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Tempuswandel - Zur Entstehung, Bedeutung und Funktion doppelter Perfektbildungen im Deutschen

Seminararbeit 2007 32 Seiten

Germanistik - Linguistik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zur Entstehung, Bedeutung und Funktion doppelter Perfektbildungen (DPF)
2.1 Die Funktion(en) der DPF in der Gegenwartsprache
2.1.1 DPF in der geschriebenen Sprache
2.1.2 DPF in der gesprochenen Sprache
2.2 Die Entstehung der DPF
2.2.1 Die Vorbedingungen – Tempuswandel vom Ahd. zum Frnhd.
2.2.2 Entstehung der DPF analog zur Perfektentwicklung im Ahd./Mhd.?
2.2.3 Der Einfluss formähnlicher und -gleicher Konstruktionen
2.3 Zusammenfassung

3 Ausblick

4 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Sprechen, und somit Sprache, ist für den Menschen eines der wichtigsten Mittel, um seine Grundbedürfnisse befriedigen zu können; es hilft ihm, die innere und äußere Welt greifbar und verständlich zu machen. Deshalb stirbt Sprache an sich nicht aus, sondern wird immer wieder an die kommunikativen Anforderungen der Sprachbenutzer angepasst, was unweigerlich zum Wandel unterschiedlicher Teilsysteme der Sprache führt[1].

Die Beschaffenheit des Menschen und der Welt bedingen im Zusammenhang damit, dass jede Sprache über die Möglichkeit verfügt, zeitliche Verhältnisse und Beziehungen auszudrücken, sei es morphologisch am Verb (d.h. durch Tempora) oder/und durch Adverbiale[2].

Der Mensch bewegt sich fortwährend und unweigerlich in Raum und Zeit; Zeit ist, um mit Kant zu sprechen, „[...] eine Bedingung a priori von aller Erscheinung überhaupt, und zwar die unmittelbare Bedingung der inneren (unserer Seelen) und eben dadurch mittelbar auch der äußeren Erscheinungen.“[3] Dies macht natürlich erwartbar, dass auch die sprachlichen Mittel zum Ausdruck von Raum und Zeit einem Wandel unterliegen.

Aus den vielfältigen Möglichkeiten zum Ausdruck von temporalen Verhältnissen und zeitlicher Situierung im Deutschen soll hier hauptsächlich das Phänomen der doppelten Perfektbildungen herausgegriffen und in Hinblick auf deren Bedeutung und Funktion sowie deren Entstehung untersucht werden. Dabei soll jedoch keineswegs prädisponiert werden, ob bzw. dass diese Konstruktionen einen berechtigten Platz im Tempussystem des Deutschen haben[4].

Im Großen und Ganzen war und ist das wissenschaftliche Interesse für diese grammatische Erscheinung bisher relativ gering ausgefallen und nur wenige Arbeiten haben sich ernsthaft damit auseinandergesetzt. In den meisten Fällen wurden sie generell als „falsch“ oder „umgangsprachlich“ abgetan und daher nicht systematisch untersucht. Erst seit den 60er Jahren des 20sten Jahrhunderts versuchte man sich an einer kritischen Erforschung[5].

Dies verwundert gerade deshalb, weil sich bereits seit dem 15. Jahrhundert schriftliche Belege finden lassen und diese Erscheinung in einigen der ersten Grammatiken des 16. Jahrhunderts erwähnt wird[6]. Litvinov führt z.B. folgendes Zeugnis aus dem 15. Jh. an:

„Es was auch nit wonder, dan ey gegen eyme cristen waren zehen heyden, dan die cristen werten sich vber maiß sere, sie hatten anders lange verloren gehabt.“[7]

Dies ist ein Indiz dafür, dass doppelte Perfektbildungen zum einen nicht nur Phänomene der gesprochenen Umgangsprache sind und zum anderen, dass diese nicht als „neue“ Erscheinungen verstanden werden können, die paradigmatisch für den allgemeinen Sprachverfall stehen (was nur einige der gängigen Vorurteile mancher Germanisten sind)[8]. Es legt außerdem die Vermutung nahe, dass sie sich seit ihrem ersten Auftreten bereits in ihrer Form und/oder Funktion bzw. Bedeutung verändert haben. Leider liegt zu dieser Fragestellung m. W. bisher noch keine Untersuchung vor.

