Lade Inhalt...

Didaktisches Handeln in der Erwachsenenbildung

Hausarbeit 2007 12 Seiten

Pädagogik - Erwachsenenbildung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Methodik

3 Didaktik
3.1 Perspektiven der Didaktik
3.2 Modelle der Didaktik

4 Didaktische Theorien
4.1 Bildungstheoretische Didaktik
4.2 Curriculumstheoretische Didaktik
4.3 Identitätstheoretische Didaktik
4.4 Animationsdidaktik

5 Fazit

6 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Methodik und Didaktik sind zentrale Schlüsselbegriffe, sowohl in der Erwachsenenbildung als auch in der Schulpädagogik. Obwohl dies so ist, sind die beiden Begriffe häufig ungenau definiert und für den Betrachter auf den ersten Blick unscharf geblieben.[1] Es bot sich also an, diese Thematik in dem Seminar „Ausgewählte Themen der Erwachsenenbildung“ genauer zu beleuchten, um so einige Aspekte der Methodik und Didaktik in der Erwachsenenbildung vorzustellen und zu diskutieren. Da sich Methodik und Didaktik in der Praxis nicht voneinander trennen lassen, habe ich mich entschlossen zunächst die Methodik anzusprechen, um anschließend deutlich intensiver die Didaktik zu behandeln. Dies soll nun im Verlauf dieser schriftlichen Ausarbeitung in gleicher Art und Weise geschehen. Neben den verschiedenen Auffassungen von Didaktik werden einige unterschiedliche Modelle der Didaktik vorgestellt, um im weiteren Verlauf die Bedeutung der didaktischen Theorien für die Erwachsenenbildung zu analysieren.

2 Methodik

„Methodik ist die Lehre von den Methoden und ihrer Anwendung zur Durchsetzung von pädagogischen Zielvorstellungen.“[2] Der Begriff an sich hat seinen Ursprung in dem griechischen Wort „methodos“, welches das Vorgehen oder Verfahren in bestimmten Handlungen beschreibt. Die Methodik ist also die Theorie aller Methoden. Mit ihrer Hilfe versucht der Unterrichtende die erwarteten Ziele zu erreichen. Dazu entwickelten sich im Laufe der Jahre neben der allgemeinen Methodik eine Reihe von fachspezifischen Methodiken, die sich auf speziellere Unterrichtsgruppen konzentrieren und so effizienter angewendet werden können.[3]

In der Erwachsenenbildung spielt der Einsatz von Methoden zur Gestaltung des Unterrichts eine besonders wichtige Rolle. Sie erfüllen dabei zwei hauptsächliche Funktionen. Zum einen sind sie „Mittel zur optimalen und effektiven Vermittlung von Inhalten“[4], zum anderen dienen sie als ein „Weg oder sogar als Ausgangspunkt möglicher sozialer Kommunikation.“[5]

Bei der Wahl der Methodik durch den Lehrenden ist es hilfreich zunächst eine Analyse der Lerngruppe vorzunehmen und die Methoden an mögliche Lernziele und Inhalte anzupassen. Betrachtet man Seminare aus dem Bereich der Erwachsenenbildung, so ist im Verlauf der letzten 100 Jahre eine methodische Trendwende deutlich erkennbar. Während in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Unterrichte vornehmlich aus Referaten und Vorträgen bestanden, änderte sich die Methodik im Verlauf der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts mehr und mehr in eine Unterrichtsform, die geprägt ist durch die aktive Mitarbeit der Lernenden.[6]

In der Erwachsenenbildung unterscheidet man drei Hauptformen der Methodik. Neben den stark input-orientierten Methoden, die hauptsächlich der Vermittlung von Inhalten dienen, gibt es die reflexorientierten Methoden, die ein gemeinsames Erarbeiten von Inhalten fördern und die übungsorientierten Methoden, deren Hauptziel das individuelle Erlernen und Festigen vorher erarbeiteter Inhalte ist.[7]

Der Lehrvortrag bzw. das Referat oder die Podiumsdiskussion sind die gängigsten Methoden in der Gruppe der input-orientierten Methodik. Zur Gruppe der reflexorientierten Methoden zählen vor allem die fragend-entwickelnde Methode, die Diskussion, die Gruppenarbeit, das Brainstorming und das Planspiel. Dies sind Methoden, die eine intensive Mitarbeit der Teilnehmer fordern. Die übungsorientierten Methoden sind geprägt durch intensive Einzelarbeit. Zu ihnen gehört unter anderem die Stillarbeit, der Drill oder das Selbstlernen.[8]

3 Didaktik

Bei der Didaktik handelt es sich um die Wissenschaft des Lehrens bzw. die Theorie des Unterrichts. Der Begriff hat seinen Ursprung in dem griechischen Wort „didaskein“, das sich mit „lehren“ oder „unterrichten“ übersetzen lässt.[9]

Methodik und Didaktik sind eng miteinander verknüpft. „In der Erwachsenenbildung, wie in der Schule, können inhaltliche Entscheidungen nicht von methodischen Erwägungen getrennt werden. Ein effizienter, adressatenbezogener Unterricht mit Erwachsenen ist nur dann möglich, wenn beide Faktoren den gleichen Stellenwert bei der Planung, Durchführung und Evaluation besitzen.“[10] Dabei ist die methodische Planung immer abhängig von der didaktischen Inhaltsplanung. Diese wird wiederum durch die Methodik in die Praxis umgesetzt.

[...]


[1] Vgl. Siebert 2003. S. 1

[2] Kuypers, Leyendecker 1982. S.20

[3] Vgl. Schaub, Zenke 2004. S. 383f

[4] Kuypers, Leyendecker 1982. S.20

[5] Kuypers, Leyendecker 1982. S.20

[6] Kuypers, Leyendecker 1982. S.21

[7] Vgl. Kuypers, Leyendecker 1982. S.22

[8] Vgl. Kuypers, Leyendecker 1982. S.22ff

[9] Vgl. Schaub, Zenke 2004. S. 152

[10] Kuypers, Leyendecker 1982. S. 40

Details

Seiten
12
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783638876278
Dateigröße
407 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v80555
Institution / Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Note
2,0
Schlagworte
Didaktisches Handeln Erwachsenenbildung Ausgewählte Themen

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Didaktisches Handeln  in der Erwachsenenbildung