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Hugo von Hofmannsthal und sein "Jedermann"

Biographie, zentrales Werk und Wirkung

Hausarbeit 2006 57 Seiten

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe

Inhalt

A) Einführung

B) Hauptteil
I. Hugo von Hofmannsthal: Leben und Werk
1. Lebenslauf
2. Kurze Werksübersicht und Werkseinteilung
II. Die Grundlagen des „Jedermann“ und seine Entstehung
III. Kurze Dramenanalyse des „Jedermann“
1. Aufbau und Inhalt
2. Äussere Form und Sprache
3. Intention und Interpretationsansätze
a) Die Allgemeinverbindlichkeit des „Jedermann“
b) Allegorie und Paradigma im Umfeld der zentralen Figur
IV. Hugo von Hofmannsthal und die Salzburger Festspiele
V. Die Aufführungsgeschichte des „Jedermann“
1. Die Premiere in Berlin
2. Der Jedermann und die Salzburger Festspiele
VI. Der „Jedermann“ – Hofmannsthals Vermächtnis

C) Die Thematik des „Jedermann“ heute

D) Anhang
I. Anmerkungen
II. Literaturliste
III. Bildverzeichnis
IV. Abkürzungsverzeichnis

A) Einführung

Im August 1929, kurz nach dem Tod Hugo von Hofmannsthals, schreibt sein Freund Borchardt in einem Nachruf folgende Zeilen über ihn und sein Werk:

„Reif hatte er schon den Boden der Welt mit dem ersten Schritt betreten, hingebungsselig und bildsam ihn noch mit dem letzten verlassen. Zweimal, in Jedermann [...] war er einen Schritt vom Weltgedichte entfernt gewesen, und hatte ihn beidemal verlangsamt, in tiefer Scheu vor unzeitigem Griff in unabsehbare Folgenketten. Immer noch hatte er aufbehalten, - neben den Ringen seiner dichterischen Abschälung, zur linken Hand, auch noch einen Schriftsteller aus sich entwickelt, die einzige europäische Figur von Autorität und hohem Anstand , die unsere Literatur besaß.“

(Zitat nach: Fiedler, Leonhard M.; Hugo von Hofmannsthal. Worte des Gedenkens. Heidelberg, 1969, S.38)

Und in der Tat, Hofmannsthal gehört zu den ganz großen europäischen Literaten; sein Werk ist einzigartig in Sprache und Inhalt.

Trotzdem zählt Hofmannsthal heute zu den eher unbekannteren Dichtern, seine Stücke werden an den Bühnen kaum noch gespielt. Einzige Ausnahme davon ist der „Jedermann“, der durch die Salzburger Festspiele Weltruhm erlangt und zu dessen Aufführung Kulturliebhaber um die halbe Welt reisen.

Grund genug, sich näher mit diesem Phänomen „Jedermann“ und seinem Erschaffer, Hugo von Hofmannsthal, zu beschäftigen.

Dazu ist es notwendig, zuerst das vielschichtige Leben und Werk von von Hofmannsthal umfassend darzustellen.

Erst danach kann auf seine zentrale Arbeit, den „Jedermann“ eingegangen werden, da dieser im Gesamtkontext gesehen werden muss. Dazu gehören die Entstehungsgeschichte, literarische und geschichtliche Vorgänger sowie eine Analyse des Stückes selbst.

Wenn man sich danach die Aufführungsgeschichte genauer ansieht, wird man feststellen, dass diese auf das engste mit der Geschichte der Salzburger Festspiele verbunden ist, bei denen auch Hofmannsthal selbst eine wichtige Rolle spielte.

Zum Schluss wird noch ein kurzer Ausblick auf die zukünftige Bedeutung des „Jedermann“ gegeben.

B) Hauptteil

I. Hugo von Hofmannsthal: Leben und Werk

Für das grundlegende Verständnis des Hofmannsthalschen Werkes ist es notwendig, sich mit seinem Leben und seiner Umwelt näher zu beschäftigen, hatten sie doch direkte Auswirkungen auf sein Schaffen und prägten es entscheidend.

Andererseits hat sein Werk, welches in gut unterscheidbare Abschnitte zerfällt, auch wieder Rückwirkungen auf sein Leben. Diesen „Schaffensperioden“ wird sich der zweite Teil dieses Abschnittes widmen, insbesondere den für den „Jedermann“ relevanten Werken und wie sie Hofmannsthal beeinflussten.1

In Bezug auf die Darstellung seines erfüllten und vielschichtigen Lebens ist es naheliegend, sich an eine von ihm selbst vorgeschlagene Gliederung zu halten.2

1. Lebenslauf:

Hugo von Hofmannsthal wird am 1.Februar 1874 in der Salesianergasse 12 im vornehmen dritten Bezirk von Wien geboren und am 22. Februar auf den Namen Hugo Laurenz August Hofmann Edler von Hofmannsthal getauft.

Er ist der erste und einzige Sohn seines Vaters, Hugo August Hofmann 3, und seiner Mutter, Anna Maria Fohleutner 4.

