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Die Grablege Karls des Großen

Hausarbeit (Hauptseminar) 2007 34 Seiten

Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Karl der Große und Aachen

2. Tod und Grablege Karls des Großen
2.1. Der Tod Karls des Großen und sein Begräbnis im Spiegel zeitgenössischer Quellen
2.2. Der Sarkophag Karls des Großen
2.2.1. Die Frage nach der Sitzbestattung Karls des Großen
2.2.2. Der Persephonen- / Proserpinasarkophag von Aachen
2.3. Die Lage des ursprünglichen Grabes Karls des Großen in der Aachener Pfalzkirche
2.3.1. Die Theorien über die Lage des Karlsgrabes von 1620 bis heute
2.3.2. Die Schlüssigkeit der Theorien über die Lage des Grabes

3. Die Öffnung des Grabes durch Otto III

4. Die Öffnung des Grabes durch Friedrich I

5. Der Karlsschrein

Fazit

Literaturverzeichnis

Quellenverzeichnis

Anhang

Einleitung

Am 28. Januar des Jahres 814 starb Kaiser Karl der Große, einer der bedeutendsten Herrscher des Frankenreiches. Er wurde noch am gleichen Tag in der von ihm gestifteten Marienkirche zu Aachen beigesetzt. Doch obwohl sich um die Taten des Frankenherrschers bis heute zahlreiche Geschichten ranken, geriet die genaue Lage seines Grabes bald in Vergessenheit. Bevor Kaiser Otto III. das Grab seines berühmten Vorgängers im Jahre 1000 öffnen ließ, musste er es zunächst mühsam suchen lassen. Nach der Umbettung der Gebeine Karls in den Karlsschrein im Jahre 1215 verlor das ursprüngliche Grab vollends an Bedeutung und verschwand aus dem Bewusstsein der Menschen für Jahrhunderte.

Lange Zeit vermutete man das Grab in der Mitte des Oktogons der Aachener Marienkirche. Im 19. und 20. Jahrhundert schließlich begann man mit der systematischen Suche nach der ursprünglichen Grablege Karls des Großen. Sie gestaltete sich mühsam, denn die schriftlichen Quellen des 9. Jahrhunderts und späterer Zeiten nur wenig aufschlussreich sind und sich in vielen Details widersprechen. Auch die archäologischen Befunde sind nicht eindeutig und lassen vielerlei Spekulationen zu.

Ziel dieser Arbeit ist, die wichtigsten Theorien des späten 19. und des 20. Jahrhunderts über die Lage des Karlsgrabes zusammenzufassen und zu diskutieren. Dabei soll sowohl auf schriftliche Quellen als auch auf archäologische Befunde eingegangen werden, da eine sinnvolle Beschäftigung mit der Frage nur durch eine Kombination dieser beiden Disziplinen möglich ist.

Zunächst soll kurz auf die Frage eingegangen werden, welche Bedeutung Aachen für Karl den Großen zu seinen Lebzeiten hatte. Anschließend werden die gängigsten Theorien über die Lage des Grabes vorgestellt und auf ihre Schlüssigkeit überprüft. Danach folgt die weitere Geschichte des Karlsgrabes bis zur Umbettung der Gebeine des Kaisers im Jahre 1215 durch Friedrich II. in den Karlsschrein, in dem sie bis heute ruhen. In diesem Zusammenhang sollen auch die Graböffnung durch Otto III. im Jahre 1000 und die Heiligsprechung Karls 1165 durch Friedrich I. Barbarossa näher erläutert werden. Ein anschließender kurzer Abriss über den Karlsschrein soll das hier gezeichnete Bild abrunden.

