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Prozessorientierung und Qualitätsmanagement nach der DIN EN ISO 9001:2000 für Unternehmen

Seminararbeit 2006 22 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Grundzüge der Norm
1.1 Nutzen und Entstehung der DIN EN ISO 9000:2000ff
1.2 Kernaufgaben der DIN EN ISO 9001:2000

2. Was steckt hinter den Abkürzungen der DIN EN ISO 9001:2000?

3. Was bedeutet Prozessorientierung?
3.1 Prozesse
3.2 Prozessarten
3.3 Prozessorientierung

4. Grundlagen und Umsetzung des prozessorientierten QM-Systems
4.1 Anwendung General - Management-Strategie (GMS)
4.2 TQM Umsetzung durch Prozessorientierung

5. Anforderungen der DIN EN ISO 9001:2000 an das QM-System
5.1 Qualitätsmanagementsystem
5.2 Verantwortung der Leitung
5.3 Management von Ressourcen
5.4 Produktrealisierung
5.5 Messung, Analyse und Verbesserung

6. Praxisbeispiel: Analyse der Unternehmensprozesse
6.1 Analyse der Unternehmensprozesse
6.2 Prozessanalyse
6.3 Schwachstellenanalyse
6.4 Werkzeuge zur Aufrechterhaltung des QM- Systems

7. Fazit

8. Literaturverzeichnis

9. Abbildungsverzeichnis

1. Grundzüge der Norm

1.1 Nutzen und Entstehung der DIN EN ISO 9000:2000ff

Der Ursprung von Normen liegt im Bereich des Einkaufs. Durch Zertifizierungen des Lieferanten wurden Einkaufsverhandlungen deutlich erleichtert. Der Kunde, der seine Produkte von einem zertifizierten Lieferanten kauft, weiß, dass sie gewissen Standards entsprechen[1].

Normen dienen aber auch dazu, ein dynamisches und flexibles Qualitätsmanage­mentsystem (QM-System) einzurichten. Leider führte die Vielzahl an Normen zu einer Unübersichtlichkeit bei den Unternehmen. Abhilfe leistete die Schaffung der internationalen Normenfamilie ISO 9000ff.. Diese sollte eine Vereinheitlichung im nationalen und internationalen Rahmen bewirken. Durch die Veröffentlichung der DIN ISO 9000ff. im Jahre 1987 wurde erstmals eine Norm geschaffen, die weltweit anerkannt wurde und zudem noch branchenneutral war. Im Jahr 1994 ersetzte die DIN EN ISO 9000:1994ff. die bisherige DIN ISO 9000ff.. Der neueste Stand der Entwicklung dieser Normenfamilie wurde im Jahr 2000 veröffentlicht und heißt DIN EN ISO 9000:2000ff..

Im Jahr 2000 wurde eine durch das DIN in Auftrag gegebene Studie vollendet, in welcher der tatsächliche Nutzen von Normen ermittelt wurde. Diese Studie mit dem Namen „Gesamtwirtschaftlicher Nutzen der Normung“ ermittelte folgenden Nutzen:

- Volkswirtschaftlicher Nutzen: 15 Mrd. € pro Jahr
-
- Verstärkt positiver Einfluss der Normung auf das Wirtschaftswachstum
- Wissens-/Zeitvorteile für Unternehmen, die sich an der Normungsarbeit beteiligen
- sinkende Transaktionskosten durch Anwendung europäischer und int. Normen
- Weniger Entwicklungskosten/Forschungsrisiko für alle am Normprozess Beteiligten

Normen sollen den Austausch von Waren und Dienstleistungen erleichtern und technische Handelshemmnisse abbauen. Ebenso haben Normen positiven Einfluss auf die Sicherheit, die Qualität, den Umweltschutz, die Gebrauchstauglichkeit, die Austauschbarkeit, die Kompatibilität und die Rationalisierung.

1.2 Kernaufgaben der DIN EN ISO 9001:2000

In der aktuellsten Norm werden die Qualität von Prozessen und die Erreichung einer hohen Kundenzufriedenheit in den Mittelpunkt gerückt. Das Schaubild (siehe Abbildung 1, S.6) verdeutlicht den Grundgedanken der neuen Norm. Weiter zeigt es die bedeutende Rolle des Kunden, welcher durch seine Anforderungen an das Produkt Einfluss auf die Prozesse und das QM-System nimmt. Die Grafik stellt dies vereinfacht dar, ohne detailliert auf bestimmte Prozesse einzugehen. Die Anforderungen der DIN EN ISO 9001:2000 sind sehr allgemein gehalten, damit sie von allen Organisationen eingesetzt werden können. Die Anwendung ist völlig unabhängig von der Organisationsgröße. Ebenso spielt es keine Rolle, ob materielle Güter oder Dienstleistungen angeboten werden[2].

