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Stalking bei Betroffenen türkischer Herkunft in Deutschland

Eine explorative Studie

Diplomarbeit 2006 257 Seiten

Psychologie - Forensische Psychologie, Strafvollzug

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Definitionen
2.2 Prävalenz von Stalking
2.3 Opfer
2.3.1 Charakterisierung der Opfer und Beziehungskonstellationen
2.3.2 Auswirkungen von Stalking auf die Opfer
2.4 Typologie der Stalker
2.5 Stalking und häusliche Gewalt
2.6 Exkurs: Die türkische Gesellschaft
2.6.1 Die Ehre als Verhaltensmaßstab
2.6.2 Kollektivismus und seine Konsequenzen
2.6.3 Die Bedeutung der Ehe und Familie
2.6.3.1 Die arrangierte Ehe

3. Fragestellung

4. Methoden
4.1 Stichprobe
4.2 Messinstrument
4.2.1 Instruktion
4.2.2 Formen der Befragung
4.3 Inhalt des Fragebogens
4.3.1 Teil 1 - Allgemeiner Teil
4.3.2 Teil 2 - Beziehung zwischen Betroffenen und Stalkern
4.3.3 Teil 3 - Fortsetzung des allgemeinen Teils
4.4 Durchführung der Untersuchung
4.5 Statistische Auswertung

5. Ergebnisse
5.1 Die Beschreibung der Erfahrungen von Stalking-Opfern türkischer Herkunft
5.1.1 Demographische Daten der Betroffenen
5.1.1.1 Geschlecht und Alter der Betroffenen
5.1.1.2 Nationalität und Religion der Betroffenen
5.1.1.3 Berufe der Betroffenen
5.1.1.4 Schulabschluss der Betroffenen
5.1.1.5 Berufsgruppe der Betroffenen
5.1.2 Demographische Daten der Stalker
5.1.2.1 Geschlecht und Alter der Stalker
5.1.2.2 Nationalität und Religion der Stalker
5.1.2.3 Berufe der Stalker
5.1.3 Allgemeine Merkmale des Stalkings
5.1.3.1 Dauer des Stalkings bei fortbestehendem Stalking
5.1.3.2 Dauer der Verfolgung bei abgeschlossenem Stalking
5.1.3.3 Häufigkeit der versuchten Kontaktaufnahmen
5.1.3.4 Art und Weise der versuchten Kontaktaufnahme
5.1.3.5 Veränderungen des Stalking-Verlaufs
5.1.3.6 Schriftliche Zusendungen
5.1.3.7 Orte, an denen das Stalking stattfand
5.1.3.7.1 Anzahl der verschiedenen Orte, an denen Stalking auftrat
5.1.3.8 Körperliche Angriffe
5.1.3.8.1 Summe der erlebten körperlichen Angriffe
5.1.3.9 Sexuelle Andeutungen
5.1.3.10 Körperliche sexuelle Belästigungen bzw. Angriffe
5.1.3.11 Angst während der Verfolgung
5.1.3.12 Ausprägung der Angst
5.1.3.13 Angstempfinden nach Ende des Stalkings
5.1.3.14 Ausprägung der Angst nach Beendigung des Stalkings
5.1.3.15 Veränderung des Lebens aufgrund des Stalkings
5.1.3.16 Rufschädigung
5.1.3.16.1 Arten der Rufschädigung
5.1.3.16.2 Umgang mit der Rufschädigung
5.1.3.16.3 Gründe für das Unterlassen von Maßnahmen gegen Rufschädigung
5.1.3.16.4 Konsequenzen der Rufschädigung
5.1.4 Beziehungskonstellationen zwischen den Betroffenen und Stalkern
5.1.4.1 Der Stalker war der Ex-Partner der Betroffenen
5.1.4.1.1 Geschlechterverteilung
5.1.4.1.2 Status der Beziehung zum Ex-Partner
5.1.4.1.3 Gemeinsame Kinder
5.1.4.1.4 Verhaltensmuster der Stalker in der Beziehung
5.1.4.1.5 Eigenschaften der Ex-Partner-Stalker
5.1.4.1.6 Grund für das Scheitern der Beziehung
5.1.4.1.7 Dauer der Beziehung
5.1.4.1.8 Gründe für die Trennung der Beziehung
5.1.4.1.9 Gewalt während der Beziehung
5.1.4.1.9.1 Gewalt im Stalking-Verlauf durch den Ex-Partner
5.1.4.1.9.2 Gewalt während der Beziehung und innerhalb des Stalkings
5.1.4.1.10 Vermutete Gründe für das Stalking
5.1.4.1.11 Beginn des Stalkings
5.1.4.1.12 Verhaltensweisen der Stalker während der Beziehung
5.1.4.2 Der Stalker war ein Bekannter bzw. ein Freund
5.1.4.2.1 Geschlechterverteilung
5.1.4.2.2 Dauer der Bekanntschaft vor den ersten Stalking-Anzeichen
5.1.4.2.3 Auslösende Situation, Ereignis, o. Ä
5.1.4.2.4 Grad der Bekanntschaft
5.1.4.2.5 Vermutete Gründe für das Stalking
5.1.4.3 Der Stalker war ein Familienmitglied
5.1.4.3.1 Geschlechterverteilung
5.1.4.3.2 Art der Familienbeziehung
5.1.4.3.3 Auslösende Situation, Ereignis, o. Ä
5.1.4.3.4 Familiäre und häusliche Situation
5.1.4.3.5 Vermutete Gründe für das Stalking
5.1.4.4 Der Stalker fällt unter die Kategorie "Sonstige Person"
5.1.4.4.1 Geschlechterverteilung
5.1.4.4.2 Beziehung zur sonstigen Person
5.1.4.4.3 Erstes Wahrnehmen der Stalker
5.1.4.4.4 Ort der Wahrnehmung der Stalker
5.1.4.4.5 Auslösende Situation, Ereignis, o. Ä
5.1.4.4.6 Vermutete Gründe für das Stalking
5.1.5 Gegenmaßnahmen und Auswirkungen von Stalking
5.1.5.1 Maßnahmen gegen Stalking
5.1.5.2 Eingeleitete Gegenmaßnahmen
5.1.5.2.1 Summe der Gegenmaßnahmen
5.1.5.3 Anzeige gegen Stalker
5.1.5.3.1 Anzeigeverhalten bei körperlichen Angriffen
5.1.5.4 Gründe für das Unterlassen der Anzeigeerstattung
5.1.5.5 Erfahrungen mit der Polizei
5.1.5.5.1 Schwierigkeiten bei der Verdeutlichung der Situation
5.1.5.5.2 Maßnahmen der Polizei
5.1.5.5.3 Bewertung der polizeilichen Maßnahmen
5.1.5.5.4 Wünsche bzw. Erwartungen an die Polizei
5.1.5.5.5 Tipps und Strategien der Polizei
5.1.5.6 Körperliche und seelische Auswirkungen
5.1.5.7 Krankschreibung aufgrund der Beschwerden
5.1.5.8 Fehltage
5.1.5.9 Professionelle Beratung bzw. Behandlung
5.1.5.10 Gründe, keine Beratung bzw. Behandlung zu beanspruchen
5.1.5.11 Reaktionen des privaten Umfelds
5.1.5.12 Unterstützung im sozialen Umfeld
5.1.5.13 Gespräche mit Stalkern durch Dritte
5.1.5.13.1 Geschlecht dieser dritten Person
5.1.5.13.2 Verhältnis der Betroffenen zur dritten Person
5.1.5.13.3 Maßnahmen der dritten Person
5.1.5.13.4 Einflussnahme der dritten Person auf Stalking-Verhalten
5.1.5.14 Maßnahmen, die Einfluss auf Stalking hatten
5.1.5.15 Angaben der Betroffenen, ob sie heute etwas anders machen würden
5.1.5.16 Einschätzung geeigneter Mittel gegen Stalking
5.1.5.17 Einschätzung der psychischen Verfassung des Stalkers
5.1.5.17.1 Einfluss dieser Einschätzung auf Wahl der Maßnahmen
5.1.5.17.2 Art der Einflussnahme
5.1.5.18 Unangenehmster bzw. schlimmster Vorfall mit dem Stalker
5.1.5.19 Beurteilung der gesetzlichen und polizeilichen Möglichkeiten
5.1.5.20 Erwartungen an Polizei und Gesetze im Umgang mit Stalking
5.1.5.21 Beurteilung der polizeilichen und rechtlichen Möglichkeiten im Ausland
5.1.5.22 Befragung zu den Wünschen der Betroffenen
5.1.6 Persönlichkeitsmerkmale der Betroffenen
5.1.7 Angaben zum Stalker bzw. zur Stalkerin
5.1.7.1 Arbeitslosigkeit der Stalker zu Beginn des Stalkings
5.1.7.2 Hat der Stalker vorher bereits eine andere Person verfolgt
5.1.7.2.1 Konsequenzen des vorherigen Stalkings für die Stalker
5.1.7.3 Psychiatrische Behandlung der Stalker
5.1.7.4 Vortrafen der Stalker
5.2 Vergleich der Erfahrungen von türkischen und deutschen Stalking-Opfern
5.2.1 Allgemeine Merkmale des Stalkings
5.2.2 Beziehungskonstellationen zwischen den Betroffenen und Stalkern
5.2.3 Gegenmaßnahmen und Auswirkungen von Stalking
5.3 Zusammenfassung der Ergebnisse