Das Ansehen und den Reichtum verdankt die Familie hauptsächlich Isaak Löw, dem Urgroßvater väterlicherseits von Hugo von Hofmannsthal. Dieser wird als Großhändler in Wien zu einem der reichsten Männern der Stadt. Darüber hinaus erhält er auch von Kaiser Ferdinand II. am 18. Juni 1835 den österreichischen Adelstitel samt dem Prädikat „Edler von Hofmannsthal“ verliehen, welchen die Familie seit damals führt. 5

Hofmannsthals Vater studiert Jura an der Wiener Universität und tritt als Beamter in die Central-Bodenkreditanstalt ein, einer der angesehensten Banken Wiens. Dort arbeitet er sich schnell zum Direktor der Bank hoch; die sehr gut bezahlte Position entspricht ganz dem gesellschaftlichen Ansehen der Familie.

Hofmannsthal hat Zeit Lebens ein gutes Verhältnis zum Vater; viele Briefe zeugen davon, wie er immer wieder den Vater um Rat fragt oder ihn über seine neuen literarischen Plänen informiert.6

Von seiner Mutter; die er zutiefst verehrt, hat er die Sensibilität, den Sinn für das Schöne und das „Gefühl der Urbanität“ 7, aber auch Nervosität und den Hang zu tiefen Depressionen geerbt.

Vor diesem Hintergrund wächst Hofmannsthal auf, von seinen Eltern ängstlich behütet und in einer solch großen finanziellen Sicherheit, dass selbst der Wiener Börsenkrach von 1873 keinen nennenswerten Einfluss auf die Familie hat.8

Allerdings wird Hofmannsthals Umwelt dadurch entscheidend verändert: Die materielle Sicherheit der meisten ist weitgehend zerstört. Nationalismus, Antisemitismus und die soziale Frage bedrängen das Bürgertum und lassen es in Hysterie und Depression versinken. Auch führen angesichts dieses Umbruchs und Wertvakuums Gegensätze wie Dekadenz und Aufbruchsstimmung zu neuen Begriffen in Kultur und Kunst, welche die nun anbrechende Epoche umreißen werden. Und so wird Hugo von Hofmannsthal auch zu einem der bedeutendsten Vertreter des „fin de sieclé “, er erlebt diese Zeit von seinem Kindesalter an mit und kann die sie prägende Schwere nachempfinden.9

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Davon allerdings kann der junge Hofmannsthal natürlich noch nichts wissen. Von Privatlehrern vorbereitet, tritt er 1884 in das von Jesuiten gegründete „Akademische Gymnasium“ ein. Hier fällt schon nach kurzer Zeit seine außergewöhnliche literarische Begabung auf. Dementsprechend gut sind seine schulischen Leistungen in Literatur, aber auch in Geschichte und den Fremdsprachen, die er sich teilweise selbst aneignet.

So lernt er Altgriechisch, Latein, Französisch, Englisch und Italienisch; bald liest er viele Texte im Original. Vor allem sein Interesse an Geschichte wird von den Eltern gefördert und sollte in vielen seiner Werken präsent sein.10

Mit 12 Jahren beginnt er Briefwechsel über das Wiener Theater, mit 13 schreibt er seine ersten Gedichte 11. Mit 16 schließlich, im Juni 1890, veröffentlicht er unter dem gewählten Pseudonym Loris Melikow 12 seinen ersten Text, das Sonett „Frage13.

Im gleichen Sommer lernt er durch seine Eltern den Schriftsteller und Schauspieler Gustav Schwarzkopf kennen, der ihn in den Literatenkreis des Café „Griensteidl“ einführt, in welchem Hermann Bahr, Arthur Schnitzler, Richard Beer-Hofmann und andere Repräsentanten der Wiener „Moderne“ regelmäßig verkehren. Mit diesen gründet er später den Kreis „Jung Wien“. Dieses Café wird zu einem häufigen Aufenthaltsort von ihm; er lernt 1891 hier Henrik Ibsen kennen, das Idol vieler junger Literaten, und auch Stefan George, mit dem er noch zusammenarbeiten sollte.

Im gleichen Maß wie sein Bekanntenkreis wächst auch der Ruhm; er veröffentlicht in dieser Zeit viele Gedichte, Artikel und Essays. Der Beginn seines selbstständigen Schreibens wird markiert durch die Veröffentlichung 14 des ersten Dramas „Gestern“.

Trotz der frühen Erfolge bleibt Hugo von Hofmannsthal ein lebhafter, bescheidener und fleißiger Schüler, der sich seines Standes und seiner Talente bewusst ist, ohne sie in irgendeiner Weise herauszustellen.

So schildert ihn auch sein Jugendfreund Edmund von Hellmer, damals selbst noch Schüler in Wien. Ihn verbindet eine lebenslange, ihn tief prägende Freundschaft mit Hofmannsthal. Er charakterisiert Hofmannsthal als zarten und feinen Menschen, der durch eine gewisse innere Kälte und Distanziertheit, aber auch durch ungewöhnliches Rede- und Schreibtalent auffällt. Auch besitzt er schon damals ungewöhnlichen Ehrgeiz und Fleiß, was schulische Dinge anbelangt. Er hält sich nicht von kameradschaftlichen Treffen fern und ist allseits beliebt.

