Lade Inhalt...

Nutzungsverhalten und Ansprüche der Aschaffenburger Studenten an die Homepage der Studentenvertretung

Eine empirische Umfrage unter den Studenten

von Dipl.-Betriebswirt (FH) Oliver Stapf (Autor) Tobias Kirchner (Autor)

Seminararbeit 2006 46 Seiten

BWL - Offline-Marketing und Online-Marketing

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

TABELLENVERZEICHNIS

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

1 EINLEITUNG
1.1 Hinführung zum Thema
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
1.4 Abgrenzung des Themas

2 DIE ANSPRUCHSGRUNDLAGEN FÜR INTERAKTIVE SYSTEME GEMÄß DER DIN EN ISO 9241-10
2.1 Allgemeine Kurzvorstellung der DIN EN ISO 9241-10
2.2 Wichtige Details der DIN EN ISO 9241-10
2.2.1 Aufgabenangemessenheit
2.2.2 Selbstbeschreibungsfähigkeit
2.2.3 Steuerbarkeit
2.2.4 Erwartungskonformität
2.2.5 Fehlertoleranz
2.2.6 Individualisierbarkeit
2.2.7 Lernförderlichkeit

3 DER MARKTFORSCHUNGSPROZESS (UNTERSUCHUNGSDESIGN)
3.1 Definition des Marketingproblems und der Ziele der Forschung
3.2 Konzipierung des Forschungsplans
3.2.1 Datenquellen
3.2.2 Datenerhebungsmethoden
3.2.3 Der Fragebogen
3.2.3.1 Bestandteile und Anforderungen
3.2.3.2 Aufbau des Fragebogens
3.2.4 Notwendigkeit eines Pretests
3.2.5 Auswahl der Stichprobe
3.3 Durchführung und Rücklauf der Befragung
3.3.1 Durchführung
3.3.2 Rücklauf

4 ERGEBNISSE DER EMPIRISCHEN UNTERSUCHUNG
4.1 Online-Nutzungsverhalten
4.2 Konkretes Nutzungsverhalten bezüglich des Angebots
4.2.1 Generelle Nutzung der Homepage der Studentenvertretung
4.2.2 Angebots- und Themenpräferenzen der User
4.3 Bewertung des Internetangebots
4.3.1 Nutzerfreundlichkeit
4.3.2 Aktualität
4.4 Projektion (Benutzerwünsche)
4.4.1 Qualitätsansprüche (Darstellung)
4.4.2 Informationsansprüche
4.4.3 Sonstiges

5 SCHLUSSBETRACHTUNG
5.1 Zusammenfassung der Befragungsergebnisse
5.2 Kritik an der Umfrage
5.3 Handlungsvorschläge für die Gestaltung der Homepage der Studentenvertretung

LITERATUR- UND QUELLENVERZEICHNIS

ANLAGEN

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Modell zum Aufbau der Seminararbeit

Abbildung 2: Modell für die Befragung des Nutzungsverhaltens und Ansprüche der Aschaffenburger Studenten an die Homepage der Studentenvertretung

Abbildung 3: Pretestauswertung: Gesamtbewertung der Onlineumfrage von Pretestteilnehmern

Abbildung 4: Pretestauswertung: Nutzungsdauer des Internet pro Woche von Pretestteilnehmern

Abbildung 5: Relation zwischen Grundgesamtheit zur Stichprobe zum Rücklauf in Personen

Abbildung 6: Umfragenverlauf der korrigierten Teilnehmer

Abbildung 7: Teilnehmerschwund im Verlauf der Befragung

Abbildung 8: Verteilung der 117 Teilnehmer der Umfrage nach der Altersstruktur

Abbildung 9: Verteilung der 117 Teilnehmer der Umfrage nach männlich und weiblich

Abbildung 10: Verteilung der 117 Teilnehmer der Umfrage nach Studienzweigen

Abbildung 11: Verteilung der 117 Teilnehmer der Umfrage nach Semesterstand

Abbildung 12: Zugang privater Haushalte zum Internet nach sozioökonomischen Merkmalen im Jahr 2005

Abbildung 13: Zugang von Studierenden zum Internet nach sozioökonomischen Merkmalen im Jahr 2005

Abbildung 14: Verteilung der 117 Teilnehmer der Umfrage nach Altersstruktur

Abbildung 15: Zugang privater Haushalte zum Internet im Altersvergleich nach sozioökonomischen Merkmalen im Jahr 2005

Abbildung 16: Nutzungsdauer des Internet pro Woche von Personen nach sozioökonomischen Merkmalen im 1. Quartal 2005

Abbildung 17: Verteilung der 117 Teilnehmer der Umfrage nach Nutzungsdauer in der Woche

Abbildung 18: Nutzungsdauer des Internet pro Woche von Studenten nach sozioökonomischen Merkmalen im 1. Quartal 2005

Abbildung 19: Ort der Internetnutzer der 117 Teilnehmer der Umfrage

Abbildung 20: Ort der Internetnutzung von Personen nach sozioökonomischen Merkmalen im 1. Quartal 2005

Abbildung 21: Ort der Internetnutzung von Studierenden nach sozioökonomischen Merkmalen im 1. Quartal 2005

Abbildung 22: Verteilung der 117 Teilnehmer der Umfrage nach der Zufriedenheit mit besuchten Webseiten

Abbildung 23: Präferenzen über die Eigenschaften einer Homepage der 117 Teilnehmer der Umfrage

