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Die kirchliche Umweltbewegung in der DDR in den Jahren von 1971 bis 1989

Das kirchliche Forschungsheim Wittenberg

Magisterarbeit 2007 83 Seiten

Kulturwissenschaften - Europa

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Einführung in das Forschungsfeld
2.1 Die evangelischen Kirchen der DDR im Untersuchungszeitraum
2.1.1 Zahlen, Fakten und Hintergründe
2.1.2 Die Entwicklung der evangelischen Kirche seit 1968
2.2 Kirche und Opposition
2.2.1 Allgemeine Anmerkungen
2.2.2 Die Oppositionsgruppen
2.3 Die umweltpolitischen Rahmenbedingungen in der DDR

3. Die kirchliche Umweltbewegung
3.1 Ein Überblick
3.1.1 Der Beginn der Umweltbewegungen
3.1.2 Die vier Phasen der kirchlichen Umweltbewegung
3.2 Die Umweltgruppen
3.2.1 Die Charakteristik der Umweltgruppen
3.2.2 Die Aktivitäten der Gruppen
3.2.3 Die Publikationen
3.3 Die Staatssicherheit auf den Spuren der Umweltgruppen
3.3.1 Reaktionen und Arbeitsweise von SED und MfS zwischen 1971–1989
3.3.2 Zielpersonen und Zielgruppen des MfS
3.4 Opposition oder nicht?

4. Das Kirchliche Forschungsheim
4.1 Entstehung und Entwicklung
4.2 Die Arbeitsweise
4.2.1 Die Vertretertreffen 1983 bis 1989
4.3 Aktivitäten des KFH
4.3.1 Mobil-ohne-Auto
4.3.2 Der Öko-Fond
4.3.3 Das KFH in der Funktion des Herausgebers

5. Interpretation und Diskussion der Ergebnisse

6. Literaturverzeichnis

7. Anhang

1. Einleitung

Die Rolle der Kirchen in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) war immer ein politisches Problem. Sie waren die einzigen gesellschaftlichen Großorganisationen, die nicht in das System der DDR fest eingebunden werden konnten. In ihrem Umfeld formierten sich Opposition und Widerstand[1]. Die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages „Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur in Deutschland“ stellte fest, dass die Kirchen in der DDR die einzigen Institutionen waren, die nicht gleichgeschaltet wurden[2]. Es lässt sich feststellen, dass im Schutz der Kirchen abweichendes und widerständiges Verhalten sowie oppositionelles Handeln erprobt wurde[3]. Die Kirchen gewährten jenen Schutz, die sonst keinen Schutz fanden. Diese besondere Rolle der Kirche lässt sich aus dem Fakt heraus erklären, dass sie der einzige, relativ autonome Raum in einer von oben durchorganisierten Gesellschaft war[4]. Besonders junge Menschen fanden Offenheit, Toleranz, Gemeinschaft und vor allem Hoffnung.

Gegenstand dieser Arbeit ist es die Rolle der evangelischen Kirchen in der DDR am Beispiel der kirchlichen Umweltbewegung zu beleuchten. Betrachtet werden soll der Untersuchungszeitraum von 1971 bis 1989. Besonders hervorgehoben wird dabei das Kirchliche Forschungsheim in Wittenberg (KFH).

Die Idee zu diesem Thema entstand durch die Arbeit im KFH während eines ökologischen Jahres, durchgeführt durch die Verfasserin. Dort war die Problematik Kirche und Umweltarbeit in der DDR nach der Wiedervereinigung immer noch ein Thema. Nach 1989 galt das Hauptaugenmerk weiterhin der Ökologie sowie dem umweltbewussten Handeln innerhalb und außerhalb der Kirchen. Im Jahr 2005 wurde das KFH an die Evangelische Akademie Sachsen-Anhalts angegliedert und als Forschungsstelle Ökologische Bildung und Beratung weitergeführt und ausgebaut.

Wird die Geschichte der DDR betrachtet, so muss zwangsläufig auch immer die Geschichte der Opposition berücksichtigt werden. Das Entstehen der Opposition weist auf die Ursachen der lang anhaltenden Systemkrise der DDR hin. Es bildeten sich im Laufe der Zeit die verschiedensten oppositionellen Gruppierungen heraus, dazu gehörten Friedens-, Menschenrechts-, Umwelt-, Zweidrittelwelt- und Frauengruppen. Diese politisch alternativen Gruppen wollten sich nicht zurückziehen oder anpassen, sondern die Gesellschaft verändern. Das Dreiecksverhältnis zwischen Kirche, Staat und den aktiven Gruppen entstand Ende der 70er Jahre. Da es in der DDR keine Presse- und Versammlungsfreiheit gab, waren die Gruppen auf Räume und Vervielfältigungsmöglichkeiten sowie auf den rechtlichen Schutz der Kirche angewiesen[5]. Die Gruppen blieben während ihrer Arbeit sachlich und auch personell mit den Kirchen eng verbunden. Es kann gesagt werden, dass die Kirche als Schutzdach für die Oppositionsbewegung wirkte[6]. Die kirchliche Umweltbewegung war ein Teil der umfassenderen Oppositionsbewegung in der DDR.

