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Erstellung eines Produktionsplanes in Zusammenarbeit mit Vertrieb und Einkauf

Seminararbeit 2002 13 Seiten

BWL - Handel und Distribution

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Aufgabenstellung

2 Aufgaben der Produktionsplanung
2.1 Absatzgrobplanung
2.2 Mengenplanung
2.3 Terminplanung
2.4 Kapazitätsplanung
2.5 Auftragsfreigabe

3 Produktionsplanung in der AETNA LIVE AG
3.1 Ablauf
3.2 Schwächen des MRP II-Konzeptes
3.3 Sollkonzeption

4 Fazit

Literaturverzeichnis

1 Aufgabenstellung

Die AETNA LIVE AG ist ein mittelständisches Unternehmen mit Sitz in Würzburg und in der Montage von Fahrrädern und dem Vertrieb von Handelswaren tätig. Die Produktpalette erstreckt sich von Kinderfahrrädern bis zu Spitzenprodukten für Profis, wie Spezialmountainbikes oder Rennmaschinen für Radsportprofis. Um auch in Zukunft die Bedürfnisse der Kunden zeit- und bedarfsgerecht in Abstimmung mit den Ressourcen der AETNA LIVE AG erfüllen zu können, soll im Rahmen dieser Seminararbeit ein Produktionsplan in Zusammenarbeit mit Einkauf und Vertrieb erstellt werden.

Hierzu soll nach einer allgemeinen Beschreibung der Produktionsplanung anhand der Absatzpläne des Vertriebes eine Bestellanforderung für den Einkauf erstellt werden.

2 Aufgaben der Produktionsplanung

Im Rahmen der Produktionsplanung soll der Produktionsablauf nach zeitlichen und mengenmäßigen Gesichtspunkten koordiniert werden und ein Produktionsprogramm aufgestellt werden. Hierzu müssen die vorhandenen Produktionskapazitäten sowie die Absatzprognosen des Vertriebes berücksichtigt werden und mit den im Unternehmen vorhandenen Lagerbeständen abgeglichen werden. Als Zielgrößen ergeben sich:

- Hohe Auslastung der Kapazität
- Hohe Termintreue bei der Fertigstellung der Aufträge
- Niedrige Lagerbestände
- Schnelle Durchlaufzeiten der Aufträge

Diese Ziele stehen im Widerspruch und können nicht gleichzeitig erreicht werden.

Aus Komplexitätsgründen wird der Gesamtplan in einzelne Teilschritte aufgeteilt, die nacheinander sukzessive abgearbeitet werden. Die Ergebnisdaten eines Schrittes stellen jeweils die Eingangsdaten für den nächsten Schritt dar. Dabei werden gröbere Planungen, die längere Zeiträume umfassen, immer weiter durch detailliertere Pläne mit kürzeren Zeithorizonten verfeinert [VAHR98, S. 93 – 97].

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Ablauf der Produktionsplanung [THOM90 S. I 1.1 3]

2.1 Absatzgrobplanung

Als Ausgangspunkt dient die langfristige Produktionsprogrammplanung, die zur Aufgabe hat, ausgehend vom langfristigen Ziel der Gewinnmaximierung, festzulegen, welche Arten von Produkten aus einer vorgegebenen Produktpalette mittels welcher Produktionsverfahren in welchen Mengen in einem vorgegebenen Zeitraum produziert werden sollen.

Um einen Absatzgrobplan zu ermitteln, werden zunächst vom Vertrieb die geplanten monatlichen Absatzzahlen übermittelt, welche einen mittelfristigen Zeithorizont abbilden. Diese Planung erfolgt rollierend, d.h. die Planung wird in festen Abständen erneut für den vorausliegenden Zeitraum von einem Jahr revidiert [VAHR98, S. 93].

Neben dieser langfristigen Bereitstellung von Personal- und Maschinenkapazitäten soll der Produktionsengpaß, der auf in der langfristigen Planung nicht berücksichtigten Absatzsteigerungen beruht, unter den gegebenen Kapazitätsrestriktionen auf kurze Sicht mit den Produkten mit dem höchsten Stückdeckungsbeitrag genutzt werden, so daß das Gewinnmaximum erreicht wird [WOEH00, S. 420 – 424].

2.2 Mengenplanung

Nachdem nun der Primärbedarf, d.h. der Bedarf an Endprodukten bestimmt und mit den dafür benötigten Personal- und Maschinenkapazitäten abgeglichen wurde, müssen die Mengen an Einzelteilen oder Komponenten mittels Auflösung der Stücklisten hergeleitet werden. Der sich daraus ergebende Brutto-Sekundärbedarf wird durch Abgleich mit dem Lager zum Netto-Sekundärbedarf. Dieser wird zu Losen zusammengefasst an die Fertigung gegeben oder als Bestellanforderung an den Einkauf geleitet. In diesem Zusammenhang muß auch unter Kostengesichtspunkten die Entscheidung der Fertigungstiefe, ob selbst zu fertigen oder extern einzukaufen ist (make or buy), getroffen werden.

Bei Fremdbezug muß die Bestellmenge festgelegt werden, dabei ist zu beachten, daß mit steigender Bestellmenge zwar die bestellfixen Kosten sinken, der durchschnittliche Lagerbestand aber erhöht wird und somit die Lagerkosten ansteigen. Hier muß mit geeigneten mathematischen Verfahren eine kostenminimale Beschaffungsmenge gefunden werden.

Bei Eigenerstellung besteht dieser trade-off zwischen den Kosten, die bei einem Sortenwechsel anfallen (Rüstkosten) einerseits und Zins- und Lagerkosten andererseits, so daß hier ebenfalls anhand mathematischer Lösungsmodelle eine kostenminimale Lösung gefunden werden muß. Ebenfalls berücksichtigt werden müssen noch die Liefer- bzw. Vorlaufzeiten des Bedarfes [VAHR98, S. 131f.].

Ziel ist es die benötigten Teile und Baugruppen in den benötigten Mengen zu rechten Zeit am rechten Ort bereitzustellen und dabei die Kosten der Beschaffung zu minimieren.

[...]

Details

Seiten
13
Jahr
2002
ISBN (eBook)
9783638148092
Dateigröße
532 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v7598
Institution / Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg – Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik
Note
1.7
Schlagworte
Produktionsplanung MRP II

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