Abbildung 24: Ausgewählte Tätigkeiten im Internet der 117 Teilnehmer der Umfrage

Abbildung 25: Ausgewählte Tätigkeiten im Internet. Anteile an Personen, die im 1. Quartal 2005 das Internet genutzt haben

Abbildung 26: Ausgewählte Tätigkeiten im Internet. Anteile an Studierenden, die im 1. Quartal 2005 das Internet genutzt haben

Abbildung 27: Informationssuche und Nutzung von Online-Services im Internet der 117 Teilnehmer der Umfrage

Abbildung 28: Informationssuche und Nutzung von Online-Services im Internet von Personen nach sozioökonomischen Merkmalen im 1. Quartal 2004

Abbildung 29: Bekanntheit der Aschaffenburger Studentenvertretung unter den 117 Teilnehmern der Umfrage

Abbildung 30: Bekanntheit der Homepage der Aschaffenburger Studentenvertretung unter den 117 Teilnehmern der Umfrage

Abbildung 31: Summe der Besuche von www.studentenvertretung.de im 1. Quartal 2006 sortiert nach Monaten

Abbildung 32: Interessensschwerpunkte auf der Webseite der Studentenvertretung bei den 117 Teilnehmern der Umfrage

Abbildung 33: Anfragen von URLs auf www.studentenvertretung.de im 1. Quartal 2006

Abbildung 34: Weniger beliebte Teilbereiche auf der Webseite der Studentenvertretung bei den 117 Teilnehmern der Umfrage

Abbildung 35: Zufriedenheitsskala hinsichtlich des Zurechtfindens der 117 befragten Studenten auf der Homepage der Studentenvertretung

Abbildung 36: Prozentualer Anteil der 117 befragten Studenten, die auf der Webseite der Studentenvertretung neue Informationen gefunden bzw. nicht gefunden haben

Abbildung 37: Beurteilungsskala der 117 befragten Studenten hinsichtlich ihrer Zufriedenheit mit den einzelnen Teilbereichen bzw. Kriterien der Homepage der Studentenvertretung

Abbildung 38: Prozentualer Anteil der befragten Studenten, denen Informationen auf der Homepage der Studentenvertretung fehlen bzw. nicht fehlen

Abbildung 39: Neigung der 117 befragten Studenten, die Homepage www.studentenvertretung.de weiterzuempfehlen

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Übersicht offene Frage 18 mit Antworten der 117 Teilnehmer der Umfrage

Tabelle 2: Übersicht offene Frage 19 mit Antworten der 117 Teilnehmer der Umfrage.34

Tabelle 3 Übersicht offene Frage 21 mit Antworten der 117 Teilnehmer der Umfrage.

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

1.1 Hinführung zum Thema

Heutzutage ist es für Unternehmen, staatliche und kommunale Einrichtungen, Universitäten und Fachhochschulen in der Regel unumgänglich, im Internet vertreten zu sein. Ob Informationstransfer, Vertrieb oder Kundenakquise - die unternehmenseigene Darstellung in der multimedialen Kommuni- kationsplattform gilt längst nicht mehr nur als Serviceleistung, sondern bietet Unternehmen den direk- ten Zugang zu bestehenden und potenziellen Kunden. Aus diesem Grund ist es interessant zu bemer- ken, dass der technologische Fortschritt und die damit verbundenen Möglichkeiten von nicht mal zwei- drittel der Firmen in Deutschland erfasst bzw. als wichtig erachtet wird. Wie die Studie „Informations- technologie in Unternehmen und Haushalten 2005“ zeigt, verfügten im Jahr 2005 nur 59 Prozent der Unternehmen im deutschsprachigen Raum über einen eigenen Internetauftritt.1

Nicht nur Unternehmen haben Nachholbedarf, sich im Internet zu platzieren, sondern auch Behörden, Vereine, Universitäten und Fachhochschulen. Dabei spielt es nicht nur eine Rolle, überhaupt im Internet vertreten zu sein, sondern den Auftritt im World Wide Web so zu gestalten, dass der Nutzer einen Mehrwert daraus gewinnen kann.

Die Studentenvertretung der Fachhochschule Aschaffenburg - als Mittler zwischen Hochschule und Student2 - ist im Internet mit einer eigenen Webseite online. Seit ihrer Einführung im Dezember 2004 dient sie als Informationsplattform sowohl für Studierende als auch für Studieninteressierte. Um den eigenen Optimierungsansprüchen aber auch dem Wettbewerb mit anderen Fachhochschulen gerecht zu werden, ist es notwendig, die Qualität der Homepage permanent zu überprüfen. Auf diesem Hin- tergrund basierend, ist es sinnvoll, das Nutzungsverhalten der User zu untersuchen und deren An- sprüche an die Seite festzustellen und zu konkretisieren, um eventuelle Verbesserungen anstreben zu können.

1.2 Zielsetzung der Arbeit

Die folgende Seminararbeit soll das Nutzungsverhalten und die Ansprüche der Aschaffenburger Stu- denten an eine Homepage, im speziellen die Homepage der Studentenvertretung, darstellen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Charakterisierung eines benutzerfreundlichen Internetauftrittes und der Feststellung, ob die Homepage der Studentenvertretung den Nutzern den in Kapitel 1.1 angespro- chenen Mehrwert bietet.

Um diesen Mehrwert festzustellen, werden mit Hilfe von Statistiken und einer Erhebung die Häufigkeit der gesuchten und abgerufenen Informationen und die Ansprüche der User an die Homepage herausgearbeitet, um im Resümee eine Empfehlung für die Studentenvertretung aussprechen zu können, mit welchen Features die Internetseite noch attraktiver gestaltet werden könnte.

