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Außenseiter im Sportunterricht

Hausarbeit 2001 11 Seiten

Didaktik - Sport, Sportpädagogik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wie werden Kinder zu Außenseitern?
2.1 Ein Unterrichtsbeispiel
2.2 Ein Lösungsversuch

3. Auswirkungen auf die Persönlichkeit des Kindes

4. Schlussbemerkung

5.Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Es gibt sie fast in jeder Klasse. Diejenigen Schülerinnen und Schüler, für die das Fach Sport eine organisierte Veranstaltung körperlichen Versagens, peinlicher Selbstdarstellung und sozialer Isolation bedeutet. Ihnen fehlt die im Sportunterricht geforderte Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer und Koordination. Oftmals sind sie übergewichtig. Auch wenn diese SchülerInnen sich im Sportunterricht bemühen, bleiben sie oft weit hinter dem durchschnittlichen motorischen Niveau ihrer Klasse zurück. In der sportwissenschaftlichen Literatur werden sie als „leistungsschwach“ bezeichnet. In der Umgangssprache von MitschülerInnen heißen sie oftmals schlichtweg <Sportflaschen>. Dass es Menschen gibt, die an der eigenen Lieblingsveranstaltung keinen Spaß haben, erscheint vielen Sportbegeisterten unverständlich. Eine Beschäftigung mit den Ursachen der Unsportlichkeit oder einfühlende Interaktionen bleiben im Kontext des Sportunterrichts häufig aus. Die <Sportflaschen> dienen der spontanen Erheiterung, wenn sie bei der Rolle vorwärts wie ein Maikäfer auf dem Rücken liegen bleiben.

In dieser Arbeit werde ich mich mit Hilfe von Fachliteratur damit beschäftigen, wie Kinder überhaupt zu Außenseitern werden können und wie man dem entgegenwirken kann. Außerdem möchte ich versuchen, mögliche Auswirkungen auf die Persönlichkeit des Kindes zu verdeutlichen.

2. Wie werden Kinder zu Außenseitern?

„Als Außenseiter gelten zum einen solche Schüler, die von ihren Klassenkameraden abgelehnt bzw. nicht beachtet werden, zum anderen solche, die aufgrund ihrer körperlichen Verfassung dem Anspruch des Sportunterrichts im motorischen Bereich nur schwer genügen.“( REHS 1983, 27)

Um eine genaue Charakterisierung von Außenseitern im Sportunterricht zu geben, müssen zuerst einmal genaue Merkmale ausfindig gemacht werden. Eine typische Situation, in der sich für die Betroffenen die Ablehnung durch ihre Klassenkameraden zeigt, scheint beim Zusammenstellen von Mannschaften im Sportunterricht zum Zwecke der Durchführung von Sportspielen vorzuliegen.

Doch wodurch kennzeichnen sich Außenseiter?

- Kennzeichnen sie sich durch Merkmale, die ihre Beziehung zum Sport widerspiegeln?
- Oder dadurch, dass sie von Lehrern und Mitschülern im Vergleich zu den restlichen Klassenkameraden unterschiedlich behandelt und beurteilt werden?
- Weisen Außenseiter etwa ein besonderes soziales Verhalten auf? (vgl. REHS 1983, 28)

Um die Situation von Außenseitern im Sportunterricht zu beschreiben, sollte man nicht nur von ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit ausgehen, sondern auch psychische und pädagogische Konstellationen berücksichtigen. (vgl. REHS 1983, 29)

In den meisten Fällen haben Außenseiter keine besondere Beziehung zum Sport. Das drückt sich nicht nur durch Desinteresse im Sportunterricht selbst aus. Außenseiter zeigen meist auch wenig Interesse für den Sport im Alltag, d. h. sie interessieren sich wenig für sportliche Ereignisse, wie z. B. die Olympiade.

Als potentielle Außenseiter im Sportunterricht gelten auch diejenigen, die nach GROTEFENT (1969, 8 zit. REHS 1983, 41)

„ durch konstitutionelle Schwächen oder entwicklungsbedingte Störungen psychischer oder physischer Art in ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit unter dem Durchschnitt ihrer Alterskameraden liegen.“

Somit können sie den Anforderungen des Sportunterrichts nur bedingt genügen.

[...]

Details

Seiten
11
Jahr
2001
ISBN (eBook)
9783638149174
Dateigröße
476 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v7772
Institution / Hochschule
Universität Bielefeld – Fakultät für Sportwissenschaft
Note
gut
Schlagworte
Außenseiter Sportunterricht

Autor

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Titel: Außenseiter im Sportunterricht