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Basel II: Eine Herausforderung an das Mittelstandscontrolling

Diplomarbeit 2007 127 Seiten

BWL - Controlling

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

TABELLENVERZEICHNIS

FORMELVERZEICHNIS

1 EINLEITUNG

2 DER MITTELSTAND ALS UNTERSUCHUNGSOBJEKT
2.1 DEFINITION MITTELSTAND
2.1.1 Begriff
2.1.2 Quantitative Begriffsdefinition
2.1.3 Qualitative Begriffsdefinition
2.2 BESONDERHEITEN DES DEUTSCHEN MITTELSTANDES
2.2.1 Gesamtwirtschaftliche Bedeutung
2.2.2 Rechtsformen
2.2.3 Insolvenzen
2.2.4 Aktuelle finanzwirtschaftliche Lage
2.2.4.1 Nutzung der Finanzierungsquellen durch den Mittelstand
2.2.4.2 Eigenkapitalproblematik
2.2.4.3 Entwicklungstendenzen in der Finanzierung
2.3 ZWISCHENFAZIT

3 ENTWICKLUNGEN UND INHALTE DER NEUEN BASLER EIGENKAPITALVERORDNUNG
3.1 EINFÜHRUNG
3.1.1 Kunde-Bank-Beziehung im Wandel
3.1.2 Veränderungen in der Bankenlandschaft
3.2 DIE BASLER EIGENKAPITALVERORDNUNG
3.2.1 Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht
3.2.2 Entwicklung von Basel I zu Basel II
3.2.3 Die Neue Baseler Eigenkapitalverordnung
3.3 DAS RATING IM RAHMEN VON BASEL II
3.3.1 Kreditrisiko
3.3.2 Einführung in das Rating
3.3.3 Arten des Ratings
3.3.3.1 Externes Rating - Standardansatz
3.3.3.2 Internes Rating - IRB-Ansatz
3.3.3.3 Retail-Segment und Größenanpassung
3.3.3.4 Internes vs. externes Rating
3.3.4 Ratingkriterien
3.4 ZWISCHENFAZIT

4 HERAUSFORDERUNGEN AN DAS MITTELSTANDSCONTROLLING
4.1 RESSOURCENBASIERTER ANSATZ
4.2 BEDEUTUNG DES CONTROLLINGS FÜR DEN MITTELSTAND
4.2.1 Grundlagen
4.2.2 Mittelstandscontrolling in der Theorie
4.2.3 Ist-Situation des Mittelstandscontrollings
4.3 SOLL-SITUATION DES CONTROLLINGS IM RAHMEN VON BASEL II
4.3.1 Anforderungen an das Controlling
4.3.2 Nutzenbeitrag mittels des ressourcenbasierten Ansatzes
4.4 EINSATZ EINES BASEL II KONFORMEN CONTROLLINGS
4.4.1 Stufenprozess
4.4.2 Erforderliche Komponenten
4.4.2.1 Rechnungswesen
4.4.2.2 Kennzahlen
4.4.2.3 Liquiditätsrechnung
4.4.2.4 Investitionsrechnung
4.4.2.5 Informationsversorgung
4.4.2.6 Planung und Kontrolle
4.4.2.7 Risikoorientierung
4.4.2.8 Bankenreporting
4.5 ZWISCHENFAZIT

5 SCHLUSSBETRACHTUNG

LITERATURVERZEICHNIS

ANHANG

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Aufbau der Arbeit

Abbildung 2: Mittelstand in Deutschland

Abbildung 3: Rechtsform der KMU

Abbildung 4: Unternehmensinsolvenzen in Deutschland

Abbildung 5: Entwicklung der relativen Insolvenzhäufigkeit

Abbildung 6: Finanzierungsquellen

Abbildung 7: Chronologie Basel II

Abbildung 8: Die drei Säulen von Basel II

Abbildung 9: Ratingnotation der Creditreform

Abbildung 10: Risikogewichte beim Standardansatz

Abbildung 11: Drei-Säulen-Ansatz

Abbildung 12: Kreditzins in Abhängigkeit vom Rating-Ergebnis

Abbildung 13: Anwendungsintensität der zehn dominierenden Controllinginstrumente in KMU

Abbildung 14: Einflussfaktoren einer erfolgreichen Kommunikation

Abbildung 15: Beziehung zwischen Rating und Unternehmenscontrolling

Abbildung 16: Fragen zur Kostenrechnung im Ratingprozess

Abbildung 17: Fragen zur Liquiditätsrechnung im Ratingprozess

Abbildung 18: Fragen zur Informationsversorgung im Ratingprozess

Abbildung 19: Fragen bezüglich Planung und Kontrolle im Ratingprozess

Abbildung 20: Fragen zum Risikomanagement im Ratingprozess

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Definition KMU nach dem IfM

Tabelle 2: Kriterienkatalog eines internen Ratings

Formelverzeichnis

Formel 1: Berechnung der Eigenkapitalunterlegung nach Basel I

Formel 2: Eigenkapitalberechnung nach Basel II

Formel 3: Eigenkapitalberechnung im IRB-Ansatz

1 Einleitung

Gegenwärtig befindet sich die Finanzierungslandschaft in einem grundlegenden Wandel.1 Der Begriff Basel II hat hierbei in den letzten Jahren eine intensive öffentliche Diskussion ausgelöst.2 Grund dafür ist, dass weit reichende Veränderungsprozesse in der Kreditvergabepraxis der Banken, Konsequenzen für Unternehmen mit sich bringen. Diese zwingen Kreditnehmer ihre internen Strukturen und Prozesse zu hinterfragen, um sich so den geänderten Bedingungen anzupassen. Viele mittelständische Unternehmen befürchten, dass sich die Bedingungen im Bereich der Unternehmensfinanzierung für sie verschlechtern.3

Ausgangspunkt von Basel II ist eine stärkere Differenzierung des Kreditrisikos in Abhängigkeit von der Bonität des Kreditnehmers. Hintergrund dieser erhöhten Risikoorientierung ist ein zunehmender Konsolidierungsdruck des Finanzsektors, der sich im Zuge eines steigenden Globalisierungsprozesses der Märkte erhöhten Ausfallrisiken und steigenden Insolvenzzahlen stellen musste. Um dieser bedrohlichen Entwicklung entgegenzuwirken sieht Basel II eine Eigenkapitalunterlegung für Banken vor, die sich an der Bonität des Schuldners bemisst.4

Durch die Einbeziehung eines Ratings in die Begrenzung von Ausfallrisiken stehen insbesondere mittelständische Unternehmen vor großen Herausforderungen. Im Zuge der geänderten Kreditvergabepolitik ist auch der Bedarf der Kreditinstitute an Informationen und Unterlagen mit Basel II beträchtlich gestiegen. Im Rahmen des Ratingverfahrens werden quantitative Faktoren, insbesondere aus der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, sowie qualitative Faktoren, wie z. B. die Analyse des Controllings oder der Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens, zu einer Kennzahl verdichtet. Anhand dieser Kennzahl, bemisst sich der Risikogehalt eines Kreditantrages und darauf aufbauend die Gestaltung und Höhe der Kreditkonditionen.5 Profitieren von dieser Regelung können diejenigen Unternehmen, die der Herausforderung von erhöhten Transparenz- und Offenlegungsvorschriften der Banken gewachsen sind. Informationsaufbereitung und

Kennzahlenanalyse gehören zu den Kernkriterien für eine Kreditvergabe nach Basel II.6 Damit verbunden ist insbesondere ein Basel II konformes Controlling, das die ratingrelevanten Daten, z. B. in Form von unterjährigen Soll-Ist-Abweichanalysen, zur Verfügung stellen kann. Ein leistungsfähiges Controlling ist gleichzeitig Voraussetzung dafür, Risiken frühzeitig zu erkennen, um im Bedarfsfall gegensteuern zu können.

Hierin liegt das Problem für den Mittelstand. Dieser verfügt oft über kein bzw. nur ein schlecht organisiertes Controlling. So ergab eine Untersuchung der PWC Deutsche Revision, dass nur 50% der befragten Betriebe eine Berichterstattung nach Segmenten erstellen können und eine aussagefähige Analyse der Ertragslage bezüglich zentraler Erfolgs- und Risikofaktoren besitzen.7 Diese Defizite zu beheben und geeignete Controllinginstrumente zu implementieren, bildet einen zentralen Erfolgsfaktor im Ratingprozess für den Mittelstand.8

Zielsetzung dieser Arbeit ist es, erforderliche Komponenten für das Mittelstandscontrolling zu entwickeln, um den Anforderungen Basel II orientierter Ratingprozesse gerecht zu werden. Unternehmen können hinsichtlich der Kreditvergabe im günstigsten Fall einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz erlangen. Mit der Einführung eines Basel II gerechten Controllings können Unternehmen zielorientierter gesteuert werden. Diejenigen Unternehmen, die in der Lage sind, diese Empfehlungen erfolgreich umzusetzen, können für die Nutzung potenzieller Chancen und Risiken besser aufgestellt sein.

Die Vorgehensweise wird wie folgt festgelegt.9 Das Bezugsobjekt dieser Arbeit stellen mittelständische Unternehmen dar, welche in Kapitel zwei genau untersucht werden. Was kennzeichnet diese Unternehmen? Worin liegt ihre wesentliche Bedeutung als Untersuchungsobjekt dieser Arbeit? Welche Finanzierungsstruktur kennzeichnet den Mittelstand und welche Auswirkungen hat diese im Zusammenhang mit Basel II und der geänderten Kreditvergabepraktiken?

