Lade Inhalt...

Jugend@internet - Ein Netz voller Möglichkeiten

Diplomarbeit 2007 46 Seiten

Pädagogik - Medienpädagogik

Leseprobe

1 Inhaltsverzeichnis

2 Einleitung
2.1 Einstieg ins Thema
2.2 Eigene Motivation
2.3 Aufbau der Diplomarbeit
2.4 Aufgestellte Hypothesen
2.5 Zielsetzung dieser Diplomarbeit

3 Die Medien
3.1 Definition von Medien
3.2 Medien im Wandel der Zeit
3.3 Die Kritische Theorie
3.4 Marshall McLuhan
3.4.1 „The Medium is the Massage“
3.4.2 Erweiterung der Sinne
3.4.3 „The Global Village“

4 Das Internet
4.1 Definition von Internet
4.2 Die Entstehungsgeschichte des Internets (1957 - 1995)
4.3 Das Internet heute
4.4 Das Internet in der Gesellschaft
4.5 Das Individuum im Netz
4.6 Kommunikation im Internet
4.6.1 Face to Face Kommunikation
4.6.2 Kommunikationsformen im Internet
4.6.3 Textnachrichten Angebote
4.6.4 Audio - visuelle Angebote
4.6.5 Online Spiele
4.7 Identität im Internet
4.7.1 Definition von Identität
4.7.2 Virtuelle Identität
4.7.3 Veränderung bestehender Identitäten im Internet
4.7.4 Anonymität im Internet
4.8 Risiken im Internet
4.8.1 Identitätsverlust im Internet
4.8.2 Internet Sucht
4.8.3 Soziale Isolation im Internet
4.8.4 Schutzbestimmungen in Internet

5 Das Jugendalter
5.1 Definition von Jugend
5.2 Die Sozialisationstheorie nach Tillmann
5.2.1 Definition von Sozialisation
5.2.2 Sozialisation durch verschiedene Ebenen (Umwelt)
5.2.2.1 Sozialisation durch die Gesamtgesellschaft (Makroebene)
5.2.2.2 Sozialisation durch Institutionen (Mesoebene)
5.2.2.3 Sozialisation durch die Familie (Mesoebene)
5.2.2.4 Sozialisation durch das Selbstkonzept (Mikroebene)
5.3 Die Geschlechtsspezifische Sozialisation
5.4 Die Selbstwirksamkeit
5.5 Entwicklungsaufgaben im Jugendalter nach Havighurst
5.6 Entwicklungspsychologie im Jugendalter nach Piaget
5.6.1 Die Stufe des anschaulichen Denkens
5.6.2 Die Stufe des konkret-operativen Denkens
5.6.3 Die Stufe des formal-operativen Denkens
5.7 Das Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung nach Erik H. Erikson
5.7.1 Identität vs. Identitätsdiffusion

6 Jugend und Internet

7 Das Internet in der Sozialpädagogik
7.1 Das Selbstwertprinzip
7.2 Das Gruppenprinzip
7.3 Das sozialräumliche Prinzip
7.4 Das Zeitprinzip und Biographieprinzip
7.5 Das soziokulturelle Prinzip
7.6 Das Milieuprinzip

8 Qualitative Interviews
8.1 Die Jugendlichen
8.2 Das Interview mit Rahel
8.3 Das Interview mit Laura
8.4 Das Interview mit Kim
8.5 Auswertung

