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Empiristische vs. rationalistische Wissenschaftstheorie

Abänderungen und Wandlungen des Empirismus unter dem Eindruck des Rationalismus. Eine autorenbezogene Einführung in die Thematik

Hausarbeit 2004 13 Seiten

Philosophie - Epochenübergreifende Abhandlungen

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Zweck und Anlage der Arbeit

2 Klärung der tragenden Begriffe der Untersuchung
2.1 Klärung von empirisch/empiristisch
2.2 Klärung von rational/rationalistisch

3 Vergleich empiristisches vs. rationalistisches Wissenschaftsverständnis
3.1 Das empiristische Wissenschaftsverständnis
3.2 Das rationalistische Wissenschaftsverständnis
3.3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede

4 Abänderungen und Wandlungen des Empirismus unter rationalistischen Einflüssen
4.1 Induktion und Deduktion als Methoden von Empirismus und Rationalismus
4.2 Empiristische Elemente bei Aristoteles
4.3 Empirismus in der Scholastik
4.4 Francis Bacon und der Empirismus
4.5 Empiristische Elemente bei Descartes
4.6 Empiristische Elemente bei David Hume
4.7 Empiristische Elemente bei Isaac Newton
4.8 Empiristische Elemente bei John Stuart Mill
4.9 Weitere Aspekte

5 Zusammenfassung und Fazit

1 Zweck und Anlage der Arbeit

Diese Arbeit macht es sich zur Aufgabe die empiristische Wissenschaftstheorie mit einem rationalistischen Wissenschaftsverständnis zu vergleichen und unter dem Eindruck dieses Vergleichs die Abänderungen und Wandlungen des Empirismus zu identifizieren. Dies geschieht jeweils in kurzen Abrissen und autorenbezogen. Aufgrund der Komplexität und Stofffülle wird jeweils nur ein Überblick gegeben, der den Leser mit einem Grundlagenwissen versorgen soll.

Die Untersuchung wird in Gliederungspunkt zwei die Begriffe empirisch/empiristisch und rational/rationalistisch von einander abgrenzen, um in Punkt drei die dazugehörigen Verständnisse von Wissenschaft zu vergleichen.

Danach wird anhand von Beispielen (Autoren) gezeigt, wie sich die empiristischen Auffassungen im Laufe der Zeit geändert haben und welchen Einfluß Philosophen mit rationalistischem Wissenschaftsverständnis darauf hatten (Ziffer 4).

Eine Zusammenfassung mit einer Bewertung durch den Verfasser runden die Untersuchung ab (Ziffer 5).

2 Klärung der tragenden Begriffe der Untersuchung

In diesem Abschnitt wird eine Begriffsklärung der tragenden Begriffe der Untersuchung geleistet. Zunächst soll geklärt werden, was empirisch/empiristisch heißt, dann wird auf das Begriffspaar rational/rationalistisch eingegangen.

2.1 Klärung von empirisch/empiristisch

“Empirie” ist ein aus dem Altgriechischen entlehntes Wort und bedeutet Erfahrung. Das Adjektiv “empirisch” bedeutet also “die Erfahrung betreffend”. Das Adjektiv “empiristisch” klassifiziert Auffassungen, die die Erfahrung in den Mittelpunkt stellen. Eine mögliche empiristische Auffassung ist es, wenn behauptet wird, dass neue Erkenntnisse nur aus Erfahrungen gewonnen werden können.

2.2 Klärung von rational/rationalistisch

“Rationalität” ist ein aus der lateinischen Sprache entlehntes Wort und leitet sich von “ratio” - “die Vernunft/ der Verstand” ab. “Rational” bedeutet daher “vernunftgemäß/ die Vernunft betreffend”. In der Umgangssprache wird “rational” mit “sinnvoll” gleichgesetzt. Im Folgenden wird “rational” in der zuerst genannten Bedeutung verwendet. “Rationalistisch” ist eine Kennzeichnung von Auffassungen, die die Vernunft – und eben nicht die Erfahrung – in den Mittelpunkt stellen. Eine mögliche “rationalistische” Auffassung ist die Behauptung a-priorischer Wahrheiten. Nach der vorläufigen Klärung der beiden Begriffspaare soll nun im folgenden Abschnitt ein Vergleich zwischen empiristischen und rationalistischen Wissenschaftsverständnissen erfolgen.

3 Vergleich empiristisches vs. rationalistisches Wissenschaftsverständnis

Zunächst wird auf die Grundzüge des empiristischen Wissenschaftsverständnisses eingegangen, dann wird das rationalistische Wissenschaftsverständnis vorgestellt, um anschließend Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszuarbeiten.

3.1 Das empiristische Wissenschaftsverständnis

Es soll zunächst nicht auf die verschiedenen Arten des Empirismus eingegangen werden (auf diese wird in Ziffer 4 ausgiebig Bezug genommen), sondern es sollen Merkmale identifiziert werden, welche ein Wissenschaftsverständnis, welches “empiristisch” genannt wird, auszeichen. Die weiter oben dargelegte Definition von “empiristisch” dient uns dabei als Ausgangsbasis. Wissenschaftstheorie, welche den Anspruch hat, Metawissenschaft zu sein (Wissenschaft der Wissenschaften), muss als empiristische Wissenschafstheorie der Erfahrung einen wichtigen Stellenwert bei der Aufstellung von Theorien, sowie bei der Überprüfung und Rechtfertigung derselben einräumen.

Erkenntnisse, die nicht durch Erfahrung gewonnen wurden oder im Extremfall nie durch Erfahrung überprüft werden können, werden als bloße subjektive Meinungen oder Spekulation abgetan, da sie nicht den Status von wissenschaftlichen Aussagen haben.

3.2 Das rationalistische Wissenschaftsverständnis

Auch hier lassen sich die Begriffe “rationalistisch” und Wissenschaftsverständnis problemlos verknüpfen. Wie aus der Definition ersichtlich wird, spielt hier vor allem die Vernunft und weniger die Erfahrung eine Rolle. Für Rationalisten sind rein logische und nicht-empirische Aussagen von größerer Bedeutung als für den Empiristen. Universelle Aussagen lassen sich nach diesem Verständnis nur mit Hilfe des Verstandes – nicht aber durch Erfahrung – gewinnen.

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Details

Seiten
13
Jahr
2004
ISBN (eBook)
9783638891622
ISBN (Buch)
9783638891615
Dateigröße
528 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v82386
Institution / Hochschule
FernUniversität Hagen – Institut für Philosophie
Note
Angenommen (ohne Benotung)
Schlagworte
Empiristische Wissenschaftstheorie

Autor

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Titel: Empiristische vs. rationalistische Wissenschaftstheorie