Zu den Tabus in der DDR-Öffentlichkeit gehörte das Thema Umweltschutz. In den 80er Jahren beruhten die Vorschriften zur Geheimhaltung von Umweltinformationen vor allem auf dem Beschluss des Ministerrats vom 16. November 1982 der „Anordnung zur Gewinnung oder Bearbeitung zum Schutz von Informationen über den Zustand der natürlichen Umwelt in der DDR“[7]. Dies hatte zur Folge, dass es seit dem 16. November 1982 offiziell keine Umweltprobleme mehr gab. Über die gesundheitlichen Folgen der Umweltverschmutzung in der DDR wurde schon seit den 70er Jahren nicht mehr berichtet[8]. Für den Umweltschutz fehlten finanzielle und technische Voraussetzungen. Die Umweltzerstörung hatte zu dieser Zeit in der DDR schon verheerende Ausmaße angenommen. „Schon 1969 galten 10% (= 300000 ha) der Waldfläche in der DDR als durch Luftverschmutzung, besonders Schwefeldioxid (…), gefährdet bzw. geschädigt“[9]. In der Kirche versammelten sich nun Menschen, die etwas für die Rettung der Umwelt tun wollten. 1987 schätzte man ungefähr 70 Umweltgruppen in der DDR, die eine Stärke von sechs bis 60 Mitglieder hatten[10].

Das KFH, das 1927 durch Otto Kleinschmidt in Wittenberg gegründet wurde und dessen Hauptaufgabe am Beginn seiner Entstehung der Dialog zwischen Theologie und Naturwissenschaft war, nahm dabei eine koordinierende Stellung ein. Die ökologische Frage wurde ab Mitte der 70er Jahre zum Arbeitsschwerpunkt des KFH. Es entwickelte sich in den ersten Jahren der Umweltbewegung zu einem sehr wichtigem Umwelt- und Forschungszentrum. Dort wurden die jährlichen Koordinationstreffen der Umweltgruppen organisiert. Es ermöglichte die Herausgabe von Umweltzeitschriften und rief zu überregionalen Aktionen auf. Seit 1979 nahm das KFH sehr rasch an Bedeutung zu und war als Anlaufpunkt sowie als Koordinationsstelle entscheidend am Aufbau der kirchlichen Umweltbewegung beteiligt.

Seit der Wiedervereinigung sind mit Hilfe der verfügbaren Archivbestände, aber auch unter der Einbeziehung regionaler und persönlicher Überlieferungen, schon zahlreiche Einzeluntersuchungen zur Situation der Kirche in der DDR entstanden. Auch eine Vielzahl von Autobiografien und Biografien sind erschienen. Dabei zu beachten ist, dass die kirchliche Aktenüberlieferung wesentlich knapper ausfällt, als die der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) und des DDR-Staates, was dazu führen könnte, dass das kirchliche Handeln zu sehr mit Hilfe der Akten des SED-Staates analysiert wird. Einige der wenigen authentischen schriftlichen Quellen ist der Samisdat, der das geistige Leben im Sozialismus vor dem völligen Ersticken bewahrt hat[11]. Samisdat bedeutet Selbstverlag von Büchern und Zeitschriften, die nicht erscheinen dürfen. Eine Besonderheit des DDR-Samisdat waren ökologische Texte und Recherchen, die das authentische Bild dessen, was geschehen war, widerspiegeln[12]. Die Schriften der evangelischen Kirche, die einen politischen Inhalt hatten, zählen zu den Wurzeln des Samisdat. Es ist heute möglich, die Geschichte der Kirchen in der DDR angemessen aufzuzeigen. Allerdings liegen nur wenige Arbeiten zur kirchlichen Umweltbewegung vor. In Untersuchungen zur DDR-Oppositionsbewegung finden sich Aspekte über die Umweltbewegung, die als Teil der Oppositionskräfte beschrieben werden. Spezielle Arbeiten zum KFH gibt es zurzeit noch nicht. In der Literatur zur Umweltbewegung findet es immer wieder Erwähnung, aber ausführlichere Arbeiten sind noch nicht erschienen. Zur Bearbeitung dieses Schwerpunktes wurde sich auf die Materialien des KFH gestützt. Dazu gehören Briefwechsel zwischen dem Forschungsheim, verschiedenen Institutionen sowie kirchlichen Mitarbeitern, die Schriften des KFH und die Protokolle verschiedener Treffen und Sitzungen. Bis Ende 2006 befanden sich diese Materialien noch im Forschungsheim Wittenberg. Um eine gewissenhafte Aufbewahrung und Aufarbeitung zu gewährleisten, hatte sich die Evangelische Akademie Sachsen-Anhalts entschlossen, die gesamten Schriften der Robert-Havemann-Gesellschaft in Berlin zu übergeben. Das dort ansässige Matthias-Domaschk-Archiv soll die Aufarbeitung und Katalogisierung übernehmen. Dies ist leider bis zum heutigen Zeitpunkt noch nicht geschehen. Trotzdem wurde es ermöglicht, mit dem noch unarchivierten Material zu arbeiten. Um eine gewisse Übersichtlichkeit zu gewähren, hat die Verfasserin im Literaturverzeichnis eine Auflistung des genutzten Materials vorgenommen, welches auf die gleiche Weise auch in den Fußnoten verwendet wird.

Im ersten Teil der Arbeit werden die theoretischen Grundlagen dargelegt. Die Entwicklung der evangelischen Kirche und ihre Oppositionsrolle sowie die umweltpolitischen Rahmenbedingungen in der DDR werden hier besonders genau betrachtet.