Edmund von Hellmer erkennt früh das Genie in ihm.15

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Im Laufe der Zeit freundet sich der siebzehnjährige Hofmannsthal mit dem vierundzwanzigjährigen Stefan George an (1891), der für einen Kunstkreis auf der Suche nach Anhängern ist. Diese Freundschaft ist starken Schwankungen unterworfen, scheint George doch Hofmannsthal ganz für sich vereinnahmen zu wollen.16

Nichtsdestotrotz sieht Hofmannsthal George als Mentor an, dem er sich auch in schweren Zeiten anvertrauen kann 17.Nach einer längeren Zusammenarbeit bei Georges Zeitschrift „Blätter für die Kunst trennen sich schließlich 1906 ihre Wege endgültig. 18

Am 6. Juli 1892 schließt Hugo von Hofmannsthal sein Gymnasium ab und erhält sein Maturitätszeugnis „mit Auszeichnung“.19

Danach begibt er sich, von den Eltern finanziert, auf seine erste größere Auslandsreise nach Frankreich und Italien. Der privater Französischlehrer Gabriel Dubray begleitet ihn dabei. Die Reise führt über Lelex in die Provence und bis nach Venedig, die Stadt, welche für ihn zu seiner magischen zweiten Heimat werden sollte. 20

Nach seiner Rückkehr beginnt er auf den Wunsch seines Vaters hin ein Jurastudium in Wien. Dieses unterbricht er aber nach dem ersten Staatsexamen (13. Juli 1894), um sich freiwillig für den Eintritt in das Österreichische Heer zu melden. 21

Während seiner sowohl karrieremäßig als auch literarisch recht erfolgreichen Militärzeit 22 kommt er zu dem Entschluss, das Jurastudium aufzugeben, da er zu diesem „keine lebendige Beziehung“ 23 entwickeln kann, obwohl er exzellente Noten erreicht.

So bricht er sein Jurastudium ab und schreibt sich nach seiner Militärzeit zu Beginn des Wintersemesters 1895/96 an der philosophischen Fakultät der Universität Wien für romanische Philologie und Literatur ein. Ab dem 8. Semester besucht er auch Vorlesungen über Logik und allgemeine Naturwissenschaften.

Gegen Ende des 9. Semesters ersucht Hofmannsthal um die Zulassung zu den Rigorosen (Hauptfach: Romanische Philologie, Nebenfach: Latein), die er am 20. März 1899 erfolgreich abschließt und zum Doktor der Philosophie promovierte.24

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Zu dieser Zeit unternimmt er viele ausgedehnte Reisen; so zum Beispiel zwei Italienreisen (August/Oktober 1897 und 1898) 25 und einen bedeutungsvollen Parisaufenthalt (Februar bis Mai 1900) 26. Da er alle Reisen von den Eltern komplett finanziert bekommt und durch ihre Beziehungen auch Zugang zu den besten gesellschaftlichen Kreisen hat, liegt ihm immer sehr viel daran, den Eltern gegenüber den Beruf des Schriftstellers verantworten zu können. Ihnen zeigt er stets als Erste neu geschriebene Texte; und da die Eltern durchaus in der Lage sind, das Geschriebene zu beurteilen, sind sie mit dem Lebensweg des Sohnes durchaus zufrieden.27

Nach der Rückkehr aus Paris beschäftigt sich Hofmannsthal mit seiner Zukunft: Er will eine Gelehrtenlaufbahn einschlagen oder aber in den öffentlichen Dienst eintreten.

Dazu legt er am 31. Mai 1901 dem Professorenkollegium der philosophischen Fakultät eine Studie über Victor Hugo 28 vor, verbunden mit der Bitte um einen Lehrauftrag in romanischer Philologie.

Das Ansinnen zieht er aber Ende des Jahres wieder zurück, da der Lehrauftrag, so wie ihn die Universität vergeben wollte, nicht in seinem Sinne ist und ihn zu sehr einengen würde.29

Andererseits scheitert sein Eintreten in den öffentlichen Dienst an unterschiedlichen Vorstellungen über die Funktion der angebotenen Stellen.