1. Karl der Große und Aachen

In einer Urkunde aus dem Jahre 769 bekundet Karl der Große noch den Wunsch, nach seinem Tod in St.-Denis bestattet zu werden, wo schon sein Vater Pippin der Jüngere beigesetzt worden war.[1] Pippin selbst hielt sich zu Lebzeiten vorwiegend im Pariser Raum auf. Der bevorzugte Aufenthaltsort Karls des Großen jedoch verschob sich im Laufe seiner Herrschaft immer stärker zugunsten von Aachen.[2] Gemäß Einhard, dem Biografen Karls des Großen (ca. 770-840), gab der Frankenherrscher der Pfalz in Aachen wegen der dort vorhandenen heißen Quellen den Vorzug.[3] Karl ließ die Aachener Pfalz zu einer regelrechten Königs- bzw. Kaiserresidenz ausbauen, die den Vergleich mit dem Papstpalast in Rom oder dem Kaiserpalast in Byzanz nicht zu scheuen brauchte.[4] Die Bedeutung Aachens um 800 ist nicht zu unterschätzen. Die Forschungsliteratur spricht in diesem Zusammenhang von einem „zweiten Rom“, das Byzanz diese Stellung streitig machen sollte. Diese hervorgehobene Stellung wird noch durch die Marienkirche verdeutlicht, die Karl in Aachen erbauen ließ und die in ihrem Rohbau etwa 798 fertig gestellt wurde.[5] Einhard betrachtete die Marienkirche neben einer Rheinbrücke gar als das wichtigste Bauwerk, das Karl je hatte errichten lassen.[6] Die Tatsache, dass Karl der Große nach seinem Tod in der Aachener Marienkirche anstatt in St.-Denis, wie er es ursprünglich verfügt hatte, bestattet wurde, zeigt schon die Bedeutung Aachens für den Kaiser.

2. Tod und Grablege Karls des Großen

2.1. Der Tod Karls des Großen und sein Begräbnis im Spiegel zeitgenössischer Quellen

Mehrere zeitgenössische Quellen berichten über den Tod und die Bestattung Karls des Großen am 28. Januar des Jahres 814. Diese Schilderungen sind jedoch allesamt sehr knapp. Die beiden Biografen Ludwigs des Frommen, des Sohnes und Nachfolgers Karls des Großen, Thegan[7] und Astronomus[8] beispielsweise erwähnen die Ereignisse um den Tod Karls nur kurz. Thegan berichtet, der Kaiser sei in seinem 46. Herrschaftsjahr nach einem Bad von einem Fieber ergriffen worden. In den folgenden Tagen habe sich sein Zustand immer weiter verschlechtert, bis er schließlich gestorben sei. Die Bestattung des Kaisers erwähnt Thegan nur beiläufig. Er berichtet, Karl der Große sei in der Pfalzkirche zu Aachen beigesetzt worden.[9]

Der Bericht des Astronomus ist zwar auch knapp, birgt jedoch weitere Informationen hinsichtlich der Bestattung Karls. Er beschreibt zunächst kurz die Krankheit und den Tod des Kaisers in ähnlicher Weise wie schon Thegan.[10] Astronomus nennt zwar nicht den Ort der Bestattung, erwähnt aber dafür in einem Nebensatz die Personen, welche die Beisetzung initiiert haben. Hierbei habe es sich um die Kinder Karls und die Vornehmen des kaiserlichen Hofes gehandelt.[11] Ludwig der Fromme, der zu dieser Zeit nicht in Aachen gewesen sei, habe sich aus eigenen Mitteln nach seiner Ankunft an der Ausstattung des Grabmales beteiligt.[12]

Ausführlicher schildert Einhard das Geschehen. Auch er berichtet von der tödlich verlaufenden Fiebererkrankung Karls, welche in seiner Version durch Seitenschmerzen begleitet worden sei.[13] Einhard verschweigt jedoch ebenfalls den genauen Ablauf der noch am selben Tag erfolgten Bestattung des Kaisers. Er erzählt nur, der Körper sei gewaschen und hergerichtet und anschließend in der Kirche bestattet worden, wobei es zunächst Streit über den Ort der Beisetzung gegeben habe. Schließlich habe man sich auf die Pfalzkirche in Aachen als Bestattungsort geeinigt, da der Kaiser diese aus eigenen Mitteln erbaut hätte. Über dem Grab sei ein vergoldeter Bogen mit dem Bild Karls errichtet worden. Der Bogen habe zudem eine Inschrift getragen, die wie folgt gelautet habe: „Hier unten liegt der Leib Karls, des großen und rechtgläubigen Kaisers, der das Reich der Franken herrlich vergrößert und 47 Jahre hindurch glücklich regiert hat. Er starb als Siebzigjähriger im Jahre des Herrn 814, in der 7. Indiktion, am 28. Januar.“[14] Die Art und insbesondere den genauen Ort der Bestattung verschweigt Einhard jedoch.

Zusammengefasst liefern die zeitgenössischen schriftlichen Quellen folgende Informationen: Karl der Große zog sich im Januar 814 eine Fiebererkrankung zu, an der er einige Tage später am 28. Januar starb. Er wurde noch am gleichen Tag an einem nicht näher definierten Ort in der Pfalzkirche zu Aachen bestattet. Über dem Grab errichtete man einen vergoldeten Bogen mit einer Inschrift und einem Bildnis des Kaisers. Die Bestattung wurde von den Kindern Karls und den Vornehmen seines Hofes veranlasst.