Der zweite Teil der Arbeit befasst sich mit der Entwicklung der kirchlichen Umweltbewegung, welche anhand ausgewählter Literatur als Überblick, beginnend in den 80er Jahren, systematisch dargestellt wird. Hierbei soll der Beginn der Umweltbewegung skizziert werden, um dann genauer auf die kirchlichen Umweltgruppen, die Bestandteil der Opposition waren, einzugehen. Die Arbeit beschäftigt sich ausschließlich mit der Rolle der evangelischen Kirchen. Die katholische Kirche wird in diesem Zusammenhang nicht berücksichtigt.

Hauptsächlich auf Protokolle, Berichte und Briefwechsel des KFH stützt sich der dritte Teil der Arbeit, in dem es gilt, das Wirken und Schaffen des Forschungsheims im Zusammenhang mit der kirchlichen Umweltarbeit darzustellen. Fand eine Vernetzung zwischen den Gruppen statt? Wie sah die Arbeit des KFH aus? Welche Aktionen wurden initiiert und durchgeführt? Welche Schriften entstanden dort? Wurde politisch gearbeitet?

Abschließend gilt es die Ergebnisse darzustellen und einen Ausblick auf weitere Forschungsmöglichkeiten zu geben.

Der Umfang der Arbeit lässt es nicht zu, den kompletten Zeitraum im Detail zu betrachten. Von 1971 bis 1989 wird überblicksartig der historische Hintergrund dargestellt. Bei der Aufarbeitung der Materialien des KFH musste sich auf einen wesentlich kürzeren Zeitraum beschränkt werden. Hier sollen die Jahre 1980 bis 1989 im Vordergrund stehen. Schwerpunkte bilden die Vertretertreffen der kirchlichen Umweltgruppen, welche ab 1983 stattfanden und von der Forschungseinrichtung in Wittenberg organisiert wurden. Weiterhin sind die Publikationen des Forschungsheims, insbesondere die Zeitschrift „Briefe zur Orientierung im Konflikt Mensch-Erde“ (Briefe) und die Publikation „Die Erde ist zu retten“ von großer Relevanz zur Bearbeitung des Themas.

2. Theoretische Einführung in das Forschungsfeld

2.1 Die evangelischen Kirchen der DDR im Untersuchungszeitraum

2.1.1 Zahlen, Fakten und Hintergründe

1989 zählten die evangelischen Landeskirchen in der DDR circa 4,4 Millionen Mitglieder in 6200 Gemeinden wo von etwa 4000 Geistliche waren[13]. Zu ihrem Besitz zählten über 170000 Hektar (ha) landwirtschaftliche Nutzfläche und 33000 ha Wald[14]. Weiterhin konnten sie eine eigene Nachrichtenagentur, fünf Wochenblätter mit einer Gesamtauflage von 157000 Exemplaren, zwei Verlage, die Evangelische Verlagsanstalt Berlin und die Evangelische Hauptbibelgesellschaft Altenburg sowie zahlreiche konfessionelle Schulen und andere Bildungseinrichtungen ihr eigen nennen[15].

Zum Bund der Evangelischen Kirchen (BEK) gehörten acht Landeskirchen: die Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg, die Evangelische Kirche der Kirchenprovinz Sachsen, die Evangelische Landeskirche Greifswald, die Evangelische Landeskirche Anhalt, die Evangelische Landeskirche des Görlitzer Kirchengebietes, die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsen, die Evangelisch-Lutherische Landeskirche in Thüringen und die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Mecklenburg[16]. Die DDR-Kirchen waren Volkskirchen[17]. Die Kirchen bildeten zwar innerhalb der DDR-Gesellschaft den einzigen größeren nicht-gleichgeschalteten Raum, waren aber dennoch nicht staats- und parteifreier[18].

Die Kirche führte ein Eigenleben, welches weitgehend selbst gestaltet werden konnte. Die Kirchenorganisation, ihre Einrichtungen, Ausbildungsstätten, Archive, Verlage und das Pressewesen unterlagen zwar Beschränkungen seitens des Staates, konnten aber doch unabhängig arbeiten. Themen, Personalfragen und Veranstaltungen wurden weitestgehend von der Kirche selbst bestimmt. In der Jungen Gemeinde und in den Studentengemeinden wurden Themen und Probleme aller Art diskutiert. Die Kirche verfügte über eigene Kommunikationsnetze, wozu regionale und überregionale Zeitschriften, Dienstanweisungen und Rundschreiben gehörten. Sie alle waren mit dem Vermerk „nur für den innerkirchlichen Dienstgebrauch“ versehen und somit seit 1959 von der offiziellen Genehmigungspflicht für Druckerzeugnisse ausgenommen[19]. Auf Gemeinderäte, Synoden, kirchliche Gremien, Institutionen und Veranstaltungen wirkte der Staat nicht auf Inhalt und Auswahl ein, kontrollierte jedoch immer.

