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Lehrerbildung in Deutschland

Hausarbeit 2006 12 Seiten

Didaktik - BWL, Wirtschaftspädagogik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Entwicklung der Lehrerausbildung von 1945 bis heute

3 Modellversuch Einphasige Lehrerausbildung

4 Die Situation nach der Einphasigen Lehrerausbildung von 1980 bis 2005
4.1 Die Zweiphasige Lehrerausbildung
4.2 Kritik an der Zweiphasigen Lehrerausbildung

5. Schlussfolgerung

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem viel diskutierten Thema der Lehreraus­bildung in Deutschland. Nach der Einleitung im ersten Teil wird in Teil zwei die Entwicklung der Lehrerausbildung von 1945 bis heute kurz dargestellt, um einen allgemeinen Überblick zu gewährleisten. Der Teil drei beschäftigt sich nur kurz mit dem Modellversuch der Einphasigen Lehrerausbildung (ELAB) in Oldenburg sowie mit dem Abbruch des Modellversuchs im Jahr 1979.

Der nächste Teil der Arbeit beschreibt die Situation von 1980 bis heute, in der die Zweiphasige Lehrerausbildung praktiziert wird. In diesem Zusammenhang wird die Struktur der Zweiphasigen Lehrerausbildung geschildert, allerdings werden auch einige Kritikpunkte zur dieser Lehrerausbildung angesprochen.

2 Entwicklung der Lehrerausbildung von 1945 bis heute

Nach 1945 wurden die Lehrerausbildungsmodelle der Weimarer Republik zwar modernisiert, jedoch fand eine grundlegende Diskussion der Lehrerbildungsfrage und eine kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte nicht statt. Trotz der umstrittenen Frage, ob Lehrer an der Universität oder an Pädagogischen Hochschule ausgebildet werden sollten, setzten sich die Pädagogischen Hochschulen in den westdeutschen Ländern durch. Eine Ausnahme bildete Hamburg, die an einer Universitätslösung festhielt (vgl. Bayer, Beck & Spindler 1982, S.41).

Der Typus der pädagogischen Hochschule wurde von den anderen Hochschulen toleriert, da sie sich auf den engeren Bereich der Pädagogik beschränkte und keinen wissenschaftlichen Anspruch erhob, obwohl dem Lehramtstudium ein gewisser wissenschaftlicher Charakter zugesprochen wurde (vgl. Stock 1979, S.34). Stärker ins öffentliche Blickfeld trat die Lehrerbildung in den 50er Jahren des 20.Jahrhunderts, vor allem durch den Lehrermangel. Es wurde deutlich, dass die Pädagogischen Hochschulen mit ihrer berufspraktisch orientierten Lehrerbildung, den veränderten gesellschaftlichen Anforderungen und Bedürfnissen nicht mehr standhalten konnten. Aus diesem Grund sollte das Studium stärker wissenschaftlich orientiert werden (vgl. Bayer, Carle & Wildt 1997, S.19).

Zu der einschneidensten Reform der Lehrerbildung kam es in den 60er Jahren, mit der Einführung der Zweiphasigen Lehrerausbildung. Die strukturellen Merkmale von Einphasigkeit und Zweiphasigkeit der Lehreraus­bildung lassen sich folgendermaßen erklären (vgl. Busch 1998, S. 2):

Die Zweiphasigkeit der Lehrerausbildung meint eine Lehrerausbildung, die an Universitäten / Wissenschaftlichen Hochschulen beginnt und die fachwissenschaftliche/ fachdidaktische Ausbildung – ergänzt durch erziehungs- und sozialwissenschaftliche Elemente – umfasst und einen berufsfähigen Lehrer entlässt (1. Phase).

Diese wird fortgesetzt und ergänzt durch die vorwiegend berufspraktische Ausbildung in den Studienseminaren, getrennt nach Schulformen sowie nach Fächerkombinationen (2. Phase), siehe Punkt 4.1.

Die Einphasigkeit der Lehrerausbildung beinhaltet eine Ausbildung, die ebenfalls an Universitäten / Wissenschaftlichen Hochschulen stattfindet, jedoch die fach-wissenschaftliche / fachdidaktische Ausbildung als auch die berufspraktische Ausbildung umfasst. Nach Abschluss der Ausbildung wird der berufsfertige Lehrer entlassen. Darüber hinaus gab es in den 70er Jahren zahlreiche Reformen im Bildungssektor. Auf die Lehrerbildung hatten diese Reformen wesentliche Auswirkungen. Sie sollten sich nun stärker wissenschaftlich orientieren. Allerdings wurde das Ziel - die Professionalisierung der Lehrer - aus den Augen verloren, da es nur teilweise gelang, die Studenten besser auf ihre späteren Aufgaben als Lehrer vorzubereiten. Der so genannte Praxisschock und die Zersplitterung der Ausbildung in isolierte Fächer waren nur zwei Gründe dafür (vgl. Bayer, Carle & Wildt 1997, S. 19 f.).

In den 80er Jahren wurde das Reforminteresse bedingt durch die hohe Lehrerarbeits­losigkeit geringer. In dieser Zeit wurde immer deutlicher, dass Absolventen durch die stärker wissenschaftsorientierte Ausbildung in der Schulpraxis nach wie vor mit zahlreichen Problemen zu kämpfen hatten.

Die 90er Jahre brachten im Zuge der Wiedervereinigung Deutschlands neue Reformimpulse mit sich. Es wurde offensichtlich, dass die Qualität und Wirksamkeit der Lehrerausbildung davon abhängt, eine geeignete Balance zwischen Theorie und Praxis in der Ausbildung zu finden. Denn es ist gleichermaßen wichtig, dass Lehrer über ausgeprägte Wissens- sowie Handlungskompetenzen verfügen (vgl. Bayer, Carle & Wildt 1997, S. 20).

Ganz anders sieht die Entwicklung ab dem Jahr 2000 aus. Laut Prognosen werden bis etwa 2010 jährlich 28000 Lehrerneueinstellungen benötigt. Die Zahl der Lehramtsabsolventen stagniert seit den 90er Jahren bei ca. 11000 pro Jahr und wird sich vermutlich in nächster Zeit nicht stark erhöhen. Es besteht dementsprechend ein erhöhter Bedarf an Absolventen.

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Details

Seiten
12
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638805032
Dateigröße
348 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v76120
Institution / Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg – Universität Oldenburg
Note
1,3
Schlagworte
Lehrerbildung Deutschland zweiphasige Lehrerbildung Einphasige Lehrerausbildung

Autor

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Titel: Lehrerbildung in Deutschland