Mit Beantwortung dieser Fragen werden Kapitel zwei und drei miteinander verknüpft. Kapitel drei beschäftigt sich im Zuge dessen mit den Neuregelungen durch Basel II. Was sind die wesentlichen Inhalte und Entwicklungen dieser Verordnung? Das Thema Rating, als Schnittstelle zum Kreditnehmer, steht dabei im Mittelpunkt der Betrachtung. Es wird dargestellt, welche Faktoren für ein Rating entscheidend sind und wodurch der Ratingprozess gekennzeichnet ist. Dabei konzentriert sich die Betrachtung auf Besonderheiten für mittelständische Unternehmen.

Kapitel vier bildet den Schwerpunkt dieser Arbeit und beschäftigt sich mit den Herausforderungen des Mittelstandes bezüglich eines Basel II konformen Controllings. Im Rahmen der Untersuchung wird die aktuelle Controllingsituation des deutschen Mittelstandes dargestellt. Wie ist das derzeitige Controlling umgesetzt und wo liegen die Defizite? Unter Bezugnahme der Erkenntnisse aus den vorangegangenen Kapiteln erfolgt die Ableitung der Soll-Situation in der Controllingumsetzung. Darauf aufbauend werden Komponenten aufgezeigt, die ratingrelevante und praktikable Bestandteile eines Mittelstandscontrollings umfassen. Den zentralen Ausgangspunkt der Controllingumsetzung bildet der ressourcenbasierte Ansatz, vor dessen Hintergrund eine Beurteilung der abgeleiteten Controllingkonzeption erfolgt. Im letzten Kapitel werden die wesentlichen Ergebnisse zusammengefasst und kritisch gewürdigt.

In der nachfolgenden Abbildung wird der Aufbau dieser Arbeit grafisch dargestellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Aufbau der Arbeit.10

2 Der Mittelstand als Untersuchungsobjekt

Der deutsche Mittelstand stellt in dieser Arbeit das Bezugsobjekt der Untersuchung dar. Zunächst wird in diesem Abschnitt der Begriff des Mittelstandes definiert. Darauf folgt eine genaue Darstellung der Besonderheiten des Mittelstandes und dessen Bedeutung für die deutsche Wirtschaft. Im Fokus stehen hierbei seine finanzwirtschaftliche Lage sowie die Möglichkeiten und Probleme der Mittelstandsfinanzierung. Abschließend werden zukünftige Entwicklungstendenzen aufgezeigt.

2.1 Definition Mittelstand

2.1.1 Begriff

Der Begriff des Mittelstandes ist historisch gewachsen und wird ausschließlich im deutschen Sprachraum benutzt.11 Synonyme Verwendung zum Begriff Mittelstand findet die Bezeichnung kleine und mittlere Unternehmen (KMU).12 Die Heterogenität der KMU führt dazu, dass sich bislang keine einheitliche Definition in Wissenschaft und Praxis durchgesetzt hat. Jedoch können ähnliche bis gleiche Abgrenzungskriterien quantitativer oder qualitativer Art gefunden werden, die KMU von Großunternehmen abgrenzen.13

2.1.2 Quantitative Begriffsdefinition

Für eine quantitative Abgrenzung mittelständischer Unternehmen können unterschiedliche Kriterien herangezogen werden. Akzeptiert werden hier sowohl Einsatzgrößen wie Anzahl der Beschäftigten, Bilanzsumme, Materialkosten als auch Ausbringungsmengen wie z. B. Umsatz, Absatzmenge oder Wertschöpfung.14 In der Literatur hat sich weitestgehend die Bestimmung des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) durchgesetzt und liegt somit dieser Arbeit zu Grunde.15 Die verwendete Definition des Basler Ausschusses in Bezug auf KMU stützt sich ausschließlich auf die hier gewählte Umsatzabgrenzung.16

Die vorwiegende Anwendung dieses Ansatzes liegt in einer einfachen und genauen Erfassungsmöglichkeit der Maßgrößen.17

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Definition KMU nach dem IfM.18

Demnach sind die Unternehmen dem Mittelstand zuzurechnen, welche maximal 499 Mitarbeiter beschäftigen oder einen Jahresumsatz von 50 Mio. EUR nicht übersteigen. Es handelt sich folglich um eine eindimensionale Abgrenzung19.20

2.1.3 Qualitative Begriffsdefinition

Die bereits nach statistisch-mathematischen Kriterien abgegrenzten Unternehmen lassen sich weiterhin durch qualitative Wesensmerkmale unterscheiden.

Die für diese Untersuchung bedeutsamen Kriterien lassen sich aus den Besonderheiten der Unternehmensführung von KMU ableiten. Der zentrale Aspekt liegt hierbei in der Einheit von Eigentum und Leitung, wobei der Inhaber zugleich vollverantwortlicher Entscheidungsträger21 ist und in allen relevanten unternehmenspolitischen Bestimmungen mitwirkt.22 Daher sind seine persönlichen Verhaltensweisen maßgeblich für alle Unternehmensabläufe und folglich auch ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Unternehmens.23 Im Rahmen einer Studie des IfM wurde festgestellt, dass in 94,8% der Fälle (Grundgesamtheit mehr als 3 Mio. deutscher Unternehmen) die Führung durch einen Eigentümerunternehmer getragen wird.24 Gleichzeitig wird ein quantitativer Anteil von 99,6% KMU gemessen.25 Demzufolge kann diese Eigenart als repräsentativ angesehen werden. Dem Eigentümerunternehmer wird hierbei ein egozentrisches und patriarchalisches Führungsverhalten bescheinigt, d. h., Gruppenentscheidungen stehen im Hintergrund und es besteht nur eine geringe Bereitschaft zur Delegation.26 Des Weiteren sind in KMU handwerklich-technische Qualifikationen vorherrschend. Qualifizierte Führungskräfte, die über generelle betriebswirtschaftliche Kenntnisse verfügen, befinden sich hier in der Minderheit. Die Konsequenz daraus ist, dass das Streben nach handwerklich-technischer Perfektion den Unternehmensalltag bestimmt27.28

Die vergleichsweise geringe Größe des Unternehmens hält die betrieblichen Prozesse überschaubar.29 Hieraus resultieren flache Hierarchien, eine schwach ausgeprägte Spezialisierung und eine hohe Führungsbreite. Demzufolge lässt sich eine interpersonale sowie funktionale Koordination interner Abläufe kaum beobachten.30 Zugunsten der Wahrung von Flexibilität und der Vermeidung von Bürokratisierung werden Entscheidungen erfahrungsgemäß intuitiv und improvisierend getroffen.31

Die Ressourcenknappheit ist ein weiteres zentrales Merkmal der KMU, das sich auf mehrere Bereiche wie z. B. finanzielle Mittel, Personal, Managementfähigkeiten, Knowhow oder den Bestand führungsrelevanter Informationen erstreckt.32

Dem zentralen Entscheidungsträger wird eine hohe kognitive Belastbarkeit abverlangt, da eine geringe finanzielle Substanz vorhanden ist und seine Entscheidungen eine existenzielle Bedeutung erlangen.33 Der konzentrierten Verfügungsgewalt kann ein hohes Risikopotenzial zugesprochen werden. Darüber hinaus resultiert aus dem stark von persönlichen Motiven geprägten Zielsystem des Unternehmens in Verbindung mit der Ressourcenknappheit die primär kurzfristige Erfolgssicherung zulasten einer strategisch ausgerichteten Schaffung und Sicherung von Erfolgspotenzialen34.35

Diese als typisch angesehenen Eigenschaften sind mehrheitlich aber nicht ausnahmslos in KMU vorzufinden.36 Deshalb herrschen in der Literatur erhebliche Auffassungsunterschiede in der Wahl der Dimensionen und ihrer Präzisierung. Ferner lässt sich die umstrittene Abgrenzung auf Schwierigkeiten in der Operationalisierung dieser Merkmale zurückführen.37

Es wurde eine Auswahl von Merkmalen getroffen, die unter dem Gesichtspunkt der Zweckmäßigkeit38 ihre Berechtigung innerhalb dieser Arbeit erlangen.39 Im Sinne einer problemorientierten Betrachtungsweise wurden Kriterien herausgestellt, die von grundlegender Bedeutung bei der Klärung mittelstandsspezifischer Probleme sind. Dieser Kriterien- und Merkmalskatalog erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass eine auf beiden Definitionsansätzen gestützte Mittelstandsbestimmung die Forderungen der Zweckmäßigkeit erfüllt. Die quantitativen Strukturmerkmale werden als Folge von qualitativen Ursachen angesehen, aus denen Anhaltspunkte für die weitere Analyse gewonnen werden.40 Vor diesem Hintergrund wird das Bezugsobjekt als ein inhabergeführtes Unternehmen definiert, das zugleich die Mitarbeiterzahl von 500 Personen oder einen maximalen Jahresumsatz von 50 Mio. EUR nicht überschreitet.