2.1.2 Die Entwicklung der evangelischen Kirche seit 1968

Die gesamtdeutsche Organisation der Evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD) wurde von der Führung der DDR immer mehr als Belastung ihres Anspruchs auf Eigenstaatlichkeit angesehen. Die letzten gesamtdeutschen Verbindungen sollten zerschlagen werden und sie kamen ihrem Ziel mit dem Mauerbau im August 1961 immer näher. Seit der Schließung der Grenzen waren gemeinsame Tagungen des Rats der EKD und ihrer Synoden nicht mehr möglich. Deshalb wurde 1963 die Möglichkeit geschaffen, örtlich getrennte Tagungen durchzuführen[20]. Als die Regierung der Bundesrepublik Deutschland (BRD) mehr Entgegenkommen in der Ostpolitik zeigte, steigerte die DDR-Regierung ihren Druck auf die gesamtdeutschen Einrichtungen und Verbindungen der Kirche, da die Abgrenzung von der BRD beschleunigt werden sollte[21]. Ab 1966 definierte die SED die vollständige Spaltung der EKD als politisches Nahziel unter massiven Anstrengungen[22]. Im Rahmen der Abgrenzungspolitik muss auch die neue Verfassung vom 6. April 1968 gesehen werden. Die Kirchen konnten erreichen, dass die Grundrechte der Glaubens- und Gewissensfreiheit sowie des religiösen Bekenntnisses wieder in den Verfassungstext aufgenommen wurden[23]. Aber das Drängen der DDR-Führung auf Loslösung der DDR-Kirchen von der EKD wurde immer stärker. Diesem Druck konnte nicht standgehalten werden und Bischof Moritz Mitzenheim erklärte am 29. Februar 1968, dass die Staatsgrenzen der DDR, auch die Grenze für die kirchlichen Organisationsmöglichkeiten bildeten[24]. Am 10. Juni 1969 konstituierte sich durch eine Verlautbarung der Konferenz der Evangelischen Kirchenleitungen der Bund der Evangelischen Kirchen.

Es bildete sich die Formel „Kirche im Sozialismus“ heraus. Diese Formulierung geht auf die Entschließung der Eisenacher Bundessynode von 1971 zurück, in der es hieß, „ (…) man wolle nicht Kirche neben, nicht gegen, sondern Kirche im Sozialismus sein“[25]. So formierte sich in der Kirche rasch eine Gegenöffentlichkeit. Es wurde dazu aufgerufen, aus der politischen Abstinenz herauszutreten, um in und mit der Gesellschaft zu arbeiten. Gegen Ende der 70er Jahre entspannte sich das Verhältnis zwischen Staat und Kirche, auch im Hintergrund der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) 1975. Diese eingeleitete Integration der evangelischen Kirchen in das System der SED-Diktatur erlebte durch die Selbstverbrennung des Pfarrers Oskar Brüsewitz 1976 in Zeitz einen herben Einbruch[26]. Der Pfarrer entzündete sich selbst in der Fußgängerzone in Zeitz vor der Michaeliskirche. Der Tod von Brüsewitz hatte einen Stein ins Rollen gebracht, der auf Dauer nicht mehr aufgehalten werden konnte. Der tiefe Graben zwischen Kirche und Staat konnte nun nicht mehr verdeckt werden.

Im Mai 1971 wurde Walter Ulbricht von seiner Funktion entbunden. Sein Nachfolger als 1. Staatssekretär wurde Erich Honecker. Durch diesen Wechsel kam es weder zu einem grundsätzlichen personellen noch politischen Bruch in der DDR-Politik. Nur in einigen Bereichen konnte man eine Modifizierung in der Politik wahrnehmen. Politische Spannungen versuchte man mit einer umfangreichen Sozialpolitik auszugleichen. In der Kulturpolitik konnte man sogar von einer schrittweisen Liberalisierung sprechen, welche allerdings 1976 mit der Ausbürgerung von Wolf Biermann ein jähes Ende fand. Die Ausbürgerung Biermanns war ein einschneidendes Erlebnis für die Künstler- und Dissidenten-Szene der DDR. Die Hoffnungen auf eine gesellschaftliche Liberalisierung wurden zerstört.

Die Beziehungen zwischen Staat und Kirche waren nicht vertraglich geregelt, deshalb kamen die Vertreter beider Seiten immer wieder zu Spitzengesprächen zusammen. Solche Gespräche fanden 1978, 1983, 1985 und 1988 statt. Das Gespräch am 6. März 1978 zwischen Erich Honecker und dem Vorstand des Kirchenbundes diente der Regulierung des allgemein als lähmend empfundenen gesellschaftlichen Drucks. Es war gleichzeitig das einzige Treffen zwischen der DDR-Führung und der Leitung des BEK. Den Kirchen wurde dabei mehr Raum für Aktivitäten zu gebilligt[27]. Es wurde allerdings auch hier kein Vertrag unterzeichnet, nur praktische Sachen wurden geregelt, wie die Altersversorgung für Pfarrer, die Pachtzahlungen für kirchliches Ackerland genutzt von landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften sowie Erleichterungen für konfessionelle Kindergärten[28]. Der Staat erkannte öffentlich die evangelische Kirche als eine Art gleichberechtigten Verhandlungspartner an. Die deutschlandpolitische Kompetenz der Kirchen wuchs. Sie erhielten zwar einen gewissen Freiraum, zugleich stieg der Druck auf die Kirchenführung, als Kontrollorgane gegen regimekritische Aktivitäten unter dem Schutzdach der Kirche zu fungieren[29]. Entscheidende Entwicklungen vollzogen sich zu Beginn der 80er Jahre durch unabhängige Gruppen und Basisinitiativen, die sich im Raum der Kirche gebildet hatten[30]. Die DDR-Führung konnte die entstehende Opposition nicht mehr aufhalten. Der Konziliare Prozess im Februar 1987 und die Ökumenischen Versammlungen für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung vernetzten die Opposition weiter miteinander und waren auf Öffentlichkeit ausgelegt. Mit dem Beginn des konziliaren Prozesses hatten sich die christlichen Kirchen in der DDR an die Spitze der Opposition gesetzt[31]. Die Friedensgebete von 1989 wurden zu Keimzellen des Massenprotests.