2.2. Der Sarkophag Karls des Großen

2.2.1. Die Frage nach der Sitzbestattung Karls des Großen

Trotz der knappen Hinweise zur Bestattung Karls des Großen kann man aus dem Vokabular der Quellen auf eine Beisetzung in einem Erdgrab mit einem Sarkophag schließen.[15] Dennoch berichtet die im 11. Jahrhundert entstandene Chronik des Mönches Ademar von Chabannes (ca. 988-1034), Karl sei auf einem goldenen Thron sitzend beigesetzt worden.[16]

Im Jahr 1000 ließ Kaiser Otto III. (980-1002) das Grab Karls öffnen. Der Bischof von Merseburg Thietmar (975-1018) schildert in seinem Chronicon, Otto III. habe bei der Graböffnung den Körper Karls „in solio regio“ (nach früherer Übersetzung: „auf einem königlichen Thron“[17] ) vorgefunden.[18] Die Szene der Öffnung des Grabes beschreibt auch die im 11. Jahrhundert entstandene Chronik von Novalese aus der Sicht des Grafen von Lomello, der an diesem Ereignis teilgenommen haben soll. Statt zu liegen, wie es die Körper der Verstorbenen üblicherweise tun, sitzt Karl in der Schilderung des Grafen auf einem Thron, als ob er noch lebte.[19]

Die Theorie von Karl dem Großen, der auch noch mehr als dreihundert Jahre nach seinem Tod auf einem goldenen Thron saß, hielt sich über Jahrhunderte im Gedächtnis der Menschen. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann man diese Annahme anzuzweifeln.[20] Theodor Lindner entkräftet in seiner 1892 erschienenen Abhandlung über „Die Fabel von der Bestattung Karls des Großen“ die Argumente, die für eine Sitzbestattung Karls sprechen. Er bezweifelt die richtige Übersetzung des Ausdrucks „in solio regio“ bei Thietmar. Lindner kommt zu folgendem Schluss:

Daher bezeichnet „solium“ nicht einen gewöhnlichen Sitz an sich, sondern ein Geräth, welches nicht dem ausschliesslichen Zweck des Sitzens, sondern im Allgemeinen der Aufnahme des Körpers unter bestimmten Verhältnissen dient. Daher war es möglich, mit „solium“ die Badewanne und den Sarg zu bezeichnen. […] Sonach ist „solium“ keine engbegrenzte Bedeutung und der Gebrauch im Sinne von Todtenbehältniss ist erklärlich.[21]

Anschließend versucht Lindner durch Vergleiche mit anderen Textstellen bei Thietmar nachzuweisen, dass dessen „Sprachgebrauch […] also mit dem der alten Schriftwerke insofern überein[stimmt], dass er wusste, ,solium´ bezeichne nicht ausschließlich einen Thron“.[22] Weiterhin weist Lindner darauf hin, dass wenn „nicht der Novaleser und Ademar [vorlägen], kein Mensch […] auf den Gedanken gekommen [wäre], hier solium als Thron zu fassen.“[23] Dem Grafen von Lomello, aus dessen Perspektive die Novaleser Chronik die Graböffnung schildert, versucht Lindner seine Glaubwürdigkeit zu nehmen und erklärt, dieser sei „ein lustiger und geschickter Aufschneider, der seine Leute anmuthig zu belügen wusste.“[24] Auch Emil Pauls schließt in seinem zwei Jahre später erschienenen Artikel den Bericht des Grafen als ernstzunehmende Quelle aus, wenn auch aus anderen Gründen: „Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich indes bei dieser Erzählung weniger um eine unpassende Erdichtung, als vielmehr um die sagenhafte Ausschmückung einiger Körnchen Wahrheit.“[25] Auch die Aussagen Ademars entkräftet Lindner, indem er behauptet, „dass beider Erzählungen aus einem gemeinsamen Ursprunge, also in letzter Stelle aus dem Munde des Grafen von Lomello, geflossen seien“, auch wenn Ademar nichts von der Graböffnung durch Otto erwähnt, sondern eine Beschreibung der Bestattung Karls liefert.[26] Zudem merkt Lindner an, eine Sitzbestattung sei im Mittelalter nicht üblich gewesen.[27]