9 Fazit

10 Schlusswort

11 Literaturverzeichnis

Anhang

2 Einleitung

2.1 Einstieg ins Thema

Die Medien haben schon in vergangenen Jahrzehnten für Diskussionen gesorgt und tun dies auch heute noch. Im Laufe der Zeit haben sich Medien immer neu revolutioniert und so den Zeitgeist geprägt. So ist es nahe stehend, dass wir in unserer mediengeprägten Zeit, der Wirkung von Medien kaum ausweichen können. Heute zählt das Internet zu den Medien, welche Anlass zu Diskussionen geben. Das Internet, der Alleskönner, prägt den heutigen Zeitgeist und verändert gesellschaftliche Werte, Normen und Abläufe. Das Internet wächst unaufhaltsam an und weitet seine Angebote kontinuierlich aus. Mit seinen Möglichkeiten und Dienstleistungen hat sich das Internet in unseren Tagesabläufen fest verankert. Auf Grund seiner hohen Interaktivität ist das Internet für Jugendliche ein äusserst attraktives Medium. Das Internet stellt eine der aktuellsten Ausdrucksmöglichkeiten für Jugendliche dar. Jugendliche interessieren sich allgemein für Neuigkeiten und stehen ihnen ohne grosse Vorbehalte gegenüber. Den Jugendlichen stehen im Internet beinahe alle Angebote zur Verfügung, was auch zu Problemen führen kann. Denn nicht alle Bereiche sind für Jugendliche gedacht. Durch die dezentrale Struktur des Internets, ist es schwierig Sicherheitskontrollen einzubauen, welche Kinder und Jugendliche vor Risiken schützen.

2.2 Eigene Motivation

Bei der Auswahl meines Themas war mir schon bald klar, innerhalb meiner Diplomarbeit über das Jugendalter zu schreiben. Das Jugendalter ist eine Zeit, die sich spannend gestaltet und ständig in Bewegung ist. Es war mir ein Anliegen das Thema Jugend in einen aktuellen und interessanten Rahmen zu setzen. Innerhalb des Studiums behandelten wir im Modul 9.2.2 Medien und Kreativität die Geschichte der Medien, wobei es um die Wirkung der Medien in der heutigen Zeit ging. Anfangs sah ich den Zusammenhang zur Sozialpädagogik nicht und wunderte mich, wieso dieses Modul angeboten wurde. Doch nach wenigen Lektionen waren die Bezüge gegeben und das Thema begann mich brennend zu interessieren. Dies auch aus dem Grund, da es mich selber betrifft. Ich nutze regelmässig verschiedenste Medien, sehe sie als selbstverständlich an und möchte nicht darauf verzichten müssen. Zur gleichen Zeit konnte ich in Zeitungen beobachten, dass Medien im Zusammenhang mit Jugendlichen öffentlich angesprochen und diskutiert wurden. Besonders das Medium Internet wurde unter kritischen Aspekten erwähnt. Der Umgang, die Beeinflussung und das Suchtpotential von Jugendlichen galten dabei als besorgniserregend. Aus diesem Hintergrund erschien es mir spannend, dem Thema Jugend und Internet weiter nachzugehen und dies zum Thema meiner Diplomarbeit zu machen.

2.3 Aufbau der Diplomarbeit

In der vorliegenden Diplomarbeit handelt es sich um eine Theoriearbeit, welche in drei Teile gegliedert ist. Im ersten Teil möchte ich die Medien im Wandel der Zeit beschreiben und darauf hinweisen, dass Medien schon immer zu Diskussionen führten. Weiterführend werde ich den Focus auf das Internet legen, wobei mich die Eigenschaften, Möglichkeiten und damit verbundenen Gefahren interessieren. Im zweiten Teil der Arbeit wird auf das Jugendalter eingegangen. Darin wird aufgezeigt, in welchen Spannungsfeldern sich Jugendliche bewegen. Welche Anforderungen und Aufgaben sich ihnen stellen und wie sie damit umgehen. Abschliessend wird diese Theoriearbeit mit einem praktischen Teil ergänzt. Zum einen wird aufgezeigt, wie sich die Themen Jugend und Internet im sozialpädagogischen Rahmen verhalten. Zum anderen wird mittels qualitativer Interviews die Theorie mit der Praxis verglichen.

Um sich diesen weitläufigen Themen anzunehmen, kann von einer Eingrenzung des Themas nicht abgelassen werden. Diverse nahe liegende Themenbereiche wurden bewusst weggelassen, um der Bearbeitung der Kernthemen genügend Raum zu lassen.

Der Begriff Jugendliche wird, mit dem Wissen der Geschlechterunterschiede, neutral gehalten. Die Differenzierung der Geschlechter würde sicher zu interessanten Ergebnissen führen, jedoch besteht in dieser Arbeit kein Anspruch, auf die jeweilige Trennung näher einzugehen.

