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Leseprobe

1. Aufgabe:

Thema: Exemplifikation

„Wenn wir einen Gegenstand repräsentieren, dann kopieren wir nicht solch ein Konstrukt oder eine Interpretation – wir stellen sie her.“[1] Sagte N. Goodman in seinem kunsttheoretischen Hauptwerk „Sprachen der Kunst“.

Er grenzt somit den Gegenstand, worunter neben materiellen Dingen auch Ereignisse fallen, von der Wahrnehmung des Gegenstandes ganz klar ab. Er behauptet, dass jede Wahrnehmung der Wirklichkeit auch gleichzeitig von Interpretation, Erfahrung, Interessen, etc. beeinflusst wird und somit die Grenze von Realität und Deutung verschwimmen lässt.[2]

Um also eine Verbindung zwischen Gegenstand und seiner Bedeutung herstellen zu können, bedient man sich, nach Goodman, verschiedener Symbolsysteme. Auch Kommunikation als solche, das heißt im verbalen und nonverbalen Sinn (z.B. Tanz, Kunst, Musik), ist eines dieser Systeme.

Um diese richtig und kompetent anwenden zu können, ist ein Fundament nötig, auf welches man sich bezieht. Im Falle der Kommunikation ist das die logische Semantik, welche jedoch „syntaktisch wohlgeformte Ausdrücke“[3], die der Wahrheitsfunktion entsprechen, voraussetzt.

In der logischen Semantik bedient man sich Begriffen, auch logische Prädikate genannt, die dann Gegenstände oder Ereignisse in der realen Welt bezeichnen. Um nun die Verbindung von einem Begriff und dem von ihm benannten Gegenstand begreifen zu können, muss ich zunächst den Begriff verstehen und anwenden können. Ich brauche also die Intension eines Begriffes, das heißt seinen Sinn, seine Bedeutung.

Anschließend kann ich in so genannten Bezugnahmegebieten nach Referenzausdrücken zu meinem Begriff suchen. Diese Bezugnahmegebiete sind Bereiche in denen der Begriff seine Anwendung findet. Diese können sich natürlich auch für einen Begriff überschneiden. Referenzausdrücke sind demzufolge all jene Gegenstände, die unter den Begriff fallen, das heißt ihn erfüllen. Sie werden deshalb auch Erfüllungsgegenstände genannt. Gleichzeitig sind sie auch die Extension des Begriffs. Als Extension eines Begriffs wird die Menge aller Objekte bezeichnet, die unter den Begriff fallen[4].

[...]


[1] Fabian Lüdtke; „ Die Ähnlichkeit von Kunst und Wissenschaft in N. Goodmans „Sprachen der Kunst““; http://www.rossleben2001.werner-knoben.de/doku/kurs74web/node13.html; 25.11.2006; 22:05; S.1

[2] vlg. Fabian Lüdtke; „ Die Ähnlichkeit von Kunst und Wissenschaft in N. Goodmans „Sprachen der Kunst““; http://www.rossleben2001.werner-knoben.de/doku/kurs74web/node13.html; 25.11.2006; 22:06; S.1

[3] http://culturitalia.uibk.ac.at/hispanoteca/lexikon%20der%20linguistik/1/LOGISCHE%20SEMANTIK%20%20%20SEM%C3%A1ntica%201%C3%B3gica.htm; 25.11.2006; 22:12; S. 1

[4] vgl.Stetter:Einführung in die Sprach-und Kommunikationswissenschaft; Skript „4.Logische Semantik“; S. 2

Details

Seiten
3
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638899376
DOI
10.3239/9783638899376
Dateigröße
383 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v83368
Institution / Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Schlagworte
Exemplifikation Einführung Sprach- Kommunikationswissenschaft

Autor

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Titel: Exemplifikation