Früh, im Jahre 1896, lernt Hofmannsthal seine zukünftige Frau Gertrud Schlesinger 30 kennen und tritt mit ihr in einen regen Briefkontakt ein.31

Sie heiraten am 8. Juni 1901 in der Wiener Schottenkirche und unternehmen eine kurze Hochzeitsreise nach Venedig.32

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Zur gleichen Zeit findet Hofmannsthal auch ein Haus, in welchem er bis zu seinem Tode wohnen sollte. Es steht in der Stelzergasse 5 in Rodaun, einem vornehmen ländlichen Vorort von Wien. Hier, in dem großzügig geschnittenen und auf das nobelste eingerichtete Haus findet er eine Ruhe, welche ihm die chaotische Großstadt Wien nicht bieten kann.33

In diesem Haus verbringt er viel Zeit und schreibt hier einige seiner berühmtesten Werke, wie zum Beispiel den Chandos-Brief oder Elektra. 34

Er hat mit seiner Frau drei Kinder: Christiane (1902-1987), Franz (1903-1929) und Raimund (1906-1974) 35. Alle seine Kinder kommen zur Welt während sich ihr Vater sich auf einer seiner zahlreichen Auslandsreisen befindet, um seine europaweiten Kontakte zu pflegen und zu schreiben. Tatsächlich reist Hofmannsthal meist alleine oder mit Freunden, seine Frau hingegen bleibt bis auf Ausnahmen daheim.

Zu seiner Tochter Christiane entwickelt Hofmannsthal einen besonders guten Kontakt; sie und ihr Mann Heinrich Zimmer werden ihm in späteren Jahren zahlreiche Aufgaben abnehmen. Am 22. März 1904 stirbt Anna von Hofmannsthal, Hugo von Hofmannsthals Mutter, was für ihn einen schwerer Schlag darstellt und ihn für mehrere Wochen von der Arbeit abhält, nämlich der Vollendung des Fünfakters Gerettetes Venedig.

Thematisch wendet sich Hofmannsthal nun hauptsächlich der Antike mit ihren Mythen und Sagen zu, ein Themenbereich, der ihn schon seit seiner Kindheit zutiefst interessiert.

Er liest viele Originale und beginnt mit der Arbeit an Stücken wie König Ödipus, Ödipus und die Sphinx oder der Tanzdichtung Amor und Psyche. 36

In dieser Zeit kommt es auch zu dem ersten Treffen mit Richard Strauss 37 in Dresden anlässlich einer Aufführung dessen Oper „Salome“.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Hofmannsthal ist von der Musik begeistert und dies führt zu einem intensiven Briefkontakt zwischen ihm und Strauss.38

Ab 1909 ensteht die vermutlich intensivste Zusammenarbeit zwischen einem Librettisten und einem Komponisten in der Neuzeit: Zusammen schaffen Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss sechs wegweisende Opern, deren herausragende Qualität zu einem großen Teil auf den passenden Libretti von Hofmannsthal begründet ist.39

Es ist Hofmannsthal immer schon ein Anliegen, Dichtung mit Musik zu verbinden, deswegen ist diese Kooperation für ihn von hohem Wert. Auch ein Großteil seiner Bekanntheit basiert auf eben dieser. Der Kontakt zwischen den beiden Künstlern geht aber über die reine Zusammenarbeit weit hinaus; oft unternehmen sie gemeinsame Reisen oder besuchen sich gegenseitig. 40

Hofmannsthal hat gerade das Libretto zur Frau ohne Schatten beendet, als Ende Juli 1914 der erste Weltkrieg ausbricht. Am 26. Juli, kurz vor der offiziellen Kriegserklärung, erfolgt seine Einberufung nach Istrien. Der durchaus kriegsbegeisterte, aber zu sensible Hofmannsthal erträgt die Nähe zum Krieg nicht: Er lässt sich mit Hilfe seiner weitreichenden Beziehungen bereits Ende August in das Kriegsministerium versetzen und schreibt hauptsächlich patriotische Essays für diverse (Kriegs-) Zeitungen. 41

Kurze Zeit darauf ereignet sich der wohl schwerste Schicksalsschlag in seinem Leben: Hofmannsthals geliebter Vater stirbt 74-jährig am 8. Dezember 1915. 42

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Zutiefst erschüttert verlässt er Wien und begibt sich nach Berlin, zu seinem guten Freund Max Reinhardt, den er 1903 anlässlich einer Theaterpremiere kennengelernt hat.

Dieser Freund sollte ihn später bei der Gründung der Salzburger Festspiele noch in wichtigen Dingen helfen (siehe Kapitel: „Die Gründung der Salzburger Festspiele“).

Die restlichen Kriegsjahre verbringt er hauptsächlich auf dienstlichen Reisen quer durch Europa. 43

Gegen Ende des Krieges bekommt Hofmannsthal ernste gesundheitliche Probleme. Er sieht sich im August 1919 gezwungen, Wien zu verlassen und sich auf einem Berghof in Ferleiten auszukurieren. 44

In einem Lebenslauf von Hugo von Hofmannsthal müsste man spätestens jetzt auf sein heute bekanntestes Werk eingehen, den „Jedermann“ und dessen Bedeutung für die Salzburger Festspiele genauer untersuchen.

Diese Punkte werden aber weiter unten separat genauer angesprochen.

