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Der Wissensbegriff in De docta ignorantia (Die belehrte Unwissenheit) von Nikolaus von Kues

Hausarbeit (Hauptseminar) 2002 47 Seiten

Philosophie - Philosophie des Mittelalters (ca. 500-1300)

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Zur Einführung

2. Zu Entstehung und Inhalt von "De docta ignorantia"
2.1. Der Blitz der Erkenntnis
2.2. Aufbau des Werkes

3. Belehrte Unwissenheit – Wissendes Nicht-Wissen
3.1. Ich weiß, dass ich nichts weiß
3.2. Die cusanische Erkenntnistheorie
3.3. Der Zusammenfall der Gegensätze im Unendlichen
3.4. Negative Theologie und unfassbarer Gott

4. Der unendliche Weg des Erkennens – die belehrte Unwissenheit als Ziel

5. Zur Gotteserkenntnis

6. Die belehrte Unwissenheit als hermeneutischer Zirkel?

7. Schlussbetrachtungen
Als Nachwort ein Essay: Vom Beginn einer neuen Zeit

Literaturverzeichnis

1. Zur Einführung

In "De docta ignorantia", seinem ersten philosophischen Werk, hat Nikolaus von Kues seine bleibenden Grundgedanken festgehalten. Für viele gelten die drei Bände auch als Hauptwerk des Kusaners. Abgeschlossen hat Cusanus seine "belehrte Unwissenheit", die er Kardinal Julian Cesarini widmete, am 12. Februar 1440 zu Kues an der Mosel.

In dem Werk legt Cusanus zwei zentrale Themen seiner Philosophie und Theologie dar. Zum einen stellt er den Zusammenfall der Gegensätze heraus. Dieser sei nur in Gott möglich, wobei Jesus Christus das Bindeglied zwischen Gott und der Welt sei. Die Welt sei stufenweise geordnet, vom Höchsten bis hin zum Niedrigsten. In diesem Zusammenhang tritt auch die Vorliebe des Cusanus für mathematische Denk- und Ausdrucksweisen zu Tage. Derer bedient er sich besonders, wenn es darum geht, die Probleme des unendlich Großen und unendlich Kleinen zu bewältigen und auszudrücken.

Der zweite Schwerpunkt, den Cusanus in "De docta ignorantia" einbettet, ist der, der dem Werk seinen Namen gibt: Die belehrte Unwissenheit - das Wissen um das eigene Nicht-Wissen. Nach Cusanus wird ein Mensch gerade dadurch umso gelehrter, je mehr er um sein eigenes Nicht-Wissen weiß. Das Wissen um das Nicht-Wissen ist also das Ziel. Denn, so Cusanus, wenn uns diese Absicht gelingt, dann haben wir die belehrte Unwissenheit erreicht, die er ausgibt.

Das philosophische Werk des Cusanus ist zugleich ein Dokument für den Wandel scholastischen Denkens hin zum Geist des Humanismus der Renaissance.[1] Damit gehört Cusanus zu den "Wegbereitern der Neuzeit"[2] – wenngleich sein Einfluss zunächst dürftig war. Denn Nikolaus von Kues ist mit seiner Annahme, das Gott das Absolute und das Zentrum aller Überlegungen ist, noch ganz dem Mittelalter verhaftet. Auf der Gegenseite zieht Cusanus aber einen wichtigen Schluss: Die von den antiken Philosophen getroffene Unterscheidung zwischen den Himmelskörpern und der Erde, zwischen himmlischer und irdischer Materie, ist unhaltbar. Mit diesem Ansatz bereitet Cusanus bereits die kopernikanische Wende vor – vorweg genommen hat er sie, entgegen einiger Stimmen, wohl eher nicht.[3]

Ähnlich beurteilt Wilhelm Totok die cusanische Philosophie. Sie sei "eine Philosophie des Übergangs".[4] Und sie sei zum einen der Abschluss des mittelalterlichen Denkens, zum anderen der Beginn des neuzeitlichen Denkens.[5]

"De docta ignorantia" behandelt das Wissen von Gott unter der Bezeichnung des absolut Größten und des absolut Kleinsten sowie der Koinzidenz des Größten und Kleinsten, während der Begriff der "docta ignorantia" selbst gerade die Grundstruktur der Erkenntnis Gottes skizziert. Die belehrte Unwissenheit ist demnach das Ziel und die Vollendung, die jedes Vernunftwesen anstrebt.