2.2 Besonderheiten des deutschen Mittelstandes

2.2.1 Gesamtwirtschaftliche Bedeutung

Die KMU sind für die deutsche Volkswirtschaft von herausragender Bedeutung. Mit einem Unternehmensbestand von über 3 Mio. repräsentieren sie mehr als 99% aller umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen. Gleichzeitig beschäftigen sie rund 70% aller Arbeitnehmer und bieten mehr als 80% der Ausbildungsplätze an. Hinzu kommt, dass sie ca. die Hälfte der Gesamtinvestitionen tätigen und dabei ca. 40% aller Umsätze erwirtschaften. Damit tragen sie mit knapp 50% zur Bruttowertschöpfung bei.41

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Mittelstand in Deutschland.42

In Anbetracht dieser Kennzahlen ist die oft gewählte Bezeichnung der KMU als „Rückgrat der deutschen Wirtschaft“ begründet.43 Arbeitsmarktpolitisch ist ihnen eine große Bedeutung zuzusprechen. Während die großen Konzernbetriebe einen jährlichen Arbeitsplatzabbau von ca. 0,3 Mio. Stellen verursachen, sorgt der Mittelstand dafür, dass Arbeitsplätze geschaffen und gesichert werden.44 Die Steuerstatistik zeigt, dass die Belastungsquoten der Unternehmen mit Zunahme der Mitarbeiter oder des Gewerbekapitals tendenziell sinken. Dies lässt sich u. a. mit Steuervermeidungs- und Steuerverlagerungsmöglichkeiten der Großunternehmen erklären.45 Eine Studie des Mittelstandsinstituts Niedersachsen belegt, dass 69,9% aller Unternehmenssteuern und 62,2% aller Sozialabgaben, bedingt durch die hohe Zahl der Arbeitnehmer, von mittelständischen Unternehmen getragen werden.46

Des Weiteren fördert die Existenz zahlreicher und vielfältiger Betriebe nicht nur den Leistungswettbewerb der Marktwirtschaft, sondern vermeidet Monopolisierungstendenzen von Staat und Konzernen. Nicht verwunderlich ist in diesem Zusammenhang der seit den 60er Jahren verzeichnete Rückgang von Beschäftigung, Wachstum und Volkseinkommen, der auf die Abnahme von mittelständischen Betrieben, um mehr als das Doppelte zurückgeführt wird.47

Unbestritten kann den KMU eine tragende Bedeutung für die gesamten öffentlichen Finanzen zugesprochen werden. Sie können somit als tragende Säule der deutschen Volkswirtschaft angesehen werden.

2.2.2 Rechtsformen

Die Rechtsform hat einen entscheidenden Einfluss auf die Finanzierungsmöglichkeiten und somit auch auf Sicherung mittelständischer Unternehmen.48 Daher ist es im Rahmen dieser Analyse von Relevanz die Rechtspersönlichkeiten im Mittelstand herauszustellen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Rechtsform der KMU.49

Im deutschen Mittelstand dominiert gem. Abbildung 3 die Rechtsform der Einzelunternehmung. Ihr Anteil beträgt 55,9%. Danach folgt die Kapitalgesellschaft in Form einer GmbH mit 28,4% und mit insgesamt 14,5% spielen Personengesellschafen eine eher geringere Rolle. Die Aktiengesellschaft gilt dagegen als typische Rechtsform der Großunternehmen.50

Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Verlagerung von Einzelunternehmen hin zu Kapitalgesellschaften (GmbH). Dieser Trend wurde bereits in einer Untersuchung von 1989 deutlich und bestätigt sich bis heute.51 Die Verbreitung der Einzelunternehmer in der Gruppe der KMU ist zum einen darauf zurückzuführen, dass die Gründung kein Mindestkapital erfordert und zum anderen stehen dem Inhaber als einzigem Eigenkapitalgeber sämtliche Gewinne und Kontrollrechte zu.52 Die Tendenz zur Kapitalgesellschaft muss jedoch nicht zwangsläufig den persönlichen Einfluss des Unternehmers beeinträchtigen. Trotz des Rückgangs von Einzelunternehmungen53 steigt der Anteil der Firmen, die durch einen Inhaber oder einen geschäftsführenden Gesellschafter allein geleitet werden, an.54 Hierbei ist auf die Möglichkeit der Gründung einer Ein-Mann-GmbH zu verweisen.55 Die Einheit von Eigentum und Leitung, als zentrales Wesensmerkmal der KMU, wird durch diese Verlagerung somit nicht zwangsläufig beeinträchtigt. Der sich vollziehende Trend kann durch die begrenzte Haftung mit dem Gesellschaftsvermögen begründet werden.56 Das zunehmende Bestreben der KMU, ihr Privatvermögen der betrieblichen Haftung fernzuhalten, lässt auf Unternehmensrisiken schließen. Hierauf wird im Folgenden näher eingegangen.

2.2.3 Insolvenzen

Seit 1990 nahm die Zahl der Unternehmensinsolvenzen stetig zu, mit Ausnahme des Jahres 1999. Erst mit Beginn des Jahres 2004 wird diese Entwicklung unterbrochen, wie in der folgenden Grafik ersichtlich ist.57

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Unternehmensinsolvenzen in Deutschland.58

Aus Abbildung 5 geht hervor, dass sich seit Anfang der siebziger Jahre ein deutlich zunehmender Trend abzeichnet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: Entwicklung der relativen Insolvenzhäufigkeit.59

Die ansteigende Linie verdeutlicht den Verlauf der relativen Insolvenzquoten60, die einen kontinuierlichen Anstieg von 0,2% (Anfang der siebziger) auf ca. 1,1% (2006) zeigen. Dementsprechend ist die Aussage einer derzeitigen Entspannung der Unternehmenszusammenbrüche zu relativieren.61

Wie bereits für das Jahr 2004 gezeigt wurde, zählen 99,7% der Unternehmen zum Mittelstand (3,36 Mio. Betriebe) und lediglich 0,3% der Firmen fallen in die Kategorie Großunternehmen (entspricht ca. 10.000).62 Anhand aktueller Daten beträgt die Zahl insolventer Firmen 39.213. Aus der Überzahl mittelständischer Betriebe am Markt lässt sich hier eine erhöhte Insolvenzbetroffenheit vermuten. Doch welche Ursachen sind dafür verantwortlich?

Um diese Frage zu beantworten, werden Erkenntnisse der bisherigen Insolvenzforschung betrachtet. Besonders hohes Risikopotenzial wird hierbei den Management- und Qualifikationsproblemen zugesprochen.63 Durch die Bündelung von Entscheidungskompetenzen auf nur wenige kaum kontrollierbare Führungspersonen bei einem gleichzeitigen Mangel an betriebswirtschaftlichen Führungskenntnissen und ebenfalls unzureichend verfügbarer entscheidungsrelevanter Informationen wird das Fehlen einer ausreichend fundierten Entscheidungsfindung deutlich.64 Dabei ist gerade bei kleineren Einheiten die Wahrscheinlichkeit größer aufgrund ihrer Ressourcenknappheit in stärkerem Maße vom Markt- und Wettbewerbsdruck erfasst zu werden.65 Ihnen stehen vergleichsweise weniger personelle und finanzielle Mittel zur Verfügung, um Einbrüche zu überwinden oder Anpassungsmaßnahmen vorzunehmen.66 Daher kann der Schluss gezogen werden, dass bei gegebener Ausprägung der Unternehmensführung und der betriebsgrößenunabhängigen Problemvielfalt bei Führungsentscheidungen ein sachbezogener und informationsorientierter Koordinationsbedarf unerlässlich ist.67 In diesem Zusammenhang ist auf eine mehrheitlich unzureichende Führungsunterstützung durch ein angemessenes Controllinginstrumentarium zu verweisen, auf das im Rahmen dieser Arbeit noch genauer eingegangen wird. Die bislang umfassendste Studie zu den Insolvenzursachen68 bestätigt, dass mit einem Spitzenanteil von 79% gerade dieser Aspekt eine langfristige Zahlungsunfähigkeit herbeiführt. Konkret verfügten 81% der insolventen Betreibe nicht über ein Planungssystem und in 77% der Fälle fehlte es sogar an einem grundlegenden internen Rechnungswesen.69

Eine weitere Gefahrenquelle stellen die leistungswirtschaftlichen Risiken dar, wie z. B. Lieferengpässe, mangelnde Anpassungsfähigkeiten der Kapazitäten, ausbleibende Qualitätskontrollen oder Schwächen im Fakturierungsprozess, die aus den Prozessen entlang der Wertschöpfungskette resultieren. Vertriebsrisikopotentiale werden hierbei am höchsten eingeschätzt.70 Diese Beobachtung deutet auf eins der Hauptprobleme der KMU hin und zwar die Forderungsausfälle.71 Kritisch wird es, wenn diese Ausfälle mehr als ein Prozent vom Umsatz ausmachen, was ein Anteil von 24,5% der über 4000 befragten Unternehmen in einer Studie beklagte.72 Es bestehen Abhängigkeiten von einem begrenzten Abnehmerkreis, bei dem sich eine verschlechternde Zahlungsmoral feststellen lässt. Hinzu kommen geringe Rücklagen in Verbindung mit einem fehlenden Mahnwesen, das letzten Endes zur Aufzehrung finanzieller Reserven und schließlich zur Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens führt.73

Die Welle andauernder Insolvenzen liegt insbesondere in einer mangelnden Liquidität begründet. Diese kann durch eine angemessene Finanzierung mittelständischer Betriebe nicht sichergestellt werden. Eine Untersuchung des Instituts für Mittelstandsforschung hat auf Basis eines multikausalen Erklärungsansatzes diagnostiziert, dass Finanzierungsprobleme zu einem Anteil von 80,3% für Insolvenzen verantwortlich sind.74 Dieses Ergebnis wird durch die bislang umfassendste Studie des ZIS im Jahr 2006 bestätigt, in der mit durchschnittlich 76% die Finanzierungslücken als tragende Insolvenzursache erkannt werden75.76

Die hier dargestellten Insolvenzursachen verdeutlichen, dass ein Zusammenhang zwischen den qualitativen Wesensmerkmalen mittelständischer Betriebe und ihrer Zahlungsunfähigkeit besteht. Einen Überblick über die im Mittelstand vorherrschenden Insolvenzursachen fasst eine Abbildung im Anhang zusammen.77

Obgleich auch bei Großunternehmen Insolvenzen zu verzeichnen sind, haben diese aufgrund der politischen Brisanz und wirtschaftlichen Verflechtung bessere Aussichten auf Hilfeleistungen. Mit finanzieller Unterstützung des Staates ist zu rechnen und das Interesse der Anteilseigner, u. a. der Großbanken, am Fortbestand des Unternehmens ist groß.78 Ein Vergleich der Unternehmensinsolvenzen zeigt, dass KMU mit 89% und die Großunternehmen79 lediglich zu 8% am Konkursgeschehen beteiligt sind.80 Dieses Verhältnis lässt sich auch in anderen Jahren beobachten.81

2.2.4 Aktuelle finanzwirtschaftliche Lage

Es wurde gezeigt, dass Finanzierungsprobleme Insolvenzursachen von KMU darstellen. Daher ist es im Hinblick auf die Problemstellung dieser Arbeit erforderlich, die wesentlichen Aspekte des Finanzierungsprozesses bei KMU herauszustellen.