Um den Lesefluss nicht zu hindern, werden in dieser Diplomarbeit alle Personen in der männlichen Form erwähnt. Selbstverständlich dürfen und sollen sich in der gewählten Form auch alle weiblichen Personen gleichberechtigt angesprochen fühlen.

2.4 Aufgestellte Hypothesen

- Jugendliche nutzen vermehrt das Internet um Teilaspekte ihrer Entwicklungsaufgaben anzugehen.
- Das Internet als virtueller Ort hat eine anziehende Wirkung auf Jugendliche.
- Zwischen der Nutzung des Internets und der Bildung der Identität besteht ein Zusammenhang.
- Das Internet birgt Gefahren und Risiken bezüglich sozialer Isolation und Sucht in sich.

2.5 Zielsetzung dieser Diplomarbeit

1. Die aufgestellten Hypothesen werden auf ihre Richtigkeit überprüft.
2. Das Thema Jugend und Internet wird mit dem sozialpädagogischen Kontext verknüpft.
3. Die Theorie wird mit der Praxis verglichen.
4. Durch die theoretische Bearbeitung der Themen Jugend und Internet, eigne ich mir ein fundiertes Wissen darüber an, auf welches ich in meinem späteren Arbeitsfeld zurückgreifen kann.

3 Die Medien

Medien veränderten schon in vergangenen Zeiten das gesellschaftliche Zusammenleben. Es waren jeweils die neu entwickelten Medien, die zu Diskussionen anregten sowie Ansichten als auch Einstellungen teilten. Obwohl die Medien selbst als neutral gelten, wurde ihnen ein hohes Potential an Beeinflussung zugeschrieben, woran sich bis heute nichts änderte. Ich möchte die Medien im Wandel der Zeit beschreiben und so einen groben Überblick darüber geben, wie sich Medien vom Alphabet bis zum heutigen Internet entwickelten. Die Kritische Theorie entwickelte sich aus Befürchtungen und stellte Schutzbestimmungen auf, die hier genannt werden. Weniger wertend als beschreibend äusserte sich der Medientheoretiker McLuhan über die Medien. Er veränderte das Bild der Medien und machte mit Thesen wie „The Medium is the Message“ oder „Global Village“ auf sich aufmerksam. Diese Begriffe werden im Weiteren erklärt.

3.1 Definition von Medien

Neue Medien: „Auf neuen Technologien beruhende Verfahren der Informationsverarbeitung und –verbreitung. Grundlegend sind Digitalisierung und Miniaturisierung, die die Nutzung leistungsunabhängiger Telekommunikationstechniken (Sattelitenfernseher, Mobilfunk) und neuer Übertragungsnetze wie v.a. ISDN erlauben (Telekommunikation); breitbandige Kabelnetze ermöglichen Kabel- und interaktives Fernsehen.“ (vgl. Brockhaus, 2006, S. 263)

Massenmedien: „Technisches Verbreitungsmittel, mit denen Informationen an ein grosses Publikum gerichtet werden, z.B. Presse, Rundfunk, Video, CD, auch Internet.“ (vgl. Brockhaus, 2006, S. 574)

3.2 Medien im Wandel der Zeit

Medien, in einer etwas anderen Form, gab es schon bei den Höhlenmenschen im Steinzeitalter. Nur primitiv ausgerüstet malten sie mit Naturmaterialien Zeichen an die Wände von Höhlen, dies aus kommunikativen Zwecken. Die Epoche der wörtlichen Verständigung (Oralität) nahm mit der Erfindung des Alphabets eine historische Wende. Das Zeitalter der Schrift und des Buchdrucks ermöglichte den Menschen, Sagen und Geschichten schriftlich festzuhalten . Nach Vollbrecht (2001, S. 13) ist der Übergang der Gesellschaften von der Oralität zur Schriftkultur als erste Medienrevolution anzusehen.

Durch die Erfindung neuer Medien, primär dem Kino, Fernseher und Computer, standen dem Buch alternative Kommunikations-, Speicher- und Unterhaltungsmedien gegenüber. Kritische Theorien befürchteten das Verschwinden des Buches und somit den Untergang der Gutenberg-Galaxis.