In dieser Arbeit soll ein Ansatz in diese Richtung versucht werden; die Ergebnisse können jedoch nicht mehr als einen hypothetischen Anspruch geltend machen, da zur Sicherung und Überprüfung der Schlüsse, die aus der Verbindung bisheriger Ansätze und Untersuchungen gewonnen werden, ein umfangreiches und diachron angelegtes Korpus notwendig wäre[9].

Zunächst wird im ersten Teil der Arbeit in synchroner Betrachtungsweise die Bedeutung(en) und Funktion(en) der doppelten Perfektbildungen (DPF[10] ) untersucht; hierbei wird hauptsächlich auf einschlägige Arbeiten Bezug genommen und diese zusammenfassend dargestellt. Außerdem wird dies separat für die gesprochene und geschriebene Sprache vorgenommen; es wird sich zeigen, dass es sinnvoll ist, diese Unterscheidung vorzunehmen.

Im zweiten Teil soll der Entstehung der DPF auf den Grund gegangen werden. Hierzu werden zuerst die Vorbedingungen rekonstruiert, die in der Umstrukturierung des Tempussystems vom Ahd. zum Frnhd. zu finden sind und wahrscheinlich das Aufkommen der DPF erst möglich machten. Hierbei wird es hauptsächlich um die Entwicklung des Perfekts im Ahd. und Mhd. gehen, damit anschließend Parallelen zu den DPF aufgezeigt werden können.

In den weiteren Kapiteln wird schließlich der Frage nachgegangen, inwieweit andere formähnliche und -gleiche grammatische Konstruktionen Aufschluss über die Entwicklung der DPF sowie ihre adäquate Deutung geben können. Anschließend werden die Ergebnisse kurz zusammengefasst und auf bisherige, bereits erwähnte Interpretationsansätze bezogen. Es soll geprüft werden, inwieweit die diachrone Untersuchung bisherige Annahmen zur Funktion der DPF falsifizieren oder ratifizieren bzw. neue eröffnen kann.

Abschließend sollen in einem kurzen Ausblick verbleibende Forschungsfragen bezüglich des Untersuchungsgegenstandes aufgezeigt und Anregungen für weitere Untersuchungen gegeben werden.

2 Zur Entstehung, Bedeutung und Funktion doppelter Perfektbildungen (DPF)

Bevor direkt zur synchronen Untersuchung der DPF übergegangen wird, soll zunächst geklärt werden, was genau unter dem Begriff „doppelte Perfektbildung“ zu verstehen ist.

Diese sehr allgemeine Benennung subsumiert genau genommen eine Vielzahl an grammatischen Konstruktionen[11], von denen in dieser Arbeit jedoch nur das Perfekt II (auch Doppelperfekt u.Ä.) und das Plusquamperfekt II (auch Doppelplusquamperfekt u.Ä.) näher betrachtet werden soll. Formal werden die zu untersuchenden doppelten Perfektbildungen wie folgt gebildet: Aux.[12] (haben / sein) im Präs./Prät./Konj. + Part.II + Aux. (haben / sein) im Part.II.

Dazu folgende Beispiele:

Perfekt II: „Ik hab et mal wieder verjessen jehabt.“[13]

„[...] tief bin ich davor höchstens einmal versunken gewesen.“[14]

„Längst habe er sich als zäher Kavalier erwiesen gehabt [...].“[15]

„[...] aber er hätte gewußt, dass Hesse verreist gewesen sei.“[16]

Plusquamperfekt II: „Ich hatte sie [die Vase] schon mal geklebt gehabt[17]

„[...] das kleine Tier war seit jenem Abend verschwunden gewesen[18]

„Es war, als hätte man eine Zelle um mich gebaut gehabt [...].“[19]

„[...] als wäre sie nur im Menschengewühl verschwunden gewesen.“[20]

Im Folgenden sind, wenn von doppelten Perfektbildungen (DPF) die Rede ist, die erwähnten Formen im Allgemeinen gemeint (d.h. als allgemeiner Oberbegriff); sofern eine Differenzierung notwendig erscheint, wird der entsprechende Terminus verwendet (z.B. Perfekt II Konj. oder Plusquamperfekt II Ind. mit sein usw.). Die Schwierigkeiten, die es bei der Identifizierung von DPF gibt und auf die Litvinov[21] hinweist, sollen hier nicht weiter erörtert werden.