Im Folgenden soll die "belehrte Unwissenheit", die Cusanus in seinem Werk "De docta ignorantia" darlegt, näher betrachtet werden. Dabei geht es zum einen um die Gliederung des Werks, die Konzeption des Begriffs der belehrten Unwissenheit und deren Herleitung. Ebenso von Bedeutung wird auch sein, wie Cusanus durch seine Ausführungen einen Wissensbegriff definiert und – vielleicht – auch konstruiert und entwickelt.

2. Zu Entstehung und Inhalt von "De docta ignorantia"

2.1. Der Blitz der Erkenntnis

Das 15. Jahrhundert war die Zeit der Entdeckungen, der großen Seefahrten, der Erfahrung fremder Kulturen sowie der Ausbildung des Bürgertums. Im Jahr 1437/38 reiste Cusanus von Venedig aus nach Konstantinopel, der Hauptstadt des oströmischen Reiches und Sitz des Patriarchen der – seit knapp vier Jahrhunderten von der römischen Kirche getrennten – griechisch-orthodoxen Kirche. Cusanus gehörte einer Gesandtschaft im Auftrag von Papst Eugen IV. an, die die Vereinigung mit der Westkirche, wenn auch nicht unbedingt herbeiführen, so doch zumindest vorbereiten sollte. Zum weiteren Hintergrund: Knapp zwei Jahre später, am 6. Juli 1439, wurde die Vereinigung der Ostkirche mit Rom Wirklichkeit, ohne jedoch von langer Dauer zu sein. Nur 14 Jahre danach, am 29. Mai 1453, eroberten die Türken Konstantinopel und besiegelten so gleichermaßen den Untergang des oströmischen Reiches wie des byzantinischen Patriarchats.

Zurück zu Cusanus. Dieser Delegations-Reise kann meines Erachtens doppelte Bedeutung zugemessen werden. Zum einen spiegelt die Beteiligung des Cusanus an dieser Delegation dessen Idee von weltweiter Toleranz[6] wider, die sowohl andere Zweige des Christentums als auch nicht-christliche Religionen nicht ausschließt. So legt Cusanus in dem später verfassten Werk "De docta ignorantia" eben dar, dass die unterschiedlichen Namen und Bezeichnungen, die die Religionen ihrem Gott geben, nur verschiedene "Ausfaltungen der eingefalteten Fülle des unaussprechlichen Namens" seien.[7]

Zum Zweiten zeigt diese Reise für Cusanus noch eine weitere Dimension dar. Denn die Idee vom Zusammenfall der Gegensätze (coincidentia oppositorum) ist Cusanus nach eigenen Aussagen auf hoher See und eben auf dieser Reise gekommen. Als er sich per Schiff auf der Rückreise von Konstantinopel befand, habe er auf das Meer hinaus geblickt und die Erkenntnis gehabt. Später hat Nikolaus von Kues diesen Moment wohl "mit allen Topoi eines Erweckungserlebnisses ausgestattet"[8]. Die Einsicht sei ihm direkt vom Vater der Lichter zugefallen. Dieser "bescheiden-unbescheidene Verweis auf eine göttliche Erleuchtung verschleiert kaum, wie sehr diese Intuition seiner Genialität geschuldet ist".[9]

Abgeschlossen hat Cusanus "De docta ignorantia" am 12. Februar 1440. Er widmete dieses Werk, auf das er sehr viel Mühe aufgewendet hatte, seinem Gönner und Freund, Kardinal Julian Cesarini, dem er nach eigener Aussage diese "Denkmethode in theologischen Dingen"[10] vorlegte. Am Ende seines Werkes bekräftigt Cusanus in einem Brief an Cesarini noch einmal, der Kardinal möge empfangen, "was ich schon längst auf den verschiedenen Wegen der Lehrmeinungen intensiv zu finden versucht habe, jedoch nicht finden konnte, als bis ich bei meiner Rückkehr aus Griechenland auf dem Meerweg dahin gelangte – meiner Meinung nach durch ein Geschenk des Himmels vom Vater der Lichter, von dem alle gute Gabe kommt –, das Unbegreifliche in nicht begreifender Weise in belehrter Unwissenheit zu erfassen im Übersteigen der unvergänglichen Wahrheiten, die nach menschlicher Erkenntnisweise nur erkennbar sind".[11]