1.3 Aufbau der Arbeit

Zunächst wird die europäische Norm DIN EN ISO 9241-10, in der Kriterien für das Design ergonomischer Benutzerschnittstellen definiert sind, vorgestellt.

Anschließend folgt die Erläuterung des Untersuchungsdesigns der Erhebung. Im Vordergrund ste- hen hierbei die Fragebogenkonstruktion, die Auswahl der Stichprobe und die Durchführung der Befra- gung.

Kapitel 4 stellt den Hauptteil der Arbeit dar. Die gewonnenen Daten sowohl aus Sekundärquellen als auch aus der Erhebung werden ausgewertet und analysiert.

Abschließend werden in einer Schlussbetrachtung die Befragungsergebnisse zusammengefasst und eventuelle Gestaltungshinweise bezüglich der Studentenvertretungshomepage gegeben.

Die Anspruchsgrundlagen für interaktive Systeme gemäß der DIN EN ISO 9241-10

Abbildung 1: Modell zum Aufbau der Seminararbeit

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.4 Abgrenzung des Themas

Die Vorliegende Arbeit soll kein Vorschlag für eine gute Gestaltung einer Homepage sein. Mit den Komponenten der Usability3 kann sich die vorliegende Arbeit nicht beschäftigen, da die in der Arbeit dargestellten Untersuchungsergebnisse die Vorraussetzung der Usability sein sollten.

2 Die Anspruchsgrundlagen für interaktive Systeme gemäß der DIN EN ISO 9241-10

2.1 Allgemeine Kurzvorstellung der DIN EN ISO 9241-10

Die europäische Norm DIN EN ISO 9241, in der Kriterien für das Design ergonomischer Benutzerschnittstellen definiert sind, besteht insgesamt aus 17 Teilen.

Besonders interessant für das Internet ist der prominenteste Teil der Norm, die DIN EN ISO 9241 Teil 10: „Grundsätze der Dialoggestaltung“. Diese können auch auf das Webdesign übertragen wer- den. Bei der Beschäftigung mit Mensch-Maschine-Interaktionen ist es belanglos, ob die „Maschine“ eine Desktopanwendung, ein Betriebssystem oder ein Onlineauftritt ist.4 Obwohl man zu der Auffas- sung neigen könnte, dass in unserer modernen Welt genug reglementiert und normiert wird, muss man zugestehen, dass es auf vielen Webseiten und Webapplikationen ganz gehörig mangelt an dem, was in der DIN EN ISO 9241 als Voraussetzung für ergonomische Software - im Original ist die Rede von "Dialogsystemen" - definiert wird. Zu jedem der Kriterien könnte man ganze Bücher abfassen. Im Folgenden wird versucht, die Kriterien an einigen Beispielen zu verdeutlichen, die speziell auf die Ho- mepage der Studentenvertretung ausgerichtet sind.

2.2 Wichtige Details der DIN EN ISO 9241-10

Die Anspruchsgrundlagen für interaktive Systeme gemäß der DIN EN ISO 9241-10

2.2.1 Aufgabenangemessenheit

Ein interaktives System muss seinen Benutzer dabei unterstützen, seine Aufgabenziele vollständig, korrekt und mit einem vertretbaren Aufwand zu erledigen. Dieser Grundsatz wird kurz als Aufgabenangemessenheit bezeichnet.5

ƒ- Auf einer Webseite sind Ansprechpartner zu finden, so dass ein Benutzer sein Ziel, z.B. eine E-Mail persönlich zu adressieren, erreichen kann.
ƒ- In einem Formular werden keine Pflichtangaben verlangt, die mühsam auszufüllen sind und mit dem Abwickeln des relevanten Vorgangs nichts zu tun haben.
ƒ- Bei der Gestaltung von Grafiken wird auf minimale Ladezeiten Wert gelegt.
ƒ- In einem Formular, das korrigiert werden muss, wird der Cursor gleich auf das zu korrigierende Feld gesetzt.

2.2.2 Selbstbeschreibungsfähigkeit

Ein interaktives System muss so gestaltet sein, dass sein Benutzer jede Rückmeldung unmittelbar oder auf Anfrage nachvollziehen kann. Unverständliche oder fehlende Rückmeldungen sind Verstöße gegen die Selbstbeschreibungsfähigkeit.6

ƒ- Links sind so formuliert, dass man sicher vorhersagen kann, wohin sie führen.
ƒ- Nachdem eine Anfrage an eine Datenbank gesendet wurde, erscheint eine Meldung, z.B. „Anfrage wird bearbeitet, bitte warten“.

ƒ Eine Web-Applikation hat eine Onlinehilfe, die kontextspezifische Bedienhinweise gibt.

2.2.3 Steuerbarkeit

Ein interaktives System muss sich von seinem Benutzer beim Dialogablauf (z.B. Geschwindigkeit) steuern lassen. Bietet ein interaktives System zum Beispiel eine „Undo-Funktion“7 ist dies im Sinne der Steuerbarkeit.8

ƒ- Eine Tabelle hat Buttons, mit deren Hilfe die Informationen Spaltenweise sortiert werden können.
ƒ- Eine Suchmaschine bietet die Möglichkeit, die Zahl der auf einer Seite angezeigten Treffer einzu- stellen.
ƒ- Ein ausgefülltes Onlineformular wird erst dann abgeschickt, wenn der Benutzer die Eingabe bestä- tigt.
ƒ- Ein Tool ermöglicht es den Benutzern, einen Dateidownload zu unterbrechen und später fortzuset- zen.
ƒ- Umfangreiche Grafiken werden als „Thumbnails“9 dargestellt, die bei Bedarf vom Benutzer vergrößert werden können.