6. Diskussion
6.1 Diskussion der Methode
6.2 Diskussion der Ergebnisse

7. Ausblick

8. Literatur

9. Anhang

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Dauer bei noch aktuellem Stalking in Monaten

Abbildung 2: Dauer bei beendetem Stalking

Abbildung 3: Häufigkeiten der versuchten Kontaktaufnahmen

Abbildung 4: Häufigkeiten der erlebten Stalking-Verhaltensweisen

Abbildung 5: Veränderung der Häufigkeit des Stalking-Verhaltens

Abbildung 6: Inhalt und Häufigkeit schriftlicher Zusendungen

Abbildung 7: Arten der erlebten körperlichen Angriffe

Abbildung 8 : Häufigkeit der erlebten körperlichen Angriffe

Abbildung 9: Arten der sexuellen Andeutungen

Abbildung 10: Situationen, in denen Ängste während der Verfolgung Auftraten

Abbildung 11: Ausprägung der Angst während des Stalkings

Abbildung 12: Angstempfinden nach Ende des Stalkings

Abbildung 13: Ausprägung der Angst nach Beendigung des Stalkings

Abbildung 14: Rufschädigung durch den Stalker

Abbildung 15: Verhaltensmuster der Stalker während der Beziehung

Abbildung 16: Wer hat in der Beziehung die Entscheidungen getroffen

Abbildung 17: Eigenschaften der Ex-Partner-Stalker

Abbildung 18: Kategorien der Beziehungsdauer

Abbildung 19: Gründe für die Beendigung der Beziehung durch Betroffene

Abbildung 20: Beginn des Stalkings

Abbildung 21a: Kontrollierendes Verhalten

Abbildung 21b: Aggressives, gewalttätiges Verhalten

Abbildung 21c: Narzisstisches Verhalten

Abbildung 21d: Dependentes Verhalten

Abbildung 21e: Abwertendes, kritisierendes Verhalten

Abbildung 21f: Drohendes Verhalten

Abbildung 21g: Einschüchterndes Verhalten

Abbildung 21h: Beschwichtigendes Verhalten

Abbildung 22: Körperliche und seelische Auswirkungen des Stalkings

Abbildung 23: Inanspruchnahme von professioneller Beratung bzw. Behandlung

Abbildung 24: Beziehung zu der Person, die mit Stalker gesprochen hat

Abbildung 25: Effekte auf Stalking-Verhalten durch Maßnahmen Dritter

Abbildung 26: Einschätzung der Betroffenen, ob der Stalker psychisch krank sei

Abbildung 27: Unangenehmster bzw. schlimmster Vorfall

Abbildung 28: Beurteilung der derzeitigen rechtlichen und polizeilichen Möglichkeiten

Abbildung 29: Beurteilung der polizeilichen und rechtlichen Möglichkeiten im Ausland

Abbildung 30: Aussagen zu Persönlichkeitsmerkmalen der Betroffen

Abbildung 31: Arbeitslosigkeit der Stalker zu Beginn des Stalkings

Abbildung 32: Psychiatrische Behandlung der Stalker

Abbildung 33: Vorstrafen der Stalker

Abbildung 34: Grund der Vorstrafen

Abbildung 35: Intergruppenvergleich: Häufigkeit der versuchten Kontaktaufnahmen

Abbildung 36: Intergruppenvergleich: Veränderungen des Stalking-Verlaufs

Abbildung 37: Intergruppenvergleich: Körperliche Angriffe

Abbildung 38: Intergruppenvergleich: Arten von körperlichen Angriffen

Abbildung 39: Intergruppenvergleich: Sexuelle Andeutungen

Abbildung 40: Intergruppenvergleich: Körperliche sexuelle Belästigungen bzw. Angriffe

Abbildung 41: Intergruppenvergleich: Arten der körperlichen sexuellen Belästigungen bzw. Angriffe

Abbildung 42: Intergruppenvergleich: Ausprägung der Angst

Abbildung 43: Intergruppenvergleich: Veränderung des Lebens aufgrund des Stalkings

Abbildung 44: Intergruppenvergleich: Rufschädigung

Abbildung 45: Intergruppenvergleich: Arten der Rufschädigung

Abbildung 46: Intergruppenvergleich: Umgang mit der Rufschädigung

Abbildung 47: Intergruppenvergleich: Unternommene Maßnahmen gegen Rufschädigung

Abbildung 48: Intergruppenvergleich: Gründe für das Unterlassen von Maßnahmen gegen Rufschädigung

Abbildung 49: Intergruppenvergleich: Konsequenzen der Rufschädigung

Abbildung 50: Intergruppenvergleich: Arten von Konsequenzen der Rufschädigung

Abbildung 51: Intergruppenvergleich: Verhaltensmuster der Stalker in der Beziehung

Abbildung 52: Intergruppenvergleich: Treffen von Entscheidungen in der Beziehung

Abbildung 53: Intergruppenvergleich: Gewalt während der Beziehung

Abbildung 54: Intergruppenvergleich: Vermutete Gründe für das Stalking ...

Abbildung 55: Intergruppenvergleich: Beginn des Stalkings

Abbildung 56: Intergruppenvergleich: Maßnahmen gegen Stalking

Abbildung 57: Intergruppenvergleich: Gründe für unterlassene Gegenmaßnahmen

Abbildung 58: Intergruppenvergleich: Eingeleitete Gegenmaßnahmen

Abbildung 59: Intergruppenvergleich: Anzeige gegen Stalker

Abbildung 60: Intergruppenvergleich: Gründe gegen Anzeigeerstattung

Abbildung 61: Intergruppenvergleich: Maßnahmen der Polizei

Abbildung 62: Intergruppenvergleich: Bewertung der polizeilichen Maßnahmen hinsichtlich ihrer Angemessenheit

Abbildung 63: Intergruppenvergleich: Wünsche bzw. Erwartungen an die Polizei

Abbildung 64: Intergruppenvergleich: Körperliche und seelische Auswirkungen

Abbildung 65: Intergruppenvergleich: Inanspruchnahme von professioneller Beratung bzw. Behandlung

Abbildung 66: Intergruppenvergleich: Gründe, keine Beratung bzw. Behandlung in Anspruch zu nehmen

Abbildung 67: Intergruppenvergleich: Reaktionen des privaten Umfelds

Abbildung 68: Intergruppenvergleich: Einschätzung geeigneter Mittel gegen Stalking

Abbildung 69: Intergruppenvergleich: Einschätzung der psychischen Verfassung der Stalker

Abbildung 70: Intergruppenvergleich: Unangenehmster bzw. schlimmster Vorfall mit dem Stalker

Abbildung 71: Intergruppenvergleich: Beurteilung der gesetzlichen und polizeilichen Möglichkeiten

Abbildung 72: Intergruppenvergleich: Erwartungen an Polizei und Gesetze

Abbildung 73: Intergruppenvergleich: Wünsche der Betroffenen

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Berufe der Betroffenen

Tabelle 2: Berufe der Stalker

Tabelle 3: Arten der Kontaktaufnahmen

Tabelle 4: Sonstige auffällige Inhalte in schriftlichen Mitteilungen

Tabelle 5: Orte, an denen das Stalking stattfand

Tabelle 6: Körperliche Angriffe

Tabelle 7: Sonstige Arten von körperlichen Angriffen

Tabelle 8: Arten der körperlichen sexuellen Belästigungen bzw. sexuellen Angriffe

Tabelle 9: Sonstige Situationen, in denen Angst während der Verfolgung auftrat

Tabelle 10: Private Veränderungen

Tabelle 11: Veränderungen im Freizeitverhalten bzw. bei Routineaktivitäten

Tabelle 12: Veränderungen im Verhalten gegenüber anderen Menschen

Tabelle 13: Arten und Umfeld der Rufschädigung

Tabelle 14: Maßnahmen gegen die Rufschädigung

Tabelle 15: Gründe für das Unterlassen von Maßnahmen gegen Rufschädigung

Tabelle 16: Konsequenzen der Rufschädigung

Tabelle 17: Beziehungskonstellationen zwischen Betroffenen und Stalkern

Tabelle 18: Neu gebildete Gruppen nach Mullen et al. (2000)

Tabelle19: Einschätzungen der Betroffenen bez. der Gründe des Stalkings (2 A)

Tabelle 20: Einschätzungen der Betroffenen für die Gründe des Stalkings (2 C / D)

Tabelle 21: Art der Familienbeziehung

Tabelle 22: Das Stalking auslösende Situationen bzw. Ereignisse

Tabelle 23: Einschätzungen der Betroffenen für die Gründe des Stalkings (2 G)

Tabelle 24: Gründe für unterlassene Gegenmaßnahmen

Tabelle 25: Eingeleitete Gegenmaßnahmen

Tabelle 26: Gründe gegen Anzeigeerstattung

Tabelle 27: Schwierigkeiten bei der Vermittlung der Ernsthaftigkeit der Situation

Tabelle 28: Maßnahmen der Polizei

Tabelle 29: Wünsche und Erwartungen an die Polizei

Tabelle 30: Tipps und Strategien der Polizei

Tabelle 31: Körperliche und seelische Auswirkungen

Tabelle 32: Gründe, keine Beratung / Behandlung zu beanspruchen

Tabelle 33: Reaktionen des privaten Umfeldes

Tabelle 34: Gegenmaßnahmen dritter Personen

Tabelle 35: Maßnahmen, die zum Rückgang bzw. zur Beendigung des Stalkings führten

Tabelle 36: Was die Betroffenen heute anders machen würden

Tabelle 37: Einschätzung geeigneter Mittel gegen Stalking

Tabelle 38: Beeinflussung der Wahl der Maßnahmen

Tabelle 39: Erwartungen an Polizei und Gesetze im Umgang mit Stalking

Tabelle 40: Wünsche der Betroffenen

Tabelle 41: Intergruppenvergleich: Arten der körperlichen Angriffe

Tabelle 42: Intergruppenvergleich: Arten der sexuellen Andeutungen

Tabelle 43: Intergruppenvergleich: Arten der körperlichen sexuellen Angriffe

Tabelle 44: Intergruppenvergleich: Veränderung des Lebens aufgrund des Stalkings

Tabelle 45: Intergruppenvergleich: Arten und Umfeld der Rufschädigung

Tabelle 46: Intergruppenvergleich: Unternommene Maßnahmen gegen Rufschädigung

Tabelle 47: Intergruppenvergleich: Gründe für das Unterlassen von Maßnahmen gegen Rufschädigung

Tabelle 48: Intergruppenvergleich: Arten von Konsequenzen der Rufschädigung

Tabelle 49: Intergruppenvergleich: Verhaltensmuster der Stalker in der Beziehung

Tabelle 50: Intergruppenvergleich: Vermutete Gründe für das Stalking ...