2.1 Die Funktion(en) der DPF in der Gegenwartsprache

Eine gängige Auffassung über die Funktion der DPF besagt, dass sie hauptsächlich zur Bezeichnung von Vor-Vorzeitigkeit verwendet werden[22]. Dass diese These die Verwendung der DPF nicht erklärt und deren Leistung nicht ausschöpfend beschreibt, hat Litvinov/Radčenko ausführlich gezeigt. Denn das Deutsche verfügt eigentlich schon über ein Mittel zum Ausdruck von Vor-Vorzeitigkeit: das Plusquamperfekt; ob diese Funktion in der Gegenwartsprache tatsächlich noch in allen Kontexten vollständig intakt ist, ist jedoch eine andere Frage.

„Die Vorzeitigkeit in der Vergangenheit ist durch das Plusquamperfekt auszudrücken, unabhängig davon, wie die Vergangenheit selbst ausgedrückt ist. Deshalb ist auch eine Vor-Vorzeitigkeit nicht anders als durch Plusquamperfekt auszudrücken:

(178) Er hatte... sogar betont, daß er sich vom Hausmeister den Schlüssel geholt hatte [„statt“ *geholt gehabt hatte], um das Buch über den Kölner Karneval an sich zu nehmen, das er im Lehrerzimmer vergessen hatte [„statt“ *vergessen gehabt gehabt (sic!) hatte]. (Kaufmann 115)“[23]

Diese und weitere Thesen sollen nun im Folgenden diskutiert werden, dabei wird jedoch zunächst der Gebrauch der DPF in der geschriebenen Sprache untersucht.

2.1.1 DPF in der geschriebenen Sprache

Im Allgemeinen lässt sich feststellen, dass die DPF in der geschriebenen Sprache differenzierter verwendet werden als in der gesprochenen Sprache. Demnach kann gesagt werden, dass sie in diesem Kode eine größere Anzahl an Funktionen aufweisen[24].

Für das Geschriebene (insb. in Erzählpassagen bzw. -texten[25] ) wird i.d.R. eine kontextuelle Interpretation der DPF vorgeschlagen. Dabei werden folgende Funktionen angenommen.

a) DPF werden in Texten bevorzugt dann verwendet, wenn die zeitliche Strukturierung der erzählten Ereignisse einen Referenzpunkt[26] impliziert, der nicht lexikalisch erwähnt wird und an dem sich die Vorvergangenheit orientiert.

„Die PDF ist ein Gebilde, das einen zusätzlichen, meist intermediären Zeitpunkt einführt, ohne ihn lexikalisch, d.h. durch Nennung einer Handlung sicherzustellen.“[27]

Dazu folgendes Beispiel von Litvinov:

„Gleichzeitig tauchte Jadassohn wieder auf, der verschwunden gewesen war, man wußte nicht wohin.“[28] (H. Mann)

Die implizit gemeinte Handlungsfolge in diesem Beispiel ist laut Litvinov: verschwinden – verschwunden sein – auftauchen. Die ersten beiden Schritte sind jedoch im Text in einem Lexem zusammengefasst, so dass der Sachverhalt, dass der Akt des Verschwindens dem Verschwundensein vorausgeht und letzteres demnach der Referenzpunkt für die Verbalhandlung ist; dies soll es laut Litvinov notwendig machen, dass diese Gegebenheit durch ein DPF ausgedrückt wird. M.E. wirkt diese Interpretation sehr konstruiert, außerdem ließe sich die Verwendung des DPF hier auch anders erklären.

b) Sherebkow spricht in seinem Aufsatz davon, dass DPF u.a. eine „abgebrochene[...] Vollendung“[29] ausdrücken können. In Bezug auf das obige Beispiel bedeutet dies, dass das Plusquamperfekt war verschwunden einen andauernden Zustand ausdrückt, der jedoch durch die Rückkehr Jadassons abgebrochen wird. Die „positive Inklusion“[30] ‚das Verschwundensein hält immer noch an, er ist immer noch weg’ wird hier also durch das zusätzliche Part. II im Plusquamperfekts II aufgehoben.