Hagen (1994, S.145) sieht mit dem Computer eine neue Generation von Medien auf dem Markt, das Zeitalter der digitalen Medien wurde beschritten. Bisherige Medien bedienten sich bis anhin der analogen Technik, sie waren an physikalische Körper wie Stein oder Papyrus gebunden. Im Gegensatz dazu, wird bei den digitalen Medien dem Medienträger keine große Bedeutung mehr zugemessen. Die Inhalte und Informationen bestehen losgelöst vom Medienträger, besonders deutlich wird dies beim Internet. Die Inhalte und Informationen sind nicht mehr an einen spezifischen Medienträger gebunden. So ist es möglich, von einem beliebigen Computer aus auf sämtliche Inhalte des World Wide Web zuzugreifen.

Das Internet, als Kommunikationsmedium, gilt als das neuste und revolutionärste Massenmedium. Castells (2005, S.10) schreibt dazu: „Ebenso wie die Verbreitung der Druckerpresse im Westen das schuf, was McLuhan als „Gutenberg-Galaxie“ bezeichnet hat, haben wir jetzt eine neue Kommunikationswelt betreten: die Internet-Galaxie.“ Mit dem Internet wurde eine neue Kommunikationswelt betreten, welche den Namen Internet-Galaxie verdient. Das Internet beinhaltet neue Errungenschaften welche revolutionär sind.

Durch die Existenz virtueller Welten werden erstmals Komponente wie Distanz, Raum und Zeit aufgehoben. Dem Rezipienten[1] steht eine noch nie da gewesene Art der Interaktivität zur Verfügung, die mit dem Kino oder Fernsehen nicht annähernd erreicht werden konnte. Doch genau solche neuen Errungenschaften sind es, die heute wie auch früher Bedenken und Sorge unter Medienwissenschaftlern, Pädagogen und Erziehungspersonen aufkommen lassen.

3.3 Die Kritische Theorie

Die in den 1930er und 1940er entwickelte Kritische Theorie wurde mit der Studentenbewegung 1968 wieder belebt. Nach der Auffassung von Adorno und Horkheimer (1967; vgl. Vollbrecht, 2001, S. 119) beinhalten Massenkultur und Massenmedien (Kulturindustrie) einen entfremdenden und anti-aufklärerischen Warencharakter. Der Kulturindustrie wurde eine massive Beeinflussung des Rezipienten unterstellt. Sie sei nur auf Profitmaximierung ausgerichtet und würde die freien Gedanken des Rezipienten einschränken und gezielt lenken. Adorno (1967; zit. nach Vollbrecht, 2001, S.120) schreibt dazu treffend: „Sie verhindert die Bildung autonomer, selbstständiger, bewusst urteilender und sich entscheidender Individuen. Die aber wären die Voraussetzung einer demokratischen Gesellschaft, die nur in Mündigen sich erhalten und entfalten kann“.

Es liegt im Wesen des Menschen, sich gegenüber neuen Medien skeptisch und zurückhaltend einzustellen. Ein neues Medium steht unweigerlich in Konkurrenz zu den bereits bestehenden, gewohnten und über lange Zeit bewährten Medien. Zugleich wird die Weiterexistenz des „Altbewährten“ in Frage gestellt. Bereits im achtzehnten Jahrhundert wurde die Ausbreitung der Massenliteratur kritisch hinterfragt und verurteilt, die Befürchtung gegenüber Neuem fand nach Tiemann (1991, zit. nach Vollbrecht 2001, S. 28) etwa so ihren Ausdruck: „Die Lesesucht ist ein törichter, schädlicher Missbrauch einer sonst guten Sache, ein wirklich grosses Übel, das so ansteckend wie das gelbe Fieber in Philadelphia: Sie ist die Quelle des sittlichen Verderbens für Kinder und Kindeskinder. …“.