Tabelle 51: Intergruppenvergleich: Gründe für unterlassene Gegenmaßnahmen

Tabelle 52: Intergruppenvergleich: Eingeleitete Gegenmaßnahmen

Tabelle 53: Intergruppenvergleich: Gründe gegen Anzeigeerstattung

Tabelle 54: Intergruppenvergleich: Maßnahmen der Polizei

Tabelle 55: Intergruppenvergleich: Wünsche bzw. Erwartungen an die Polizei

Tabelle 56: Intergruppenvergleich: Körperliche und seelische Auswirkungen

Tabelle 57: Intergruppenvergleich: Gründe, keine Beratung bzw. Behandlung zu beanspruchen

Tabelle 58: Intergruppenvergleich: Reaktionen des privaten Umfelds

Tabelle 59: Intergruppenvergleich: Einschätzung geeigneter Mittel gegen Stalking

Tabelle 60: Intergruppenvergleich: Unangenehmster bzw. schlimmster Vorfall mit dem Stalker

Tabelle 61: Intergruppenvergleich: Erwartungen an Polizei und Gesetze ..

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Danksagung

Zunächst möchte ich Herrn Prof. Dr. Voß für seine Anregungen zu dieser Arbeit und seine fachliche Betreuung danken. Özgül Öztürk, die mir bei der Übersetzung des Fragebogens in die türkische Sprache geholfen hat, möchte ich herzlich danken. Ein ausgesprochener Dank geht an Tanja Ley, die mir in zahlreichen Situationen im Rahmen meiner Diplomarbeit wertvolle Anregungen gegeben hat und es hervorragend verstand, mich in schwierigen Zeiten zu motivieren, meine Arbeit fortzusetzen. Ferner gilt Sabine Piotraschke-Schäfer ein besonderer Dank für ihr schnelles und kompetentes Korrekturlesen dieser Arbeit und für ihre hilfreichen Anregungen. Ebenso bedanke ich mich herzlich bei Birgit Röttcher, die zur graphischen Gestaltung der Titelseite dieser Arbeit beigetragen hat. Schließlich möchte ich meinem Ehepartner Bernd Lehmann für seine überaus geduldige, anregende und aufbauende Art im Verlauf meines gesamten Studiums von Herzen danken. Überdies bedanke ich mich bei allen, die zur Entstehung dieser Arbeit beigetragen haben sowie bei den Teilnehmerinnen dieser Studie.

Fatima Ö zkaraaslan-Lehmann

Zusammenfassung

Ziel dieser explorativen Studie war es, differenzierte Erkenntnisse bezüglich der Erfahrungen und Erlebnisse im Zusammenhang mit obsessiver Verfolgung und Belästigung (Stalking) bei Betroffenen türkischer Abstammung zu gewinnen. Zu diesem Zweck wurde hier erstmals eine exklusive Befragung dieser Betroffenen- Gruppe durchgeführt. Darüber hinaus wurde ein Vergleich der Ergebnisse zwischen deutschen und türkischen Stalking-Opfern vorgenommen. Im Rahmen der Untersuchung wurden die psychischen, physischen und sozialen Auswirkungen von Stalking auf die Opfer erhoben. Darüber hinaus wurde der Verlauf von Stalking erfasst sowie die Anlaufstellen, welche die Befragten in ihrem persönlichen Umfeld aufgesucht haben, und wie diese mit der Problematik umgegangen sind. Ferner wurden die von den Stalking-Opfern eingeleiteten Gegenmaßnahmen und deren Wirksamkeit erhoben sowie deren Erwartungen und Wünsche an Polizei und Justiz. Zum Zwecke der Befragung wurde ein Fragebogen für die Betroffenen von Stalking eingesetzt, bei dem es sich um die türkische Übersetzung jenes Fragebogens handelt, der in der Studienarbeit von Meinhard & Wondrak (2002) entwickelt wurde. Die vorliegende Diplomarbeit gliedert sich an die „Empirische Untersuchung zum Phänomen Stalking aus Sicht der Betroffenen“ (Meinhard & Wondrak, 2004) innerhalb der „ Arbeitsgruppe Stalking “ an, bei der es bereits zu einer umfangreichen Befragung von deutschen Stalking-Betroffenen mit dem gleichen Fragebogen kam. Die Datenerhebung der vorliegenden Untersuchung erfolgte auf anonyme Weise über das Internet und über Frauenhäuser und andere soziale Einrichtungen sowie durch Kontakte zur Polizei. Ferner wurden Fragebögen auf persönlichem Wege verteilt. An der Studie nahmen 26 Personen teil. Die türkischen Betroffenen waren vergleichsweise schwereren Formen von körperlichen Angriffen sowie häufiger sexuellen Belästigungen ausgesetzt als die deutschen. Beide Gruppen gaben in mehr als 90% der Fälle an, Angst während der Verfolgung gehabt zu haben. Nahezu die Gesamtheit der Betroffenen der deutschen Stichprobe leitete Maßnahmen gegen das Stalking ein, während die türkischen Betroffenen dies deutlich seltener taten (68%). Die Mehrheit beider Gruppen empfand die polizeilichen und gesetzlichen Möglichkeiten als unzureichend.

1. Einleitung

Der englische Begriff „Stalking“ entstammt der Jagdsprache und steht für das Anpirschen bzw. Heranschleichen an Wild, um es zu erlegen. In jüngerer Zeit wird der Terminus jedoch vielfach in einem neuen Kontext verwendet. Als Stalking wird ein Täterverhalten beschrieben, welches sich von wiederholten Telefonanrufen, Brief- und E-Mail-Kontakten, Beobachten, Verfolgen, Überwachen bis hin zu gewaltsamen Übergriffen erstreckt. In sehr extremen Fällen von Stalking kommt es zuweilen sogar zur Ermordung des Opfers. In seiner neuen Bedeutung bezeichnet Stalking demnach eine Konstellation von Verhaltensweisen, die wiederholt gegen eine bestimmte Person gerichtet sind, von dieser Zielperson als unerwünscht und belästigend erlebt werden und in ihr ein Gefühl der Bedrohung und Angst erzeugen (Westrup, 1998).

Was vielfach zunächst als ein neues Phänomen angesehen wurde, ist in der Realität eine Erscheinung, die schon sehr lange und unabhängig von Kultur, Nationalität, Alter und Geschlecht existiert, jedoch bis vor etwa zwei Jahrzehnten noch keinen Namen besaß. So bezeichnet die Sozialwissenschaftlerin Julia Bettermann (2002) angemessenerweise einen ihrer Artikel: „Stalking - ein altbekanntes Phänomen erhält einen Namen“.

Wissenschaftliches Interesse erlangte das Phänomen Stalking Anfang der neunziger Jahre jedoch zuerst im angloamerikanischen Raum, wo auch die ersten Antistalking- Gesetze eingeführt wurden. Obgleich spektakuläre Verfolgungen von Prominenten die Erforschung des Phänomens Stalking bedingten, ist inzwischen deutlich geworden, dass von Stalking weitaus häufiger Menschen ohne Popularitätsstatus betroffen sind.

In Deutschland gab es bis Ende der neunziger Jahre nur wenige vereinzelte wissenschaftliche Beiträge zu Stalking. Im Jahre 2001 begann die Arbeitsgruppe Stalking am Institut für Psychologie der Technischen Universität Darmstadt mit ersten Vorarbeiten zu einem Forschungsprojekt Stalking. Diesem folgten eine Reihe von weiteren Beiträgen zum Thema aus unterschiedlichen Arbeitsgruppen und Wissenschaftsdisziplinen wie der Psychologie, der Kriminologie, Medizin und Soziologie. Gemeinsame Anstrengungen sind auch weiterhin erforderlich, um das für den Opferschutz schon Erreichte zu erhalten und um weitere, wirkungsvollere Maßnahmen zum Schutz der Opfer zu realisieren (Voß, H.-G. W., Hoffmann, J. & Wondrak, I., 2006). Denn bisher gibt es in Deutschland zum Schutz gegen Stalking lediglich das sogenannte Gewaltschutzgesetz, das Anfang des Jahres 2002 verabschiedet wurde. Es erlaubt es der verfolgten Person, eine gerichtliche Verfügung zu erwirken mit dem Ziel, den Täter unter Strafandrohung sozusagen „auf Abstand“ zu halten, hat aber den Nachteil, dass ein wirksamer Schutz erst dann eingerichtet werden kann, wenn gegen die gerichtliche Anordnung verstoßen wird (Voß, H.-G. W., Hoffmann, J. & Wondrak, I., 2006). Im Januar 2001 startete die Polizei Bremen als Pionier in der Bundesrepublik ein Stalking-Projekt mit dem Ziel, durch Ernennung von speziellen Stalking-Beauftragten, die eng mit der Staatsanwaltschaft zusammenarbeiten, Stalking bürgernaher und effektiver anzugehen (Bettermann, 2004).

