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Kurzfristige Erfolgsrechnung in der Kostenrechnung - Abgrenzung von der Gewinn- und Verlustrechnung

Seminararbeit 2006 25 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Darstellungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Arbeit

2. Erfolgsrechnung im internen und externen Rechnungswesen
2.1 Internes Rechnungswesen
2.1.1 Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung
2.1.1.1 Kostenträgerstückrechnung
2.1.1.2 Kostenträgerzeitrechnung
2.1.2 Betriebsergebnisrechnung (Kurzfristige Erfolgsrechnung)
2.2 Externes Rechungswesen
2.2.1 Gewinn- und Verlustrechnung
2.2.2 Bilanz

3. Verfahren der Erfolgsrechnung
3.1 Kurzfristige Erfolgsrechnung
3.1.1 Gesamtkostenverfahren
3.1.2 Umsatzkostenverfahren
3.1.2.1 Umsatzkostenverfahren auf Vollkostenbasis
3.1.2.2 Umsatzkostenverfahren auf Teilkostenbasis
3.2 Gewinn- und Verlustrechnung
3.2.1 Gesamtkostenverfahren
3.2.2 Umsatzkostenverfahren

4. Abgrenzung kurzfristige Erfolgsrechnung / Gewinn- und Verlustrechnung

5. Fazit

Literaturverzeichnis

Darstellungsverzeichnis

Darst. 1: Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung

Darst. 2: Die kurzfristige Erfolgsrechnung als Verknüpfung von Erlös- und Kostenrechnung

Darst. 3: Umsatz- und Gesamtkostenverfahren im Vergleich

Darst. 4: Unterscheidungsmerkmale und Einsatzfelder von GKV und UKV

Darst. 5: Mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung

Darst. 6: Gewinn- und Verlustrechnung nach dem GKV / UKV

Darst. 7: Formen der Erfolgsrechnung im Rechnungswesen

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

Mit den Begriffen „kurzfristige Erfolgsrechnung“ und „Gewinn- und Verlustrechnung“ werden zwei Rechenkreise des Rechnungswesens beschrieben. Der erstgenannte Begriff ist dem internen und der zweite dem externen Rechnungswesen zuzuordnen.

Bereits die Unterscheidung in internes und externes Rechnungswesen macht deutlich, dass sich zwei gegensätzliche Rechenkreise gegenüberstehen. Während die kurzfristige Erfolgsrechnung auf unternehmensinterne Fragestellungen ausgerichtet ist, wendet sich die Gewinn- und Verlustrechnung an unternehmensexterne Adressaten. Damit verfolgen beide Rechenkreise unterschiedliche Zielsetzungen und bedienen sich hierzu unterschiedlicher Instrumente.[1]

Im Folgenden soll dargestellt werden, wie sich die kurzfristige Erfolgsrechnung und die Gewinn- und Verlustrechnung charakterisieren.

1.2 Gang der Arbeit

Im zweiten Kapitel wird die Erfolgsrechnung sowohl des internen als auch des externen Rechnungswesens kurz erläutert. Beim internen Rechnungswesen wird dargestellt, wie man ausgehend von der Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung zur kurzfristigen Erfolgsrechnung gelangt. Beim externen Rechnungswesen wird neben der Gewinn und Verlustrechnung (Erfolgsrechnung) auch kurz auf die Bilanz eingegangen, in welche das Ergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung eingeht. Darauf aufbauend werden dann im dritten Kapitel Verfahren erläutert, die bei der Erfolgsrechnung des internen und externen Rechnungswesens angewendet werden. Abschließend behandelt das vierte Kapitel die Abgrenzung der kurzfristigen Erfolgsrechnung gegenüber der Gewinn und Verlustrechnung, indem dort Unterschiede der beiden aufgezeigt werden. Im fünften Kapitel wird ein Fazit gezogen und ein Ausblick gegeben.