Mit dem Aufkommen des Medium ‚Film’, begann Anfang des 20. Jahrhunderts die Kinodebatte. Das bewegte Bild wurde noch gefährlicher eingestuft als die Schrift denn, so Tiemann: (1991, zit. nach Vollbrecht 2001, S. 36) „…die Schrift ist verstehbar, weil sie ruht. Die flüchtigen Bilder der Filme dagegen sind sinn- und seelenlos.“ Die Inhalte der Filme wurden heftig diskutiert, dabei handelte es sich oft um moralische und sittliche Fragestellungen. In den 20er Jahren war das Kino ein Ereignis der Mittelschicht, zu dem festlichen Abendspektakel galt ein eleganter Dresscode. Erst in den späteren 20er und frühen 30er Jahren wurde das Kino zum Spektakel der Arbeiterschicht, Kinder, Jugendlichen und in überdurchschnittlicher Zahl Frauen. Diverse Schutzbestimmungen wurden erlassen oder zumindest diskutiert, da das Kino für Kinder und Jugendliche zugänglich war. Später fand das Medium ‚Fernsehen’, das bewegte Bild, den Einzug in die Wohnzimmer und die Debatte über Jugendmedien- Schutzbestimmungen fand erst richtig ihren Lauf. In Deutschland wurde 1949 ein Jugendmediengesetz erlassen (JÖSchG), dass die Jugendfreigabe von Medieninhalten regelt.

FSK die F reiwillige S elbstkontrolle der F ilmwirtschaft prüft Filme, Videokassetten, DVD, CD Rom und vergleichbare Bildträger auf deren Inhalt und gibt diese dann unter angepassten Altersbeschränkungen frei. Der Antrag zur Prüfung eines Filmes ist jedoch immer noch freiwillig. Die Schweiz hat noch kein eigenes Prüfsystem und wird sich bis auf weiteres auf die deutsche FSK stützen müssen.

(www.medienzensur.de/seite/instanzen/fsk.shtml)

Neue Medien werden auch heute noch kritisch betrachtet und einen manipulativen Grundgedanken zugeschrieben. Darüber werden immer wieder heisse Debatten geführt, wie die Rezipienten vor zu massiver Beeinflussung geschützt werden können. Namentlich gilt die Schutzprävention in erster Linie den Kindern und Jugendlichen. Dabei geraten das Fernsehen und das Internet besonders ins Kreuzfeuer. Die genannten Medien achten folgendermassen auf den Schutz:

Fernsehen Die Sender achten beim Erstellen des Fernsehprogramms darauf, dass die Inhalte der Filme oder Sendungen den Tageszeiten angepasst sind. So werden Kinderfilme am Morgen oder Nachmittag ausgestrahlt. Filme mit Inhalten die für Erwachsene gedacht sind (Erotik/Gewalt) erst spät am Abend. Dabei orientieren sich die Fernsehstationen an den Richtlinien des FSK.

Internet Im Internet gestalten sich die präventiven Schutzmassnahmen schon um einiges schwieriger. Bei Glücksspielen, gewissen Onlinespielen mit Gewaltinhalten oder starkem Suchtpotential und Internetseiten mit pornographischen Inhalten wird darauf hingewiesen, dass der Inhalt dieser Seiten nicht für unter 18-jährige gedacht ist. Weiter kann auf jedem Computer ein so genannter Filter eingebaut werden. Dabei können im Computer, unter Internetoptionen, Begriffe eingegeben werden (Sex, Gewalt), die auf den Inhalt der Webseiten hinweisen und den Zugang auf diese beschränken oder gar nicht erst zulassen. Es ist die Aufgabe der Erziehungsberechtigten, die Kinder und Jugendlichen beim surfen zu kontrollieren. Doch welche Jugendlichen wollen ihre Eltern ständig daneben haben, oder anders gefragt, welche Erziehungsberechtigten nehmen sich die Zeit, sich jedes Mal dazu zu setzen?

3.4 Marshall McLuhan

Der Medientheoretiker Marshall McLuhan entwickelte zur gleichen Zeit eine Theorie die sich auf die Medien bezog, jedoch die neuen Entwicklungen weniger kritisierte als vielmehr beschrieb. Durch seine bekannten Thesen wie „The Medium is the Message“ oder „Global Village“ wurde er bekannt und verschaffte sich Gehör.