Die Ausführungen Lindners sowie weitere Quellenanalysen und archäologische Befunde zeigen, dass Karl der Große wohl nicht sitzend bestattet wurde sondern im Proserpinasarkophag, der sich bis heute im Aachener Dom befindet.[28]

2.2.2. Der Persephonen- / Proserpinasarkophag von Aachen

In der Aachener Domschatzkammer befindet sich ein antiker Kastensarkophag[29] aus Marmor, der heute von der Forschung als der Sarkophag angesehen wird, in dem Karl der Große nach seinem Tod bestattet wurde.[30] Der Sarkophag ist sehr kunstvoll gearbeitet mit einem vielfigurigen Relief, das seine Vorderseite sowie die beiden Schmalseiten umzieht. Das Relief stellt den antiken Mythos vom Raub der Persephone / Proserpina dar.[31] Kunst- und stilhistorische Untersuchungen lassen darauf schließen, dass es sich dabei um eine stadtrömische Produktion aus der Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr. handelt. Die Form des Sarkophags weist eine Besonderheit auf, denn seine Ecken sind abgerundet im Gegensatz zu den typischen Kastensarkophagen, deren Ecken einen rechtwinkligen Knick aufweisen. Diese abgerundeten Ecken sind normalerweise bei Wannensarkophagen zu finden, deren Schmalseiten jedoch im Gegensatz zum Proserpinasarkophag bogenförmig sind. Der Sarkophag Karls des Großen stellt somit eine Mischform zwischen diesen beiden Typen dar. Auch einzelne Figuren des Reliefs sind untypisch dargestellt, auf diese jedoch näher einzugehen, würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen.[32]

Ein Sarkophag wird in den mittelalterlichen Quellen, welche die Bestattung Karls des Großen schildern, nicht erwähnt. Da Karl sich aber in der Tradition der römischen Kaiser sah, liegt es nahe, dass er sich in einem antiken römischen Sarkophag bestatten ließ. Aufgrund fehlender Hinweise in den Quellen ist es nicht mehr nachvollziehbar, ob Karl diesen selbst aus Italien mitgebracht hatte, oder ob der Sarkophag bereits in der Antike in das Gebiet um Aachen importiert worden war.[33] Wie zuvor erwähnt, erfolgte laut Einhard die Bestattung Karls noch an seinem Todestag. Der Sarkophag muss sich zu dieser Zeit also bereits in Aachen befunden haben.[34]

Wie die Menschen des 9. Jahrhunderts die kunstvollen Reliefs an den Seiten des Sarkophags deuteten, ob sie darin das antike Drama sahen oder ob sie eine christliche Deutung im Sinne eines Auferstehungsmythos für das abgebildete Geschehen fanden, muss Spekulation bleiben.[35] Die Sage um den ewigen Zyklus des Raubes und der Wiederkehr der Proserpina kann aber auch als Entsprechung zur Vorstellung einer ewigen und transpersonalen Kaiserherrschaft verstanden werden. Der Kaiser stirbt zwar, doch das Kaisertum selbst lebt in seinem Erben weiter.[36] Diese Deutungsansätze, die hohe Kunstfertigkeit der Reliefs, die einzigartige Form des Sarkophags und das bereits erwähnte Anknüpfen an antike Traditionen liefern einen Erklärungsansatz, warum Karl der Große in diesem Sarkophag beigesetzt wurde.

2.3. Die Lage des ursprünglichen Grabes Karls des Großen in der Aachener Pfalzkirche

2.3.1. Die Theorien über die Lage des Karlsgrabes von 1620 bis heute

Wie bereits angedeutet, geben weder die zeitgenössischen noch die späteren Quellen exakte Hinweise zur Lokalisation des ursprünglichen Bestattungsortes Karls des Großen. Die Frage nach der Lage des Grabes beschäftigt daher die Gelehrten schon seit Jahrhunderten. So behauptet Peter a Beecks 1620 in seinem „Aquisgranum“, Karl der Große sei in einer Gruft in der Mitte des karolingischen Oktogons im Aachener Dom auf einem Thron sitzend bestattet worden. Andere Autoren der Folgezeit übernahmen diese Vermutung. 1794 brachen französische Besatzungstruppen den Boden des Oktogons auf, um nach dem Grab zu suchen, fanden jedoch nichts. Dennoch wurde 1804 eine Platte mit der Aufschrift „CAROLO MAGNO“ von Bischof Berdolet in der Mitte des Oktogons installiert. 1843 und 1861 wurden an dieser Stelle Grabungen durchgeführt, allerdings erfolglos. Bis Ende des 19. Jahrhunderts gab es viele unterschiedliche Spekulationen über die Lage des Karlsgrabes, es konnte sich jedoch keine dieser Theorien durchsetzen.[38] So vermutete Lindner 1892 den Ort des Grabes an der Seitenwand des ehemaligen karolingischen Chores, da dieser der „heiligste Theil der Kirche“ sei, wo auch der Hauptaltar stehe, „in dessen Nähe die ewige Ruhe zu geniessen immer als höchster christlicher Vorzug galt“.[37][39]