2.2.4.1 Nutzung der Finanzierungsquellen durch den Mittelstand

Einem Unternehmen sind unterschiedliche Möglichkeiten gegeben, seine Investitionen und anderweitige Ausgaben zu finanzieren. Diese Finanzierungsarten werden, wie in Abbildung 6 ersichtlich, in Innen- und Außenfinanzierung untergliedert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 6: Finanzierungsquellen.82

Die Innenfinanzierung ist eine Refinanzierung aus eigenen Mitteln. Hierzu zählen Desinvestitionen, Abschreibungen, Rückstellungen83 und die Selbstfinanzierung (Gewinnthesaurierung).

Sind Güter des Anlagevermögens vorhanden, so können Abschreibungen als Rückflussfinanzierungen genutzt werden. Die Grundvoraussetzung einer Kapitalfreisetzung ist, dass die Abnutzung ohne entsprechende Aufwandsbuchung in die am Markt geforderten Preise eingerechnet und über Umsatzerlöse vereinnahmt wird. Dadurch kann zum einen die Steuerbemessungsgrundlage und zum anderen Ausschüttungsansprüche reduziert werden84.85 Bei den Desinvestitionen erfolgt die Kapitalfreisetzung durch den Verkauf bereits vorhandener Vermögenswerte (Einsatzfaktoren, Beteiligungen, etc.). Es handelt sich somit um zurückfließende Gegenwerte bereits getätigter Anschaffungsauszahlungen.86 Die Finanzmittelbeschaffung in Form der Rückflussbindung, also durch Bildung von Abschreibungen oder Durchführung von Desinvestitionen, erweist sich im Bereich der KMU als schwierig. Zum einen sind regelmäßige Kontrollen auf Desinvestitionsmöglichkeiten nicht üblich und statistisch nicht hinreichend erfasst. Zum anderen können KMU aufgrund ihrer Größe auf nicht so hohe Abschreibungsfonds zugreifen.87 Dennoch gibt in einer Umfrage von fast 2.500 mittelständischen Unternehmen die Hälfte an, sich regelmäßig aus verdienten Abschreibungen zu finanzieren und stellt im Rahmen dieser Analyse das am häufigsten genutzte Finanzierungsinstrument dar.88 In einer anderen Untersuchung liegt dieser Wert mit 40,6% nach der Finanzierung durch Gewinnthesaurierung an zweiter Stelle.89

Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet90, deren Höhe und Fälligkeitszeitpunkt ungewiss ist. Sie werden wie Aufwandsvorverrechnungen behandelt. Der Finanzierungseffekt ähnelt dem der Abschreibung, da auch hierdurch die steuerliche Bemessungsgrundlage sowie die Gewinnausschüttung verringert werden können. Finanzierungseffekte resultieren aus der Tatsache, dass Bildung und Auflösung von Rückstellungen zeitlich auseinander fallen. Je nach Abstand wird zwischen kurzfristigen (z. B. Steuerrückstellungen), mittelfristigen (z. B. Garantieverpflichtungen) und langfristigen (z. B. Pensionsrückstellungen) Rückstellungen unterschieden. Einen ausreichenden Finanzierungseffekt besitzen langfristige Rückstellungen.91 Diese Art der Finanzierung korreliert jedoch positiv mit der Unternehmensgröße, so dass KMU den Effekt von Rückstellung kaum nutzen können92.93

Unter der Voraussetzung der Erwirtschaftung von Cash-Flows bietet die Selbstfinanzierung durch Gewinneinthesaurierung einem Unternehmen die Möglichkeit, seine finanzielle Unabhängigkeit zu wahren und deshalb genießt diese Art der Kapitalbedarfsdeckung bei KMU die höchste Priorität.94 Eine Studie aus dem Jahr 2000 stützt diese Aussage, dessen Ergebnis eine klare Überlegenheit dieser Finanzierungsform in 58,5%95 der Fälle bestätigt.96 Zudem entfallen hierbei zusätzliche Kapitalkosten und über die Mittel kann frei verfügt werden.97 Jedoch ist auf die Entstehung potenzieller Opportunitätskosten hinzuweisen, die bei Verzicht auf eine rentable Alternativinvestition entstehen könnten. Neben der Möglichkeit der Gewinnthesaurierung, die zur Stärkung der Unternehmenssubstanz und auch der Kreditfähigkeit genutzt werden kann, besteht die Möglichkeit der Gewinnausschüttung an die Gesellschafter mit dem Ziel der Einkommensmaximierung. Die unterschiedlichen Gewinnverwendungsmöglichkeiten geraten insbesondere dann in Konflikt, wenn eine Trennung zwischen Geschäftsführer und Gesellschafter besteht.98 Ein wesentliches Problem für KMU stellt vor allem die Voraussetzung der Gewinnerwirtschaftung bei einer derzeit desolaten Ertragslage dar. Eine Auswertung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes weist für das Jahr 2004 einen Anteil von 22,9% KMU aus, die keine Gewinne realisiert haben.99 Es bereitet den KMU somit größere Schwierigkeiten sich durch einbehaltene Gewinne zu finanzieren, als es in Großunternehmen der Fall ist.100

Bei der Außenfinanzierung handelt es sich um die Kapitalbedarfsdeckung durch Beschaffung von Finanzmitteln aus externen Kapitalquellen. Der Finanzmittelzufluss kann in Form von Eigenkapital (Beteiligungsfinanzierung) sowie Fremdkapital (Kreditfinanzierung) erfolgen101.102 Am deutschen Finanzmarkt hat sich ein Mischsystem etabliert, das vereinfacht in einen bankbasierten und kapitalmarktorientierten Bereich untergliedert wird.103

Eigenkapitalzuführung von außen kann in Form von Einlagen oder durch den Erwerb von Aktien erfolgen. Es handelt sich hierbei um Einlagen- bzw. Beteiligungsfinanzierungen, die den Eigenkapitalgebern104 sowohl am Entscheidungsprozess als auch am Gewinn teilhaben lassen. Ein Anspruch auf Rückzahlung besteht nicht.105 Börsenfähigkeit wird durch die Rechtsform und weiterer Voraussetzungen (Marktwert, Bonität, Gewinn auch verdeckte Rücklagen, die nicht aus der Bilanzanalyse sichtbar werden. Gründe hierfür sind neben der Unterbewertung von Vermögensgegenständen auch die Möglichkeit der Überbewertung von Schulden. Managementqualifikation, Umsatzvolumen, etc.) bestimmt. In Deutschland zählen die Aktiengesellschaft und die Kommanditgesellschaft auf Aktien zu den emissionsfähigen Unternehmen.106 Rechtsformunabhängige Formen der Beteiligungsfinanzierung sind durch Aufnahme stiller Gesellschafter oder durch Emission von Genussscheinen möglich. Hier fehlt es jedoch an rechtlichen Maßstäben, weshalb den individuell gestaltbaren Verträgen der Zugang zum organisierten Kapitalmarkt weitestgehend versperrt bleibt.107 Die Beteiligungsfinanzierung ist für KMU aufgrund ihrer kapitalmarktuntauglichen Rechtsform und der unzureichenden Voraussetzungen (Größe, Marktmacht) kaum zugänglich. Durch Aufnahme von Gesellschaftern entstehen zudem unerwünschte Neuverteilungen in den Bestimmungsrechten und erhöhte Publizitätsanforderungen.108 Ferner ist aus Gründen der Finanzierungslücken der KMU von 20.000 EUR bis 200.000 EUR eine Beteiligungsfinanzierung als ökonomisch nicht vorteilhaft einzustufen109.110 Hinzu kommt, dass KMU den Anlegern im Vergleich zu den großen Unternehmen ein schlechteres Chancen-Risiko-Verhältnis bieten. Dieser Size Effect bedingt höhere Renditeanforderungen, woraus erhebliche Kosten für diese Unternehmensgruppe entstehen.111 Auch wenn Versuche erfolgten, den KMU den Zugang zum organisierten Kapitalmarkt zu erleichtern, haben sich die Erwartungen nur unzureichend erfüllt.112 Während die Großunternehmen überwiegend kapitalmarktorientiert sind, greift der Mittelstand in zunehmender Tendenz auf die klassische Kreditfinanzierung zurück.113

Fremdkapital wird dem Unternehmen von außen zur Verfügung gestellt und ist auch unter der Bezeichnung Kreditfinanzierung geläufig.114 Der Kreditgeber (Gläubiger) stellt dem Kreditnehmer (Schuldner) zeitlich befristet Kapital zur Verfügung und hat einen Anspruch auf Rückzahlung und Verzinsung. Dem Kapitalgeber wird weder die Mitsprache am Entscheidungsprozess eingeräumt noch ist dies mit einer Teilhabe am Gewinn verbunden. Dieser trägt somit auch kein unternehmerisches Risiko. Dem Schuldner entstehen Fremdkapitalkosten, die zumindest steuerlich geltend gemacht werden können und demzufolge die Bemessungsgrundlage mindern.115

Fremdkapitalgeber können Kreditinstitute, der Staat oder Geschäftspartner (v. a. Lieferanten) sein. Staatliche Förderprogramme sind jedoch für KMU mit vergleichsweise hohen Anstrengungen verbunden116 und Lieferantenkredite sind nicht beliebig erweiterbar117. Die Fremdkapitalbeschaffung ist bei KMU vorrangig durch den Bankkredit geprägt.118 Im Rahmen einer Studie finanziert mehr als ein Drittel der mittelständischen Betriebe mehr als 50% seiner Geschäfttätigkeit über den Kredit, ein weiteres Drittel kommt mit bis zu 50% Fremdkapital aus und der Rest verfügt über keine Kreditfinanzierung.119 Andere Erhebungen ergeben, dass sich 75% ihrer gesamten Verschuldung auf die Hausbank konzentrieren.120 Die Ergebnisse der Mind-Studie121 aus dem Jahr 2004, die diese Aussage ebenfalls untermauern, sind Anhang 3 zu entnehmen.