2. Was steckt hinter den Abkürzungen der DIN EN
ISO 9001:2000?

DIN Das Deutsche Institut für Normung e.V. (DIN) befasst sich mit den Erfordernissen von Normen, inklusive der Ermittlung ihrer Anforderungen und Inhalte[3].

DIN EN Europäische Normen (EN) haben in Deutschland eine große Verbindlichkeit, deshalb gibt es keine deutsche Norm, die einer europäischen Norm widersprechen darf.

DIN EN ISO Diese Abkürzung enthält alle Gültigkeitsebenen, die eine Norm haben kann, nämlich nationale, europäische und weltweite. Die Internationale Organisation für Normung (ISO) vereinigt Normungsorganisationen aus über 150 Ländern.

DIN EN ISO 9001:2000 Die Zahl 2000 steht für das Erscheinungsjahr dieser Norm. Die Zahl 9001 zeigt, dass die DIN EN ISO 9001:2000 eine Teilnorm der Normenfamilie DIN EN ISO 9000:2000ff. ist.

3. Was bedeutet Prozessorientierung?

Durch die DIN EN ISO 9001:2000 sind wesentlichen Begriffe wie „Prozess“, „Prozessmodel“ und „Prozessorientierung“ verbindlich für die „Organisationen“ definiert. Eine Organisation steht, laut der Norm, für das Unternehmen, welches diese anwendet. Das Verständnis für die Begriffe ist für die Umsetzung der Normen unerlässlich. Im folgenden Abschnitt werden diese Definitionen nach der Norm näher erläutert[4].

3.1 Prozesse

Ein Prozess ist ein System von Tätigkeiten. Prozesse müssen gewisse Kriterien aufweisen: Ein Prozess wendet Mittel an. Prozesse haben immer Auswirkungen auf die Qualität. Die Eingaben eines Prozesses sind meist Ergebnisse eines anderen Prozesses. Prozesse sind geplant und laufen unter geordneten Bedingungen ab. An Prozessen muss sich orientiert werden und diese prägen die Struktur eines Unternehmens. Auf Prozesse kann die PDCA – Methode (Plan-Do-Check-Act) angewandt werden, auf welche die Norm unter Kapitel 0.2 kurz eingeht. Doch wie kann man sie in der Praxis unterscheiden?

3.2 Prozessarten

„Kernprozesse“ sind diejenigen Prozesse welche wertschöpfend sind. Das heißt der Kunde kann einen direkten Nutzen aus ihnen ziehen. Auf Kernprozesse müssen die strategischen Erfolgsfaktoren ausgerichtet sein und sollen dem Unternehmen langfristig Wettbewerbsvorteile verschaffen. Daneben gibt es noch „Support- bzw. Unterstützungsprozesse“, welche keinen unmittelbaren Kundennutzen stiften, den optimalen Kernprozess aber gewährleisten. In diesen Bereich fallen z.B. das Personalmanagement, die Datenverarbeitung und das Rechnungswesen. Kern-, Support- bzw. Unterstützungsprozesse können generell auch in Teilprozesse gegliedert werden. Die wichtigsten Prozesse für unsere Ausarbeitung sind jedoch die lenkenden Prozesse welche in Kapitel 5-8 der Norm beschrieben sind. Das sind die zum QM-System zugehörigen Prozesse. Diese haben die Aufgabe, für den optimalen Ablauf der Kernprozesse zu sorgen und jene zu überwachen[5].

[...]


[1] www.din.de

[2] TÜV Akademie GmbH – Schulungsunterlagen zur Norm, Autoren: Gietl/Lehner

Prozessorientiertes Qualitätsmanagement nach ISO 9001:2000 - WEKA

[3] TÜV Akademie GmbH – Schulungsunterlagen zur Norm, Autoren: Gietl/Lehner; www.din.de; www.quality.de

[4] Norm DIN EN ISO 9001:2000 – 0.2 Prozessorientierter Ansatz

[5] Prozessorientierung gemäß ISO 9001:2000 – WEKA – S.6 Prozesse in der Praxis.

Details

Seiten
22
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638678889
ISBN (Buch)
9783640782444
Dateigröße
674 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v73933
Institution / Hochschule
Hochschule Pforzheim
Note
1,7
Schlagworte
Prozessorientierung Qualitätsmanagement Unternehmen Managament-Techniken

Autor

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Titel: Prozessorientierung und Qualitätsmanagement nach der DIN EN ISO 9001:2000 für Unternehmen