Die vorliegende Arbeit wird im Rahmen des Forschungsprojektes der Arbeitsgruppe Stalking am Institut für Psychologie der Technischen Universität Darmstadt durchgeführt. Ziel der Untersuchung ist es, erstmalig in Deutschland Betroffene von Stalking mit türkischer Herkunft hinsichtlich ihrer Erfahrungen und Erlebnisse im Zusammenhang mit der Verfolgung durch Stalker zu befragen. Durch diese neuen Erkenntnisse mit türkischen Stalking-Opfern und dem bereits vorliegenden fundierten Wissen über deutsche Betroffene von Stalking soll ein Kulturvergleich vorgenommen werden. Hierfür werden die bereits gewonnenen Erkenntnisse aus der „Empirischen Untersuchung zum Phänomen Stalking aus Sicht der Betroffenen“ (Meinhard, B. & Wondrak, I., 2004, unveröffentlichte Diplomarbeit) herangezogen, um sie den neuen Daten über türkische Betroffene von Stalking gegenüberzustellen. Der Vergleich soll damit einen Beitrag zur Beantwortung der Frage leisten, ob es sich bei obsessiver Verfolgung und Belästigung um ein Handlungsmuster handelt, das weltweit in ähnlicher Form auftritt, oder ob Stalking maßgeblich durch den Einfluss der Kultur vor Ort determiniert wird (Hoffmann, 2006).

In der Untersuchung von Meinhard & Wondrak (2002) wurde ein Fragebogen verwendet, der im Rahmen der Studienarbeit von Meinhard und Wondrak (2002) entwickelt wurde, um das Phänomen Stalking aus Sicht der Betroffenen empirisch zu untersuchen. Dieser Fragebogen wurde auch für die Befragung der türkischen Stalking-Opfer herangezogen, nachdem er zuvor in die türkische Sprache übersetzt und um einige wenige Unterpunkte erweitert wurde.

Die Datengewinnung erfolgte auf anonyme Weise über das Internet. Darüber hinaus wurden Fragebögen deutschlandweit an Frauenhäuser und ähnliche soziale Einrichtungen, wie etwa an Zufluchtsstellen für Migrantinnen sowie an diverse Polizeistationen geschickt. Ferner wurden Flugblätter mit einer Kontakt- Telefonnummer ausgelegt. Darüber hinaus wurden Fragebögen über Mundpropaganda verteilt.

Bei den teilnehmenden Personen handelte es sich ausschließlich um solche, die sich nach eigener Einschätzung selbst als Stalking-Opfer identifizierten.

2. Theoretischer Hintergrund

2.1 Definitionen

Obgleich sich der Begriff Stalking als wissenschaftlicher Fachbegriff längst etabliert hat, existiert bisher keine allgemeingültige Definition des Phänomens. Die Schwierigkeit, eine Abgrenzung des Begriffs vorzunehmen, liegt unter anderem daran, dass Stalking-Verhaltensweisen sich mit zahlreichen sozial inadäquaten Handlungen vermischen, die zur alltäglichen Erfahrung eines Jeden gehören. Als einer der ersten wissenschaftlichen Definitionsversuche kann die Beschreibung von Zona et al., 1993 angeführt werden, wonach Stalking „ein obsessives oder unnormal langes Muster von Bedrohung oder Belästigung darstellt, das gegen ein bestimmtes Individuum gerichtet ist“. Ferner beschreiben Pathé und Mullen (1997) Stalking als eine „Handlungskonstellation, bei der eine Person eine andere wiederholt belästigt beziehungsweise versucht, Kontakt aufzunehmen, was von dieser nicht erwünscht ist“. Die Definition von Westrup (1998) unterscheidet sich dahingehend, dass hier eine subjektive Komponente mit hineinfließt, in der gleichzeitig die emotionale Reaktion auf Stalking Beachtung findet. Dies geschieht in der Weise, dass das grenzverletzende Verhalten Angst oder Besorgnis beim Opfer auslösen kann.

Neuere Definitionen stammen unter anderem von Voß (2004) und Hoffmann (2006): „Unter Stalking verstehen wir das willentliche und wiederholte Verfolgen oder Belästigen einer Person, deren physische und / oder psychische Unversehrtheit und Sicherheit dadurch bedroht wird. Es handelt sich somit um ein psychologisches Konstrukt, das durch Handlungen gekennzeichnet ist, die eine Schädigung der betroffenen Person zur Folge haben und die dementsprechend als unerwünscht wahrgenommen werden; sie bewirken bei dem Opfer in der Regel Angst, Sorge und Panik“ (Voß, 2004).

„Auf der Verhaltensebene äußert sich Stalking in wiederholten Handlungen von Verfolgung, Belästigung oder Kontaktaufnahmen, die auf der darunter liegenden psychischen Ebene von einer emotionalen Fixiertheit begleitet werden“ (Hoffmann, 2006).

2.2 Prävalenz von Stalking

Nachdem Stalking zunächst vor allem als Problem von Personen des öffentlichen Lebens begriffen worden war, wurde mit den Jahren immer deutlicher, dass es sich hier um ein Massenphänomen handelt, mit dem ein nennenswerter Anteil der Bevölkerung einmal Erfahrung machen muss (Voß, Hoffmann & Wondrak, 2006). Hinsichtlich der Auftretenshäufigkeit von Stalking wurde bisher die umfangreichste Studie in den USA durchgeführt. So wurden von Tjaden & Thoennes (1998) die Antworten von 16.000 Telefoninterviews ausgewertet, die jeweils zur Hälfte von Frauen und Männern stammten. Schweres Stalking, gekoppelt mit der Angst, körperlich gefährdet zu sein, erlebten demzufolge etwa 8 Prozent aller Frauen und 2 Prozent aller Männer einmal in ihrem Leben. Bei einer leichten Form von Stalking, das mit einem leichten Gefühl der Beunruhigung dahergeht, beliefen sich die Zahlen auf 12 Prozent für Frauen und 4 Prozent für Männer.

Budd & Mattinson (2000) untersuchten in Großbritannien die Prävalenz von Stalking an einer Stichprobe von fast 10.000 Personen. Hier zeigte sich, dass 16 Prozent aller Frauen und 7 Prozent aller Männer einmal betroffen sind. Die Definition von Stalking wurde in dieser Erhebung relativ global formuliert, da Angstgefühle nicht zwingend notwendig waren. Vermutlich aus diesem Grund liegen die Zahlen hier höher als in der amerikanischen Studie.

In Australien wurde eine weitere große Studie von Purcell, Pathé & Mullen (2002) durchgeführt. Die Zahl der befragten Personen belief sich auf 1800. Die Definition lehnte sich an das australische Anti-Stalking-Gesetz an. Danach mussten mindestens zwei belästigende Verhaltensweisen vorliegen, die Angst bei der betroffenen Person auslösen mussten. Hier wird der Anteil der betroffenen Frauen vergleichsweise hoch mit 32 Prozent beziffert. Der Anteil männlicher Opfer beläuft sich auf 13 Prozent. Mit einer zufälligen Auswahl von 679 Einwohnern untersuchte das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim im Jahre 2004 die Prävalenzrate von Stalking und kam zu einem vergleichbaren Ergebnis mit anderen Ländern, da 12 % der Befragten angaben, Erfahrungen von Belästigung oder Bedrohung über eine Zeitspanne von mindestens zwei Wochen gemacht zu haben. Um die Thematik nicht unkritisch auszuweiten, wurden ausschließlich jene Betroffenen einbezogen, bei welchen es zu mindestens zwei unerwünschten Kontaktaufnahmen mit mindestens zwei verschiedenen Verhaltensweisen gekommen war (Weiß & Winterer, 2005). Allerdings bleibt es zu fragen, ob die Ergebnisse einer Großstadt als repräsentativ für ganz Deutschland angesehen werden können.

Löbmann (2002) verweist darauf, dass unterschiedliche kulturelle Kontexte, verschiedene Arten der Stichprobengewinnung und verschieden weit gefasste Definitionen von Stalking zu abweichenden Ergebnissen führen können. Wenn auch die Ergebnisse der verschiedenen Studien zunächst zu divergieren scheinen, so wird doch bei näherer Betrachtung deutlich, dass sie nach einer Angleichung der Definitionen durchaus vergleichbar sind. Vor diesem Hintergrund vermutet Hoffmann (2003) allgemein für westliche Länder eine entsprechende Verbreitung der Prävalenzrate in der Bevölkerung. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass schweres Stalking, welches über längere Zeit anhält und bei dem aus Sicht der Opfer die eigene Sicherheit ernsthaft bedroht ist, etwa fünf Prozent der Bevölkerung einmal in ihrem Leben erleben, leichtere Formen, bei denen keine Angst vorherrscht oder die Dauer relativ kurz ist, betreffen circa 12 bis 23 Prozent (Voß, Hoffmann & Wondrak, 2006).