Auf Einladung der französischen Regierung unternimmt Hofmannsthal Anfang 1925 eine Reise nach Nordafrika; er ist von Land und Leuten tief beeindruckt und berührt.45

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

In den späteren Jahren seines Lebens widmet sich Hofmannsthal intensiv der Wiener Staatsoper und wird kurzzeitig deren Direktor. Aus dieser Position heraus bemüht er sich um optimalen Bedingungen für die Aufführungen der gemeinsam mit Richard Strauss verfassten Opern, auch wenn dies oft schwierig ist.46

Überhaupt widmet er sich in dieser Lebensphase hauptsächlich den interdisziplinären Möglichkeiten der Kunst, also der Mischung von Dichtung, Musik, Film oder Pantomime. In diesen Rahmen fallen seine berühmte Verfilmung des Rosenkavaliers 47 und seine „Pantomime zum großen Welttheater“ (1926) 48.

In seinem letzten Lebensjahr verschlechtert sich Hofmannsthals gesundheitlicher Zustand rapide, sein abnorm hoher Blutdruck und die von der Mutter geerbte Wetterfühligkeit machen ihm zu schaffen.

Dennoch beschäftigt er sich noch im Januar mit den soeben erschienenen Publikationen von Albert Einstein, an denen er recht interessiert ist, aber auch darüber schreibt, dass man sich von den Inhalten „nur gerade eine Ahnung zu eigen machen kann“. 49

Im Frühjahr 1929 bekommt er schließlich eine Magengrippe und eine Bronchitis, so dass er eine gerade geplante Reise nach Südfrankreich abbrechen und zur Kur in Basel bleiben muss. Etwas erholt, stattet er seiner Tochter Christiane in Heidelberg einen Besuch ab, doch ein Rückschlag zwingt ihn dazu, nach Rodaun zurückzukehren.

Einen Endruck von seinem Leiden vermitteln folgende Zeilen, die er seinem Freund Burckhardt schreibt: „Ich bin der Mann von 55 Jahren, den das Alter und der Tod nur mit einer Speerspitze anrühren, [und] noch nicht mit ihrer Verklärung umgeben.“ 50

Als sich sein Zustand wieder weitgehend stabilisiert, unternimmt er seine letzte Italienreise, eine der wenigen Reisen zusammen mit seiner Frau. 51

Am 10. Juni schreibt er nochmals einen Brief an Strauss und fügt diesem den Text der soeben vollendeten Arabella bei.52

Ende Juni kehrt Hofmannsthals jüngster Sohn Raimund von einer Weltreise aus China zurück; es ist das letzte Mal, dass sich beide sehen.

In der Nacht vom 12. auf den 13.Juli 1929, erschießt sich Hofmannsthals jüngerer Sohn Franz in dem elterlichen Haus in Rodaun.53

Obwohl sich Hofmannsthal nie besonders gut mit Franz verstanden hat, 54 trifft ihn dessen Selbstmord sehr; dennoch schafft er es, gefasst zu bleiben.

Am 15. Juli wird Franz beerdigt; gerade als Hofmannsthal zur Beerdigung aufbrechen will und zu seinem Hut greift, erleidet er einen Schlaganfall und stirbt kurze Zeit später im Sessel seines Arbeitszimmers. Hugo von Hofmannsthals Tod kommt für alle sehr plötzlich; Familie und Freunde sind schockiert. 55

Hugo von Hofmannsthal wird am 17. Juli 1929 auf dem Kalksburger Friedhof im engsten Kreise beigesetzt; sein Grabstein trägt die Inschrift „Und mein Teil ist mehr als dieses Leben - Schlanke Flamme oder schmale Leier“. 56

[...]


1 Hofmannsthal hat sich sein ganzes Leben lang mit dem Thema Tod , Vergänglichkeit und Glaube beschäftigt, den Grundthemen des Jedermanns. Hierzu sind besonders seine frühen Werke Der Tod des Tizians (1892) und Der Tor und der Tod (1893) zu beachten, in welchen er einige Aspekte aufgreift, die er später im Jedermann ausführlicher darstellen wird. Auch hatte Hofmannsthal stets ein ambivalentes Verhältnis zum Tod, was sich an vielen Briefen kurz nach dem Tod der Mutter besonders gut zeigt. ( vgl. hierzu v.a. seine Jugendbriefe in: Hofmannsthal, Hugo von; Briefe 1900-1909. Wien 1937 ( zukünftig als “HvHB“ zitiert); S.17-61)

2 Vgl. Hofmannsthal, Hugo von; Aufzeichnungen. Werke in Einzelausgaben, Frankfurt am Main, 1990 (zukünftig als „HvHAufz.“ zitiert); „Ad me ipsum“ S. 232

3 Voller Name: Hugo August Peter Hofmann Edler von Hofmannsthal (1841-1915). Er führte den Familientradition fort; genau wie sein Vater, Augustin Emil Hofmann Edler von Hofmannsthal (1815-1881). Dieser leitete eine Zweigstelle des vom Großvater gegründeten Handelshauses in Mailand und heiratete dort Hugo von Hofmannsthals Großmutter, Petronilla Antonia Cäcillia Ordioni (1815-1898). (Vgl. Fichter, Helmut A.; Hugo von Hofmannsthal. Der Dichter im Spiegel seiner Freunde. Bern, 1963 ( zukünftig als „FH“ zitiert), S. 5ff.)