2. Erfolgsrechnung im internen und externen Rechnungs- wesen

2.1 Internes Rechnungswesen

2.1.1 Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung

Die Kostenartenrechnung dient der Erfassung und Gliederung aller Kostenarten (z.B. Material-, Personalkosten…) je Abrechnungsperiode. Die meisten Beträge erhält man aus der Finanzbuchhaltung als Grundkosten. Außerdem werden Zusatzkosten hinzugefügt (z.B. kalkulatorische Eigenkapitalzinsen…) bzw. es werden gewisse Aufwandspositionen umbewertet (Anderskosten, z.B. kalkulatorische Abschreibungen…).[2]

Die Kostenstellenrechnung dient der Verteilung der Gemeinkosten auf die Betriebsbereiche, in denen sie angefallen sind (Kostenstellen).[3]

Die Kostenträgerrechnung dient der Ermittlung der Kosten (Selbstkosten) für einen Kostenträger (z.B. Produkt, Kunde, …). Dazu bedient sie sich der Kostenartenrechnung (Einzelkosten) und der Kostenstellenrechnung (anteilige Gemeinkosten).[4] Sie wird in die Kostenträgerstück- und Kostenträgerzeitrechnung unterteilt. Zusammenfassend soll Darst. 1 einen bildlichen Überblick geben:

Darst. 1: Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung

Quelle: Huch /Behme / Ohlendorf, Controlling, S. 16

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.1.1.1 Kostenträgerstückrechnung

Die Kostenträgerstückrechnung findet man in der Literatur auch unter den Synonymen Kalkulation oder Selbstkostenrechnung.

Zielsetzung ist es, die Kosten einer einzelnen Leistungseinheit (z.B. Produkt…) zu ermitteln. Dabei werden die Einzelkosten der einzelnen Leistungseinheit direkt zugerechnet und die Gemeinkosten unter Verwendung von Kalkulationssätzen verrechnet. Abhängig von dem Zeitpunkt der Kalkulation spricht man von Vor-, Zwischen- oder Nachkalkulation.[5] Es wird zwischen verschiedenen Kalkulationsverfahren unterschieden: Divisionskalkulation, Äquivalenzziffernkalkulation, Zuschlags- und Bezugsgrößenkalkulation, Maschinensatzrechnung und Kuppelkalkulation.[6]

2.1.1.2 Kostenträgerzeitrechnung

Die Kostenträgerzeitrechnung wird in der Literatur auch als kurzfristige Erfolgsrechnung bezeichnet.[7]

Im Gegensatz zur Kostenträgerstückrechnung werden alle insgesamt angefallenen Kosten der jeweiligen Kostenträger innerhalb einer Abrechnungsperiode errechnet. In Betrieben, in denen nur ein Produkt hergestellt wird, ist sie zugleich auch Kostenträgerstückrechnung.[8]

2.1.2 Betriebsergebnisrechnung (Kurzfristige Erfolgsrechnung)

Für die Betriebsergebnisrechnung kann man auf viele Synonyme wie kurzfristige oder kalkulatorische Erfolgsrechnung und Betriebserfolgsrechnung stoßen.

„Die zentrale Frage der kurzfristigen Erfolgsrechnung (Betriebsergebnisrechnung) lautet: >> Wie groß ist das Betriebsergebnis ? <<“[9] Dieses errechnet sich aus der Differenz zwischen Erlösen und Kosten, wie auch in Darst. 2 zu erkennen ist. Die Kosten kennen wir bereits aus der Kostenträgerzeitrechnung. Sie müssen nur noch den Erlösen der zu betrachtenden Periode gegenübergestellt werden. Der dabei betrachtete Periodenzeitraum geht selten über einen Monat hinaus. Dies ermöglicht eine zeitnahe Kontrolle und eventuelle Korrekturen können schnell veranlasst werden. Darüber hinaus hat die Betriebsergebnisrechnung zur Aufgabe, das Betriebsergebnis nach Produktarten und Produktgruppen aufzuschlüsseln. Dadurch soll sie aufzeigen, in welchem Umfang die verschiedenen Produkttypen zum Gesamtergebnis beigetragen haben.[10]

[...]