2.3 Opfer

Bei Durchsicht der Forschungsliteratur wird deutlich, dass es sich bei den meisten Stalking-Opfern um Frauen handelt. Eine Metaanalyse ergab eine Geschlechterverteilung mit einem Anteil von 75% an weiblichen und 25% an männlichen Opfern (Spitzberg, 2002). Diese Ergebnisse sind mit anderen repräsentativen Studien vergleichbar (vgl. Tjaden & Thoennes, 1998). Jones (1998) führte eine umfangreiche Studie durch, bei der über 7000 Personen befragt wurden, die zuvor Opfer von Stalking-Delikten geworden waren. Die Daten stammten aus 130 Polizeidienststellen in Kanada, die im „Uniform Crime Reporting Survey“ gesammelt wurden. Der Anteil der weiblichen Opfer beträgt hier 80%. Die Untersuchung, die sich bei der Auswertung auf die Beziehung zwischen Opfer und Täter konzentrierte, zeigt, dass 33% aller Opfer von ihren Ex-Ehemännern verfolgt wurden. Und in 14% aller Fälle war der Täter zumindest ein Ex-Intimpartner. Um einen flüchtigen Bekannten als Täter handelte es sich in 28% aller Fälle. Dass der Täter ein sonstiges Familienmitglied gewesen sei, gaben 5% aller befragten Opfer an. Ebenso 5% der Befragten berichteten davon, von einem Arbeitskollegen verfolgt zu werden. In 8% der Fälle kam es zum Stalking durch einen Unbekannten. Vom gegenwärtigen Ehegatten verfolgt zu werden, gaben 2% der Betroffenen an, während 4% nicht einordnen konnten, von wem sie belästigt wurden. In dieser Untersuchung wurde ferner deutlich, dass vor allem weibliche Opfer (56%) von ihren Ex-Partnern verfolgt werden, während 46% der männlichen Opfer eher von flüchtigen Bekannten verfolgt werden (Mullen, 2000).

Mehrere Studien haben seit der zweiten Hälfte der 90er Jahre gezeigt, dass die psychischen und emotionalen Auswirkungen von Stalking auf die Betroffenen häufig enorm sind und dass eine solche Form der Viktimisierung oftmals einen tiefen Einschnitt im alltäglichen Lebensrhythmus mit sich bringt (Voß, Hoffmann & Wondrak, 2006).

2.3.1 Charakterisierung der Opfer und Beziehungskonstellationen

Zur Klassifikation von Stalking-Opfern existieren inzwischen sehr unterschiedliche Modelle. Zona (1993) unterscheidet lediglich zwischen existierender früherer Beziehung und nicht existierender früherer Beziehung, wobei die frühere Beziehung weiter in „Bekannter“, „Kunde“, „Nachbar“ und „Professionelle Beziehung“ (z.B. Therapeut) unterteilt wird. Diese Kategorisierungen gingen aus ihren Studien hervor, in denen diese Beziehungskonstellationen aufgetreten sind. Als ein bewährtes Klassifikationsmodell kann Meloys (1996) Einteilung der Opfer herangezogen werden. Auf der Basis der Vorbeziehung zwischen Opfer und Täter unterscheidet er drei Kategorien von Opfern. „Prior sexual intimates“ bilden dabei die erste Kategorie. Sie beinhaltet Personen, die in der Vergangenheit eine intime Beziehung hatten, so etwa Ehepartner bzw. Lebensgefährten. Bei der Kategorie „Prior acquaintances“ kennen sich Täter und Opfer auf irgendeine Art. Als Beispiele hierfür können lockere Freundschaften, berufliche oder nachbarschaftliche Beziehungen angeführt werden. Die dritte und letzte Kategorie stellen die sogenannten „Strangers“ dar. In diesem Fall sind Opfer und Täter einander fremd. Ein Exempel für diese Kategorie ist das Prominenten-Stalking. Mullen (2000) nimmt eine stärkere Differenzierung vor, in dem er zwischen „ex-intimitates“, „casual acquaintances and friends“, „professional contacts“, „workplace contacts“, „strangers“, „the famous“ und schließlich „unusual victims“ unterscheidet. Die „ex-intimates“ ist die größte der genannten Kategorien. Die häufigsten Opfer hierbei sind Frauen, die eine intime Beziehung zum Stalker hatten, der in der Regel männlichen Geschlechts ist. Dabei kann es sich sowohl um Ex-Ehepartner als auch um Ex-Lebenspartner oder frühere Freunde handeln. Kennzeichnend für diese Kategorie ist, dass die Betroffenen von Stalking häufig bereits während der Beziehung eine Opferrolle innehatten. Dies kann sich beispielsweise in ständigem Misstrauen dem Partner gegenüber und damit verbundenem Nachspionieren äußern oder in der Form von körperlichem oder seelischem Missbrauch.

Tjaden & Thoennes (1998) fanden heraus, dass 80% aller Frauen, die von ihren Ex- Partnern verfolgt wurden, auch in ihrer Beziehung körperlichen Missbrauch erlitten haben. 30% dieser Frauen berichteten von sexuellem Missbrauch während der Beziehung (vgl. Schwartz-Watts & Morgan, 1998). Die Opfer dieser Gruppe sind oft sehr beharrlichen Tätern ausgeliefert. Vor allem, wenn gemeinsame Kinder vorhanden sind, gestaltet sich die Situation als äußerst prekär, da die Väter meist ein legales Besuchsrecht für die Kinder besitzen. Dieser Umstand wird von den Stalkern missbraucht, in dem sie versuchen, auf diese Weise an das Opfer heranzukommen (Mullen, 2000).

Eine in den USA durchgeführte Studie zeigt eine deutliche Verbindung zwischen Stalking durch Ex-Partner und Morden bzw. Mordversuchen an Frauen. Es stellte sich heraus, dass fast 70% der Opfer von Mord bzw. Tötungsversuchen in den vorangegangenen 12 Monaten durch ehemalige Partner gestalkt wurden (McFarlane, Campbell & Watson, 2002).

68 % der in der vorliegenden Untersuchung befragten Opfer fallen unter die Kategorie der Ex-Partner; daher wird sie ausführlicher dargestellt als die übrigen Beziehungskonstellationen. Brewster (2003) zufolge repräsentiert Stalking, das in Ex-Beziehungen stattfindet, die Ausdehnung des Macht- und Kontrollmissbrauchs, der bereits während der Beziehung existierte. Die Autorin befragte 187 weibliche Stalking-Opfer nach Erlebnissen von Macht- und Kontrollmissbrauch während und nach Beendigung der Beziehung. Demnach waren 75% der Frauen bereits während der Beziehung unterschiedlichen Formen kontrollierender und unterdrückender Verhaltensweisen ausgesetzt. Diese Beziehungsmuster setzten sich nach der Trennung fort, wenn auch in abgewandelter Form. Während sich soziale und physische Kontrolle überwiegend vor der Trennung zeigt, herrscht nach der Trennung vorrangig massive psychologische Kontrolle vor. Ferner zeigt die Studie, dass Gewaltanwendung während der Beziehung ein Prädiktor für Gewalttätigkeiten in Stalking-Fällen ist. Über 50% der Frauen aus gewalttätigen Beziehungen berichten auch über Gewalterfahrungen im Verlauf des Stalkings und bestätigen damit die bereits von Tjaden & Thoennes (1998) gewonnenen Erkenntnisse. Unter “casual acquaintances and friends” subsummiert Mullen (2000) Nachbarn und Freunde, bei welchen beispielsweise nach einem Nachbarschaftsstreit Neid und Eifersucht und damit verbundene Rachegefühle entstehen. Auffallend in dieser Kategorie ist die größere Anzahl von Männern, die dem Stalking zum Opfer fallen. Als „professional contacts“ werden berufsmäßige Beziehungen zwischen Stalker und Opfer bezeichnet. Hier sind besonders Mediziner, Juristen, Lehrer und ähnliche Berufe betroffen. Bei den “workplace contacts” besteht ein Arbeitgeber bzw. Arbeitnehmer- oder Kollegenverhältnis, innerhalb dessen es zu Stalking kommt. „Strangers“ sind Unbekannte, zu denen das Opfer vorher keinen Kontakt hatte. Diese Konstellation führt bei den Opfern meist zu einer erhöhten Alarmbereitschaft, da die resultierende Gefahr schwieriger einzuschätzen ist, als wenn das Opfer seinen Peiniger kennt. „The famous“ sind Prominente, denen Stalker durch Radio, Film und Fernsehen begegnen. Indirekte Opfer des Stalkers sind unter „unusual victims“ zu verorten. Insbesondere der aktuelle Partner des Opfers ist oft eine beliebte Zielscheibe für den Stalker, da er ihn bei seinem Vorhaben „im Wege steht“.

Insgesamt gesehen, hat die Mehrheit der Opfer auf irgend eine Art und Weise mit dem Täter einen persönlichen Kontakt. Stalking durch Unbekannte ist relativ selten. Dies kommt lediglich in 10 bis 20% aller Stalking-Fälle vor (Bjerregaard, 2002).