4 Voller Name: Anna Maria Josefa Fohleutner (1852-1904). Ihre Eltern waren der Notar und Richter Laurenz Fohleutner und Josefa Leonarda Schmid. Beide stammten aus Niederösterreich, wo sie ein Weingut besaßen. Die Heirat mit Hugo August Hofmann am 5. Mai 1873 bedeutete für sie einerseits einen gesellschaftlichen Aufstieg, andererseits musste sie auch ihre gewohnte Umgebung in Oberthern verlassen. Dies führte zu einer gewissen Vereinsamung in Wien, welche sich in starken Depressionen äußerte. Daher fixierte sie sich sehr schnell auf ihr einziges Kind und behütete es ängstlich die ersten Jahre über. In dieser Zeit bildete sich auch die starke Bindung zwischen Hugo und seiner Mutter aus. (Vgl. FH, a.a.O., S.5ff. und HvHB, a.a.O., S.9ff.)

5 Die Familie von Hofmannsthals Urgroßvater stammt aus Bayern und war zur Zeit Maria Theresias aus Bayreuth nach Prostebor in Böhmen eingewandert. Der besagte Isaak Löw (1761-1849) kam über Prag nach Wien, wo er sich 1794 als Großhändler niederließ.

Er hatte in kurzer Zeit ein enormes Vermögen erworben und beschäftigte 1846 in 36 Fabriken 1400 Arbeiter sowie, als „Manufakturisten“ weitere 49000 Familien. Seine wohltätigen Dienste, zum Beispiel die Stiftung einer Kirche, wurden sogar von Kaiser

Franz I. gewürdigt. So kam es auch zu der Erhebung in den Adelsstand unter Ferdinand II. und dem damit verbundenen Familienwappen.

Dieses vierteilige Wappen der Familie Hofmannsthal zeigt im ersten Feld einen Steinadler auf einem Felsen (in Gold), im zweiten einen silbernen Opferstock (in Blau), im dritten auf einem rot eingebundenem Buch die silbernen Gesetzestafeln des Alten Bundes und im vierten auf einem grünen Maulbeerblatt eine Seidenraupe.

Das von Löw erarbeitete Vermögen war enorm, es soll sich auf 3,7 Millionen Goldschilling belaufen haben. Es ermöglichte den Erben ein gänzlich sorgenfreies Leben; so musste Hofmannsthal niemals arbeiten und konnte dennoch in Prunk leben. Dies hat sein Schaffen sicherlich mitbegünstigt, konnte er doch schreiben, was immer er wollte und musste nie Auftragswerke annehmen. Sogar Hofmannsthals Erbe lebt heute noch von diesem im 18. Jahrhundert erarbeiteten Vermögen. (Vgl. FH, a.a.O., S. 5ff.)

6 Vgl. Hofmannsthal, Hugo von; Sämtliche Werke. Kritische Ausgabe. Band IX, Dramen 7, Frankfurt am Main, 1959 (zukünftig als „HvH KA IX“ zitiert); S. 233-282

7 Vgl. HvH Aufz., Aufzeichnungen und Tagebücher aus dem Nachlaß 1904-1921, insbes. die Eintragung vom 10. Oktober 1906, S. 152f.

8 Der Wiener Börsenkrach vom 9. Mai 1873 beendete die lange Phase des wirtschaftlichen Aufschwungs in Österreich-Ungarn seit 1867. Mitverantwortlich war dabei die Weltausstellung in Wien ab dem 1.Mai 1873, für welche sich die Stadt hoch verschulden musste. Nach dem Bekanntwerden dieser Verschuldung brach binnen kurzer Zeit die Börse zusammen. Da zur damaligen Zeit Anteilsscheine auch bei dem Bürgertum recht beliebt waren, wirkte sich dieser Krach verheerend auf dieses aus und nahm die Ereignisse von 1929 vorweg.

Auch das Vermögen der Familie Hofmannsthal war von dem Krach betroffen, hatten sie doch Anteile an vielen Unternehmen in Wien. Auch die Bank, bei der Hofmannsthals Vater arbeitete, wurde schwer getroffen. Da die Familie jedoch die größten Teile ihres Besitzes im Ausland (v.a.. in Mailand) hatte, wurde ihr tägliches Leben kaum beeinträchtigt; sie verlor lediglich Anteile an mittlerweile wertlosen Unternehmen im Werte von etwa 960000 Goldschilling, was im Anbetracht des riesigen Familienvermögens gut ausgeglichen werden konnte. (Vgl. Fiechtner, Leonhard M.; Hugo von Hofmannsthal. Worte des Gedenkens. Nachrufe aus dem Todesjahr 1929. Heidelberg, 1969 ( zukünftig als „FL“ zitiert); S.27-31)

9 Vgl. FH, a.a.O., S.6

10 Vgl. hierzu den Vortrag von Prof. Ursula Renner, gehalten anlässlich der Premiere des „Jedermann“ 2002 im Atrium des grossen Festspielhauses in Salzburg (zukünftig als „URV“ zitiert).