2.2.4 Erwartungskonformität

Ein interaktives System sollte einheitlich gestaltet sein und den Merkmalen seines Benutzers entsprechen. Darunter fallen zum Beispiel die Kenntnisse des Benutzers aus dem Arbeitsgebiet, aus seiner Ausbildung und seiner Erfahrung, sowie aus allgemein anerkannten Konventionen. Ein System, das so gestaltet ist, entspricht dem Grundsatz der Erwartungskonformität.10

ƒ Der Link zur Homepage ist unter dem Logo oben links platziert. ƒ Unterstrichene Wörter sind immer Hypertextlinks.

ƒ Beim Drücken der Tabulator-Taste springt der Cursor auf das nächste Eingabefeld.

Die Anspruchsgrundlagen für interaktive Systeme gemäß der DIN EN ISO 9241-10

ƒ Die Navigation ist nicht bei jedem erneuten Besuch geändert oder anders angeordnet.

2.2.5 Fehlertoleranz

Ein interaktives System muss seinem Benutzer gegenüber Fehlertoleranz beweisen. Dies bedeutet, dass es ihn einerseits vor Fehlern bewahrt - etwa durch klar verständliche Sicherheitsabfragen -, den Benutzer aber im Fehlerfall konstruktiv dabei unterstützt, den gemachten Fehler ohne großen Auf- wand zu beheben.11

ƒ Beim Benutzen der Backtaste des Browsers wird die Seite immer aktualisiert, sodass nicht fälschlicherweise der Eindruck entsteht, Bearbeitungsschritte seien rückgängig gemacht worden. ƒ Über ein Skript werden die Daten eines Formulars auf Plausibilität, fehlende oder unvollständige Eingaben geprüft, bevor sie abgesendet werden.

ƒ Fehlermeldungen werden nicht technisch verklausuliert oder als Nummer angezeigt, sondern in der Sprache der Benutzer formuliert.

2.2.6 Individualisierbarkeit

Ein interaktives System muss sich auf die Eigenarten und Vorlieben seines Benutzers und dessen Aufgabenstellungen einlassen. Die Möglichkeit zur Vergrößerung der Schrift ist ein gängiges Beispiel für diesen Grundsatz der Individualisierbarkeit.12

ƒ- In einem personalisierten Webportal kann der Benutzer festlegen, welche Fenster an welcher Bildschirmposition angezeigt werden.
ƒ- Ein editierbares Profil ermöglicht es anzugeben, welche News man in einer Mailingliste lesen möch- te.
ƒ- Auf der Startseite einer Website besteht die Möglichkeit, eine HTML- oder Flash-Version anzuwäh- len.

2.2.7 Lernförderlichkeit

Ein interaktives System sollte den Benutzer beim Erlernen des Umgangs mit ihm unterstützen und anleiten. Ein Beispiel für diesen Grundsatz der Lernförderlichkeit ist sicherlich in der Bereitstellung einer "Guided Tour" zu sehen.13

ƒ- In einer virtuellen „Führung“ werden die Benutzer mit besonderen Tricks in der Bedienung einer Webseite vertraut gemacht.
ƒ- In einer Sitemap kann man sich ansehen, nach welcher Logik eine Website strukturiert ist.

3 Der Marktforschungsprozess (Untersuchungsdesign)

3.1 Definition des Marketingproblems und der Ziele der Forschung

Ausgangspunkt des Marktforschungsprozess ist die Konkretisierung des Forschungsproblems, um daraus die Forschungsziele ableiten zu können.

Umso deutlicher und klarer das Problem beschrieben ist, desto genauer zielt die Untersuchung auf die Lösung des Problems ab.14

In unserem konkreten Fall geht es darum, das Nutzungsverhalten und die Ansprüche der Aschaffenburger Studenten bezüglich der Homepage der Studentenvertretung festzustellen, um daraus e- ventuelle Verbesserungsvorschläge ableiten zu können und somit den virtuellen Auftritt der Studentenvertretung benutzerfreundlicher und attraktiver gestalten zu können.

3.2 Konzipierung des Forschungsplans

Nachdem sowohl das Problem als auch das Ziel eindeutig formuliert ist, wird ein effizienter Plan zur Deckung des gewünschten Informationsbedarfs entwickelt. Bei der Konzipierung des Forschungs- plans sind eine Reihe von Detailentscheidungen zu fällen, wie z.B. die Art der Datenquelle, der Da- tenerhebung, der Forschungsinstrumente, des Stichprobenplans und der Befragungsformen.15

3.2.1 Datenquellen

Die Wissenschaft unterscheidet bei den Datenquellen zwischen Primär- und Sekundärdaten.

In der Primärforschung werden eigenständige Daten erhoben, um bestimmte Fragestellungen gezielt beantworten zu können.

Bei der Sekundärforschung werden bereits verfügbare bzw. vorhandene und bereits in einem ande- ren Zusammenhang erhobene Daten genutzt, um bestimmte Fragestellungen beantworten zu kön- nen.16

Quellen der Sekundärforschung können sowohl betriebsinterne als auch betriebsexterne Daten sein.