2.3.2 Auswirkungen von Stalking auf die Opfer

Die Folgen von Stalking auf die Opfer sind mannigfaltig. Die Auswirkungen sind insbesondere auf physischer, psychischer und sozialer Ebene einzuordnen. Permanente Verletzung der persönlichen Freiheit und damit einhergehende Gefühle der Hilflosigkeit und des Kontrollverlustes führen häufig zu traumatisierenden Erlebnissen. In Folge des Stalkings nimmt die Mehrzahl der Opfer weitreichende Veränderungen ihrer Lebensumstände vor. Diese reichen von der Änderung der Telefonnummer bis hin zum Wohnungswechsel und der Änderung des Namens (Hall, 1998). Ferner kommt es oftmals zu einem Arbeitsplatzwechsel bzw. zum Verlust des Arbeitsplatzes, da die permanenten Belästigungen das Arbeiten erschweren bzw. unmöglich machen. Darüber hinaus sind die durch Stalking bedingten physischen und psychischen Beschwerden häufig Anlass für vermehrte Arbeitsausfälle (Abrams & Robinson, 2002).

In einer Studie von Pathé & Mullen (1997) wurden 100 australische Stalking-Opfer nach den Auswirkungen von Stalking auf ihr Leben befragt. Danach berichteten die Betroffenen durchweg von einer Veränderung des Lebensstils aufgrund von Stalking, die sich in einer Beeinträchtigung im beruflichen bzw. schulischen und sozialen Bereich auswirkte. 83% der Betroffenen gaben an, mehr Angst zu haben und knapp die Hälfte berichtete von Symptomen einer posttraumatischen Belastungsstörung, wie beispielsweise belastenden Erinnerungen und Albträumen. Von Suizidgedanken bzw. Suizidversuchen berichteten knapp ein Viertel der Betroffenen. Mehr als die Hälfte der Opfer gaben an, gravierende Schwierigkeiten im Berufsleben zu haben. 37% sahen sich offenbar gezwungen, den Arbeitsplatz, die Schule oder den Beruf zu wechseln.

Kamphuis und Emmelkamp (2001) untersuchten 200 Frauen einer niederländischen Vereinigung für Stalking-Opfer (Stichting Anti-Stalking). Es stellte sich heraus, dass die Mehrzahl der Opfer vielfältigen behelligenden Handlungen ausgesetzt sind. Diese beinhalten zu 70% Gewaltandrohungen und 50% faktische Gewaltanwendung. Demzufolge sind die psychischen und physischen Folgen enorm. Dies führt bei den Autoren zu der Schlussfolgerung, dass Stalking oftmals zu Symptomen der posttraumatischen Belastungsstörung führt. So nennt Gottfried Fischer, Direktor des Kölner Instituts für Psychotraumatologie das Phänomen „Einschleich-Trauma“. Er ist der Ansicht, die Auswirkungen jahrelangen Psychoterrors seien vergleichbar mit den Folgen von Flugzeugkatastrophen oder Entführungen. Ferner betont er, dass ein Drittel aller Opfer den Alltag nicht mehr wie gewohnt bewältigen könne, sondern unter permanenten Herzkreislaufstörungen leide (Meyer 2000; Mechanic, 2002).

Trotz dieser Ergebnisse ist zu berücksichtigen, dass es sich weder bei der Untersuchung von Pathé & Mullen (1997) noch bei Kamphuis und Emmelkamp (2001) um repräsentative Stichproben handelt, da es hierbei zu einer Selbstselektion der Opfer kam. Ferner lagen keine Informationen über das prämorbide Funktionsniveau der Probanden vor.

2.4 Typologie der Stalker

Die wissenschaftliche Erforschung des Phänomens Stalking begann zunächst damit, den Fokus auf Täter als Untersuchungsobjekt zu richten, während die Opfer vorläufig außer Acht blieben (Spitzberg et al., 1998). Trotz der Geschlechtsunabhängigkeit von Stalking muss hervorgehoben werden, dass die Täter überwiegend männlichen Geschlechts sind (Tjaden & Thoennes, 1998; Purcell et al., 2002). Der Kurzbeschreibung von Meloy (1999) zufolge ist der „typische“ Stalker ein arbeitsloser oder unterbeschäftigter Mann im vierten Lebensjahrzehnt. Er ist alleinstehend oder geschieden und hat eine kriminelle Vergangenheit mit psychiatrischen Auffälligkeiten sowie Alkohol- oder Drogenmissbrauch. Er besitzt eine höhere Schulbildung und ist intelligenter als andere Kriminelle. Spätestens bei der Analyse von Stalking-Delikten wurde jedoch deutlich, dass nicht lediglich ein bestimmter Typ von Stalker identifiziert werden konnte, sondern unterschiedliche Gruppen obsessiver Verfolger existieren.

Als eines der ersten typologischen Systeme von Stalkern ist die Differenzierung von Zona et al. (1993) zu nennen. Die Autoren unterscheiden drei Gruppen von Stalkern. Dabei wurden die Vorbeziehung zwischen Opfer und Täter und das Vorliegen psychischer Störungen als Unterscheidungskriterien verwendet. Von Sheridan et al. (2002) wurde ein Kategorienmodell vorgelegt, das eigens für die Polizeiarbeit entwickelt wurde. Dieses geht von vier Stalker-Persönlichkeiten aus. Die bisher einflussreichste Kategorisierung von Stalker-Typologien stammt von Mullen et al.

(1999). Die Forscher entwickelten ein multiaxionales Klassifikationssystem. Es berücksichtigt in der ersten Dimension fünf zugrundeliegende Motivationen für das Stalking-Verhalten, welche die einzelnen Täter-Typen bezeichnen. Ferner werden die Täter-Opfer-Beziehung und der geistige Gesundheitszustand der Stalker mit einbezogen. Nachfolgend werden die fünf Grundtypen innerhalb des Klassifikationssystems beschrieben:

Der zur ü ckgewiesene Stalker („the rejected stalker“)

Diese Gruppe von Stalkern hatte vormals eine mehr oder weniger enge Beziehung zu seinen Opfern, die häufig intimer Natur war und beendet wurde. Die Auflösung der Beziehung erscheint dem Stalker als unbegreiflich und wird als Verrat oder Irrtum interpretiert. Der Wunsch nach Versöhnung oder Rache aufgrund der Zurückweisung motiviert den abgelehnten Stalker zu seinem Verhalten, das sich teils aus besänftigenden und teils aus aggressiven Handlungen zusammensetzt. Es handelt sich in diesem Fall um eine besonders beharrliche Form von Stalking, die überwiegend durch Drohungen und Gewalttätigkeiten gekennzeichnet ist und als Ausdruck der Enttäuschung und Kränkung des Stalkers betrachtet werden können. Diese Art von Stalking ist am häufigsten zu finden.

Der intimit ä tssuchende Stalker („intimacy seekers“)

Der intimitätssuchende Stalker trachtet nach einer Beziehung mit dem Opfer, das idealisiert und bewundert wird. Bei den Opfern handelt es sich häufig um Personen aus dem öffentlichen Leben, wie etwa Schauspieler, Fernseh- und Rundfunkmoderatoren, etc. Sein Begehren drückt der Stalker in Form von Briefen und Geschenken aus. Eine Ablehnung seitens des Opfers interpretiert er in einer positiven, für sich annehmbaren Weise. Demzufolge hält die Verfolgung vergleichsweise lange an. Dieser Typus von Stalker weist im Vergleich zu den übrigen Stalkern oftmals gravierende psychische Störungen auf, darunter häufig Liebeswahn.

Der inkompetente Verehrer ( „the incompetent suitor“)

Mitstreiter dieser Kategorie sind durch ihre mangelnden sozialen Fertigkeiten

beeinträchtigt. Sie sind in der Regel intellektuell eingeschränkt und gesellschaftlich ausgegrenzt. Dennoch wirken sie überheblich und egoistisch. Auch diese Stalker streben das Ziel an, eine Beziehung mit dem Opfer aufzubauen, gehen dabei allerdings sehr unbeholfen und taktlos vor. Entsprechend werden sie durch das Scheitern ihrer Bemühungen nicht entmutigt, sondern suchen sich bald darauf ihr nächstes Opfer. Somit währt die Verfolgungsdauer meist sehr kurz.

Der ä rgergetriebene Stalker („the resentful stalker“)

Die Motivation dieses Stalkers ist im tatsächlichen oder vermeintlichen Glauben begründet, Unrecht erfahren zu haben. Er betrachtet sich selbst als Opfer und empfindet sein Handeln lediglich als „zur Wehr setzen“. Angetrieben von Rachegefühlen, die sich vorrangig in Gestalt von Drohungen, weniger durch körperliche Angriffe äußern, versucht er das Opfer in Angst und Schrecken zu versetzen. Unter diesen Charakteren sind oftmals Paranoide und Querulanten zu finden.

Der j ä gerische Stalker („the predatory stalker“)

Das Verhalten des jägerischen Stalkers ist stets ein Mittel zum Zweck. Sein

übergeordnetes Ziel stellt einen meist sexuellen Angriff dar, der im Vorfeld durch gründliches Planen und Beobachten des Opfers vorbereitet wird. Im Allgemeinen ahnen die Opfer bis zum Angriff nicht, dass sie im Blickfeld eines Verfolgers stehen, da die Stalker versuchen, sich unauffällig zu verhalten. Bereits das stille Beschatten verschafft dem Stalker voyeuristische Befriedigung, wodurch Gefühle der Macht und Kontrolle erzeugt werden. Kennzeichnend für diese Gruppe sind häufig sogenannte Paraphilien, wie etwa Exibitionismus, Voyeurismus oder Pädophilie.

Klassifikationssysteme stellen pragmatische, wenngleich auch theoretisch fundierte Instrumentarien dar, die die Risikoeinschätzung und das Management konkreter Fälle voranbringen sollen. Typologien sind somit als Werkzeuge neben anderen für den Umgang mit Stalking und pathologischen Fixierungen zu verstehen (Hoffmann, 2006).