[...]


[1] Quapropter notum sit omnibus fidelibus nostris praesentibus et futuris, eo qoud nos ob amorem dei et mercedis nostrae augmentum donamus ad casa sancti domni Dyonisii martyris, ubi [...] genitor noster Pippinus rex requiescere videtur et nos, si domino placuerit, sepeliri cupimus [...]. Die Urkunden Pippins, Karlmanns und Karls des Großen, S. 81, Nr. 55.

[2] Fleckenstein, Karl, S. 67.

[3] Delectabatur etiam vaporibus aquarum naturaliter calentium, frequenti natatu corpus exercens; [...] Ob hoc etiam Aquisgrani regiam exstruxit ibique extremis vitae annis usque ad obitum perpetim habitavit. Einhardi vita Karoli magni, c. 22, S. 27.

[4] Barbero, Karl, S. 101f.

[5] Kerner, Mythos, S. 240-243.

[6] Inter quae praecipua fere non inmerito videri possunt basilica sanctae Dei genetricis Aquisgrani opere mirabili constructa [...].Einhardi vita Karoli magni, c. 17, S. 20.

[7] Chorbischof von Trier. Die exakten Lebensdaten sind nicht bekannt. Er wurde vor 800 geboren und starb zwischen 849 und 853. Tremp, Thegan, S. 2.

[8] Anonymer Verfasser, benannt nach seiner Stellung als Hofastronom Ludwigs des Frommen. Tremp, Astronomus, S. 53f.

[9] Sequenti vero anno, qui est annus regni eius XLVI., mense ianuario, arrepit domnum imperatorem post balneum febris. Cumque per singulos dies languor ingravesceret, […], septimo die postquam laborare nimis secum cepit, iussit familiarissimum pontificem suum Hildibaldum venire ad se, ut ei sacramenta dominici corporis et sanguinis tribueret, ut exitum suum confirmaret. […] Statim post haec in senectute bona plenus dierum perrexit in pace. Ipso eodemque die humatum est corpus eius in aecclesia, quam ipse construxerat Aquisgrani palatio, anno aetatis suae LXXII., indictione septima. Theganus, Gesta Hludowici, c. 7, S. 186-188.

[10] Pater vero veluti morti propinquus crebris et peregrinis urgeri coepit incommodis. Nam mors veluti quibusdam nuntiis, talibus adventum suum iamiamque futurum praenuntiabat indicibus. Tandem itaque vitiis passionum inter se compugnantibus et valentiam eius inpugnantibus, naturae inbecillitas cessit; et lecto decubuit et in dies atque horas propinquior morti, prout voluit suis scripto distributis, diem ultimum clausit, Francorumque regno pene ineluctabilem luctum reliquit. [...] Obiit autem V. kalendas febroarias idem piissimus imperator Karolus, anno incarnationis Domini nostri Iesu Christi DCCCXIIII. Astronomus, Vita Hludowici, c. 20, S. 344.

[11] Defuncto autem patre piae recordationis, missus est Rampo ad eum ab eis, qui sepulturam eius curarunt, liberis scilicet et proceribus palatinis, ut et mortem eius mature cognosceret adventumque suum nullo modo comperhendinaret. Ebenda, c. 21, S. 346.

[12] Sed et quod deerat inferiis genitoris, promtissime supplevit: Nam recitato paterno testamento nichil relictum est paternorum bonorum, quin secundum eius partiretur sectionem; nil enim ab eo intestatum est relictum. Ebenda, c. 22, S. 350.