Es ist deutlich geworden, dass im Rahmen der Innenfinanzierung Abschreibungen, Desinvestitionen und Rückstellungen eine eher untergeordnete Rolle einnehmen. Die Attraktivität der Gewinnthesaurierung stellt dagegen keine ausreichende Option der Mittelaufbringung dar. Bei der Außenfinanzierung erweist sich in Anbetracht der Kapitalmarktuntauglichkeit eine Eigenkapitalzuführung von außen als problematisch. Dagegen dominiert die Fremdkapitalaufnahme in Form von Bankkrediten. Für die Kreditgewährung wird von Seiten der Gläubiger v. a. die Eigenkapitalbasis des Schuldners überprüft122, um mögliche Kreditausfälle auszugleichen.123 Daher wird im Folgenden untersucht, wie die Eigenkapitalausstattung in KMU ist.

2.2.4.2 Eigenkapitalproblematik

Allgemein gelten Unternehmen mit weniger als 10% Eigenkapital als hoch insolvenzgefährdet, und bei mehr als 30% kann von einem einigermaßen stabilen Zustand gesprochen werden.124

Mehrheitlich werden den KMU weniger als 20% Eigenmittel bescheinigt.125 Bei mindestens einem Drittel der Unternehmen werden sogar weniger als 10% Eigenkapital veranschlagt.126 Nach einer Untersuchung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV)127 wird festgestellt, dass im Jahr 2004 35% der KMU über gar kein Eigenkapital128 verfügten und demzufolge eine Unterbilanz aufwiesen.129 Der Grundtenor einer unzureichenden Eigenkapitalausstattung in KMU ist offensichtlich. In einer Langfristbetrachtung zeigt sich im Mittelstand die Tendenz zum Abbau der Eigenkapitalquoten.130 Diese sinken von 25,3% (1971) kontinuierlich auf 17,9% (1996) ab.131 Auch wenn der DSGV seit 1998 einen leichten Anstieg der Eigenkapitalbasis misst, so befindet sich diese dennoch auf einem bedenklich niedrigen Niveau.132 Zur Unterstreichung dieser Problematik ist Anhang 4 u. a. ein internationaler Vergleich des Eigenkapitals angefügt.

Exogene Gründe für die Schwächung der Eigenkapitalbasis liegen zum einen in der schwachen Konjunktur als auch in einer sich stets verschlechternde Zahlungsmoral der Kunden.133 Steuervermeidungsstrategien begünstigen zudem die Tendenz zu Überentnahmen und Minimierung von Eigenmitteln.134 Darüber hinaus bildet Fremdkapital eine günstige Option der Außenfinanzierung.135 Wenn zugleich die Fremdkapitalkosten im Vergleich zur internen Verzinsung des Gesamtkapitals relativ gering ausfallen, so wirkt sich die zunehmende Verschuldung positiv auf die Eigenkapitalrendite aus. Diese Hebelwirkung wird als Leverage-Effekt bezeichnet.136

2.2.4.3 Entwicklungstendenzen in der Finanzierung

In den Medien wird seit einiger Zeit die Gefahr einer Kreditklemme oder Kreditverteuerung insbesondere für KMU in Verbindung mit Basel II diskutiert. Kreditklemme und Bankenkrise sind inzwischen zu Schlagworten der Finanzpresse geworden.137 Artikel mit den Schlagzeilen „Die Banken geben kein Geld mehr“138 oder „Zwanzig Prozent der Mittelständler überleben diese Politik nicht“139 sorgen zunehmend für Unruhe. Diese Berichte werden von der Bankenseite dementiert.140

Jedoch sprechen die Fakten für sich. Statistische Erhebungen messen eine rückläufige Entwicklung der Kreditzusagen. Die Zuwachsraten bei der Kreditvergabe gehen nach Schätzung der KfW-Bankengruppe seit Beginn des Jahres 2001 deutlich zurück. Das Jahr 2004 zeigte im Vergleich zum Vorjahr einen Abfall von ungefähr 7%.141 Unterschiedliche Befragungen belegen, dass im Schnitt die Hälfte der Kreditanträge abgelehnt wird bzw. dass ein deutlicher Trend der zunehmenden Ablehnungen in der Kreditvergabe zu verzeichnen ist.142

Auch wenn die Kreditinstitute versichern, sich in Zukunft nicht aus dem Firmenkreditgeschäft zurückzuziehen, wird deutlich, dass sich das Kreditgeschäft in grundlegendem Wandel befindet.143

2.3 Zwischenfazit

Zusammenfassend kann konstatiert werden, dass KMU die tragende Säule der deutschen Volkswirtschaft sind. Sie sind nicht nur die Garanten für Beschäftigung, sondern auch zentrale Funktionäre wenn es um die Stabilisierung und die positive Weiterentwicklung der Marktwirtschaft geht.

Obwohl sich in jüngerer Vergangenheit ein leicht abnehmender Trend der Insolvenzquoten abgezeichnet hat, liegt das absolute Niveau mehr als doppelt so hoch als noch vor 10 Jahren. Langanhaltende Erholungen sind nicht beobachtbar. Der Mittelstand befindet sich in einer wirtschaftlich angespannten Lage. Gründe hierfür sind insbesondere eine unzureichende Unternehmensführung und die Schwierigkeiten in der Unternehmensfinanzierung. Die Möglichkeiten der Eigenkapitalzuführung sind begrenzt, das Mittelaufkommen aus der Selbstfinanzierung reicht nicht aus und die schwache Eigenkapitalbasis ist kein positives Signal für die Kreditwürdigkeit. Jedoch ist gerade die Sicherung der Finanzierung für KMU zum langfristigen Überleben am Markt essenziell. Sie verfügen aufgrund ihrer Größennachteile nicht über entsprechende Kostenvorsprünge. Daher ist es notwendig, ein innovatives Leistungsprogramm anzubieten, um konkurrenzfähig zu bleiben. Neue Produkte müssen entwickelt und Marktnischen ausfindig gemacht werden.144

Aufgabe des folgenden Kapitels wird es sein, die Hintergründe der sich anbahnenden Kreditpolitik zu untersuchen, um herauszuarbeiten, worauf sich der Mittelstand in Zukunft einzustellen hat.

3 Entwicklungen und Inhalte der Neuen Basler Eigenkapitalverordnung

Wie in Kapitel zwei verdeutlicht wurde, führen die strukturbedingten Finanzierungsprobleme der KMU zu einer erhöhten Bedeutung der Fremdkapitalbeschaffung. Da sie auf diese Kredite angewiesen sind, befürchten sie einen erschwerten Zugang im Zuge der Neuen Basler Eigenkapitalverordnung.

In diesem Kapitel sollen die Veränderungen im Bankensektor aus der Sicht der Kreditgeber aufgezeigt werden. Die bisherige Beziehung zwischen Bank und Unternehmen wird vorgestellt und schließlich die Ursachen für notwendige Veränderungen im Finanzsektor verdeutlicht. Hintergründe und Entwicklungen der Neuen Basler Eigenkapitalverordnung werden dargestellt, um ein Verständnis für diese Thematik zu erhalten. Aktuellen Umfragen zur Folge besteht gerade bei KMU ein enormer Aufklärungsbedarf im Hinblick auf Basel II und Rating.145 Um mögliche Auswirkungen auf KMU abzuleiten, wird im nächsten Schritt, die Funktionsweise dieser neuen Regelung genauer ausgeführt und dabei besonders auf das damit verbundene Rating eingegangen. Genau an dieser Schnittstelle wird untersucht, worauf sich KMU einzustellen haben und ob ihre Befürchtungen hinsichtlich einer erschwerten Fremdkapitalbeschaffung begründet sind.