[1] Vgl. Jonen / Lingau, Konvergenz, 2004, S. 1.

[2] Vgl. Weber, Controlling, 2004, S. 196.

[3] Vgl. Huch / Behme / Ohlendorf, Controlling, 1997, S. 17.

[4] Vgl. Weber, Controlling, 2004, S. 197.

[5] Vgl. Arentzen (Red.), Gabler, 2006, S. 187.

[6] Vgl. Schweitzer / Küpper, Systeme, 1998, S. 166 ff..

[7] A.M. Heinhold, Erfolgsrechnung, 1998, S. 394, welcher die Nichtberücksichtigung der Erlösseite bemängelt.

[8] Vgl. Becker, Ergebnisrechnung, 1998, S. 191.

[9] Heinhold, Erfolgsrechnung, 1998, S. 35.

[10] Vgl. Heinhold, Erfolgsrechnung, 1998, S. 395 ff..

Zusammenfassung

Mit den Begriffen „kurzfristige Erfolgsrechnung“ und „Gewinn- und Verlustrechnung“ werden zwei Rechenkreise des Rechnungswesens beschrieben. Der erstgenannte Begriff ist dem internen und der zweite dem externen Rechnungswesen zuzuordnen. Bereits die Unterscheidung in internes und externes Rechnungswesen macht deutlich, dass sich zwei gegensätzliche Rechenkreise gegenüberstehen. Während die kurzfristige Erfolgsrechnung auf unternehmensinterne Fragestellungen ausgerichtet ist, wendet sich die Gewinn- und Verlustrechnung an unternehmensexterne
Adressaten. Damit verfolgen beide Rechenkreise unterschiedliche Zielsetzungen und bedienen sich hierzu unterschiedlicher Instrumente.
Im Folgenden soll dargestellt werden, wie sich die kurzfristige Erfolgsrechnung und die Gewinn- und Verlustrechnung charakterisieren.

Im zweiten Kapitel wird die Erfolgsrechnung sowohl des internen als auch des
externen Rechnungswesens kurz erläutert. Beim internen Rechnungswesen
wird dargestellt, wie man ausgehend von der Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung zur kurzfristigen Erfolgsrechnung gelangt. Beim externen Rechnungswesen wird neben der Gewinn und Verlustrechnung (Erfolgsrechnung) auch kurz auf die Bilanz eingegangen, in welche das Ergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung eingeht. Darauf aufbauend werden dann im dritten Kapitel Verfahren erläutert, die bei der Erfolgsrechnung des internen und externen Rechnungswesens angewendet werden. Abschließend behandelt das vierte Kapitel die Abgrenzung der kurzfristigen Erfolgsrechnung gegenüber der Gewinn und Verlustrechnung, indem dort Unterschiede der beiden aufgezeigt werden. Im fünften Kapitel wird ein Fazit gezogen und ein Ausblick gegeben.

Details

Seiten
25
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638839570
ISBN (Buch)
9783638839389
DOI
10.3239/9783638839570
Dateigröße
4.2 MB
Sprache
Deutsch
Institution / Hochschule
Hochschule Koblenz (ehem. FH Koblenz)
Erscheinungsdatum
2007 (Oktober)
Note
1,3
Schlagworte
Erfolgsrechnung Kostenrechnung kurzfristige Erfolgsrechnung GuV Gewinn- und Verlustrechnung Internes Rechnungswesen Externes Rechnungswesen Kurzfristige Erfolgsrechnung GKV UKV Kostenartenrechnung Kostenträgerrechnung Kostenstellenrechnung Kostenträgerstückrechnung Kostenträgerzeitrechnung Bilanz Gesamtkostenverfahren Umsatzkostenverfahren Vollkosten Teilkosten
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