Obwohl sich die Klassifikationssysteme bewährt haben, bleiben dennoch einige

nennenswerte Kritikpunkte. Einerseits lassen sich Stalker häufig nicht eindeutig in eine Kategorie einordnen, andererseits findet die Tatsache keine Berücksichtigung, dass in vielen Fällen dieselbe Person im Verlauf des Stalking-Prozesses nacheinander mehreren Stalker-Typen gleichkommen kann. Demzufolge sollten Typologien von Stalkern durch Typologien von Verlaufsformen des Stalkings ergänzt werden (Voß & Hoffmann, 2002).

Nach einer Analyse der verschiedenen Klassifikationssysteme innerhalb der

Stalking-Literatur arbeitete Hoffmann (2005a) insgesamt vier Motivationskategorien hinaus, die sich in unterschiedlichen Modellen immer wieder fanden:

„Der abgewiesene oder verlassene Stalker, oftmals der Ex-Partner nach einer intimen Beziehung, kommt mit der Trennung nicht zurecht und versucht, die Beziehung wieder herzustellen oder durch Ausübung von Psychoterror seine Ohnmacht in Macht zu verwandeln...

Der Beziehungssuchende Stalker strebt eine persönliche Bindung an, die nicht intimer Natur sein muss, sondern auch in anderen Formen, wie etwa in einer gewünschten Freundschaft Ausdruck finden kann...

Der wahnhafte Stalker glaubt, dass zwischen ihm und dem Opfer eine Beziehung besteht. Ursache hierfür ist eine psychotische Erkrankung, wie beispielsweise die Erotomanie.

Aber auch andere Wahninhalte können eine Rolle spielen, wie etwa die Vorstellung, dass ein Prominenter dem Stalker über die Medien geheime Zeichen zukommen lässt...

Der rachemotivierte Stalker möchte es dem Opfer heimzahlen, von dem er glaubt, Unrecht erfahren zu haben. Dabei soll das Stalking dienlich sein, indem es die Zielperson in Angst und Schrecken versetzt und somit leiden lässt...“ (Hoffmann, 2005a).

2.5 Stalking und häusliche Gewalt

Das Thema „Häusliche Gewalt“ ist in den letzten Jahren in das Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt, wodurch es in der Gesellschaft nun nicht mehr als „Privatsache“ betrachtet wird. Während die Forschungsgruppe um Paul Mullen (2000) Stalking erst dann als solches definiert, wenn die partnerschaftliche Beziehung beendet ist, ermittelt die „National Violence Against Women Survey“ (Tjaden & Thoennes, 1998) Daten auch für den Bereich des Stalkings in gegenwärtigen Beziehungen. Letzteres wird den Erfahrungen aus der Praxis viel eher gerecht, denn es ist unwahrscheinlich, dass ein gewalttätiger Partner mit dem Ende der Beziehung seine Übergriffe unmittelbar einstellt. Das Vorhandensein von häuslicher Gewalt in der Partnerschaft erwies sich als statistisch signifikanter Vorhersagefaktor für spätere physische Gewalt beim Stalking (Hoffmann, Wondrak, 2005). So fanden Tjaden & Thoennes (1998) in einer repräsentativen Erhebung in den USA heraus, dass über 80 Prozent der Opfer von Stalking durch den Ex-Partner bereits körperliche Gewalt während der Beziehung erfahren haben. Ferner berichtete jede Dritte der Betroffenen von sexuellen Übergriffen.

Offenbar werden Frauen, die während ihrer Beziehungen Gewalt erfahren haben, nach der Trennung häufiger von ihren ehemaligen Partnern verfolgt, als solche, die eine gewaltfreie Beziehung hinter sich haben (Baldry, 2002).

Im Verlauf einer Beziehung, die gekennzeichnet ist durch Gewalt und Eifersucht,

erfährt die Frau durch emotionale, psychische und / oder physische Gewalt zunächst eine Destabilisierung ihres Selbstbewusstseins, was den Verlust ihres Selbstvertrauens und die Entwicklung eines negativen Selbstbildes zur Folge hat. Der zu Übergriffen neigende Partner sorgt oftmals dafür, dass die Frau allmählich von ihrem sozialen Umfeld abgegrenzt wird, etwa dadurch, dass sie nicht mehr arbeiten gehen und ihre Freunde und Bekannte treffen darf.

Wenn neben der vom Partner erzeugten psychischen Abhängigkeit auch eine finanzielle Abhängigkeit besteht, erscheint es der Frau oftmals unmöglich, ihren Partner zu verlassen. Die soziale Isolation und die häufige Geheimhaltung des Gewaltkonflikts vor anderen führt bei den Frauen, die eine Trennung beabsichtigen, zu Schwierigkeiten, ihre Beziehungsprobleme glaubhaft darzustellen. Oftmals versucht der Mann sich Rückhalt zu verschaffen, indem er die Frau bei Freunden und Theoretischer Hintergrund 16 Familie als unglaubwürdig darstellt, weshalb es vermeintlich keinen erkennbaren Grund zur Trennung gibt (Sheridan & Blaauw, 2002).

Die Beziehung zwischen Stalking und häuslicher Gewalt wurde ferner von Küken, Hoffmann und Voß (2005) untersucht, indem Ex-Partner-Stalker, die häusliche Gewalt angewendet hatten, mit solchen, die zuvor in der Beziehung keine körperliche Gewalt gezeigt hatten, verglichen wurden. Dabei stellte sich ein bemerkenswerter Zusammenhang heraus: Stalker, die häusliche Gewalt angewendet hatten, zeigten in der Beziehung verstärkt dominante und kontrollierende Verhaltensweisen, indem sie etwa das Opfer von seinem Umfeld zu isolieren versuchten oder es herabwürdigten. Unter diesem Aspekt kann das „Stalking in Folge“ als fortdauernder Versuch der Machtausübung angesehen werden. Stalker, die während der Partnerschaft nicht durch physische Gewalt aufgefallen waren, hatten in der Beziehung eher Verhaltensmuster gezeigt, die durch eine ängstliche, emotionale Bindung und der Angst vor dem Verlassenwerden geprägt waren. Die Schilderungen machen deutlich, dass es außerordentlich bedeutend ist, den Zusammenhang zwischen häuslicher Gewalt und Stalking sowie die potentielle Eskalationsgefahr gerade auch in diesem Bereich zu erkennen. Dies ermöglicht einerseits, angemessenere Prognosen hinsichtlich künftiger Gewalttätigkeiten zu erstellen, und andererseits geeignete Strategien für die Opfer zu entwickeln.

2.6 Exkurs: Die türkische Gesellschaft

Zur Veranschaulichung und besseren Einordnung der in dieser Studie gewonnenen Ergebnisse, werden nun einige kurze Einblicke in die Strukturen innerhalb der türkischen Gesellschaft gegeben, die im Zusammenhang mit dem Phänomen Stalking interessant erscheinen.

2.6.1 Die Ehre als Verhaltensmaßstab

Da der Begriff „Ehre“ innerhalb der Motivation der Stalker im Fragebogen aufgeführt ist, erscheint es an dieser Stelle wichtig, zunächst auf das traditionelle türkische Konzept der Ehre und seine Bedeutung einzugehen. Der Ehrbegriff erstreckt sich über das gesamte Verhaltensrepertoire innerhalb der türkischen Gemeinschaft. Mit der Bezeichnung „Ehre“ („namus“) werden drei unterschiedliche Werte benannt, die jedoch als Einheit anzusehen sind: namus, şeref und saygı.

„ Namus “ hat die Funktion, das Verhältnis zwischen Männern und Frauen zu

bestimmen und hat für Frauen eine andere Bedeutung als für Männer. Die „namus“ der Frau beinhaltet die Bewahrung ihrer Jungfräulichkeit bis zur Ehe und die Treue während der Ehe. Die „namus“ des Mannes hängt primär vom Verhalten seiner Frau ab. Die Ehre impliziert, dass die Männer die Sexualität ihrer Frauen ebenso wie die der Töchter und Schwestern kontrollieren, während ihre Kontrolle sozial anerkannt und legitim ist (Toprak, 2005; vgl. Die Ausländerbeauftragte des Senats von Berlin, 1988).

Mit „ş eref ” wird die Würde, das Ansehen oder Prestige bezeichnet. „... wenn ein Mann, Mensch, gegenüber seinen Mitmenschen, gegenüber seiner Umgebung gute Dienste leistet, zum Beispiel ihnen hilft, ihnen in Notzeiten zur Seite steht, so erhöht sich das Ansehen dieses Mannes. Daneben gibt es Menschen, die das Eigentum der anderen Menschen nicht achten, deren „namus“ verletzen, lügen, stehlen und schlecht über sie sprechen“ (Pfluger-Schindlbeck, 1989).

Der Begriff „ sayg ı” steht für Respekt oder Achtung. Zur Verdeutlichung wird die Beschreibung von Schiffauer (1983) herangezogen: „Der Sohn schuldet dem Vater, die Frau dem Mann, der jüngere Bruder dem älteren Achtung. Sie kann ganz unterschiedlich bekundet werden: Der Höherstehende darf nicht mit dem Vornamen angesprochen, ihm darf nicht widersprochen werden, in der Öffentlichkeit muss man in seiner Gegenwart schweigen, man darf nicht in seiner Gegenwart rauchen oder trinken“.