3.1 Einführung

3.1.1 Kunde-Bank-Beziehung im Wandel

Das historisch gewachsene und speziell in Deutschland ausgeprägte Hausbankenprinzip (Relationship-Banking) begünstigte die Entwicklung der Kreditmarktfinanzierung. Dabei handelt es sich um eine langfristig angelegte Beziehung zwischen der kreditgebenden Bank und dem Kreditnehmer.146 Dem Kreditnehmer gewährt man dadurch einen sicheren Zugang zu langfristigen Krediten mit Festzinskonditionen, welcher durch ein flächendeckendes Universalbankensystem getragen wird.147 Diese zuverlässige Möglichkeit der Kapitalbeschaffung148 kommt hauptsächlich den KMU zu Gute.149

Jedoch lässt sich beobachten, dass sich die Banken in Deutschland zunehmend vom Hausbankenprinzip distanzieren. Trotz verringerter Informationsasymmetrien zugunsten der Kreditgeber, wird das Verhalten auf Basis von subjektiven Einzelentscheidungen als zu risikoträchtig angesehen. Banken konzentrieren sich daher immer mehr auf das sog. DealBased-Banking150, bei dem im Rahmen eines einmaligen Vertragsabschlusses Kosten- und Rentabilitätsgesichtspunkte im Vordergrund stehen.151

3.1.2 Veränderungen in der Bankenlandschaft

Die deutschen Banken sind auf dem Gebiet des Kreditgeschäfts im internationalen Vergleich führend. Im Durchschnitt finanzieren sich rund 66% deutscher Unternehmen über Kredite.152 Dies erklärt, dass die Geschäftslage deutscher Banken zum großen Teil von den kreditfinanzierten Unternehmen und den damit verbundenen Risiken bestimmt wird.153 Gleichzeitig lässt sich eine zunehmend negative Entwicklung der Ertragslage deutscher Kreditinstitute beobachten, die selbst im internationalen Vergleich schlecht abschneidet.154

Die durchschnittliche Wertberichtigung des deutschen Kreditgewerbes155, die auf Firmenzusammenbrüche zurückzuführen ist, liegt im Jahr 2000 bei nahezu 60% und übersteigt die Durchschnittswerte der zuvor liegenden Jahre156.157 Verantwortlich für die negative Lage deutscher Banken sind die zunehmenden Unternehmensinsolvenzen, der überproportional ansteigende Sach- und Personalaufwand als auch die schlechte Konjunktur und die globale Unsicherheiten.158 Vor dem Hintergrund wertorientierter Unternehmenssteuerung159 ist es daher für die Finanzindustrie von großer Bedeutung, interne Strukturen von Geschäftsfeldern zu überdenken und angestaute Umstrukturierungsprozesse einzuleiten, um sich so der Konkurrenz auf den Finanzmärkten zu stellen und Systemkrisen zu vermeiden.160

3.2 Die Basler Eigenkapitalverordnung

3.2.1 Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht

Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht (Basel Committee on Banking Supervision) wurde im Jahr 1975 gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern gehören hochrangige Vertreter der Zentralbanken und nationaler Bankenaufsichtsbehörden der größten Industrienationen161.162 Anlass seiner Entstehung waren Störungen auf den Finanzmärkten und damit verbundene Bankenzusammenbrüche163, die über den sog. Ansteckungseffekt164 zu Instabilitäten im internationalen Finanzsystem führten und damit ganze Volkswirtschaften in Gefahr brachten. Dies erforderte die Verlagerung der Regelungskompetenzen von nationaler auf internationale Ebene. Ziel ist es, die Solidität des Finanzsystems zu sichern und zu stabilisieren, was mittels einer Harmonisierung des internationalen Bankenaufsichtsrechts verfolgt wird. Das heißt, ein Level-playing-field165 soll die Grundlage eines gerechten Wettbewerbsfeldes sein.166 Den Beschlüssen des Basler Ausschusses kommt keine unmittelbare Rechtswirkung zu. Rechtsverbindlichkeit erlangen die Empfehlungen erst durch Integration über EU-Richtlinien, die in nationales Recht umgesetzt und damit für alle Banken verbindlich werden. Dennoch ist die Umsetzung dieser Bestimmungen weitestgehend sichergestellt, denn mehr als 100 Länder haben die erste Fassung der Richtlinie in nationales Recht bereits einfließen lassen.167

3.2.2 Entwicklung von Basel I zu Basel II

Anhand der nun folgenden chronologischen Übersicht werden die wesentlichen Entwicklungsstadien vom ersten Basler Eigenkapitalakkord (Basel I) zur zweiten Verordnung (Basel II) skizziert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 7: Chronologie Basel II.168

In Anbetracht der Besorgnis um die dürftige Eigenkapitalausstattung weltweit bedeutsamer Banken, sollte mittels einer einheitlich geregelten Eigenmittelunterlegung eine ausreichende Risikovorsorge erfolgen, um die Stabilität des Finanzsystems zu sichern.169 Aufgrund dessen wurde 1988 die erste Basler Eignkapitalverordnung (Basel I) veröffentlicht und trat 1992 in Kraft170.171

Die Richtlinie verlangt von den Kreditinstituten, sich mit Hilfe eines bestimmten Eigenkapitalbetrages (regulatorisches Eigenkapital)172 gegen potenzielle Adressausfallrisiken173 und Marktpreisrisiken174 abzusichern. Dafür sind im Verhältnis zu den Aktiva der Bank mindestens 8% des Kreditvolumens mit Eigenkapital zu unterlegen.175 Die Berechnung wird vereinfacht in der nachfolgenden Formel veranschaulicht.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Formel 1: Berechnung der Eigenkapitalunterlegung nach Basel I.176

Die Bemessungsgrundlage bildet der Kreditbetrag, von dem unter Berücksichtigung einer Risikogewichtung pauschal 8% (Solvabilitätskoeffizient)177 zu unterlegen sind. Das Risikogewicht wird hierbei durch einfache Zuordnung in festgelegte Schuldnerkategorien178 bestimmt und hat die Funktion, das Kreditrisiko zu bewerten. Für diese Arbeit ist lediglich wichtig, dass Unternehmen ein Risikogewicht von 100% erhalten.179 Die Kreditzinsbestimmung basiert u. a. auf dem Eigenkapitalkostensatz.180 D.h., dass nach Berechnung des haftenden Eigenkapitals die Kreditkonditionen abgeleitet werden. Die Konsequenz ist, dass gleich hohe Kredite, unabhängig von der Bonität der Kreditnehmer, mit gleich viel Eigenkapital unterlegt werden und daraus resultiert derselbe Effekt auf die Risikoprämie (Zins).

Hieraus entsteht das Problem, dass die Risikoprämien nicht gemäß den wirklichen Bonitäten differenziert werden.181 Dieser Umstand führt zu Fehlanreizen bei der bankinternen Risikosteuerung. Umso höher das Risikogewicht, desto höher ist die Zinsbelastung zugunsten der Kreditgeber. Daraus kann der Anreiz resultieren, Kredite in erster Linie an risikoreiche Kreditnehmer zu vergeben, wodurch dem Risikovorsorgegedanken nicht in ausreichendem Maße Rechnung getragen wird.182

[...]


1 Vgl. Keiner (2001), S. 9; Gänßlen/ Meissner (2002a), S. 275.

2 Vgl. Wambach/ Rödl (2001), S. 13; Fischer/ Holzkämper/ Mendel (2003), S. 301.

3 Vgl. Grunert/ Norden/ Weber/ Kleff (2002), S. 15.

4 Vgl. Fischer/ Holzkämper/ Mendel (2003), 312.

5 Vgl. Buba (2006), S. 8; Maser (2005), S. 512 f..

6 Vgl. Bölscher (2006), o. S..

7 Vgl. Paul/ Stein/ Kaltofen (2002), S. 538.

8 Vgl. Maser (2005), S. 516 f..

9 Siehe hierzu Abbildung 1.

10 Eigene Darstellung.

11 Vgl. Eicken/ Malcher (2002), S. 5.

12 Vgl. Zimmermann (2001), S. 24; Paul/ Stein (2002), S. 7.

13 Vgl. Lehr (1996), S. 6; Pfohl (1997), S. 19.

14 Vgl. Zimmermann (2001), S. 26; Bussiek (1996), S. 17; Pfohl (1997), S. 4.

15 Vgl. Ossadnik, Barklage, van Lengerich (2003), S. 3; Bussiek (1996), S. 17; Paul/ Stein (2002), S. 8; Buba (2006), S. 11 f.; Kosmider (1991), S. 34 f..

16 Vgl. Basel Committee on Banking Supervision (2006), S. 64.

17 Vgl. Zimmermann (2001), S. 26.

18 In Anlehnung an Icks, Institut für Mittelstandsforschung (2006), S. 2.

19 Der Vollständigkeit halber ist hier zu erwähnen, dass auch die Definition der Europäischen Union mitunter Anwendung findet, welche vorwiegend eine internationale Vergleichbarkeit anstrebt und u. a. für die Inanspruchnahme von EU-Förderprogrammen von Bedeutung ist. Diese Definition ist jedoch aufgrund der internationalen Ausrichtung für diese Arbeit nicht von Relevanz, kann aber dem Anhang 1 entnommen werden.

20 Vgl. Icks, Institut für Mittelstandsforschung (2006), S. 1.

21 Hierbei ist darauf hinzuweisen, dass es sich nicht immer nur um eine Person handelt, sondern auch ein eng begrenzten Personenkreis gemeint sein kann.

22 Vgl. Kosmider (1991), S. 38 f.; Lehr (1996), S. 7; Zimmermann (2001), S. 28.

23 Vgl. Kosmider (1991), S. 31; Zimmermann (2001), S. 28.

24 Vgl. Wolter/ Hauser (2001), S. 71.

25 Vgl. Institut für Mittelstandsfragen Osnabrück (o. J.), S. 2.

26 Vgl. Zimmermann (2001), S. 44; Kosmider (1991), S. 41.

27 Dieser Sachverhalt wird durch eine aktuelle Studie belegt. Für die Mehrheit mittelständischer Unternehmer wird eine fachspezifische Ausbildung oder Lehre nachgewiesen. Im Vergleich dazu sinkt der Akademiker-Anteil, was sich unter anderem über eine unangemessene Entlohnung erklären lässt. Vgl. hierzu Sparkassenorganisation/ Magazin Impulse/ IfM (2004),S. 48 f. und Bussiek (1996), S. 49.

28 Vgl. Zimmermann (2001), S. 43-46; Kosmider (1991), S. 42-45.

29 Vgl. Zimmermann (2001), S. 49.

30 Vgl. Zimmermann (2001), S. 46-55.

31 Vgl. Klett/ Pivernetz/ Hauke (1996), S. 20; Horvath/ Weber (1997), S. 352; Bussiek (1996), S. 4; Zimmermann (2001), S. 43; Ramthun (2005), S. 52.