Bereits während der Konzeption der dreibändigen Schrift soll eine zweite, ergänzende Abhandlung geplant gewesen sein; nämlich das zweite philosophische Hauptwerk "Die Mutmaßungen". Dieses Projekt wurde dann aber nicht in der Form realisiert, in der es bis zur Niederschrift der "Docta ignorantia" angedacht war.[12]

2.2. Aufbau des Werkes

Das Werk "De docta ignorantia" von Nikolaus von Kues liegt in Form von drei Büchern vor. In dem abschließenden Brief des Autors an Kardinal Julian Cesarini legt Cusanus selbst die Aufteilung bzw. Gliederung seines Werkes dar. "In diesen tiefen Geheimnissen muss aber alles Bemühen unseres menschlichen Geistes verweilen, damit er sich zu jeder Einfachheit erhebt, in der die Gegensätze zusammenfallen"[13], schreibt er und ergänzt: "Darum bemüht sich der Gedankenentwurf des ersten Buches."[14] Der zweite Band "entwickelt daraus ein paar Gedanken über das Universum, die über den üblichen Weg der Philosophen hinausgehen und für viele neu sein werden".[15] Den dritten und letzten Band habe Cusanus schließlich "über Jesus"[16] geschrieben.

Mit anderen Worten könnte man urteilen, dass das erste Buch der Gotteslehre, das zweite der Schöpfungslehre und das dritte der Christologie gewidmet ist.[17] Nikolaus von Kues gibt dazu folgende Einführung. "Im ersten Buch wird mein Bemühen darauf gerichtet sein, dieses Größte, an das alle Völker in unerschütterlichem Glauben als an Gott glauben, in einer es nicht fassenden Weise zu erfragen, die alles Denken des menschlichen Verstandes übersteigt."[18] Von diesem Größten, das von Cusanus als "absolutes Sein"[19] bezeichnet wird, stammt "auch die universale Einheit des Seins. Neben dem Absoluten erhält auch sie die Bezeichnung des Größten und hat als Universum eingeschränktes Sein. Über dieses Größte, das heißt über das Universum, möchte ich im zweiten Buch einige Bemerkungen nachtragen".[20] Der Brückenschlag von dem Größten, das als Absolutes uneingeschränkt ist und Gott genannt wird, und dem Größten, das als universale Einheit eingeschränkt ist und Universum heißt, gelingt durch "jenes Größte, das eingeschränkt und zugleich absolut ist, und das wir Jesus, den stets Gebenedeiten, nennen".[21]

Ohne dass es in der Gliederung und Aufteilung von "De docta ignorantia" zum Ausdruck kommt, liefert Cusanus darüber hinaus einen hermeneutischen Verweis: "Wer aber den Sinn erfassen will, der muss, statt auf den Literalsinn zu achten, seinen Geist über die Wortbedeutung erheben. Denn die Worte lassen sich nur schwer solchen geistigen Geheimnissen anpassen."[22]

Und hinsichtlich der mathematischen Erläuterungen und Spekulationen, derer sich Cusanus umfassend bedient, schreibt er: "Auch die Beispiele wollen nur als Anleitungen verstanden sein, deren richtigen Anwendung im Übersteigen liegt, das die Anschaulichkeit hinter sich lässt und den Leser frei macht zum Aufstieg zur einfachen geistigen Schau."[23]

Nikolaus von Kues zielt darauf ab, beim Leser eine Denkbewegung in Gang zu setzen. Eine Denkbewegung freilich, die sich in der Erkenntnis vollendet und ausdrückt, "dass die genaue Wahrheit im Dunkel unserer Unwissenheit in der Weise des Nichterfassens aufleuchtet. Das ist die belehrte Unwissenheit, die wir gesucht haben".[24] Im Folgenden soll nun diese Denkbewegung nachgezeichnet werden, wofür vor allem das erste Buch von "De docta ignorantia" von großer Bedeutung sein wird.

3. Belehrte Unwissenheit – Wissendes Nicht-Wissen

Als Martin Heideggers Schüler einst seinen Begriff der Entschlossenheit in Frage stellten – oder zumindest kritisierten –, meinten sie: Wir sind entschlossen, wir wissen nur nicht wozu. Ähnlich könnte es Nikolaus von Kues mit seinem Ansatz von der belehrte Unwissenheit oder dem Konzept vom wissendem Nicht-Wissen ergangen sein: Wir wissen, aber nur, dass wir eben nichts wissen. Und das auf den ersten Blick Kuriose an dem Entwurf des Cusanus ist: Je mehr wir um unser Nicht-Wissen wissen, desto belehrter sind wir.