[13] Cumque ibi hiemaret, mense Ianuario febre valida correptus decubuit. [...]Sed accedente ad febrem lateris dolore, quem Greci pleuresin dicunt, illoque adhuc inediam retinente neque corpus aliter quam rarissimo potu sustentante, septimo, postquam decubuit, die, sacra communione percepta, decessit, anno aetatis suae septuagesimo secundo et ex quo regnare coeperat quadragesimo septimo, V. Kal. Februarii, hora diei tertia. Einhardi vita Karoli magni, c. 30, S. 35.

[14] Corpus more sollemni lotum et curatum et maximo totius populi luctu ecclesiae inlatum atque humatum est. Dubitatum est primo, ubi reponi deberet, eo quod ipse vivus de hoc nihil praecepisset. Tandem omnium animis sedit nusquam eum honestius tumulari posse quam in ea basilica, quam ipse propter amorem Dei et domini nostri Iesu Christi et ob honorem sanctae et aeternae virginis, genetricis eius, proprio sumptu in eodem vico construxit. In hac sepultus est eadem die, qua defunctus est, arcusque supra tumulum deauratus cum imagine et titulo exstructus. Titulus ille hoc modo descriptus est: Sub hoc conditorio situm est corpus Karoli Magni atque orthodoxi imperatoris, qui regnum Francorum nobiliter ampliavit et per annos XLVII feliciter rexit. Decessit septuagenarius anno domini DCCCXIIII, Indictione VII, V. Kal. Febr. Einhardi vita Karoli magni, c. 31, S. 35f.

[15] Z. B. bei Einhard (vgl. Anm. 9, S. 3) , der von humatum est und sepultus est spricht. Beumann, Grab, S. 13.

[16] Corpus ejus aromatizatum et in sede aurea sedens positus est in curvatura sepulchri, [...]. Ademar, Chronique, Lib. II, c. 25, S. 105.

[17] Lindner, Fabel, S. 152.

[18] Vgl. Anm. 113, S. 19.

[19] Vgl. Anm. 114, S. 19.

[20] Lambertz, Grab, S. 5-7.

[21] Lindner, Fabel, S. 153f.

[22] Ebenda, S. 155.

[23] Ebenda, S. 156.

[24] Ebenda, S. 205.

[25] Pauls, Bestattung, S. 98.

[26] Lindner, Fabel, S. 205.

[27] Ebenda, S. 189-192.

[28] Beumann, Grab, S. 10-13.

[29] Maße: Länge: 215 cm, Tiefe: 65,5 cm, Höhe: 62 cm. Jung, Persephonesarkophag, S. 283.

[30] „Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit im Jahr 814 als Grablege für Karl den Großen wiederverwendet.“ Schmidt, Proserpina-Sarkophag, S. 758; „Zu den römischen Denkmälern […] gehört auch der marmorne Reliefsarkophag […], den einst Karl der Große wohl selbst für seine Grablege in Aachen bestimmte.“ Jung, Persephonesarkophag, S. 283; „Nach Aachener Tradition und dem Urteil der Wissenschaft ist Karl der Große 814 im Proserpinasarkophag […] beigesetzt worden.“ Maas, Aachener Dom, S. 66.

[31] Jung, Persephonesarkophag, S. 283f.

[32] Ebenda, S. 290-301.

[33] Ein indirekter Hinweis findet sich bei Einhard. Als dieser den Bau der Marienkirche in Aachen durch Karl erwähnt, schreibt er, dass der Kaiser Säulen und Marmor aus Rom und Ravenna importieren ließ. (Ad cuius structuram cum columnas et marmora aliunde habere non posset, Roma atque Ravenna devehenda curavit. Einhardi vita Karoli magni, c. 26, S. 31.) Im Zuge dessen könnte auch der Sarkophag nach Aachen gelangt sein.

[34] Jung, Persephonesarkophag, S. 283f; Schmidt, Proserpina-Sarkophag, S. 761.

[35] Jung, Persephonesarkophag, S. 284-288; Maas, Aachener Dom, S. 66f.

[36] Schmidt, Proserpina-Sarkophag, S. 762.

[37] Zu den Theorien über die Lage des Karlsgrabes vgl. auch Abb. 1, S. 30.

[38] Lambertz, Grab, S. 5-7.

[39] Lindner, Fabel, S. 201.

Details

Seiten
34
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783638883818
ISBN (Buch)
9783638884624
Dateigröße
753 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v80771
Institution / Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg – Historisches Seminar
Note
1,0
Schlagworte
Grablege Karls Großen Mittelalterliche Krönungsorte Nekropolen Vergleich Karl der Große Aachen

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Titel: Die Grablege Karls des Großen