32 Vgl. Zimmermann (2001), S. 29; Bussiek (1996), S. 19 f..

33 Vgl. Kosmider (1991), S. 40-42; Bussiek (1996), S. 20.

34 Erfolgspotenziale sind langfristige Vorteile eines Unternehmens gegenüber der Konkurrenz (Produkte, Ressourcen, etc.). Vgl. hierzu Grunwald/ Grunwald (2001), S. 63.

35 Vgl. Zimmermann (2001), S. 87.

36 Vgl. Ossadnik, Barklage, van Lengerich (2003), S. 4.

37 Vgl. Kosmider (1991), S. 30-33.

38 Die Forderung nach Zweckmäßigkeit ist erfüllt bei Vorliegen eines sachlich begründbaren Zusammenhangs zwischen den ausgewählten Merkmalen, die angemessen erfassbar sind, und dem untersuchten Problembereich.

39 Vgl. Pfohl (1997), S. 5-15.

40 Vgl. Kosmider (1991), S. 30.

41 Vgl. Institut für Mittelstandsforschung Bonn (2005), S. 14.

42 In Anlehnung an Icks, Institut für Mittelstandsforschung (2006), S. 6.

43 Vgl. Wildemann (2005), S. 233.

44 Vgl. Hamer (1997), S. 33-35.

45 Belastungen: Großunternehmen 9,1%, mittlere Unternehmen 17,8%, kleine Unternehmen 40,8%, vgl. hierzu Hamer (1997), S. 37 f..

46 Vgl. Hamer (1982), S. 95.

47 Vgl. Hamer (1997), S. 32 f..

48 Vgl. Übelhör/ Warns (2004a), S. 15.

49 In Anlehnung an Dresdner Bank, Magazin Impulse, IfM (2002), S. 15.

50 Vgl. IHK Region Stuttgart (2007), o. S.

51 Vgl. Dresdner Bank, Magazin Impulse, IfM (2002), S.14; Bussiek (1996), S.27 f..

52 Vgl. Übelhör/ Warns (2004a), S. 18.

53 Diese gehen von 60,2% (1999) auf 55,9% (2001) zurück. Vgl. hierzu Dresdner Bank, Magazin Impulse, IfM (2002), S. 14.

54 Dieser Anteil steigt von 59,7% (1999) auf 66,6% (2001). Vgl. hierzu Dresdner Bank, Magazin Impulse, IfM (2002), S. 14.

55 Vgl. Bussiek (1996), S. 24.

56 Vgl. Übelhör/ Warns (2004a), S. 18; Wolter/ Hauser (2001), S. 66.

57 Jedoch ist nach herrschender Meinung ein langfristig positiver Trend eher unwahrscheinlich, da Deutschland seit Jahren eine Wachstums- und Strukturschwäche aufweist. Vgl. hierzu Euler Hermes Kreditversicherung (2006a), S. 18.

58 In Anlehnung an Gallinge (2003), S 1097; Statistisches Bundesamt (2004), o. S.; Universität Mannheim (o. J.), S. 3; Institut für Mittelstandsforschung Bonn (2005), S. 14.

59 In Anlehnung an Euler Hermes Kreditversicherung (2006a), S. 17.

60 Das ist das Verhältnis zwischen insolventen Firmen und bestehenden Unternehmen.

61 Vgl. Euler Hermes Kreditversicherung (2006a), S. 17.

62 Vgl. Institut für Mittelstandsforschung Bonn (2005), S. 14.

63 Vgl. Gallinge (2003), S. 1102; Wildemann (2005), S. 235 f..

64 Vgl. Wildemann (2005), S. 237; Kellerwessel (1984), S. 63; Legenhausen (1998), S. 34; Paul/ Stein (2002), S. 25; Zimmermann (2001), S. 63.

65 Vgl. Kosmider (1991), S. 49.

66 Vgl. Zimmermann (2001), S. 29.

67 Vgl. Kellerwessel (1984), S. 77.

68 Studie vom Zentrum für Insolvenz und Sanierung an der Universität Mannheim (ZIS) aus dem Jahr 2006.

69 Vgl. Euler Hermes Kreditversicherung (2006b), S. 20.

70 Vgl. Wildemann (2005), S. 235-238.

71 Vgl. Gallinge (2003), S. 1101.

72 Vgl. Creditreform (2004), S. 24.

73 Vgl. Euler Hermes Kreditversicherung (2005), S. 2.

74 Vgl. Paul/ Stein (2002), S. 25 f..

75 Es ist darauf hinzuweisen, dass ungenügendes Eigenkapital mit 96%, mangelnde Kreditwürdigkeit mit 81%, überhöhte Zinslasten mit 72%, unzureichende Rückstellungen mit 65% und falsche Einschätzungen halbfertiger Arbeiten mit 65% dazu beitragen. Des weiteren liegt die Ursache „Fehlen eines Controllings“ mit 79% knapp drüber. Vgl. hierzu Euler Hermes Kreditversicherung (2006), S. 20 f..

76 Vgl. Euler Hermes Kreditversicherung (2006b), S. 20 f..

77 Siehe hierzu Anhang 2.

78 Vgl. Gallinge (2003), S. 1101.

79 In der Studie zählen Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens 50 Mio. EUR zu den Großunternehmen.

80 Dies geht aus einer umfassenden Untersuchung des ZIS im Jahr 2006 hervor. 125 Insolvenzverwalter wurden hierzu befragt, die insgesamt 19.000 Unternehmensinsolvenzen abwickeln. Vgl. hierzu Euler Hermes Kreditversicherung (2006b), S. 15.

81 Keiner (2001), S. 53; Paul/ Stein (2002), S. 24; DSGV (2004), S. 14 f..

82 In Anlehnung an Übelhör/ Warns (2004a), S. 34-67; Wossidlo (1997), S. 313-327.

83 Diese sind jedoch von den anderen Arten zu unterscheiden, da diese fremdfinanziert werden.

84 Abschreibungen können auch in Form von Kapazitätserweiterungseffekten genutzt werden (=Lohmann-Ruchti-Effekt). Werden aus Abschreibungen freigesetzte Finanzmittel in homogenes Anlagevermögen investiert, kann eine Ausweitung der Kapazitäten erreicht werden.

85 Vgl. Übelhör/ Warns (2004a), S. 52-57; Wossidlo (1997), S. 314-316; Paul/ Stein (2002), S. 22; Bussiek (1996), S. 115 f..

86 Vgl. Wossidlo (1997), S. 314-316.

87 Vgl. Wossidlo (1997), S. 315 f..

88 Vgl. DZ Bank (2004), S. 20.

89 Vgl. Paul/ Stein (2002), S. 21.

90 Vgl. HGB § 249 (2005), S. 56.

91 Vgl. Übelhör/ Warns (2004a), S. 58 f.; Wossidlo (1997), S. 318.

92 Vgl. Wossidlo (1997), S. 318.

93 Eine Untersuchung zeigte, dass insbesondere Pensionsrückstellungen bei Einzelunternehmungen lediglich 0,4% und bei den Kapitalgesellschaften 10,8% der Bilanzsumme ausmachen. Die langfristigen Rückstellungen sind bei KMU kaum von Relevanz,

94 Paul/ Stein (2002), S. 20 f.; KfW-Bankengruppe (2005a), S. 1.

95 Solche Ergebnisse sind jedoch kritisch zu betrachten, da sich die stillen Reserven nicht in den ausgewiesenen Rücklagen niederschlagen. Durch den gewährten Ermessungsspielraum in den Rechnungslegungsvorschriften wird zwischen ausgewiesenen und tatsächlichen Gewinnen unterschieden. Der ausgewiesene Gewinn in der Bilanz erfasst lediglich die offene Selbstfinanzierung in Form von Rücklagen und dient als Grundlage für die Steuerbemessung und Gewinnausschüttung. Dagegen umfasst der tatsächliche

96 Vgl. Paul/ Stein (2002), S. 21.

97 Vgl. Paul/ Stein (2002), S. 20-22; Übelhör/ Warns (2004a), S. 50; Wossidlo (1997), S. 316 f..

98 Vgl. Übelhör/ Warns (2004a), S. 39-51; Wossidlo (1997), S. 317 f.; Bussiek (1996), S. 114 f..

99 Vgl. DSGV (2006), S. 41.

100 Vgl. Stark (2002), S. 38; Wossidlo (1997), 319.

101 Von den Mischformen und speziellen Formen der Außenfinanzierung soll abgesehen werden, da sie im Rahmen dieser Analyse nicht von Relevanz sind.

102 Vgl. Wossidlo (1997), S. 319 f.; Übelhör/ Warns (2004a), S. 68 f.

103 Vgl. Stark (2002), S. 38.

104 Hierbei kann es sich sowohl um bisherige als auch neue Gesellschafter handeln. Vgl. hierzu Wossidlo (1997), S. 324.

105 Vgl. Übelhör/ Warns (2004a), S. 70.

106 Vgl. Hennerkes/ Boehm-Bezing (2002), S. 133-135; Übelhör/ Warns (2004a), S. 75.

107 Vgl. Wossidlo (1997), S. 325.

108 Vgl. Kolbeck (2002), S. 197; Paul/ Stein (2002), S. 20-22.

109 Denn die Nutzung von Kapitalmärkten gilt erst ab einem Volumen von 250 Mio. EUR als ertragreich. Vgl. hierzu Wambach/ Rödl (2001), S. 187.