2.2 Kirche und Opposition

„Opposition beansprucht legale politische Tätigkeit und versucht, auf der Grundlage verbindlicher Normen und verbindlichen Rechtes die Machtträger zur Einhaltung dieser Normen zu veranlassen, um deren Macht zu begrenzen“[32].

Es lassen sich analog zur Rechtsentwicklung in der DDR-Geschichte vier verschiedene Typen von Opposition erkennen[33]:

- die politische Opposition der demokratischen Parteien von 1945 bis 1949,
- die oppositionellen Funktionen der Evangelischen Kirchen,
- die Kulturopposition Mitte der 70er Jahre und
- die Opposition von Marxisten.

Gegen Ende der 70er Jahre entstand ein Dreiecksverhältnis zwischen Kirche, Staat und aktiven Gruppierungen, die sich mit Friedens-, Umwelt- und Menschenrechtsfragen beschäftigten[34]. Gleich war allen Elementen des Dreiecksverhältnisses, dass sie intern nicht homogen waren. Die Kirchen haben unter Berufung auf geltendes Recht nicht nur ihre eigenen Interessen wahrgenommen, sondern auch soziale und politische Ziele von Gruppen und einzelnen Menschen vertreten[35]. In den Kirchen wuchsen Ersatzgesellschaften zusammen, da die Kirche, trotz aller nachteiligen Behinderungen, eine unabhängige Organisations- und Kommunikationsstruktur besaß. Die Kirche nahm also eine oppositionelle Funktion wahr.

Eine interessante Frage ist auch, warum sich die Kirche den Oppositionsgruppen öffnete? Dies kann damit beantworten werden, dass die Kirche nicht nur den Anspruch hatte, für ihre Mitglieder da zu sein, sondern sich auch für Nichtmitglieder öffnen wollte. Die Kirche öffnete sich auch den Oppositionsgruppen, da sie die gleichen Interessen wie Frieden, Umwelt und Gerechtigkeit hatten. Sie versuchte den Anschluss an die Gesellschaft wieder zu gewinnen. Durch die Gruppenbildung sah die Kirche die Möglichkeit ihre Basis zu erweitern[36].

2.2.1 Allgemeine Anmerkungen

Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) listete 1988 160 Gruppen auf, von denen es ungefähr 150 als kirchliche Basisgruppen einschätzte[37]. Diese wurden aufgeschlüsselt in 25 Friedens-, 49 Öko- sowie 23 Friedens- und Umweltgruppen, sieben Frauen-, drei Ärzte-, zehn Menschenrechts- und 39 Zweidrittelweltgruppen[38]. Zu diesen Basisgruppen gehörten zum Beispiel der Montagskreis Weimar, der Aktionskreis Halle, die Umweltbibliothek Berlin (UB), die Ökologische Arbeitsgruppe Halle und Kirche von unten. Nach Angaben des MfS im Jahr 1985 lag die Zahl der ständigen Mitglieder in den Umweltschutzgruppen bei 550 bis 600 Personen[39]. Von 1969 bis 1990 erschienen im Selbstverlag rund 130 Zeitschriften, Informationsdienste und Zeitungen[40]. Das MfS sprach Mitte 1989 von etwa 25 regelmäßig erscheinenden politischen Samisdat- Blättern in der DDR[41]. Sieben davon erschienen in Berlin, fünf im Bezirk Leipzig, vier im Bezirk Halle und zwei bis drei in den Bezirken Dresden und Karl-Marx-Stadt[42].

Mit Opposition sollten Gruppierungen und einzelne Personen gemeint sein, die den Sozialismus verbessern wollten und in der DDR eine gerechtere, menschenfreundlichere und demokratischere Gesellschaft aufbauen wollten. Zur Opposition wurden sie erst, weil der Staat sie sofort verdächtigte[43]. Gerade die Mitglieder der Umweltbewegung wollten den Sozialismus nicht abschaffen, sondern lediglich die Lebensbedingungen der Bevölkerung verbessern.

Anfangs war die kirchliche Opposition Angelegenheit der Kirchenleitungen. Dies änderte sich 1961 mit dem Bau der Mauer in der DDR. Die Kirchen wirkten nun als Schutzraum für die erstarkende Oppositionsbewegung.

Von 1979 bis 1983 waren immer mehr Menschen bereit, Opfer auf sich zu nehmen und die Anliegen der Opposition mit zu tragen. Dies geschah in vielfältigen Aktionen, Gottesdiensten, Demonstrationen, Fahrradfahrten und Baumpflanzaktionen[44]. Die Kommunikation unter den Gruppen verbesserte und stabilisierte sich. Die Themenvielfalt wurde ausgeweitet und wurde immer professioneller im Umgang mit der Öffentlichkeit und den Medien. 1984 kann als das Jahr der Resignation bezeichnet werden. Rückläufige Beteiligung und Erschwernisse durch kirchliche und staatliche Stellen belasteten zwar die oppositionelle Bewegung, dennoch rissen die Aktivitäten nicht ab.