3.4.1 „The Medium is the Massage“

Mit dem Satz: „The Medium is the Message“ prägte Marshall McLuhan massgebend die weitere Entwicklung der Medientheorien. Der Kerninhalt seiner Aussage besteht nach Vollbrecht (2001, S. 121 ff) in der Erkenntnis: „…, dass es gar nicht auf die Medieninhalte ankommt, sondern auf die bloße Existenz der Medien, die die Form der Wahrnehmung von Welt verändert. Die Medien selbst sind die eigentliche Botschaft oder gar die Matrix aller Botschaften, die durch das Medium transportiert werden“. Somit ist der Inhalt oder die Anwendung der Medien nicht von primärer Wichtigkeit, vielmehr geht es um die Medien an sich, die auf das menschliche Zusammenleben wirken. McLuhan (2001, S. 193) schreibt dazu treffend: „Wenn ich betone, dass weniger der Inhalt, sondern eher das Medium die Botschaft ist, dann meine ich damit nicht, dass der Inhalt überhaupt keine Rolle spielt - nur, dass er ganz klar eine untergeordnete Rolle spielt.“ Das Wort Medien wird hier in einem weiten Spektrum betrachtet. Mit Medien soll auch das elektrische Licht, die Zeitung oder Eisenbahn verstanden werden. Anhand eines Beispiels würde dies bedeuten, dass sich bloß durch die Existenz der Eisenbahn das Reiseverhalten oder der Güterverkehr grundlegend veränderte.

3.4.2 Erweiterung der Sinne

Nach McLuhan (2001, S. 189) haben die alten mechanischen Medien immer nur eine einzelne Sinnesfunktion ausgeweitet. Am Beispiel der Eisenbahn wäre dies das Rad, welches die Erweiterung des Fusses darstellt. Die neuen elektronischen Medien hingegen sprechen mehrere Sinnesfunktionen gleichzeitig an. McLuhan (2001, S. 189) schreibt hierzu: „…sondern, die unser gesamtes Zentralnervensystem vergrössert, aus dem Körper hinaus verlagert und somit alle Bereiche unseres sozialen und psychischen Lebens verändert haben.“ So ist am Beispiel des Computers die Tastatur oder Maus die Verlängerung der Hand/Finger, der Bildmonitor die Erweiterung der Augen und der PC (der Inhalt/die Systeme) eine Erweiterung des Zentralnervensystems/des Gehirns. Da verschiedene Sinne (Tastsinn, Sehsinn, Hörsinn) zur gleichen Zeit angesprochen und gereizt werden, besteht eine stärkere Immersion[2]. Das Internet ermöglicht in diesem Zusammenhang, dass die Komponenten Raum und Zeit aufgehoben werden können.

3.4.3 „The Global Village“

Im Jahre 1960 entwickelte McLuhan eine Kommunikations-Vision vom Global Village die sich in der heutigen Zeit als bestätigt zeigt (vgl. Castells, 2001, S. 122). Die Aufhebung der Komponenten Raum und Zeit, lassen die Welt zu einem ‚globalen Dorf’ schwinden.

Der Begriff des Globalen Dorfes wird heute auch mit der Globalisierung gleichgesetzt (vgl. Castells, 2001, S. 122-123). Die neuen Medien (Internet) ermöglichen einen kontinuierlichen Austausch zwischen den Kontinenten, Kulturen, Ländern und Städte untereinander. Dabei werden Nachrichten und Informationen aus der ganzen Welt an uns herangetragen und geben uns Anlass zu Diskussionen und zur Anteilnahme.

Darunter sind erschütternde Nachrichten die uns und unsere Gefühle bewegen, wie auch standardisierte Lebensstile die vorgegeben werden. Doch ist es der enorme Informationsfluss der neuen Medien, welcher diese Ereignisse nur von kurzer Dauer in unserem Gedächtnis präsent sein lässt und für eine Kurzweiligkeit der Informationen sorgt. Auf Grund dieser Informations-Überflutung sind wir gezwungen zu filtern und zu vergessen. Ein anderer Aspekt des ‚globalen Dorfes’ besteht darin, dass von jedem beliebigen Ort aus auf Bekanntes zugegriffen werden kann. Näher betrachtet könnte dies bedeuten, dass eine Person die sich im Ausland aufhält per Telefon und E-mail oder durch lesen der aktuellen Internetzeitung und hören heimischer Musik Kontakt zur Heimat halten kann. Anderseits versteht McLuhan (2001, S. 73 -74) unter dem Begriff ‚globales Dorf’ auch einen Ort voller Unterschiedlichkeit und Uneinigkeit in vielen Punkte, der konfliktreich und trennend wirkt.