Dass der Gedanke der belehrten Unwissenheit einen entscheidenden Stellenwert in der cusanischen Philosophie einnimmt, dokumentiert sich bereits dadurch, dass Cusanus seinem Werk eben diesen Titel gibt: "De docta ignorantia". Dabei scheint es weniger von Bedeutung zu sein, wie genau man diesen Titel übersetzt. Egal ob "Über die belehrte Unwissenheit"[25], "Von der Wissenschaft des Nichtwissens"[26] oder vom wissenden Nicht-Wissen die Rede ist, entscheidend erscheint in diesem Zusammenhang allein die Einsicht und das Eingeständnis der Beschränktheit des eigenen Wissens.

3.1. Ich weiß, dass ich nichts weiß

"Verglichen mit diesem Menschen, bin ich doch weiser. Wahrscheinlich weiß ja keiner von uns beiden etwas Rechtes; aber der glaubt, etwas zu wissen, obwohl er es nicht weiß; ich dagegen weiß zwar auch nichts, glaube aber auch nicht, etwas zu wissen. Um diesen kleinen Unterschied bin ich offenbar doch weiser, dass ich eben das, was ich nicht weiß, auch nicht zu wissen vermeine."

(Platon, Die Verteidigungsrede des Sokrates)[27]

Die belehrte Unwissenheit, die Cusanus proklamiert, verweist auf das bekannte sokratische Eingeständnis der Unwissenheit. "Ich weiß, dass ich fast nichts weiß, und ich weiß kaum das"[28], möchte man zustimmend sagen. Sokrates stellt unter anderem die Forderung auf, dass der Staatsmann weise sein soll. Das bedeutet aus seiner Sicht, "dass der Staatsmann sich seiner eklatanten Unwissenheit voll bewusst sein soll", erläutert etwa Karl R. Popper.[29] Sokrates wirbt für intellektuelle Bescheidenheit, die das Motto "Erkenne dich selbst!" interpretiert als Appell: "Sei dir bewusst, wie wenig du weißt!"[30]

Popper erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass der Ausdruck "ich weiß" nur dann sprachlich korrekt verwendet sei, wenn er die folgenden drei Dinge impliziere: "erstens, die Wahrheit dessen, was ich zu wissen behaupte; zweitens, dessen Gewissheit; und drittens, das Vorliegen von zureichenden Gründen."[31] So entwirft Popper im Anschluss den klassischen Begriff des Wissens: "Dieser klassische Begriff des Wissens impliziert die Wahrheit und Sicherheit des Gewussten; auch, dass wir hinreichende Gründe für unser Fürwahrhalten besitzen müssen."[32] Und genau dieser klassische Begriff vom Wissen ist es, der zu Grunde liegt, wenn Sokrates zitiert wird: "Ich weiß, dass ich fast nichts weiß – und ich weiß kaum das!"[33] Und es ist eben auch dieser klassische Wissensbegriff, den Johann Wolfgang von Goethe annimmt, wenn er seinen Faust sagen lässt:

"Habe nun, ach! Philosophie,

Juristerei und Medizin,

Und leider auch Theologie!

Durchaus studiert, mit heißem Bemühn.

Da steh ich nun, ich armer Tor!

Und bin so klug als wie zuvor;"[34]

"Mit heißem Bemühn" hat Faust studiert, wie er selbst sagt. Dahinter verbirgt sich das heute sprichwörtlich gewordene faustische Streben nach Wissen und Erkenntnis. Eben die Sehnsucht, zu erkennen, "was die Welt im Innersten zusammenhält".[35] In diesen Zeilen zeigen sich bereits Parallelen zum cusanischen Wissens-Verständnis. Diese treten jedoch noch deutlicher zu Tage, wenn wir Faust weiter sprechen lassen:

"Heiße Magister, heiße Doktor gar,

Und ziehe schon an die zehen Jahr

Herauf, herab und quer und krumm

Meine Schüler an der Nase herum –

Und sehe, dass wir nichts wissen können!