Gewöhnlich leitet man die Untersuchung mit der Analyse des Sekundärmaterials ein, um zu über- prüfen, ob das Marketingproblem ganz oder teilweise ohne teure Gewinnung von Primärmaterial zu bewältigen ist.

Um genauere Aussagen über das vorliegende Marketingproblem zu erhalten, erfordert dies in vielen Forschungsprojekten zusätzlich die Erhebung von Primärinformationen.17

Die Vorgehensweise in dieser Arbeit ist identisch. Zuerst wurde das bereits vorhandene Sekundär- material gesichtet. Dazu gehören die Auswertungen des Statistischen Bundesamtes und die Besu- cherstatistik der Studentenvertretungshomepage der Fachhochschule Aschaffenburg. Da diese Infor- mationen lediglich als Basis für eventuelle Schlussfolgerungen bzw. Vergleiche genutzt werden kön- nen, war die Gewinnung neuer Daten über die Primärforschung für die Verfasser unverzichtbar.

3.2.2 Datenerhebungsmethoden

Im Rahmen der Primärforschung lassen sich die Daten sowohl durch Befragung, Beobachtung, Experiment als auch durch das Panel gewinnen.18

Die Befragung betrachtet man heute als die wichtigste Methode der Beschaffung von Informationen im Marketing. Hierunter ist ein systematisches Vorgehen zur Erhebung von Daten zu verstehen, bei dem Personen durch gezielte Fragen zur Abgabe von Informationen veranlasst werden sollen.19 Eine Befragung kann in mündlicher, schriftlicher, computergestützter oder telefonischer Form erfolgen.20

Um das Nutzungsverhalten und die Ansprüche der Aschaffenburger Studenten bezüglich der Ho- mepage der Studentenvertretung zu untersuchen, bedienten sich die Verfasser der computergestütz- ten Form - der Onlinebefragung. Hierbei erhielten die Befragten eine E-Mail mit einer kurzen Vorstel- lung der Autoren und der Beschreibung der Untersuchung. Am Ende der E-Mail wurde auf einen Link verwiesen, der den Befragten durch Anklicken direkt zum Fragebogen führte. Nachdem der Befragte den Online-Fragebogen vollständig ausgefüllt hatte, musste er lediglich auf einen Button klicken und seine Antworten wurden per E-Mail an die Frager zurückgeschickt. Der Vorteil dieser computerge- stützten Form besteht darin, dass das Befragungssystem es erlaubt, alle eingehenden Antworten si- multan und elektronisch auszuwerten. Dadurch sind Zwischenresultate und laufende Signifikanzni- veaus jederzeit abrufbar. Ebenso ist die Befragung extrem schnell und ökonomisch auszuwerten. Außerdem ist durch die Anonymität der Computersituation der Einfluss sozialer Erwünschtheit bei den Antworten deutlich reduziert.21

3.2.3 Der Fragebogen

3.2.3.1 Bestandteile und Anforderungen

Der Fragebogen ist bei der Erhebung von Primärdaten das am weitesten verbreitete Instrument. Es ist besonders flexibel, da die Art der Fragestellung vielfach variiert werden kann. Ehe der Fragebogen zum Einsatz kommt, muss er systematisch erarbeitet, getestet und von Fehlern befreit werden.

Für die Gestaltung des Fragebogens ist mit großer Sorgfalt über Auswahl, Form, Wortlaut und Rei henfolge der Fragen zu entscheiden.22

Bei der Auswahl der Fragen sollte jede Frage auf ihren Beitrag zur Erreichung der Forschungsziele überprüft werden. Fragen, die lediglich interessant erscheinen und die Geduld des Befragten unnötig strapazieren, sollten weggelassen werden.23 Allerdings ist es möglich, in einem geringen Umfang Einstellungen des Befragten zu erforschen, die nur mittelbar in Verbindung zu den Forschungszielen stehen, wenn angenommen werden kann, dass die gewonnenen Informationen zur Erklärung der Lösung herangezogen werden können.24 Aus diesem Grund haben die Verfasser darauf geachtet, alle relevanten Informationen zu erheben, um das Forschungsziel zu erreichen.

Die Form der Fragestellung kann die Antwort des Befragten beeinflussen. Hier unterscheidet man zum einen zwischen direkten und indirekten Fragen und zum anderen zwischen offenen und geschlossenen Fragen.

Direkte Fragen sind zu stellen, wenn zu erwarten ist, dass der Befragte bereit ist, darauf ehrlich und genau zu antworten; z.B.: Wie alt sind sie?25

Wenn zu erwarten ist, dass ein Befragter nicht seine wirkliche Einstellung und sein Verhalten angeben möchte, ist die Form der indirekten Fragestellung empfehlenswert.26

Bei offenen Fragen kann die Auskunftsperson eine „freie“ Antwort auf die gestellte Frage formulieren. Sowohl die Länge als auch der Inhalt der Antwort ist in keiner Weise begrenzt.27 Die geschlossene Frage ist dadurch gekennzeichnet, dass die Antwortkategorien den Befragten vorgegeben werden.28 Hierbei unterscheidet man zwischen Alternativfragen (z.B. Ja-Nein-Fragen) und Mehrfach-Auswahl-Fragen (Selektivfragen - d.h. Auswahl zwischen mehreren Antwortmöglichkeiten mit möglichen Mehrfachnennungen).

