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Einsatzmöglichkeiten und Grenzen des Target Costing im Herstellkostencontrolling

Studienarbeit 2006 18 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Herstellkosten

3 Target Costing
3.1 Grundlagen
3.1.1 Entwicklung
3.1.2 Grundidee
3.1.3 Zielsetzung
3.2 Prozessablauf
3.2.1 Conjoint Measurement Analyse
3.2.2 Zielkostenermittlung
3.2.3 Zielkostenspaltung
3.2.4 Zielkostenerreichung

4 Target Costing im Herstellkostencontrolling
4.1 Einsatzmöglichkeiten des Target Costing
4.2 Grenzen der Einsatzmöglichkeiten des Target Costing

5 Schlussbetrachtung

Quellennachweis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Zielkostenermittlung des „Market into Company“ Ansatzes

Abbildung 2: Produktfunktionsorientierte Zielkostenbestimmung

Abbildung 3: Zielkostenkontrolldiagramm

1 Einleitung

Die aktuelle wirtschaftliche Lage erfordert von Unternehmen eine schnelle und kosteneffiziente Befriedigung der, an sie gestellten, Kundenwünsche. Neben einer effizient funktionierenden Marketingorganisation, die mittels Marktforschung relevante Informationen über Trends und neue Bedürfnisse beschafft und diese, nach deren Umsetzung in Produkte, wieder vermarktet, sind auch die Kontrolle und Beeinflussung der Kosten der jeweiligen Produkte für den Unternehmenserfolg auf den jeweiligen Märkten wichtig. Hierbei lassen sich Kundenorientierung und Kostenbewusstsein innerhalb des Unternehmens durchaus miteinander vereinbaren.[1]

Gerade die Automobilbranche oder der Bereich der Unterhaltungselektronik ist einem hohen Konkurrenzdruck ausgesetzt, der immer kürzere Innovationszyklen für immer individueller auf den Kunden abgestimmte Produkte nach sich zieht, die sich zunehmend am steigenden Preisbewusstsein der Kunden orientieren müssen.[2] Notwendige Grundlage ist die Transparenz der Kostenstrukturen um eine frühzeitige Verbesserung oder Beeinflussung der Kostensituation zu ermöglichen.

Im Rahmen des Herstellkostencontrollings stellt das Instrument des Target Costing (auch: Zielkostenmanagement) in Verbindung mit der Conjoint Analyse eine Verfahrensweise für den Umgang mit der o.g. Problematik dar.

Zuerst wird kurz der Begriff der Herstellkosten erläutert. Im Anschluss folgt, nach einer Einführung in das Zielkostenmanagement, eine vertiefte Darstellung über die Prozessabläufe und den Zusammenhang mit der Conjoint Analyse. Abschließend werden die Chancen und Grenzen des Zielkostenmanagements im Rahmen des Herstellkostencontrollings erörtert.

2 Herstellkosten

Der Begriff Herstellkosten stammt aus der Kosten- und Leistungsrechnung und bezeichnet alle Kosten eines Produktes oder einer Dienstleistung unter Berücksichtigung sämtlicher Materialien und Funktionen der Leistungserstellung, die für die Erstellung von Fertigprodukt oder Dienstleistung aufgewendet werden. Produktions- bezogene Herstellkosten setzten sich üblicherweise aus Material- und Fertigungskosten (Einzel- und Gemeinkosten), gem. nachfolgender Tabelle zusammen:[3]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Zusammensetzung der Herstellkosten[4]

Die Überwachung und Beeinflussung bzw. Verbesserung dieser Kostenstruktur, mit der Zielsetzung einer Produktivitäts- und Effizienzsteigerung im Produktionsbereich, ist die Aufgabe des Herstellkostencontrollings.[5]

3 Target Costing

3.1 Grundlagen

3.1.1 Entwicklung

Die Entwicklungsgrundlage für das Zielkostenmanagement, stellte das „Value Engineering“ Konzept aus den USA dar.

Dieses wurde in der japanischen Automobilindustrie der 60er Jahren zum Konzept des Target Costing weiter entwickelt.

Vornehmlich beteiligt an der Entwicklung waren die Konzerne Toyota und Daihatsu sowie die Herren Hirotomo, Monden, Tanaka, Sakurai und Yasuhiro.[6]

Das entwickelte Konzept verbreitete sich in den späten 80er Jahren zuerst in den USA bevor es Anfang der 90er auch in Europa Beachtung fand.

Es handelt sich hierbei nicht um ein Kostenrechnungsverfahren, sondern um ein strategisches Instrument, das frühzeitig Informationen für Kostenplanungs-, -steuerungs- und Kontrollzwecke in der Planungs- und Entwicklungsphase von Produkten bereitstellt. Durch konsequente Umsetzung kann hierdurch die Ausrichtung des gesamten Unternehmens nach Markt- und Kundenanforderungen erfolgen und selbst bei steigender Wettbewerbsintensität die Rentabilität der Produkte gewährleistet werden.[7]

3.1.2 Grundidee

Nach Monden ist Target Costing „(…) unternehmensweites Gewinnmanagement schon ab der Phase der Produktentwicklung.“[8] Er unterteilt den Target Costing Ansatz in die Bereiche kundenorientierte Produktplanung, Zielkostenbestimmung zur Zielgewinnsicherung und Zielkostenerreichung in der Entwicklungsphase eines Produktes.[9] In einschlägiger Fachliteratur hat sich folgende Gliederung etabliert, auf die in Kapitel 3.2 näher eingegangen wird:

- Zielkostenermittlung / -festlegung
- Zielkostenspaltung
- Zielkostenerreichung

Hierbei werden meist auf Basis von Marktforschungsergebnissen Trends und Kundenbedürfnisse für Produktverbesserungen oder neue Produkte sowie die, damit verbundene, Zahlungsbereitschaft ermittelt.

[...]


[1] Vgl. Horváth, P., Marktnähe und Kosteneffizienz schaffen, S. Vf.

[2] Vgl. www.4managers.de

[3] Vgl. Moews. Dr. D., Kosten- und Leistungsrechnung, S. 138ff

[4] Eigene Darstellung. Quelle: Moews. Dr. D., Kosten- und Leistungsrechnung, S. 139

[5] Vgl. Vellmann, K., Herstellkosten-Controlling - Eine praxisorientierte Darstellung, 1988, S. 1340

[6] Vgl. Monden, Y., Wege zur Kostensenkung, 1999, S. XIIIf.

[7] Vgl. Horváth, P., Controlling, 2003, S. 540

[8] Zitat: Monden, Y., Wege zur Kostensenkung, 1999, S. 11

[9] Vgl. Monden, Y., Wege zur Kostensenkung, 1999, S. 11

Details

Seiten
18
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638886017
DOI
10.3239/9783638886017
Dateigröße
513 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v82995
Institution / Hochschule
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg
Schlagworte
Einsatzmöglichkeiten Grenzen Target Costing Herstellkostencontrolling Marketing Controlling

Autor

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