2.6.2 Kollektivismus und seine Konsequenzen

Der Kollektivismus kann als einheitliches Zusammenwirken ähnlicher Personen betrachtet werden, die ihre individuellen Aufgaben erfüllen, aber erst in der Gemeinschaft zum Subjekt werden. Innerhalb des Kollektivismus bildet die Gruppe den Standard für die dominierenden Wertevorstellungen. Hier wird die Einheitlichkeit der Gesellschaft bevorzugt, die durch Angleichung der Merkmale der Einzelnen erreicht wird (Hui, 1988; Hui, & Triandis, 1986).

In kollektivistisch geprägten Kulturen, zu denen auch die türkische Nation gehört, spielen die sozialen Kontakte und damit auch das Bewertetwerden durch die umgebende Gesellschaft eine herausragende Rolle. Bei der türkischen Gesellschaft handelt es sich um eine Solidargemeinschaft. Dieses Konstrukt kann als bipolare Gegebenheit betrachtet werden. Was auf der einen Seite große Vorteile mit sich bringen kann, da unter anderem gegenseitige Unterstützung und persönlicher Schutz gewährleistet sind, kann auf der anderen Seite beispielsweise die Normverletzung eines Einzelnen zu einem Konflikt mit der ganzen Gemeinschaft führen. Vor allem bei „Kulturvermischungen“, wie sie etwa bei Menschen mit Migrationshintergrund auftreten, kann es schnell zu derartigen „Abweichungen von der Norm“ kommen, da diese schon allein durch das Leben in einem fremden Kulturkreis begünstigt werden. Beispiele für diese „Normverletzungen“ sind etwa voreheliche Beziehungen, Trennung vom Ehepartner oder Autonomisieren von der Familie, welche als „Beschmutzung“ der Ehre angesehen werden. Derartiges Verhalten kann teilweise verheerende Folgen nach sich ziehen. Solche „Grenzüberschreitungen“ beziehen sich wohlgemerkt lediglich auf die weiblichen Mitglieder der türkischen Gemeinschaft, da der Wert der Ehre unmittelbar über das Verhalten der Frauen oder Schwestern definiert wird.

An dieser Stelle gewinnt der, in der türkischen Gesellschaft tief verankerte

Kollektivismus im Zusammenhang mit der vorliegenden Studie an Bedeutung. Die zuvor beschriebenen Beispiele von „Regelbruch“ durch den Einzelnen führen häufig zu mehr oder weniger durchgreifenden Sanktionen seitens der Familie und der übrigen türkischen Umgebung. Diese „Zurechtweisungen“ nehmen nicht selten massive Formen von psychischer und körperlicher Gewalt an. In Extremfällen kommt es zuweilen sogar zur Ermordung der „Ehr-Verletzerin“. Derartige drastische Formen der „Bereinigung der Ehre“ sind seit einigen Jahren unter dem Begriff „Ehrenmorde“ in das Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt und werden mit Sorge verfolgt. Es gibt verschiedene Frauen- und Menschenrechtsorganisationen, die sich gegen solche menschenunwürdigen Taten einsetzen, darunter „ Papatya “, eine Berliner Kriseneinrichtung für junge Migrantinnen, welche im Zeitraum zwischen 1996 und 2004 fünfundvierzig Morde „im Namen der Ehre“ gezählt hat. Darüber

hinaus leistet die Menschenrechtsorganisation „ Terre des Femmes “ durch bundesweite Kampagnen Aufklärungsarbeit und zeigt, wo Betroffene von Zwangsehen und Morddrohungen Unterstützung finden.

Es kann schließlich angenommen werden, dass es in einem bezüglich der vorherrschenden Normen rigiden Kulturkreis vermehrt zu Zwangsmaßnahmen kommt, welchen Normverletzungen voraus gehen, da das Gemeinwesen dadurch gefährdet zu sein scheint.

Letztendlich muss jedoch erwähnt werden, dass der zuvor beschriebene Umgang mit der Ehre nicht auf den gesamten türkischen Kulturkreis übertragen werden kann. Vor allem in städtischen Gebieten der Türkei sind zunehmend ungezwungene Umgangsformen mit den traditionellen Normen und Werten zu beobachten.

2.6.3 Die Bedeutung der Ehe und Familie

Die Ehe und die damit verbundene Familie besitzen in der Türkei einen großen Stellenwert. Dieser unterscheidet sich jedoch in der städtischen Türkei von den ländlichen Gebieten. Bei bäuerlichen Familien wird die Heirat als Zusammenschluss zwischen zwei Familien verstanden und nicht nur als Bündnis zwischen zwei Personen. Die Liebe zwischen zwei Menschen spielt dabei eine untergeordnete oder keine Rolle. In diesen Fällen kommt es meist zu einer frühen Verheiratung. Vor allem Väter von Töchtern sind daran interessiert, ihre Töchter möglichst schnell zu verheiraten, um damit die Verantwortung für die Ehre der Familie, die mit den Töchtern verbunden ist, an den Schwiegersohn abzugeben.

In den städtischen Gebieten hat die Liebesehe eine größere Bedeutung. Längere Freundschaften gehen der Eheschließung voraus. Das Heiratsalter ist vergleichsweise hoch, da die Kinder der Mittel- und Oberschicht im allgemeinen ein Studium absolvieren (Toprak, 2005).

Die an früherer Stelle beschriebenen Einstellungen und Werte innerhalb der türkischen Gesellschaft sind teilweise im früheren islamisch-osmanischen Familienrecht begründet, nach dem beispielsweise die Eheschließung an keine strengen, formalen Vorschriften gebunden war und die Männer bis zu vier Frauen heiraten durften. Das islamisch-osmanische Familienrecht wurde im Jahre 1926 durch die leicht veränderte Fassung des Schweizer Zivilrechts abgelöst wurde, das den Frauen Freiheit und Gleichberechtigung zubilligt. Obgleich dieses Gesetz nunmehr seit achtzig Jahren besteht, kann in der Realität jedoch keine deutliche Gleichberechtigung verzeichnet werden. Der Mann ist nach wie vor das Familienoberhaupt. Die Frau muss ihm gegenüber gehorsam sein und darf ohne seine Erlaubnis keiner Erwerbstätigkeit nachgehen, obwohl sie diese Erlaubnis theoretisch per Gerichtsbeschluss erwirken kann (Toprak, 2005, vgl. Öztan, 1986). Dieser, bereits seit frühester Zeit vorherrschende Patriarchismus hat die türkische Gemeinschaft nachhaltig geprägt. Die genannten Beispiele zeigen, dass innerhalb der türkischen Gesellschaft zweifelsfrei bis heute patriachale Denkmuster vorherrschen, die über Jahrhunderte hinweg die Emanzipation, Individualisierung und gesellschaftliche Modernisierung überdauert haben, obgleich nicht alle Teile in der Türkei gleichermaßen davon betroffen sind.

2.6.3.1 Die arrangierte Ehe

Kommen türkische Mädchen und Jungen in ein heiratsfähiges Alter, so ergreifen in vielen Orten der Türkei meist zunächst die Eltern und übrigen Angehörigen die Initiative, auf Brautschau (im Türkischen: „görücü usulü“) zu gehen und eine Vermählung anzubahnen. Dabei werden primär Mädchen aus der Nachbarschaft, dem Bekanntenkreis oder der Verwandtschaft in Betracht gezogen. Als weiteres Kriterien für Mädchen ist der gute Ruf zu nennen, welcher bisherige Freundschaften mit Männern ausschließt. Das Mädchen sollte sich stets älteren Personen gegenüber respektvoll verhalten und fleißig, zurückhaltend sowie freundlich sein (Gartmann & Schwarz, 1981, in Toprak, 2005).

Nachdem ein Mädchen von einem jungen Mann oder dessen Familie „ausgesucht“ wurde, statten diese der Familie des Mädchens einen Besuch ab, bei dem um die Hand der jungen Frau angehalten wird. Der Eheschließung gehen viele Pro- und Kontraargumente voraus, wobei die Liebe kaum darin vorkommt, da die Heirat eine kollektivistische Bestimmung darstellt und nicht als individuelle Entscheidung der jungen Erwachsenen angesehen wird (Toprak, 2005).

Sich dieser Tradition zu widersetzen, würde abermals zu heftigen Konflikten innerhalb der Familie und Verwandtschaft führen. Um die persönliche Individualität und Autonomie zu gewährleisten, ist oftmals ein endgültiger Bruch mit der Familie unumgänglich. Allerdings befähigt dieser Schritt die jungen Frauen nicht automatisch zu einem selbstbestimmten Leben. Vielmehr ist die Familie häufig bestrebt, das abtrünnig gewordene Familienmitglied zurück zu holen, um es zu sanktionieren.

In diesem Kontext tritt wieder das Phänomen Stalking in Erscheinung, da es oftmals zur Verfolgung und Bedrohung der Frauen durch die Familien kommt, die das Ziel verfolgen, die Ehre wieder herzustellen.

Jedoch sollte auch an dieser Stelle nicht versäumt werden zu erwähnen, dass die Mehrzahl der jungen Menschen aus der Türkei ihre Partner selbst auswählen (Toprak, 2002; Strasburger, 2003).

[...]

Details

Seiten
257
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638741132
Dateigröße
1.2 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v74251
Institution / Hochschule
Technische Universität Darmstadt – Institut für Psychologie / Humanwissenschaften
Note
1,3
Schlagworte
Stalking Betroffenen Herkunft Deutschland

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Titel: Stalking bei Betroffenen türkischer Herkunft in Deutschland