11 Vgl. HvH KA II, Gedichte 2. Aus dem Nachlass. 1988. S.42

12 Das Pseudonym „Loris Melikow“ ist wahrscheinlich eine Reminiszenz an den Dichter des altfranzösischen „Roman de la Rose“, Guillaume de Loris. Loris-Melikow war der Name eines russischen Generals ( 1826-1881), der einem vornehmen armenischen Geschlecht entstammte und 1880-1881 russischer Innenminister war. (Vgl. FH, a.a.O., S.6)

13 L. Melikow, Frage. Veröffentlicht im Juli 1890 in der Wiener Zeitschrift „An der schönen blauen Donau“; Hofmannsthal erhielt einen halben Gulden dafür. (Vgl. Mayer, Matthias; Hugo von Hofmannsthal. Stuttgart, 1996 (zukünftig als „MM“ zitiert); S.15ff.)

14 Veröffentlicht in der Berliner „Moderne“ in der Oktober- und Novemberausgabe 1891. (Vgl. MM, a.a.O., S.15ff.); des weiteren s.a. FH, a.a.O., S.7f.

15 Vgl. hierzu den Jugendfreund Edmund von Hellmer in FH, a.a.O.,

S.34-37

16 So schwankte das Verhältnis zwischen Rosen, welche George dem jungen Hofmannsthal in die Schule hat schicken lassen und einer letztendlich doch nicht stattfindenden Duellaufforderung. (Vgl. hierzu R. Alewyns Essay „Hofmannsthal und Stefan George“ in FH, a.a.O.,

S.292-298)

17 Vgl. hierzu: HvHB, a.a.O., Briefe 1900-1909.

Insbes. sind die an George gerichteten Briefe aus dem Sommer 1902 zu beachten (S.32-101).

18 Vgl. FH, a.a.O., S.292-297 und Alewyn, Richard; Über Hugo von Hofmannsthal. Göttingen, 1967 (zukünftig als „AR“ zitiert). S.14-17 und S. 17-46

19 Vgl. FH, a.a.O., S.6

20 Ebd. S.8f.

21 Ebd. S.8-9

22 Hofmannsthal diente seit dem 1. Oktober 1894 im 6. Dragonerregimentes des Österreichischen Heeres. Nach Beendigung des ersten Pflichtjahres wurde er zum Wachtmeister, ein Jahr später zum Kadettoffiziersstellvertreter des achten Ulanenregimentes befördert. Seine letzte Beförderung folgte am 1. Januar 1897 in den Offiziersrang eines Leutnants.

Hofmannsthal war am Anfang an relativ angetan vom Militär, diese Begeisterung schwenkte gegen Ende in Enttäuschung um; er fühlte sich unterfordert. (vgl. hierzu Hofmannsthal, Hugo von; Briefe 1890-1900. Wien 1937 (S. 118-180) und seine Reitergeschichte von 1898)

23 „Nicht eine Stunde lang hab ich zu diesem Fach eine lebendige Beziehung gewinnen können, nicht einmal das System daran ist mir recht zum Verständnis gekommen, das Einzelne ist mir irrelevant oder gekünstelt, das Ganze höchst ungeordnet erschienen, und nicht zu einer Ahnung von Idee hab ich durchdringen können. Die Erinnerung daran ist mir, ohne Affektation, widerlich wie die an ein lästiges physisches Unwohlsein.“ Hugo von Hofmannsthal in einem Brief an seinen Freund Harry Gomperz (HvHB, a.a.O., S.153-155)

24 Hofmannsthals Dissertation handelt nicht wie oft behauptet von Victor Hugo (dies ist das Thema seiner Habilitation), sondern über das rein philologische Thema „Über den Sprachgebrauch bei den Dichtern der Pléjade“. Vgl. hierzu auch übergreifend FH, a.a.O., S. 9ff.

25 Die Zeit der Italienreisen zählt die Hofmannsthal glücklichster und produktivster Zeit. Er schrieb innerhalb von 14 Tagen über 2000 Verse. (Vgl. FH, a.a.O., S.10)

26 Während seines Parisaufenthaltes lernt Hofmannsthal in der österreichischen Botschaft eine Reihe von bedeutenden Landsleuten kennen wie zum Beispiel R.A. Schröner, Clemens Freiherr zu Franckenstein und Walter Heymel, aber auch Rodin und Maeterlinck. (Vgl. FH, a.a.O., S.10ff.)

27 Vgl. Hofmannsthals Brief vom 1. Mai 1900 an seine Eltern (HvHB, a.a.O., S. 309)

28 Titel der Studie: „Über die Entwicklung des Dichters Victor Hugo“. Hofmannsthal ließ er auf eigene Kosten drucken und reicht sie zusammen mit einem Vorlesungsplan ein. (Vgl. FH, a.a.O., S. 11ff.)

