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Hörspiel im Deutschunterricht

Seminararbeit 2002 15 Seiten

Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Thema:

- Einleitung / Spielliste- Trailer- CD

- Was ist ein Hörspiel / Geschichte des Hörspiels
- Jugend- und Kinderhörspiele

- Integration des Hörspiels in den Unterricht
- Pro & Kontra

- Unterrichtseinheit mit dem Hörspiel „Homo Faber“ von Max Frisch
- Unterrichtsziel
- Unterrichtsplanung
- Stundenauf- Einteilung
- Zeitplanung
- Hausaufgaben

- 1.Stunde (ausgelegt auf 90min.)

- 2.Stunde (ausgelegt auf 45 min.)

- 3.Stunde (ausgelegt auf 90 min.)

- 4.Stunde

- 5.Stunde

- Lernziele der Unterrichtseinheiten

- 6.Stunde

- 7.Stunde

Einleitung

I n dieser Arbeit beschäftige ich mich mit dem Thema „Das Hörspiel im Deutschunterricht“. Es ist immer wieder ein „gern“ umstrittenes Thema in der Pädagogik, inwiefern das Hörspiel Bestandteil im Deutschunterricht sein kann, welche Anwendungsmöglichkeiten in welchen Situationen für dieses Medium angebracht sind. Es soll geklärt werden, was ein Hörspiel ist, wann es entstand, welche diskutierten Vor- und Nachteile es im Unterricht haben kann und wie eine Unterrichtseinheit zu diesem Thema aufgebaut sein könnte.

In meiner eigenen Schulzeit hat unsere Deutschlehrerin das Medium Hörspiel eingesetzt und ist damit auf sehr gute und mitarbeitsintensive Resonanz der gesamten Klasse gestoßen.

Aufgrund der Aktualität und dem steigenden Interesse der Öffentlichkeit an dem Hörspiel in den letzten Jahren, muss meiner Meinung nach auch eine neue Sicht im Bezug auf dessen Einsatz im Schulischen Unterricht aufgetan werden.

Als Einleitung zu dem Referat schlage ich vor, die beigelegte Trailer- CD des „Hörverlages“ anzuhören, um eine Vorstellung der unterschiedlichsten Arten von Hörspielen (inszeniert) und Hörbüchern (Vorlesung) zu bekommen.

Spielliste der Trailer- CD:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Was ist ein Hörspiel?/ Geschichte des Hörspiels

Zunächst soll geklärt werden, wie das Hörspiel entstanden ist und was eigentlich ein Hörspiel ist und welche unterschiedlichen Arten es gibt.

Das erste, eigens als Hörspiel geschriebene Stück, wurde 1924 ausgestrahlt. Es hieß „Zauberei auf dem Sender“ von Flesch und handelte von der „Entmündigung des Hörers durch die Übermächtige Institution Rundfunk“[1] und kurz darauf entstand „Spuk“(1925) von Gunold. Dieses war ein Handlungsspiel „in einem nur akustischen wahrnehmbaren Raum (Nacht).“[2]

Aufgrund der Konzentration auf funkadäquate Mittel wie Geräusche und Stimmen, diente „Spuk“ als Vorbild zur Weiterentwicklung des Hörspiels, während Fleschs` „Zauberei auf dem Sender“ erst Mitte der sechziger Jahre von Vertretern des experimentellen Hörspiels weiterentwickelt wurde.

Ende der Weimarer Republik, der sogenannten „ersten großen Hörspielzeit“[3], setzte sich vorrangig die Worthandlung in der Hörspieldramaturgie durch. Es wurden realistische Geräuschkulissen und Musik als symbolisches Ausdruckmittel eingebaut und arrangiert. Durch die Weiterentwicklung der Technik wurden auch die Effekte wie Aus-, Ein- und Überblenden von Stimmen, Geräuschkulissen und Gesprächen zur Qualitätserhöhung des Hörspieles und besserer Suggestion des Hörers eingesetzt. Das literarische Hörspiel war somit „erfunden“.

Aufgrund der neutralen politischen Position der Hörfunksender und dem wachsenden Druck der nationalen Kräfte waren Hörspiele mit politischem Inhalt, wie das 1932 vertonte Werk „Heilige Johanna der Schlachthöfe“ von Brecht, eher selten.

Während des dritten Reiches dienten die Hörspiele im Wesentlichen dazu, die Hetzkampagne gegen die Juden über den Äther zu senden. Es wurden Lustspiele eingespielt, mit deutlich antisemitischem Inhalt. Es wurden so gezielt Geräusche und Klangeffekte eingesetzt, und die Juden immer als böse, brutale Menschen oder Dämonen dargestellt, so dass sogar schon Kleinkinder, welche die Hörspiele im Radio hörten, zu Antisemiten erzogen wurden. Das Hörspiel konnte sich also während der Kriegsjahre nur als agitatorisches, propagandistisches Medium behaupten.

Die Gegenbewegung zu diesen faschistischen Hörspielen ist aufgrund ihrer schwierigen Materiallage kaum erforscht. Hörspiele mit Inhalten gegen die faschistische Macht wurde als Gegenpropaganda ausländischer Rundfunkanstalten genutzt.

Die Blütezeit erlebte das literarische Hörspiel in den 50er Jahren. Aufgrund des technischen Fortschritts und des öffentliche Interesses an diesem Medium schrieben immer mehr renommierte Schriftsteller, wie zum Beispiel Max Frisch oder Böll, eigens für das Produzieren von Hörspielen Werke.

[...]


[1] Brunhilde Dringenberg- Das Hörspiel im Deutschunterricht

[2] Ebd.

[3] Schwitzke 1983

Details

Seiten
15
Jahr
2002
ISBN (eBook)
9783638152631
ISBN (Buch)
9783640226856
Dateigröße
503 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v8240
Institution / Hochschule
Technische Universität Berlin – Fachdidaktik Deutsch
Note
2
Schlagworte
Deutschunterricht Unterricht Unterrichtsentwurf Homo Faber Max Frisch Hörspiel im Deutschunterricht Hörbuch Hörspiel

Autor

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Titel: Hörspiel im Deutschunterricht