Das will mir schier das Herz verbrennen."[36]

"Und sehe, dass wir nichts wissen können", sagt Faust, der paradoxerweise erkannt hat, dass er eben nichts letztlich sicher erkennen und wissen kann. Das ist des Pudels Kern: Faust hat im sehnsüchtigen Streben nach Wissen eingestanden, dass er nichts weiß. Und Cusanus würde entgegnen: "Das ist die belehrte Unwissenheit, die wir gesucht haben."[37]

3.2. Die cusanische Erkenntnistheorie

Zu Beginn aller Erkenntnis steht für Cusanus die Sehnsucht. Er "sieht die Wurzeln des unendlichen Verlangens in der Natur des Geistes selbst"[38] und verbindet "darüber hinaus dieses Verlangen mit der welthaften Existenz"[39] des Menschen.

"Gott hat (...) allen Wesen eine natürliche Sehnsucht nach der gemäß den Bedingungen ihrer Natur vollkommenen Daseinsweise eingegeben."[40] Ein ihrem Lebenszweck entsprechendes Erkenntnisvermögen sei den Menschen angeboren, "auf dass ihr Bemühen nicht ins Leere gehe und in der erstrebten Vollendung der ihnen eigenen Natur zur Ruhe kommen könne".[41] Das Erkenntnisvermögen des Menschen umfasst nach Cusanus drei Stufen. Erstens Sinn (sensus), zweitens Verstand (ratio) und drittens Vernunft (intellectus).[42]

[...]


[1] Vgl. u. a.: Volpi, Franco / Nida-Rümelin, Julian (Hg.): Lexikon der philosophischen Werke. Stuttgart: Alfred Kröner Verlag 1988 (= Kröners Taschenausgabe, Band 486), S. 101. Im Folgenden: Volpi.

[2] Volpi, S. 101.

[3] Vgl. Volpi, S. 101f.

[4] Totok, Wilhelm: Handbuch der Geschichte der Philosophie. Band 2: Mittelalter. Frankfurt/Main 1973, S. 601. Im Folgenden Totok.

[5] Totok, S. 601.

[6] Josef Stallmach bezeichnet etwa die cusanische Schrift Der Friede im Glauben als "Toleranz-Schrift". Vgl. dazu: Stallmach, Josef: Einheit der Religion – Friede unter den Religionen. Zum Ziel der Gedankenführung im Dialog "Der Friede im Glauben". In: Haubst, Rudolf (Hg.): Der Friede unter den Religionen nach Nikolaus von Kues. Akten des Symposions in Trier vom 13. bis 15. Oktober 1982. Mainz: Matthias-Grünewald-Verlag 1984 (= Mittelungen und Forschungsbeiträge der Cusanus-Gesellschaft, Band 16), S. 61 – 75. Im Folgenden: Stallmach (Einheit der Religion), hier: S. 63. In diesem Zusammenhang vergleicht Stallmach auch die Theologie der Religionen mit Utopia von Thomas Morus. Er schreibt in Fußnote 10 (S. 63): "Im Unterschied zu der gut ein halbes Jahrhundert später entstanden Utopia (1516) des (nach seinem gewaltsamen Tode heilig gesprochenen) THOMAS MORUS (1480-1535), der in der 'utopischen' Schilderung seines Idealstaates auch das Idealbild eines 'Friedens im Glauben' entwirft. Dabei finden sich zwar auch manche Anklänge an die cusanische Vision, im ganzen [sic!] tritt jedoch die 'Wahrheitsfrage' der unitas, der einen wahren Religion und der zukünftigen Einheit der Menschheit in der einen wahren Universalreligion (die für Cusanus bei aller Großzügigkeit in der Tolerisierung verschiedener 'Riten' – vgl. De pace 16, N. 60; S. 56, Z. 13-19; 18, N. 66; S. 61, Z. 5-9 – nur die christliche sein kann) ganz zurück von der Lebensfrage der pax (unter Menschen verschiedener Religionen)."

[7] Vgl. Kues, Nikolaus von: Die belehrte Unwissenheit. Buch I. Lateinisch-deutsche Parallelausgabe. Übersetzt und mit Vorwort herausgegeben von Paul Wilpert. 4., erweiterte Auflage, besorgt von Hans Gerhard Senger. Hamburg: Felix Meiner Verlag 1994 (= Philosophische Bibliothek, Band 264a / Schriften des Nikolaus von Kues in deutscher Übersetzung, Heft 15). Im Folgenden: DDI, I. Hier: DDI, I, Kapitel 25.

[8] Bretz, Martina: Die wunderbare Leichtigkeit des Schweigens. Zum 600. Geburtstag des Nikolaus von Kues. Beitrag vom 19.05.2002. Im Internet unter: www.berlinonline.de. Aus dem Online-Archiv der Berliner Zeitung (12.07.2002). Im Folgenden: Bretz, hier S. 2.