110 Vgl. Köster (2003), S. 10 f..

111 Vgl. Zimmermann/ Wortmann (2001), S. 160 f.

112 Vgl. Wossidlo (1997), S. 326 f..

113 Vgl. Keiner (2001), S. 57.

114 Vgl. Bussiek (1996), 117.

115 Vgl. Wossidlo (1997), S. 320; Übelhör/ Warns (2004a), S. 68-70.

116 Vgl. Bussiek (1996), S. 134-135. Siehe auch in Kapitel 2.2.3 die primäre Verhinderung von Großpleiten.

117 Vgl. Behr/ Fischer (2005), S. 62 f..

118 Vgl. Wildemann (2005), S. 234; Sparkassenorganisation/ Magazin Impulse/ IfM (2004), S. 30.

119 Vgl. Paul/ Stein (2002), S. 23.

120 Vgl. Stark (2002), S. 38 f..

121 Mind = Mittelstand in Deutschland; Studie der Sparkassenorganisation des Magazins Impulse und des IfM.

122 Vgl. Übelhör/ Warns (2004a), S. 94.

123 Vgl. Keiner (2001), S. 58.

124 Vgl. Gallinge (2003), S. 1102; DSGV (2006), S. 35; DZ Bank (2004), S. 19.

125 Vgl. Keiner (2001), S. 58; Gallinge (2003), S. 1102; Paul/ Stein (2002), S. 18; Kolbeck (1997), S. 197; Pape (2004), S. 328; Schneck (2006), S. 18; Becker/ Müller (2003), S. 534.

126 Vgl. Wambach (2001), S. 44; Gallinge (2003), S. 1102.

127 Sie gelten als Hauptkapitalgeber im Segment Mittelstand. Vgl. hierzu Sparkassenorganisation, Magazin Impulse, IfM (2004), S. 31 und DSGV (2004), S. 9.

128 Solche Ergebnisse gelten unter Vorbehalt, denn eine Bilanzanalyse allein vermag nicht den tatsächlichen Vermögenswert aufdecken. Hier ist auf Steuervermeidungsanreize hinzuweisen.

129 Dagegen wurde nur in 5,7% der Großunternehmen (mehr als 50 Mio. EUR Jahresumsatz) ein fehlendes Eigenkapital gemessen. Vgl. hierzu DSGV (2004), S. 15.

130 Vgl. Köster (2003), S. 8.

131 Vgl. Keiner (2001), S. 57 f.

132 Vgl. DSGV (2004), S. 13.

133 Vgl. Köster (2003), S. 8 f..

134 Vgl. Hundt/ Neitz/ Grabau (2003), S. 3-5; Köster (2003), S. 9 f..

135 Diese Aussage lässt sich auf die steuerliche Abzugsfähigkeit der Zinsen und der Entwicklung des Hausbankprinzips zurückführen. Vgl. Stark (2002), S. 37; Schneck (2006), S. 21.

136 Vgl. Köster (2003), S. 9; Übelhör/ Warns (2004a), S. 174; Everling (1991), S. 75; Schneck (2006), S. 21.

137 Vgl. Paul/ Stein/ Thieme (2004), S. 14.

138 Köster (2003), S. 2.

139 Faißt (2005), S. 51.

140 Vgl. Kley (2003), S. 788; Wambach/ Rödl (2001), S. 39 f.

141 Vgl. KfW Bankengruppe (2005a), S. 3.

142 Vgl. Creditreform (2003), S. 27; Kley (2003), S. 788; Paul/ Stein/ Thieme (2004), S. 18 f.

143 Vgl. Wambach/ Rödl (2001), S. 44.

144 Allein im Jahr >2005 haben KMU ca. 70 Mrd. EUR investiert und wollen das für die Zukunft beibehalten. Vgl. hierzu Sparkassenorganisation/ Magazin Impulse/ IfM (2006), S. 14.

145 Eine Untersuchung hat ergeben, dass sich im Jahr 2005 30,6 % (2001: 36,9%) mit dem Thema Rating noch nicht beschäftigt haben, obwohl es ihnen bekannt ist und 29,7% (2001: 37,9%) können mit dem Thema Rating nichts anfangen. Vgl. hierzu Sparkassenorganisation/ Magazin Impulse/ IfM (2004), S. 34.

146 Vgl. Keiner (2001), S. 59; Stark (2002), S. 38; Lehr (1996), S. 8 und 21.

147 Vgl. Lehr (1996), S. 21; Schneck (2006), S. 20 f.; Petersen/ Rajan (1995), S. 439 f.

148 Vgl. Lehr (1996), S. 23.

149 Vgl. Schneck (2006), S. 21.

150 Dies ist auch unter der Bezeichnung Transaction Banking geläufig.

151 Vgl. Hundt/ Neitz/ Grabau (2003), S. 4 f.; Keiner (2001), S. 49.

152 Vgl. Eilenberger (2003), S. 8. In den USA beträgt dieser Anteil 18% und in Großbritannien gerade mal 10%.

153 Vgl. Eilenberger (2003), S. 9; Fischer/ Holzkämper/ Mendel (2003), S. 312.

154 Da ein internationaler Bezug in dieser Arbeit nicht relevant ist, sind die Belege für diese Aussage Anhang 5 zu entnehmen.

155 Das deutsche Kreditgewerbe umfasst die sog. drei Säulen: private Banken, der Sparkassensektor und die genossenschaftlichen Institute.

156 Vgl. Paul/ Stein (2002), S. 27; Köster (2003), S. 13.

157 Die Werte von 1994 bis 2000 sind Anhang 6 zu entnehmen.

158 Vgl. Müller (2003), 228 f.; Vollbracht/ Quinten (2004), S. 176.

159 Risikoabjustiertes Ertragswachstum und wertorientierte Unternehmensführung gelten heute als Steuerungsgrößen im Bankvertrieb und ersetzen die zuvor verfolgten Volumenmaximierung und Marktanteilsgewinnung. Vgl. hierzu Fritz (2004), S. 232 f..

160 Vgl. Behr/ Fischer (2005), S. 37.

161 Hierzu zählen die G-10 Staaten Deutschland, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Schweden, die Niederlande, Kanada, USA und Japan. Darüber hinaus arbeiten auch Luxemburg, Spanien und die Schweiz im Basler Ausschuss mit. Vgl. Behr/ Fischer (2005), S. 36.

162 Vgl. Keiner (2001), S. 22 f..

163 Hier ist die Ölkrise der 70er Jahre als auch Zusammenbrüche wichtiger Banken (I.D. Herstatt Bank KGaA in Köln Crash 1974, Franklin National Bank USA Crash 1974) zu nennen.

164 Mit dem Ansteckungseffekt ist gemeint, dass die Insolvenz einer Bank auch andere Banken, bei denen sie Geld geliehen hat, in Mitleidenschaft ziehen kann. Vgl. hierzu Behr/ Fischer (2005), S. 37.

165 Vgl. hierzu Vollbracht/ Quinten (2004), S. 170.

166 Vgl. Basel Committee on Banking Supervision (2006), S. 2; Hundt/ Neitz/ Grabau (2003), S. 6.

167 Vgl. Keiner (2001), S.22; Paul/ Stein (2002), S. 29; Fischer (2002), S. 25.

168 In Anlehnung an Übelhör/ Warns (2004a), S. 185, Hundt/ Neitz/ Grabau (2003), S. 7; Paul/ Stein (2002), S. 30.

169 Vgl. Wambach/ Rödl (2001), S. 19.

170 Über EU-Richtlinien (Solvabilitäts-, Eigenmittelrichtlinien) fand Basel I auch Einzug ins deutsche Recht. Im Rahmen der 4. KWG- Novelle wurde sie in nationales Recht übernommen. Basel I bildet demnach für alle deutschen Banken eine gültige Rechtsgrundlage. Vgl. Fischer/ Holzkämper/ Mendel (2003), S. 302.

171 Vgl. Wambach/ Rödl (2001), S. 20.

172 Abzugrenzen ist hiervon das ökonomische Eigenkapital, welches von dem Risikomanagement der jeweiligen Bank als angemessen gesehen wird (interne Risikobetrachtung). Das regulatorische Eigenkapital bezieht sich auf die externe, gesamtwirtschaftliche Anforderungen. Vgl. hierzu Fischer (2002), S. 23.

173 Das Adressausfallrisiko (Kreditrisiko) bezeichnet die Gefahr des Kreditgebers, dass der Schuldner seinen Zins- und Tilgungsverpflichtung nicht vollständig oder nicht fristgerecht nachkommen kann.

174 Die Erweiterung um die Marktpreisrisiken (Zins-,Preisänderungen) erfolgte erst im Jahr 1996. Vgl. hierzu Basel Committee on Banking Supervision (2006), S. 2.

175 Vgl. Basel Committee on Banking Supervision (2006), S. 12.

176 In Anlehnung an Übelhör/ Warns (2004a), S. 186 f.; Hundt/ Neitz/ Grabau (2003), S. 6.

177 Vgl. hierzu Keiner (2001), S. 31.

178 Es lassen sich drei Schuldnerkategorien: Banken, Unternehmen und öffentliche Haushalte bestimmen. Vgl. hierzu Keiner (2001), S.25.

179 Banken wird ein Gewicht von 20% und staatlichen Kreditnehmern von 0% zugeordnet. Vgl. hierzu Hundt/ Neitz/ Grabau (2003), S.6; Übelhör/ Warns (2004a), S. 186.

180 Vgl. Übelhör/ Warns (2004a), S. 186. Wie sich der Kreditzins genau zusammensetzt ist Anhang 7 zu entnehmen. Wird in dieser Arbeit von einem Zinseffekt gesprochen, so ist nur der Eigenkapitalkostensatz-Effekt gemeint.

181 Vgl. Fischer/ Holzkämper/ Mendel (2003), S. 302; Paul/ Stein (2002), S. 29; Keiner (2001), S. 26 f.

182 Vgl. Übelhör/ Warns (2004b), S. 19; Paul/ Stein (2002), S. 30.

Details

Seiten
127
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783638745208
Dateigröße
1.1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v76583
Institution / Hochschule
Universität Osnabrück
Note
1,0
Schlagworte
Basel Eine Herausforderung Mittelstandscontrolling

Autor

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Titel: Basel II: Eine Herausforderung an das Mittelstandscontrolling