Diese Interpretation gewinnt insb. dadurch an Plausibilität, dass das Präteritum in diesem Beispiel nicht Vergangenheit[31] ausdrückt, sondern (wie dies in Erzähltexten vielfach der Fall ist) zum Tempus der Gegenwart der erzählten Welt wird.

„Die Erzählung aber setzt eine Quasi-Gegenwart gerade dadurch, daß sie die berichteten Situationen zu etwas Fortwährendem macht, das emphatisch miterlebt werden kann. Das Präteritum ist hier Hauptform für den anfänglichen Referenzpunkt.“[32]

Damit bezieht sich das Plusquamperfekt war verschwunden nicht auf die präteritale Ebene (und wäre damit für die Erzählgegenwart nicht mehr aktuell, d.h. vorvergangen), sondern genau genommen auf die präsentische Ebene. Dies setzt natürlich voraus, dass das Perfekt ist verschwunden präsentische Bedeutung hat bzw. so verstanden wird, dass das Resultat des Verschwindens in der Gegenwart andauert (nämlich das Weg-Sein); m.E. entspricht diese Deutung des Perfekts dem allgemeinen Sprachgebrauch.

Zur Verdeutlichung der These sei noch ein weiteres Beispiel angeführt:

„Hier hast du deine Hundemarke wieder. Hab sie ganz vergessen gehabt.“[33] (E.M. Remarque)

Das Perfekt vergessen haben impliziert in diesem Fall, dass das Vergessen irgendwann in der Vergangenheit eingesetzt hat und bis in die Gegenwart andauert. Dies passt allerdings nicht in den Kontext, denn dieser impliziert, dass mit der Rückgabe der Hundemarke das Vergessen(-haben) abgeschlossen ist. Diesen Sachverhalt kann das einfache Perfekt jedoch nicht ausdrücken, weshalb auf das DPF zurückgegriffen wurde.

[...]


[1] Vgl. hierzu: Nübling, D. [u.a.]: Historische Sprachwissenschaft des Deutschen. Tübingen. 2006. S.2ff., die darauf hinweist, dass die sprachlichen Ebenen im „Zwiebelmodell“ der Sprache unterschiedlich stark dem Sprachwandel „ausgesetzt“ sind.

[2] Vgl.: Latzel, S.: Die deutschen Tempora Perfekt und Präteritum. München. 1977. S.30ff.

[3] Kant, I.: Kritik der reinen Vernunft. Frankfurt am Main. 2002. S.81.

[4] Diese Frage wurde in der Forschung bereits mehrfach diskutiert und wird hier nicht weiter erörtert. Vgl. u.a.: Breuer, C.; Dorow, R.: Deutsche Tempora der Vorvergangenheit. Trier. 1996.; Eroms, H.-W.: Die doppelten Perfekt- und Plusquamperfektformen im Deutschen. In: Eroms, H.-W. (Hrg.): Studia Linguistica et Philologica. Heidelberg. 1984. S.343-351.

[5] Einen Forschungsüberblick gibt z.B.: Hennig, M.: Tempus und Temporalität in geschriebenen und gesprochenen Texten. Tübingen. 2000. S.78.ff.

[6] Siehe: Litvinov, V. P.; Radčenko, V.: Doppelte Perfektbildungen in der deutschen Literatursprache. Tübingen. 1998. S.92ff.

[7] Ebd.: S.92.

[8] Vgl.: Litvinov, V. P.; Radčenko, V.: Doppelte Perfektbildungen in der deutschen Literatursprache. Tübingen. 1998. S.84ff.

[9] Dies kann jedoch in dem vorgegebenen Rahmen dieser Untersuchung nicht geleistet werden.

[10] Die Abkürzung wurde gewählt in Anlehnung an: Litvinov, V. P.; Radčenko, V.: Doppelte Perfektbildungen in der deutschen Literatursprache. Tübingen. 1998.

