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Zur Begrifflichkeit, Entstehung sowie den Funktionen von Stereotypen und Vorurteilen

©2004 Essay 4 Seiten

Zusammenfassung

Was kennzeichnet einen Stereotyp? Auffälligstes Merkmal ist sicherlich das Spiel mit Klischees. Diese, genauso wie Stereotype, stellen das Ergebnis eines Wahrnehmungs- und Urteilsprozesses dar. Charakteristisches Merkmal von Klischees ist die Ordnung des Wahrgenommenen durch Schemen, die wiederum in eine Kategorienbildung münden. Diese ordnenden Schemen und Kategorien sind feststehende und schwer veränderbare Bestandteile einer häufig kollektiv geteilten Wahrnehmung. Folglich und in Anlehnung an Löschmann (2001) kann somit ein erstes Charakteristikum festgehalten werden:
Stereotype sind Wahrnehmungs- und Urteilsprozesse, die durch schematisierte Vorstellungsinhalte, die man „[…] von den Dingen in der Welt […]“ (Löschmann 2001: 152) hat, bestimmt werden. Diese Vorstellungsinhalte beschreiben besondere Eigenschaften, „[…] die auf Individuen bzw. auf Klassen von Individuen […]“
(Löschmann 2001:152) bezogen werden. Ein zweites Merkmal von Stereotypen liegt in dem Verhältnis von Wahrnehmung zu Wiedergabe begründet. Auffällig ist dabei, dass Stereotype eine Art der Informationsverarbeitung darstellen.
Diese Verarbeitung, der Prozess vom Wahrnehmen zur Wiedergabe, stellt eine Verknappung bzw. Zuspitzung durch Generalisierungen dar (vgl. Löschmann 2001: 152, 155). Stereotype sind folglich Abstraktionen, die sprachunabhängig existieren und einen simplifizierenden Charakter haben.

Details

Seiten
Jahr
2004
ISBN (eBook)
9783638623704
DOI
10.3239/9783638623704
Dateigröße
357 KB
Sprache
Deutsch
Institution / Hochschule
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) – Kulturwissenschaftliche Fakultät
Erscheinungsdatum
2007 (April)
Note
1,7
Schlagworte
Begrifflichkeit Entstehung Funktionen Stereotypen Vorurteilen Interkulturalität Multikulturalität
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Titel: Zur Begrifflichkeit, Entstehung sowie den Funktionen von Stereotypen und Vorurteilen