Ab 1987 erweiterte sich der politische Aktionsrahmen der Opposition und der oppositionelle Samisdat wuchs in großem Umfang weiter an. Es bildeten sich neue Strukturen und Kommunikationsnetze, die ein Gegengewicht zu der anhaltenden kirchlichen Eindämmungspolitik darstellten[45].

Da die Kirche hierarchisch strukturiert war und die Gruppen sich um eine Basisdemokratie bemühten, entstanden auch zwischen der Kirche und den einzelnen Gruppen Spannungen. Die Gruppierungen warfen den Kirchen eine Unterdrückung nach innen und eine Anpassung nach außen vor. Die Kirchen waren der Meinung, dass die Gruppen das Verhältnis zwischen Staat und Kirche gefährdeten[46]. Schon in der ersten Hälfte der 80er Jahre gab es Konflikte zwischen den Gruppen und der Kirche, die sich Mitte der 80er Jahre mit der zunehmenden Politisierung der Gruppen noch verstärkten. Die innerkirchliche Diskussion um die Gruppen wurde immer polemischer. Trotzdem schützte die Kirche die Gruppen, beispielsweise durch Synodenbeschlüsse weiter. Die Kirchenvertreter waren sich einig darüber, die Gesellschaft der DDR zu demokratisieren, die Umweltbedingungen zu verbessern, uneinig aber darin, über die Wege die sie gehen wollten[47]. Die Gruppen wollten öffentliche Aktionen nutzen, die Kirchen wollten lieber verhandeln.

2.2.2 Die Oppositionsgruppen

Bis zum Ende der 70er Jahre bestand die politische Opposition überwiegend aus einzelnen Personen und kleinen Gruppen. Anfang der 80er Jahre bildete sich vor allem in der evangelischen Kirche eine neue politische Opposition aus Basisgruppen heraus[48]. Der politische Widerstand hatte nun eine Massenbasis und einen sozialen Hintergrund. Die Gruppen hatten informellen Charakter und behandelten Themen globaler Natur. Diese neuen Gruppierungen waren themenorientiert, die sozialethischen Anliegen kreisten um die globalen Gefährdungslagen. Dazu gehörten Friedensthemen, Menschenrechte und die Erhaltung der Umwelt. Es entstanden Friedens-, Menschenrechts- und Umweltgruppen, später auch Frauen- und Dritte-Welt-Gruppen[49].

Kirchliche Gruppen verstanden sich lange Zeit nicht als direkte Gegenseite zum Staatssystem. Ihr Ziel war die Reformierung. Dennoch wurde ihnen zusehend die Rolle einer politischen Opposition zugetragen.

Der DDR-Staat reagierte auf die entstehenden Gruppen unterdrückend. Typisch waren Bespitzelung, Zersetzung, Unterwanderung und Strafverfolgung, ausgeführt vom MfS und der Justiz. Die Gruppen gehörten zum inneren Feind des Staatsapparats.

Bis zur Mitte der 80er Jahre entstand ein sehr breites Spektrum unterschiedlich orientierter Basisgruppen in den evangelischen Kirchen der DDR[50]. In den Gruppen dominierten Personen mit einem höherqualifizierten Abschluss, wie beispielsweise kirchliche Mitarbeiter und Personen aus sozialen Berufen, die ihr politisches Engagement damit begründeten, zu den gesellschaftlichen Veränderungen in der DDR beitragen zu wollen[51]. Ab Mitte der 80er Jahre stieg die Anzahl der Mitglieder der Gruppen im Raum der evangelischen Kirche. Es entstand eine zweite Öffentlichkeit mit Informationsblättern, Zeitschriften, Bibliotheken und Veranstaltungen. Zu den Zielen der Gruppenmitglieder gehörte die Herstellung von Öffentlichkeit, Demokratie und Pluralismus in der DDR[52]. Die konkreter werdenden Forderungen grundlegender Menschenrechte wurden von der hoffnungsvollen Entwicklung in der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR) seit dem Machtantritt von Michail Gorbatschow begleitet[53]. Die Politik von Glasnost und Perestroika, von Umgestaltung und Transparenz von innen nach außen, stärkte die politisch alternativen Gruppen in ihrem Engagement für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Sie erschien weiten Teilen der DDR-Bevölkerung als ein hoffnungsvoller Schritt heraus aus wirtschaftlichem Stillstand und politischer Unterdrückung[54]. Die zunehmende Vernetzung und die anwachsende Zahl von Veröffentlichungen stießen natürlich bei den staatlichen Stellen auf immer größeres Misstrauen.

Die Kirchen boten in der DDR quasi den einzigen autonomen Raum für die Gruppen und wurden zu Versammlungsorten. Es handelte sich aber nicht nur um eine christliche Bewegung, obgleich unter den Mitgliedern viele Christen und Theologen waren.