Da es sich bei der Befragung dieser Arbeit nicht um ein sensibles Thema handelt, bei welchem die Befragten ihr Prestige gefährdet sehen könnten, wurden alle Fragen in direkter Form gestellt. Darüber hinaus besteht der vorliegende Fragebogen zu knapp 95 % aus geschlossenen Fragen, da offene Fragen aufgrund der unbegrenzten Antwortmöglichkeiten zu Problemen bei der Auswertung führen könnten. Trotzdem wird dem Befragten am Ende des Fragebogens (Frage 19 und 21) die Möglichkeit gegeben, individuelle Änderungs- und Verbesserungsvorschläge hinsichtlich der Studentenvertretung und deren Homepage zu formulieren. Um außerdem zu vermeiden, dass durch die geschlossene Fragestellung wertvolle Informationen verloren gehen könnten, wurde bei den Fragen 12, 13, 14 und 18 eine Kategorie „Sonstiges“ bzw. „welche“ zur freien Ergänzung eingefügt. Ziel dieser Synthese von offenen und geschlossenen Fragearten ist:

ƒ- dem Befragten das Gefühl vermitteln, seine Emotionen frei formulieren und mögliche Verbesserungsvorschläge individuell darstellen zu können
ƒ- das Streben der Frager nach einer möglichst einheitlichen, strukturierten und übersichtlichen Auswertung der gewonnenen Informationen.

Der Frager sollte bei dem Wortlaut der Frage darauf achten, dass die Fragestellung einfach, eindeutig und verständlich ist.29 Um dieses Kriterium zu erfüllen, haben die Verfasser auf die Verwendung von Fachterminologie, Fremdwörtern und langen Sätzen - sowohl bei Fragestellungen als auch Antworten

- verzichtet.

Bei der Reihenfolge der Fragen in einem Fragebogen ist es sinnvoll, dass man mit einer sog. Eisbrecherfrage beginnt, da das Interesse des Befragten zu Beginn geweckt werden soll. Schwierige sowie persönliche Fragen (demographische Daten) sollten erst zum Ende der Befragung hin gestellt werden, damit sich der Befragte bei der Beantwortung weiterer Fragen nicht verschließt.30

Da man bei der hier angestrebten Zielgruppe (Studenten im Alter zwischen 20 und 30 Jahren) nicht davon ausgehen kann, dass sie sich gegenüber demografischen Angaben verschließt, wurde diese notwendige Abfrage an den Anfang gestellt. Außerdem wurde auf eine Eisbrecherfrage verzichtet, da es den Verfassern im Sinne des Forschungsziels zweckmäßig erschien, den Fragebogen chronolo- gisch steigernd aufzubauen, d.h. vom allgemeinen zum spezifischen (vgl. Kapitel 3.2.3.2).

3.2.3.2 Aufbau des Fragebogens

Der vorliegende Fragebogen dient als Instrument, um das Nutzungsverhalten und die Ansprüche der Aschaffenburger Studenten bezüglich der Homepage der Studentenvertretung zu erforschen. Um dafür aufschlussreiche Informationen zu gewinnen, ist es notwendig, die Angebots- und Nachfragesei- te gleichermaßen zu betrachten. Das heißt, welche Bedürfnisse haben die Studenten (Nachfragesei- te), und was wird von dem Angebot der Homepage der Studentenvertretung (Angebotsseite) effektiv von den Studenten genutzt.

Verdeutlicht werden dieser Grundgedanke und die daraus resultierenden Einflussfaktoren an dem folgenden Modell zum Aufbau des Fragebogens:

Abbildung 2: Modell für die Befragung des Nutzungsverhaltens und Ansprüche der Aschaffenburger Studenten an die Homepage der Studentenvertretung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Dem Fragebogenmodell entsprechend, sind die einzelnen Fragen konzipiert und schwerpunktmäßig strukturiert.

Der Fragebogen besteht insgesamt aus 21 Fragen. Die Fragen 1 bis 4 erheben demographische Daten. Die Fragen 5 bis 10 befassen sich mit der allgemeinen Einstellung der Studenten zum Internet und dessen Nutzung, wohingegen sich die Fragen 11 bis 21 auf das eigentliche Untersuchungsobjekt - Nutzungsverhalten und Ansprüche bezüglich der Homepage der Studentenvertretung - beziehen.

Die Fragen 1 bis 4 sollen Auskunft über die Person des Befragten geben, um festzustellen, welche Personengruppen die Homepage wie oft und mit welcher Zufriedenheit nutzt.

Die fünfte Frage ist eine Alternativfrage mit fünf Antwortmöglichkeiten, bei der nur eine Aussage angekreuzt werden darf.

Die Fragen 6 bis 8, 15 und 17 sind Beurteilungsfragen auf einer fünfstufigen Ordinalskala. Die abgestufte Skala erlaubt den Befragten präzisere Antwortmöglichkeiten bezüglich des Grades ihrer Ablehnung oder Zustimmung und verfügt über eine neutrale Mitte.

Die Fragen 9 und 10 sind Mehrfach-Auswahl-Fragen mit mehreren Antwortmöglichkeiten, von denen der Befragte beliebig viele auswählen kann. Bei den Fragen 13 und 14 ist die Wählbarkeit der Alternativen begrenzt. Hier dürfen bei den Antwortmöglichkeiten maximal drei angekreuzt werden.

Die Fragen 11, 16, 18 und 20 sind dichotome Alternativ-Fragen mit Ja-Nein-Entscheidung. Bei der Frage 18 hat der Befragte im Falle einer „Nein-Entscheidung“ zusätzlich die Möglichkeit, eine Begründung für seine Antwort frei zu formulieren.