29 Der Antrag wurde offiziell nie abgelehnt, doch scheint es im Vorfeld Differenzen mit dem Professorenkollegium über den Inhalt und den Umfang der Vorlesungen gegeben zu haben. Somit entschloss sich Hofmannsthal nach einer persönlichen Rücksprache mit dem Primarius zum Rückzug seines Gesuches; offiziell gibt er als Grund dafür eine „ernste Nervenerkrankung“ an. (Vgl. FH, a.a.O., S. 11ff.)

30 Voller Name: Gertrud Maria Laurentia Petronilla Schlesinger (1880-1959). Sie war die Tochter von Emil Schesinger und seiner Frau Franziska (geborene Kuffner). Sie stammt aus einer bedeutende Industriellenfamilie; ihr Vater war der Generalsekretär der Anglo-Österreichischen Bank. Die Heirat entsprach also voll und ganz dem Hofmannsthals gesellschaftlichen Stand von Hugo von Hofmannsthal. (Vgl. FH, a.a.O., S. 12ff.)

31 Vgl. HvHB, a.a.O., S.181ff.

32 Vgl. FH, a.a.O., S.13

33 Hofmannsthal kaufte das Haus nicht, sondern schloss nur einen bis 1937 gültigen Mietvertrag mir Vorkaufsrecht, welches er aber nie nützte.

Das Haus wurde zu Zeiten von Maria Theresia von einem Fürsten Trautsohn für seine Geliebte erbaut. (Vgl. FH, a.a.O., S.12-13); s.a. URV, a.a.O.

34 URV, a.a.O.

35 s.a. MM, a.a.O., S.6-7

36 Ebd., S.8f. und S.48-81

37 Richard Strauss wurde am 11. Juni 1864 in München geboren und starb am 8. September 1949 in Garmisch-Partenkirchen. Er galt als einer der bedeutendsten Dirigenten und Komponisten seiner Zeit. Er entwickelte die Musik Richard Wagners weiter und leistete einen der „vier großen Schritte der Musik“, nämlich die Entwicklung der Duodezimaltonik.

38 S.a. Strauss, Richard; Briefwechsel. Hg. von Willi Schuh, Zürich und Freiburg, 1964 (zukünftig als „RSB“ zitiert), S.15ff. Insbesondere ist die Einleitung zu beachten.

39 Diese Opern sind in chronologischer Reihenfolge: Elektra (1909), Der Rosenkavalier (1911), Ariadne auf Naxos (1912), Die Frau ohne Schatten (1919), Die ägyptische Helena (1928), Arabella (1933) (s.a. Harenberg Opernführer; Hg. von Bodo Harenberg, Dortmund, 1995, S.811ff.)

40 Vgl. RSB, a.a.O., S.5-13, S.15ff.

41 Vgl. FH, a.a.O., S.19f.

42 Ebd., S.19

43 Seine Reisen führen ihn u.a. nach Warschau, Brüssel, die Schweiz und die nordischen Staaten. In dieser Zeit verlohr er auch den Glauben an den Sieg, welchen er noch bis vor kurzem hatte. Vgl. hierzu auch FH, a.a.O., S.19-21.

44 Ebd., S.20

45 Ebd., S.24-25

46 Vgl. RSB, a.a.O., S.532-593 und FH, a.a.O., S.21f.

47 Die Verfilmung des „Rosenkavaliers“ (1925) wurde von Hofmannsthal geleitet; der Film wurde am 10. Januar 1926 in der Semperoper in Dresden zum ersten Mal gezeigt und Richard Strauss selbst leitete die musikalische Untermalung. (Vgl. MM, a.a.O., S.108-112)

48 Ebd., S.112

49 Vgl. FH, a.a.O., S.26f.

50 Ebd., S.27

51 Zusätzlich begleitete sie das befreundete Malerehepaar Isepp. Sie unternehmen die Reise mit Hofmannsthals Wagen; er fährt selbst, da er Zeit seines Lebens vom Autofahren begeistert war. Es war das letzte Mal, dass er sein geliebtes Italien sieht. (Vgl. FH, a.a.O., S.27)

52 Vgl. hierzu RSB, a.a.O. S.696

53 Vgl. MM, a.a.O., S.12

54 In der Tat muss Franz ein sehr sonderbarer Mensch gewesen sein, ganz in dem Sinne der dekadenten Verkommenheit der „Buddenbrooks“ von Thomas Mann; er ist sein ganzes Leben lang im Schatten des Vaters gestanden, denn auch er versucht sich als Dichter, aber keines seiner „Werke“ hat Erfolg. Auch hat er Probleme damit, dass sein Vater seine Schwester bevorzugt und verliebt sich ständig unglücklich. Somit war sein Selbstmord eine konsequente Folge seiner Persöhnlichkeit. (Vgl. URV, a.a.O.)

55 Vgl. FL, a.a.O., S.7-98

56 Vgl. FH, a.a.O., S.27

Details

Seiten
57
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638909402
ISBN (Buch)
9783638909457
Dateigröße
7.7 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v83761
Institution / Hochschule
Universität Zürich
Note
1,0
Schlagworte
Hugo Hofmannsthal Jedermann Biographie Werk Wirkung

Autor

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Titel: Hugo von Hofmannsthal und sein "Jedermann"