[9] Bretz, S. 2.

[10] DDI, I , 1. Das erste Kapitel des ersten Bandes gilt als Widmung des Autors an Kardinal Julian Cesarini.

[11] Kues, Nikolaus von: Die belehrte Unwissenheit. Buch III. Lateinisch-deutsche Parallelausgabe. Zweite, verbesserte Auflage, übersetzt und mit Einleitung, Anmerkungen und Register herausgegeben von Hans Gerhard Singer. Mit einem Anhang zur Geschichte der Überlieferung der Docta ignorantia von Raymond Klibansky. Hamburg: Felix Meiner Verlag 1999 (= Philosophische Bibliothek, Band 264c / Schriften des Nikolaus von Kues in deutscher Übersetzung, Heft 15). Im Folgenden: DDI, III, hier: Brief des Autors an den Herrn Kardinal Julian.

[12] Vgl. dazu Koch, J.: Die Ars coniecturalis des Nikolaus von Kues. Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, Geisteswissenschaften Heft 16, Köln-Opladen 1956 und: Wilpert, P.: Kontinuum oder Quantensprung bei Nikolaus von Kues, Wissenschaft und Weltbild 16 (1963), S. 102-112.

[13] DDI, III, Brief des Autors an Kardinal Julian Cesarini.

[14] Ebd.

[15] Ebd.

[16] Ebd.

[17] Vgl. dazu u. a. im Internet: www.uni-siegen.de/~ifan/ungewu/heft6/node6.html (12.07.2002).

[18] DDI, I, 2 (S. 11).

[19] Ebd.

[20] DDI, I, 2 (S. 13).

[21] DDI, I, 2 (S. 13).

[22] DDI, I, 2 (S. 13).

[23] DDI, I, 2 (S. 13).

[24] DDI, I, 26 (S. 113).

[25] Volpi, S. 101.

[26] Volpi, S. 101. Der Titel der 1862 erschienenen deutschen Ausgabe des Werkes.

[27] Zitiert nach: Lauxmann, Frieder: Der philosophische Garten. 33 Spaziergänge durch Denklandschaften. München: Nymphenburger 1995, S. 47. Im Folgenden: Lauxmann.

[28] Zitiert nach: Popper, Karl R.: Auf der Suche nach einer besseren Welt. Vorträge und Aufsätze aus dreißig Jahren. München/Zürich: Piper Verlag 1999, hier S. 44. Im Folgenden: Popper.

[29] Popper, S. 43.

[30] Ebd.

[31] Popper, S. 44.

[32] Ebd.

[33] Ebd.

[34] Goethe, Johann Wolfgang von: Faust. Der Tragödie erster Teil. Stuttgart: Reclam 1995 (= Universal-Bibliothek, Nummer 1). Im Folgenden: Faust, hier Vers 354 – 359 (S. 13).

[35] Faust, Verse 382/383 (S. 13).

[36] Faust, Verse 360 – 365 (S. 13).

[37] DDI, I, 26 (S. 113).

[38] Hoffmann, Fritz: Die unendliche Sehnsucht des menschlichen Geistes. In: Haubst, Rudolf (Hg.) : Das Sehen Gottes nach Nikolaus von Kues. Akten des Symposions in Trier vom 25. bis 27. September 1986. Trier: Paulinus-Verlag 1989 (= Mitteilungen und Forschungsbeiträge der Cusanus-Gesellschaft, Band 18), S. 69 – 86. Im Folgenden: Hoffmann, hier S. 70. Hoffmann beginnt sein Referat mit dem das cusanische Denken bekundenden Satz: "In der Natur des menschlichen Geistes lebt ein starkes Verlangen nach dem Unendlichen." (S. 69).

[39] Hoffmann, S. 70.

[40] DDI, I, 1 (S. 4).

[41] DDI, I, 1 (S. 4).

[42] Vgl. DDI I, 4 (S. 17).

Details

Seiten
47
Jahr
2002
ISBN (eBook)
9783638148702
ISBN (Buch)
9783656246527
Dateigröße
734 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v7708
Institution / Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg – Philosophie I
Note
gut
Schlagworte
Cusanus Nikolaus von Kues Cusanus "Die belehrte Unwissenheit" "De docta ignorantia" Wissensbegriff

Autor

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Titel: Der Wissensbegriff in  De docta ignorantia  (Die belehrte Unwissenheit) von Nikolaus von Kues