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Über Upton Sinclair "The Jungle" - Inhalt und Stilistik

Rezension / Literaturbericht 2006 10 Seiten

Anglistik - Kultur und Landeskunde

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Textorientierter Teil
1.1. Inhaltsangabe
1.2. Sprachliche Mittel und Schreibstil des Autors

2. Kontextorientierter Teil
2.1. Zusammenfassung des gesamten Werkes „The Jungle“, Upton Sinclair
2.2. Parallelen von Upton Sinclair und “The Jungle”
2.2.1. Sinclairs Absichten
2.2.2. Erfolge über das Buch hinaus
2.3. Gründe des Auswanderns
2.3.1. ‚Pull factors’
2.3.2. ‚Push factors’
2.4. Neue Immigranten – von der Einladung zur Aufforderung zu Gehen

3. Ouellenverzeichnis

Hausarbeit - American and British Studies, part 2 –

Upton Sinclair – „The Jungle“, Kapitel 2 (1906)

1. Textorientierter Teil

Im textorientierten Teil dieser Hausarbeit werde ich eine kurze Inhaltsangabe des zweiten Kapitels des Romans „The Jungle“ von Upton Sinclair geben und anschließend die mir am wichtigsten erscheinenden stilistischen Mittel nennen und deren Wirkung erklären.

1.1. Inhaltsangabe

Im zweiten Kapitel von Upton Sinclairs Roman „The Jungle“ handelt die Geschichte von Jurgis Rudkus[1], einem gut gebauten, großen, selbstbewussten, jungen Mann, der gemeinsam mit seiner Familie und Freunden - darunter auch seine Freundin Ona - seine Heimat Brelovicz in Litauen verlässt, um in den Vereinigten Staaten von America sein Glück zu finden. Es verschlägt sie in die Arbeiterstadt Chicago. Sie wissen von einem Bekannten - Jokubas Szedvilas - , der sich hier bereits eine Existenz aufgebaut haben soll. Die Emigration in die Metropole bedeutet für die Familie jedoch eine große Umstellung, da sie ausschließlich an das einfache Leben auf dem Land gewöhnt ist.

Jurgis träumt von einem Leben als verheirateter, reicher Mann, einem Leben, in dem er sich keine Sorgen machen muss, einem Leben ohne Pflichten. Der Erfüllung dieses Traumes stehen jedoch einige Hindernisse im Weg, denn die Reise der litauischen Emigranten endet in einer der übelsten Gegenden der Stadt. Überwältigt von der endlichen Ankunft wird Oda und ihm diese Tatsache jedoch erst bewusst, als sie sich in der Umgebung umsehen: Hier spielen Kinder in Abwasserpfützen und der Gestank des städtischen Abfalls lässt die Menschen sich ein Taschentuch vor Mund und Nase halten. Die Luft ist von schmutzigem Rauch und ohrenbetäubendem Lärm gezeichnet. Osteuropäische Emigrantenfamilien wohnen nicht selten gemeinsam mit vierzehn Menschen in einem Zimmer, wobei es üblich ist, dass sich jeweils zwei Bewohner im Wechsel eine einzige Pritsche oder Matratze teilen.

Auch Jurgis steht dieses unmenschliche Schicksal bevor, was ihn beim ersten Gedanken daran verzweifeln lässt. Aber immer noch mit der festen Hoffnung, all seine Träume eines Tages erfüllen zu können, beschließt er zielsicher, einen Ausweg zu finden. Noch am nächsten Tag wird er sich einen Arbeitsplatz suchen.

1.2. Sprachliche Mittel und Schreibstil des Autors

Upton Sinclair beginnt dieses zweite Kapitel seines Romans sehr abrupt. Ohne jegliche Einleitung wird der Leser sofort mit dem Protagonisten Jurgis Rudkus konfrontiert („Jurgis talked lightly about work[2] ). Doch auch, wenn man das einführende erste Kapitel nicht gelesen haben sollte, findet man sich recht schnell in die Geschichte ein. Denn nach einem ersten kurzen Abschnitt über Jurgis’ Einstellung zu körperlicher Arbeit springt Sinclair um anderthalb Jahre zurück, um seinen Lesern zu vermitteln, wie und warum Jurgis nach Amerika kam.

Als allwissender Autor lässt er den Leser an Jurgis’ Gedanken teilhaben. Hierbei werden jedoch ausschließlich dessen Gedanken und Träume erwähnt; die jeglicher Nebenfiguren bleiben verborgen. Vielleicht, weil sie ihm nicht als erwähnenswert genug erscheinen.

Sinclair bedient sich in diesem Romanauszug an vielen sprachlichen Mitteln. Insgesamt hat seine Art zu Schreiben sehr romantische Züge. Dies spiegelt sich besonders in Sätzen wie „[…] a place of which lovers and young people dreamed[3] oder „[…] a dream of […] opportunity and freedom, of life and love […]”3 wider. Hiermit zeigt er auf, dass er und auch seine Charaktere sehr hoffnungsvoll sind.

In der Aussage „They knew that one word, Chicago[4] steht Chicago einmal für das Ziel, das erreicht werden soll - und zwar nur dieses und kein anderes (and that was all they needed to know“4) - aber auch für eine Art Stütze, an der sich die Familie über die ganze schwerfällige Reise festhalten kann. Gerade deswegen muss dieses Wort - Chicago - eine sehr große Bedeutung für die Familie haben.

Allgemein beschreibt Sinclair sehr genau, woraus sich schließen lässt, dass er großen Wert auf Details (It was an elemental odour, raw and crude;[...][5] oder „[The sound] was like the murmuring of the bees in the spring [...][6] ) legt und er seinem Leser seine Gedanken genau vermitteln möchte. Dadurch fällt es auch sehr leicht, sich den miserablen Lebensstandart der osteuropäischen Emigranten vorzustellen. Mit Sätzen wie „In these [stinking] pools the children played [...][7] oder „the swarm of flies [...] blakening the air.“7 gelingt es ihm, Mitleid mit den Betroffenen zu erzeugen und sich in die Zeit des frühen 20. Jahrhunderts zurückzuversetzen.

[...]


[1] http://www.bookrags.com/notes/jun/SUM.html, 10.05.2006, 16.36

[2] Sinclair, Upton (1974): „The Jungle“, London, page 27

[3] Sinclair, Upton (1974): „The Jungle“, London, page 29

[4] Sinclair, Upton (1974): „The Jungle“, London, page 30

[5] Sinclair, Upton (1974): „The Jungle“, London, page 32

[6] Sinclair, Upton (1974): „The Jungle“, London, page 33

[7] Sinclair, Upton (1974): „The Jungle“, London, page 36

Details

Seiten
10
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638883610
Dateigröße
492 KB
Sprache
Englisch
Katalognummer
v76186
Institution / Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Note
2,7
Schlagworte
Upton Sinclair Jungle Inhalt Stilistik

Autor

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