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Ursachen für Unterschiede in der Lebenserwartung zwischen Männern und Frauen

Studienarbeit 2007 15 Seiten

Gesundheit - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die historische Gewichtung auf die Gesundheit von Mann und Frau
2.1 Die allgemeine Gesundheitsentwicklung der Frau
2.2 Die allgemeine Gesundheitsentwicklung des Mannes

3. Der biologische Einfluss

4. der nicht-biologische (äußere) Einfluss

5. Geschlechterunterschiede der Lebenserwartung im Ländervergleich

6. Fazit

Literaturangaben

1. Einleitung

Der aktuelle Wissensstand der heutigen Industriegesellschaft ist im Bezug auf Gesundheit immer noch ausbaufähig .Dennoch lässt er sich in zwei Kategorien einteilen, welche die Hauptursache für die den enormen Unterschiede in der Lebenserwartung von Männern und Frauen sind, das Alter und das Geschlecht. Diese beiden Faktoren stehen wiederum im Zusammenhang mit „dem Gesellschaftssystem, seiner Wirtschafts-, Sozial- und Gesundheitspolitik im jeweiligen historischen Kontext“ (Hradil 1994, zitiert aus Vogt, I. 2006, S.157)

In meiner Hauarbeit beschäftige ich mich hauptsächlich mit den Ursachen, die zu den Unterschieden in der Lebenserwartung von Männern und Frauen führen. Hierbei tragen nicht nur biologische Faktoren, sondern ebenso die nicht-biologischen Faktoren, wie beispielsweise die Ernährung und der gesamte Lebensstiel dazu bei, wie lange der Mensch lebt und welche schwerwiegende Krankheit ihn letztendlich aufsucht.

Außerdem beschäftige ich mich mit der Veränderung der Lebenserwatung im Laufe der Zeit. Zwar ist die diese innerhalb der letzten Jahrzehnte für beide Geschlechter sehr weit nach oben gestiegen, dennoch bleibt der Unterschied von sechs Jahren zugunsten der Frauen weiterhin bestehen.

Doch nicht nur im Laufe der Zeit haben sich einige Unterschiede bemerkbar gemacht, auch innerhalb verschiedener Regionen gibt es starke Differenzen, sowohl im Bezug auf die Lebenserwartung allgemein, als auch auf die Unterschiede zwischen Männern und Frauen.

2. Die historische Gewichtung auf die Gesundheit von Mann und Frau

Der Kenntnisstand der gegenwärtigen Industriegesellschaft über ihre Gesundheit ist bis zum heutigen Tag nicht genügend ausgeprägt. Trotz allem lässt sich der Gesundheitsstand nach zwei Kategorien beurteilen, dem Geschlecht und dem Alter. ( vgl. Hurrelmann/Laaser/Razum 2006)

Der Unterschied in der Lebenserwartung zwischen Männern und Frauen beträgt rund sechs Jahre und liegt zum größten Teil an den Geschlechterunterschieden, welche unterschiedlich ausgeprägt sind. Diese Unterschiede bergen ein Demographisches Rätsel und lassen nur mutmaßen, was sich dahinter verbirgt.

Seit über 250 Jahren ist bekannt, dass Frauen eine durchschnittlich längere Lebenserwartung haben gegenüber Männern. Diese Unterschiede haben sich im Laufe der Jahre immer wieder verändert, so betrug die Differenz im Jahre 1950 vier Jahre zugunsten der Frau und erhöhte sich bis Anfang der 80er Jahre auf ganze sechseinhalb Jahre. In den letzen zwei Jahrzehnten fanden jedoch keine weiteren großartigen Veränderungen auf (vgl. Gärtner, K/Luy, M./Mai, R. 2005)

Lenken wir unseren Blickwinkel nun auf die Todesursachen stellen wir fest, dass diese hauptsächlich Infektionskrankheiten, wie zum Beispiel Tuberkulose waren. Heutzutage liegt die Sterberate durch Infektionskrankheiten nur noch bei wenigen Prozent, denn Sie wurde durch Herz-Kreislauferkrankungen sowie Krebserkrankungen abgelöst, welche derzeitig Dominanz in den Sterbefällen aufweisen.

Dieser Umbruch der Todesursachen hatte einen Anstieg der Lebenserwartung zur Folge. (vgl. http://www.zdwa.de )

Wenn wir nun allein die Gesundheit der Frauen betrachten stellen wir fest, dass diese durch verschiedene Faktoren positiv beeinflusst wird. Eine alt hergebrachte Aufgabe der Frau ist es, sich um die Gesundheit ihrer Familienmitglieder zu sorgen, der Kinder ebenso wie der Erwachsenen. Sie übernehmen die gesamte Gesundheitsversorgung wobei sie zugleich mir professionell ausgebildeten Fachkräften, wie Ärzten, Krankenschwestern und Psychotherapeuten zusammenarbeiten (vgl. Vogt, I. 2006)

Somit hat sich die Frau während der gesamten Sozialisation eine gewisse Autorität in Gesundheitsfördernden Entscheidungen angeeignet, die Ärzte und professionelle Facharbeiter sehr zu schätzen wissen , denn ohne sie würde das ganze Gesundheitswesen nicht funktionieren. ( vgl. Vogt, I. 2006)

Daraus lässt sich schließen, dass Frauen auch somit ein größeres Interesse an Gesundheitsfördernden Maßnahmen aufweisen und versuchen, diese Lebensform ihren Familienmitgliedern vorzuleben.