Die zwölfte Frage stellt eine Mischform dar. Der erste Teil besteht aus einer dichotomen Alternativ- Frage mit Ja-Nein-Entscheidung. Wählt der Befragte „ja“, so wird er im zweiten Teil mit einer Mehr- fach-Auswahl-Frage mit mehreren Antwortmöglichkeiten konfrontiert, von denen er beliebig viele aus- wählen kann.

Die abschließenden Fragen 19 und 21 sind offene Fragen, die dem Befragten die Möglichkeit geben, seine individuelle Meinung frei zu formulieren.

Außerdem bleibt zu erwähnen, dass die Fragen 5, 11 und 12 als Filterfragen fungieren. Das bedeutet: Entscheidet sich der Befragte für eine bestimmte Antwort, die die Fortsetzung des Fragebogens sinnlos erscheinen lässt, wird dieser automatisch über das Online-Tool beendet. Andernfalls erscheint die darauf folgende Frage und die Befragung wird weitergeführt.

3.2.4 Notwendigkeit eines Pretests

Der Pretest sollte in erster Linie überprüfen, inwieweit die vorgesehenen Fragen von den Befragten überhaupt angenommen und beantwortet werden. Darüber hinaus sollte geklärt werden, mit welcher Dauer für die Befragung gerechnet werden muss, ob und wo Verständnisprobleme auftreten und ob die Antworten auf einzelne Fragen eine ausreichende Varianz aufweisen, um darauf aufbauend Analysen durchführen zu können.

Im Falle einer Onlinebefragung (wie hier bei der Datenerhebung verwendet) ist die Überprüfung der technischen Umsetzung von großer Bedeutung. Es sollte sichergestellt werden, dass die Benutzung des Onlineumfragetools im Sinne der DIN EN ISO 9241 aufgebaut wurde. Zudem ist die vollständige Übermittlung und Speicherung der abgegebenen Antworten an die Datenbank Voraussetzung für eine spätere Auswertung.31

Schließlich sollten die Ergebnisse des Pretests mit denen anderer Befragungen auf Übereinstimmungen untersucht werden, sofern sich Vergleiche ziehen lassen.

Der Onlinefragebogen wurde einer Gruppe von Personen übermittelt, die entweder bereits Erfahrun- gen in der Erstellung und Beurteilung von Fragebögen hatten oder zumindest über theoretisches Wis- sen darüber verfügten. Diese „Expertengruppe“ sollte den Fragebogen probeweise ausfüllen und an- schließend beurteilen.

An dem Probetest nahmen 26 Personen teil. Nach 2 Tagen waren 21 Teilnehmer mit dem Ausfüllen des Fragebogens fertig und der Pretest wurde abgeschlossen. Die Fragen stellten sich als gut verständlich heraus, wobei an wenigen Stellen noch Verbesserungsvorschläge gemacht wurden.

Zusätzlich zum Hauptfragebogen wurden noch zwei weitere Evaluationsfragen entwickelt, die den Befragten die Möglichkeit geben sollten, den Hauptfragebogen hinsichtlich eines Gesamteindruckes und gegebenenfalls aufgetretener Probleme und Fehler zu kommentieren. Die Teilnehmer wurden gebeten zu notieren, bei welchen Fragen Verständnisschwierigkeiten auftraten.

Für die Testbefragung mussten Personen gefunden werden, die bereit waren, den Fragebogen auszufüllen. Um mehr Rückläufe zu erhalten, wurde deshalb der Fragebogen an die Studenten des Schwerpunktes Marketing an der Fachhochschule Aschaffenburg versandt, da eine kollegiale Hilfsbereitschaft vorausgesetzt wurde.

Insgesamt stehen 18 komplett ausgefüllte und damit gültige Fragebögen zur Verfügung. Die Ergebnisse aus den Evaluationsfragen zeigen, dass die Mehrheit der Befragten den Fragebogen positiv beurteilte. So finden 25 % der Befragten den Fragebogen sehr gut, 66,7 % finden ihn gut und 8,3 % (1 Stimme) bewerteten ihn mit schlecht. Verständnisschwierigkeiten oder Probleme mit dem Fragebogen wurden insgesamt sehr wenig berichtet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Pretestauswertung: Gesamtbewertung der Onlineumfrage von Pretestteilnehmern.

Bei der Frage „Wie lange nutzen Sie das Internet in der Woche?“ zeigte sich, dass die Nutzungsdauer der Befragten zum Grossteil im Mittelfeld lagen und damit analog zur Auswertung dieser Frage bei der Umfrage des Statistischen Bundesamtes zu Informationstechnologien in Haushalten.32 Dennoch gab es, abweichend der bundesweiten Studie auch Ausreißer, die „Nutzung weniger 1 Stunde“ und „Nutzung mehr als 20 Stunden“ als Antwortmöglichkeit auswählten.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Pretestauswertung: Nutzungsdauer des Internet pro Woche von Pretestteilnehmern.