Das Verhältnis zwischen den Gruppen und den Kirchenleitungen war und blieb bis zum Ende der DDR kompliziert. Durch die Arbeit der Gruppen geriet die Kirche in einen Wandlungsprozess. Es wurden in der evangelischen Kirche und in ihren Gemeinden immer wieder zahlreiche Konflikte ausgelöst, mitunter dadurch, dass sich die Gruppen als autonom definierten und von der Kirche nicht bevormundet oder reglementiert werden wollten. Die Landeskirchen standen immer unter erheblichem Loyalitätsdruck und waren teilweise durch die Arbeit der Gruppen verunsichert. Zugleich aber stellte die neue Bewegung in den 80er Jahren die innovatorische Potenz in der Kirche dar und trug so zum sozialen sowie zum politischen Bedeutungszuwachs der Kirche bei[55].

Die Gruppen wurden vom DDR-System natürlich nicht anerkannt. Die stillschweigende Duldung war nur möglich, da sie sich im Schutz der evangelischen Kirchen befanden[56]. Das MfS überwachte ihre Arbeit und versuchte sie zu unterwandern. Die Möglichkeit zur Artikulation war in der DDR sehr eingeschränkt. Ein ungehinderter Zugang zur Öffentlichkeit war ebenfalls kaum möglich, da die Medienpolitik gesteuert war und Pressezensur, Spitzelwesen, Verbote, Verhaftungen und Beschlagnahmung von Materialien dieses Anliegen erschwerten[57].

Aus den informellen Gruppen entstanden die Bürgerbewegungen, die erst 1989 an die Öffentlichkeit traten[58].

2.3 Die umweltpolitischen Rahmenbedingungen in der DDR

Die Umweltverschmutzung hatte bis 1970 in der DDR stark zugenommen. Verstärkte Anstrengungen im Umweltschutz führten dazu, dass dieser 1968 in der Verfassung verankert wurde. Im Mai 1970 wurde das Landeskulturgesetz verabschiedet mit der Absicht, den Umweltschutz in die Produktion und in die Wirtschaftsplanung zu integrieren. Im November 1971, nach der Verabschiedung des Landeskulturgesetzes, gründete die DDR ein Ministerium für Umweltschutz und Wasserwirtschaft[59]. All diese Initiativen gingen von zentralen staatlichen Stellen und der Wissenschaft aus. Schon kurz nach 1971 erlahmte der umweltpolitische Elan staatlicher Stellen in der DDR. Diese Initiativen kosteten viel Geld. Hinzu kamen Mitte der 70er Jahre noch die wirtschaftlichen Engpässe in der DDR, sodass es zu einem Umdenken in der SED kam. Der Umweltschutz hatte seitdem nur noch eine ideologische Funktion in der SED-Politik und die Regierung verdrängte systematisch die Umweltprobleme in der DDR[60]. Weder das Zentralkomitee der SED noch das Politbüro befasste sich weiter mit dem Thema Umwelt. Der Umweltminister Dr. Hans Reichelt wurde folglich von der politischen Führung weitgehend ignoriert. Umweltpolitik und Umweltschutz hatten im politischen System der DDR einen sehr geringen Stellenwert. Im Jahre 1982 wurde sogar beschlossen, dass alle DDR-Umweltdaten geheim gehalten werden sollten. Die Folgen waren sehr nachteilig für die Umweltpolitik. Selbst die von den Umweltgruppen ermittelten Daten unterstanden der staatlichen Zensur. Es kann fast gesagt werden, dass die Zahlen und Fakten über Umweltschäden eines der bestgehütetsten Geheimnisse in der DDR war. Die DDR-Bevölkerung erhielt über den Zustand ihrer Umwelt kaum Informationen und so konnte sich nur schwer ein spezifisches Umweltbewusstsein entwickeln. Nur unter dem Dach der Kirche war es den Umweltgruppen möglich eine kritische Gegenöffentlichkeit zu schaffen. Da die Bevölkerung so unzureichend über den wirklichen Zustand der Umwelt informiert war, fehlte für sie ein Motiv, um sich für den Umweltschutz zu engagieren.

[...]


[1] Maser, Peter, Kirchen in der DDR, Bonn 2000, S.6f.

[2] Ebd., S.7.

[3] Ebd., S.9.

[4] Wensierski, Peter, Von oben nach unten wächst gar nichts. Umweltzerstörung und Protest in der DDR, Frankfurt am Main 1986, S.162.

[5] Israel, Jürgen (Hrsg.), Zur Freiheit berufen. Die Kirchen in der DDR als Schutzraum der Opposition 1981–19 89, Berlin 1991, S.11.

[6] Maser, Kirchen, S.129.

[7] Wünsche, Nadine, Entwicklung oppositioneller Kräfte in der DDR während der 80er Jahre, untersucht am Beispiel der Umweltproblematik, Leipzig 1999, S.16.

[8] Rühle, Ray, Entstehung von politischer Öffentlichkeit in der DDR, Münster 2003, S.77.

[9] Kirchliches Forschungsheim (Hrsg.), Die Erde ist zu retten. Umweltkrise-christlicher Glaube-Handlungsmöglichkeiten, 2. Auflage, Wittenberg 1985, S.3.

[10] Brinksmeier, Burghard, Die Gruppen und die Kirche, in: Israel, Jürgen (Hrsg.), Zur Freiheit berufen. Die Kirchen in der DDR als Schutzraum der Opposition 1981–1989, Berlin 1991, S.52.

[11] Jordan, Carlo, Kloth, Hans Michael (Hrsg.), Arche Nova. Opposition in der DDR. Das “Grün-ökologische Netzwerk Arche” 1988- 90, Berlin 1995, S.7.