[11] Siehe hierzu: Litvinov, V. P.; Radčenko, V.: Doppelte Perfektbildungen in der deutschen Literatursprache. Tübingen. 1998. S.27ff. Erwähnt werden neben den gängigen Formen des Doppelperfekts und Doppelplusquamperfekts z.B. Infinitiv II II („...muß... verschwunden gewesen sein“), Futurum II II und Koonditionalis II II („... erstorben gewesen sein würde“).

[12] Aux = Auxilliar (Hilfsverb). Siehe hierzu: Bußmann, H.: Lexikon der Sprachwissenschaft. Stuttgart. 32002. S.279.

[13] Autor: G. Hauptmann. Siehe: Litvinov, V. P.; Radčenko, V.: Doppelte Perfektbildungen in der deutschen Literatursprache. Tübingen. 1998. S.226.

[14] Autor: H. Kant. Siehe: Ebd.: S.232.

[15] Autor: E. Loest. Siehe: Ebd.: S.122.

[16] Autor: Kleßmann. Siehe: Ebd.: S.228.

[17] Hörbeleg. Siehe: Ebd.: S.42.

[18] Autor: Storm. Siehe: Ebd.: S.229.

[19] Autor: E. Loest. Siehe: Ebd.: S.122.

[20] Autor: Frank. Siehe: Ebd.: S.122.

[21] Gemeint ist hier z.B. die Formgleichheit von DPF mit sein und dem Perfekt des Zustandspassivs. Vgl.: Ebd. S.32ff.

[22] Vgl. u.a.: Breuer, C.; Dorow, R.: Deutsche Tempora der Vorvergangenheit. Trier. 1996.

[23] Litvinov, V. P.; Radčenko, V.: Doppelte Perfektbildungen in der deutschen Literatursprache. Tübingen. 1998. S.83

[24] Dies heißt jedoch nicht, dass diese Funktionen in der gesprochenen Sprache grundsätzlich nicht möglich sind, sondern allenfalls, dass nur einige für diesen Bereich von Bedeutung sind.

[25] Erzählungen werden verstanden als „[...] narrative Text[e,] [die] eine Welt [entwerfen], in der Personen, Dinge und Ereignisse in Raum und Zeit aufeinander bezogen sind. [...] Inmitten der erzählten Welt jedoch gibt es Zeitfolgen und räumliche Verhältnisse, die zu der Linie der Erzählung gar nicht parallel sind.“ Ebd.: S. 99.

[26] [E]inige Verbformen im Text [markieren] Zeitpunkte [...], in bezug auf welche die Formen anderer Verben als Bezeichnungen von Zeitrelationen gewählt werden. [D]afür [wird der] Terminus „Referenzpunkt“ in Anschluß an Reichenbachs „point of reference“ [verwendet].“ Siehe: Ebd.: S.104.

[27] Ebd.: S.112.

[28] Ebd.: S.113.

[29] Sherebkow, W.A.: Doppelt zusammengesetzte Zeitformen im Deutschen? S.28.

[30] Ebd.: S.28. M.E. meint Shrebekow damit nichts Anderes als eine konversationelle Implikatur, wie sie bei u.a. Nübling beschrieben wird. Vgl. hierzu: Nübling, D. [u.a.]: Historische Sprachwissenschaft des Deutschen . Tübingen. 2006. S.118ff.

[31] „Für das Präteritum [...] liegt die Betrachtzeit innerhalb der Aktzeit und beide liegen vor der Sprechzeit.“ Siehe: Eisenberg, P.: Grundriß der deutschen Grammatik. Bd. 2, Der Satz. Stuttgart. 1999. S.111.

[32] Litvinov, V. P.; Radčenko, V.: Doppelte Perfektbildungen in der deutschen Literatursprache. Tübingen. 1998. S.149.

[33] Sherebkow, W.A.: Doppelt zusammengesetzte Zeitformen im Deutschen? S.28.

Details

Seiten
32
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783638815444
ISBN (Buch)
9783638816632
Dateigröße
541 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v76201
Institution / Hochschule
Universität Potsdam – Institut für Germanistik
Note
1,0
Schlagworte
Tempuswandel Entstehung Bedeutung Funktion Perfektbildungen Deutschen Grammatischer Wandel Sprachgeschichte Germanistik

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