaft mit etwa 60 dänischen Kulturschaffenden aus den verschiedensten kulturellen Genres in Kontakt. Neben einer großen Zahl an bildenden Künstlern, Galleristen und Kuratoren, stehen auch Schriftsteller, Schauspieler und in Berlin ansässige dänische Kulturjournalisten auf der noch inoffiziellen Liste. Die Reaktionen der Künstler, die sie bisher auf die Idee des Netzwerkes angesprochen habe, seien gemischt, unterm Strich aber positiv gewesen, fasst Birgitte zusammen. Für einzelne Kritik an dem nationalen Charakter des Projekts habe sie durchaus Verständnis. Schließlich kämen viele nach Berlin, um Abstand von Dänemark zu gewinnen und Kontakte zur internationalen Kunstszene zu knüpfen. Nach ein paar Jahren, meint Birgitte beobachtet zu haben, würden die meisten aber merken, dass ein gewisser Austausch mit Landsleuten nur von Vorteil für die eigene Arbeit sein könne.

Bei der Zusammenstellung ihrer Liste laufe vieles über Mund-zu-Mund-Propaganda. Einen Überblick über die Szene zu bekommen, sei nicht ganz einfach, gibt sie zu, und sie sei sich im Klaren darüber, dass es viele dänische Künstler in Berlin gebe, mit denen die Botschaft bisher noch keinen Kontakt habe. Dennoch bemüht sich Birgitte, das Netzwerk ständig zu erweitern. Ihre Methode: „Ich hänge einfach unglaublich viel auf Vernissagen rum.“ (Ebd.)

Da ich zu Beginn meiner Forschungsarbeit noch nicht so richtig wusste, wie ich am besten Zugang zur dänischen Kunstszene finde, nahm ich Birgittes Rat an und las, was in den Veranstaltungskalendern unter der Rubrik „Vernissagen“ zu finden war. Eine Ausstellungseröffnung in der Galerie Schmidt im Bezirk Mitte schien mir viel versprechend zu sein. Gleich sechs junge Künstler stellten dort ihre Werke aus, alle mit typisch dänisch klingenden Namen. Leider zeigte sich, dass die Künstler zwar in der Tat Dänen waren, ihren Wohnsitz aber in Kopenhagen hatten. In Berlin waren sie nur zu Besuch, um bei der Eröffnung der Ausstellung persönlich anwesend zu sein. Da die Galeristin offenbar überrascht war, mit mir ein bislang unbekanntes Gesicht unter ihren Gästen zu haben, fragte sie mich bald nach meinem Anliegen und machte mich mit dem Maler Mads Dahl Pedersen bekannt, der regelmäßig in der Galerie ausstellt und ebenfalls als Gast zur Vernissage gekommen war. Wir verabredeten uns tags darauf zu einem Gespräch in einem Café in Berlin-Mitte.

[...]


[1] Dubgaard, Ulla: „Dansk kultur bobler i Berlin.“ In: Information. Kopenhagen, 21.09.2005

[2] Vgl. Andreasen, Uffe: „Berlin er en chance for dansk kulturliv.“ In: Berlingske Tidende. Kopenhagen, 29.10.2005

[3] Vgl. Dannemand, Henrik: „Pletskud i Berlin“ u.a. In: Berlingske Tidende. Kopenhagen, Dezember 2005

[4] Knippel, Lars Ole: „En magnetisk metropol. “ In: Morgenavisen Jyllands-Posten. Viby/Jütland, 3.02.2006

[5] Vgl. Weper, Torsten: „Kom, lad os hykle lidt.“ In: Information. Kopenhagen, 21./22.01.2006

[6] Die Interviews wurden, je nach Wunsch der GesprächspartnerInnen, teilweise in deutscher und teilweise in dänischer Sprache geführt. Bei den Widergaben von Zitaten aus den dänischsprachig geführten Interviews handelt es sich um Übersetzungen des Autors.

[7] Im Dänischen spricht man sich mit wenigen Ausnahmen grundsätzlich per du und Vornamen an und behält diese Praxis oft auch dann bei, wenn man sich in einer Fremdsprache unterhält. Die Anrede Herr Jensen oder Frau Nielsen ist sehr ungewöhnlich und wirkt auf der dänischen Sprache Kundige geradezu befremdlich. Daher behalte ich im Folgenden bei der Zusammenfassung der zumeist in dänischer Sprache geführten Interviews die im Dänischen üblichen Anredeformen bei.

Details

Seiten
25
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638631396
Dateigröße
491 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v71249
Institution / Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin – Institut für Europäische Ethnologie
Note
1,3
Schlagworte
Community Netzwerk Szene Dänische Kulturproduzenten Berlin

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