Oberstes Ziel des Pretest war die Überprüfung der technischen Funktion des Onlineumfragetools. Die Übermittlung der Daten anonym per E-Mail und die Speicherung der Daten in der Serverdatenbank funktionierte fehlerlos. Einzelne Fehlermeldungen von Pretestteilnehmern stellten sich als schwerver- meidbare Anwendungsfehler heraus oder konnten auf falsche Einstellung des Browsers zurückgeführt werden. Diese Kritikpunkte wurden vernachlässigt, da davon auszugehen ist, dass bei einer schriftli- chen Befragung, unter Verwendung von Papier und Bleistift, Fragebögen fehlerhaft ausgefüllt würden und daher mit ungültig bewertet werden müssten (z.B. eine Ausschlussfrage wird mit „Nein“ beantwor- tet und der Fragebogen wird entgegen der Vorgabe „hier endet die Umfrage“ weiter ausgefüllt).

3.2.5 Auswahl der Stichprobe

Eine Befragung der Grundgesamtheit kann in den seltensten Fällen erfolgen. Dies erklärt sich dadurch, dass der Zeit- und Kostenfaktor enorm und meist nicht tragbar ist. Um dieses Problem zu umgehen, findet in der Regel eine Teilerhebung statt. Diese beschränkt sich auf einen bestimmten Teil der zu befragenden Personen aus der gesamten Zielgruppe, mit denen ein repräsentatives Ergebnis erreicht werden kann. Den Prozess der Festlegung der zu befragenden Personen aus der Grundgesamtheit nennt man auch Stichprobenauswahl.

[...]


1 Vgl. Statistisches Bundesamt (2006-b), S. 34

2 Zugunsten einer besseren Lesbarkeit wird darauf verzichtet, bei Bezeichnungen von Personen und Personengrup- pen stets auch die weibliche Form zu nennen. Begriffe wie „der Student“, „der Nutzer“, usw. implizieren in dieser Arbeit sowohl das männliche als auch das weibliche Geschlecht.

3 Vgl. Dirnbauer, Kurt (2000), S.10 ff. Usability lässt sich in diesem Kontext mit „Benutzerfreundlichkeit einer Webseite“ übersetzen. Usability oder Gebrauchstauglichkeit bezeichnet den Eignungsgrad einer Sache oder eines Systems in Bezug auf seinen Ver- wendungszweck. Diese Eignung beruht im Wesentlichen auf subjektiv und nicht objektiv feststellbaren Gebrauchseigenschaften. Die Beurteilung der Gebrauchstauglichkeit leitet sich aus individuellen Bedürfnissen ab (z.B. sollte eine Webseite für taube Menschen nicht über Geräusche, sondern über visuelle Motive navigiert werden). Eine wichtige Erkenntnis über Usability sollte sein, dass man kein Werkzeug entwickeln oder beurteilen kann, ohne genau verstanden zu haben, wer damit was machen möchte.

4 Vgl. Schneider, Wolfgang (1998), S. 4 ff.

5 Vgl. Schneider, Wolfgang (1998), S. 13 ff.

6 Vgl. Schneider, Wolfgang (1998), S. 34 ff.

7 So werden Funktionen genannt, mit denen die letzte vorgenommene Aktion rückgängig gemacht werden kann. Ver- sehentlich ausgeführte Aktionen oder Aktionen die nicht das gewünschte Ergebnis gebracht haben können so zu- rückgenommen werden.

8 Vgl. Schneider, Wolfgang (1998), S. 56 ff.

9 Bezeichnung für stark verkleinerte Vorschaubilder z.B. bei einer Bildergalerie.

10 Vgl. Schneider, Wolfgang (1998), S. 77 ff.

11 Vgl. Schneider, Wolfgang (1998), S. 95 ff.

12 Vgl. Schneider, Wolfgang (1998), S. 116 ff.

13 Vgl. Schneider, Wolfgang (1998), S. 134 ff.

14 Vgl. Kotler, Philip / Bliemel, Friedhelm (2006), S. 203

15 Vgl. Kotler, Philip / Bliemel, Friedhelm (2006), S. 204

16 Vgl. Weis, Hans Christian (1999), S. 112 ff.

17 Vgl. Kotler, Philip / Bliemel, Friedhelm (2006), S. 205

18 Vgl. Bruhn, Manfred (2001), S. 91

19 Vgl. Weis, Hans Christian (1999), S. 129

20 Vgl. Nieschlag, Dichtl, Hörschgen (1994), S. 738

21 Vgl. Unger, Fritz (1997), S. 100

22 Vgl. Kotler, Philip / Bliemel, Friedhelm (2006), S. 212 ff.

23 Vgl. Kotler, Philip / Bliemel, Friedhelm (2006), S. 213

24 Vgl. Vorlesung von Prof. Kaps am 17.05.2006, Fachhochschule Aschaffenburg

25 Vgl. Weis/Steinmetz (1995), S. 95

26 Vgl. Weis/Steinmetz (1995), S. 95/96

27 Vgl. Rogge, Hans Jürgen (1992), S. 132

28 Vgl. Hüttner, Manfred (1999), S. 105

29 Vgl. Kotler, Philip / Bliemel, Friedhelm (2006), S. 214

30 Vgl. Kotler, Philip / Bliemel, Friedhelm (2006), S. 214

31 Vgl. Online Forschung: Pretest Klassifikationsthema

32 Vgl. Kapitel 4

Details

Seiten
46
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638885294
ISBN (Buch)
9783638886703
Dateigröße
870 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v81797
Institution / Hochschule
Hochschule Aschaffenburg
Note
1,7
Schlagworte
Nutzungsverhalten Ansprüche Aschaffenburger Studenten Homepage Studentenvertretung Marktforschung

Autoren

Zurück

Titel: Nutzungsverhalten und Ansprüche der Aschaffenburger Studenten an die Homepage der Studentenvertretung