Im Vergleich zur Frau versucht der Mann eine gewisse Härte in Sachen Krankheit zu zeigen.

Dieses geschieht jedoch nur in begrenztem Rahmen und bezieht nicht auf schwerer wiegende Krankheitssymptome. ( vgl. Vogt, I. 2006)

Betrachten wir nun Mann und Frau im Vergleich so stellen wir fest, dass die Gesundheit der Frau dadurch besser ausgeprägt ist, da sie nahezu jedes Anzeichen einer Krankheit erkennt und dieses versucht mit ärztlicher Unterstützung zu beseitigen, wobei der Mann hingegen Schmerzen und Leid bis zu einem gewissen Grad unterdrückt und ihm somit nicht die Möglichkeit besteht ihm zu helfen.

Dieses Phänomen ist jedoch nur eines der vielen die zu einer höheren Lebenserwatung der Frau beitragen.

Fixieren wir unseren Blickwinkel nun auf den Industrialisierungsfaktor stellen wir fest, dass es hier auch eine klare Rollenzuweisung für beide Geschlechter gibt.

Zwar hat sich die Rolle der Frau als Hausfrau und Mutter in den letzten Jahren stark gewendet, indem immer mehr Frauen die Position der Karrierefrau annehmen, dennoch ist es bewiesen, dass zwei Drittel aller sich im Berufsleben befindenden Frauen nach der Geburt ihres ersten Kindes sich voll und ganz ihrer Mutterrolle widmen und somit ihren Arbeitsplatz mindestens für ein Jahr aufgeben. Von diesem Augenblick an ist der Mann verpflichtet drei Personen im Haushalt zu versorgen und somit einem höheren Berufsstress ausgesetzt als zuvor (vgl. Eickenberg, H.U. 1/2003 in Blickpunkt DER MANN)

„Insgesamt ist es 43 mal wahrscheinlicher, dass eine Frau aus familiären Gründen für sechs Monate oder länger aus dem Berufsleben ausscheidet als ein Mann“ (Eickenberg, H.U. 1/2003 in Blickpunkt DER MANN S.7)

Nun könnte man sich die Frage stellen was die Berufswelt mit der Lebenserwartung gemein haben?

Eine plausible Antwort darauf ist der Stressfaktor.

Stress hat einen entscheidenden Einfluss auf Herz-Kreislauferkrankungen, welche sich bei den Männern besonders in frühen Jahren bemerkbar machen. So ist die deutlich höhere Lebenserwartung der Frauen (circa 6 Jahre) „ insbesondere auf die Frühsterblichkeit der Männer an Herz-Kreislauferkrankungen (v.a. Herzinfarkt)

zurückzuführen“ (vgl. Babitsch, B./Ducki, A./Maschewsky-Schneider, U. 2006, S.513)

2.1 Die allgemeine Gesundheitsentwicklung der Frau

Schon vor der Geburt scheinen Mädchen einen gewissen Vorteil gegenüber Jungen zu haben, denn auf sie fallen deutlich weniger Totgeburten als auf die männlichen Nachkommen.

Dieser Unterschied hebt sich jedoch nach circa einem Jahr auf und nun sind es hauptsächlich die Verhaltensweisen, die den Mädchen im Durchschnitt ein längeres Leben ermöglichen.

Mädchen verfügen über die Bereitwilligkeit „gesundheitsförderliche Botschaften auf- und anzunehmen“ (Vogt, I. 2006)

Ebenso weist das weibliche Geschlecht ein weniger aggressives Verhalten sowie eine weniger ausgeprägte Aktivitätsbereitschaft auf. Somit lässt sich möglicherweise die höhere Suizid- bzw. Unfallgefahr der Mädchen und Frauen erklären. Diese Sicherheit verdanken sie nicht nur ihren biologischen Faktoren sondern zugleich der „geschlechtspezifischen Sozialisation, die bestimmte Verhaltensdispositionen verstärkt“ (Vogt, I. 2006)

Wenden wir unseren Blick nun auf die Erziehung, stellen wir fest, dass auch hierbei eine unterschiedliche Umgehensweise mit beiden Geschlechtern zu sehen ist, wie zu Beispiel bei der Reinlichkeit. Mädchen werden von klein auf darauf konditioniert, auf ihre Körperhygiene zugleich aber auch auf die Körpersignale zu hören (vgl. Vogt, I. 2006).

Denkbar wäre es, das die stärker ausgeprägte Schmerzempfindlichkeit gegenüber dem männlichen Geschlecht auf diese Signale zurückzuführen sind, wie auch eine Studie belegt.

Laut Vogt entwickeln Mädchen gegenüber Schmerzen eine erhöhte Sensibilität, weil sie stärker auf ihre Körpersignale achten. Das differenzierte Empfinden beider Geschlechter ist also auf die Kindheit und die damit in Verbindung

[...]

Details

Seiten
15
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783638876582
Dateigröße
406 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v80597
Institution / Hochschule
Universität Bremen
Note
2,3
Schlagworte
Ursachen Unterschiede Lebenserwartung Männern Frauen

Autor

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Titel: Ursachen für Unterschiede in der Lebenserwartung zwischen Männern und Frauen