[12] Jordan, Kloth (Hrsg.), Arche Nova, S. 8.

[13] Maser, Kirchen, S.11.

[14] Ebd., S.12.

[15] Wolle, Stefan, Die heile Welt der Diktatur. Alltag und Herrschaft in der DDR 1971–1989, Bonn 1999, S.248.

[16] Ebd., S.12.

[17] Nowak, Kurt, Zum historischen Ort der Kirchen in der DDR, in: Vollnhals, Clemens (Hrsg.), Die Kirchenpolitik von SED und Staatssicherheit. Eine Zwischenbilanz, Berlin 1996, S.22.

[18] von zur Mühlen, Patrick, Aufbruch und Umbruch in der DDR. Bürgerbewegungen, kritische Öffentlichkeit und Niedergang der SED-Herrschaft, Bonn 2000, S.28.

[19] Ebd., S.29.

[20] Maser, Peter, Glauben im Sozialismus. Kirchen und Religionsgemeinschaften in der DDR, Berlin 1989, S.78.

[21] Goeckel, Robert, Thesen zu Kontinuität und Wandel in der Kirchenpolitik der SED, in: Vollnhals, Clemens (Hrsg.), Die Kirchenpolitik von SED und Staatssicherheit. Eine Zwischenbilanz, Berlin 1996, S.31.

[22] Maser, Kirchen, S.24.

[23] Maser, Glauben, S.70.

[24] Ebd., S.81.

[25] Wolle, Die heile Welt, S.250.

[26] Maser, Kirchen, S.26.

[27] Maser, Glauben, S.71.

[28] Wolle, Die heile Welt, S.254.

[29] von zur Mühlen, Aufbruch, S.31.

[30] Maser, Glauben, S.28.

[31] Israel, Freiheit, S.11.

[32] Neubert, Ehrhart, Was waren Opposition, Widerstand und Dissidenz in der DDR? Zur Kategorisierung politischer Gegnerschaft, in: Kuhrt, Eberhard (Hrsg.), Am Ende des realen Sozialismus: Beiträge zu einer Bestandsaufnahme der DDR-Wirklichkeit in den 80er Jahren, Band 3, Opposition in der DDR von den 70er Jahren bis zum Zusammenbruch der SED-Herrschaft, Opladen 1999, S.34f.

[33] Neubert, Opposition, (Anm. 32), S.35.

[34] Wolle, Die heile Welt, S.254.

[35] Ebd., S.36.

[36] Choi, Sung-Wan, Von der Dissidenz zur Opposition. Die politisch alternativen Gruppen in der DDR von 1978 bis 1989, Köln 1999, S.122.

[37] Maser, Kirchen, S.126.

[38] Ebd.

[39] Rühle, Entstehung, S.82.

[40] Maser, Kirchen, S.126.

[41] Jordan, Kloth (Hrsg.), Arche Nova, S. 8.

[42] Ebd.

[43] Israel, Freiheit, S.13.

[44] Neubert, Ehrhart, Geschichte der Opposition in der DDR 1949–1989, 2.Auflage, Berlin 1998, S.497.

[45] Neubert, Geschichte der Opposition, S.646.

[46] Israel, Freiheit, S.14.

[47] Ebd., S.14.

[48] Bruckmeier, Karl, Vorgeschichte und Entstehung der Bürgerbewegung in der DDR, in: Haufe, Gerd, Bruckmeier, Karl (Hrsg.), Die Bürgerbewegungen in der DDR und in den ostdeutschen Ländern, Opladen 1993, S.9.

[49] Bruckmeier, Vorgeschichte, (Anm. 48), S.9.

[50] Franke, Ulrike, Geschichte der politisch alternativen Gruppen in der DDR, in: Findeisen, Hagen, Pollack, Detlef, Schilling, Manuel (Hrsg.), Die Entzauberung des Politischen: was ist aus den politisch alternativen Gruppen der DDR geworden?, Leipzig 1994, S. 23.

[51] Pollack, Detlef, Was ist aus den politisch alternativen Gruppen der DDR geworden?, Halle 1995, S.7.

[52] Ebd., S.8.

[53] Franke, Geschichte, (Anm. 50), S.25.

[54] Ebd., S.25.

[55] Knabe, Hubertus, Die wichtigsten Gruppen der Opposition, in: Knabe, Hubertus (Hrsg.), Aufbruch in eine andere DDR. Reformer und Oppositionelle zur Zukunft ihres Landes, Reinbek bei Hamburg 1989, S.149.

[56] Bruckmeier, Vorgeschichte, (Anm. 48), S.21.

[57] von zur Mühlen, Aufbruch, S.42.

[58] Bruckmeier, Vorgeschichte, (Anm. 48), S.12.

[59] Wensierski, Peter, Büscher, Wolfgang, Beton ist Beton. Zivilisationskritik aus der DDR, Hattingen 1981, S.9.

[60] Choi, Dissidenz, S.51.

Details

Seiten
83
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783638859356
Dateigröße
669 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v82626
Institution / Hochschule
Universität Leipzig – Institut für Kulturwissenschaften
Note
2,0
Schlagworte
Umweltbewegung Jahren

Autor

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Titel: Die kirchliche Umweltbewegung in der DDR in den Jahren von 1971 bis 1989