4 Das Internet

Innerhalb des Medienangebotes wird im folgenden Kapitel der Focus auf das Internet gelegt, welches als das neuste Massenmedium gilt. Durch seine Interaktivität und sein enormes Potential an Möglichkeiten hat es sich zu einem Informations- und Kommunikationsmedium entwickelt, dass rund um den Globus von mehreren Millionen Menschen genutzt wird. Auf Grund dieser Omnipräsenz nimmt das Internet Einzug in die verschiedensten Alltagssituationen. Die Vielfalt des Internet lässt es nicht zu, in dieser Arbeit alle Bereiche mit einzubeziehen, weshalb eine gezielte Auswahl bearbeitet wird. In den anschliessenden Kapiteln soll das Internet in Bezug auf die Entstehungsgeschichte und den gesellschaftlichen wie individuellen Kontext beleuchtet werden. Weiter werden die Kommunikationsformen und deren Eigenschaften aufgezeigt, sowie das Vorkommen von Identitäten im Internet. Zum Schluss wird auf die bestehenden Risiken und Schutzbestimmungen des Internets eingegangen.

4.1 Definition von Internet

Das Wort "Internet" setzt sich aus zwei Teilen zusammen, nämlich aus "inter" (lateinisch für "zwischen") und “net“, der Abkürzung für "networking" (englisch für "vernetzen"). Im Computerbereich bedeutet "Internet" also die Vernetzung zwischen Computernetzen. Das Internet ist demnach ein Computernetz-Netz.

(www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/mmedia/web/index1.html)

Internet ist die Kommunikations-Infrastruktur, die weltweit Computer miteinander verbindet und damit das größte Netzwerk überhaupt bildet.

(http://www.adsponse.de/index.php?letter=i&id=133&type=3)

4.2 Die Entstehungsgeschichte des Internets (1957 - 1995)

Im Jahre 1957 schickte die damalige Sowjetunion den Sputnik Satelliten ins All und eröffnete somit das Zeitalter der Raumfahrt, gleichzeitig demonstrierten sie wirkungsvoll ihre technische Überlegenheit gegenüber den USA.

Das amerikanische Verteidigungsministerium reagierte notgedrungen und schuf die „Advanced Research Projects Agency“ (ARPA). Zur Entwicklung eines Systems, welches teure Computerkapazitäten optimiert, verknüpft und auch gleichzeitig genutzt werden kann. Dazu standen drei Quellen zur Verfügung, welche zusammenarbeiteten; Die militärische Forschung, eine libertäre Kultur (Hacker/Computerfreaks) und die Universitäten (Wissenschaftler/Studenten). Das ARPANET war 1969 fertig entwickelt und als Kommunikationssystem gedacht, welches Kernwaffenangriffe überstehen sollte. Das ARPANET war jedoch zu keiner Zeit als militärisches Strategiemittel gedacht.

In den nächsten Jahren gab es immer mehr Knoten innerhalb des Netzwerkes, diese Knoten bestanden aus verschiedenen Universitäten die Informationen über Wissenschaften und Forschungen teilten. 1983 spaltete sich das Militär mit ihrem MILNET von der Wissenschaft- und Forschungsrichtung ARPA-INTERNET.

Von diesem Zeitpunkt an wurde darauf hingearbeitet, die Internet – Technologie kommerziell nutzbar zu machen. Bis zum Jahre 1990 waren die meisten Computer in den USA technisch so ausgerüstet, dass sie ans Netz angeschlossen werden konnten, gleichzeitig wurden parallel verschiedene Netzwerke entwickelt, die es jedoch alle nicht zum Durchbruch schafften.

Im Jahre 1990 gelang dem Programmierer Tim Berners-Lee der Durchbruch. Er entwickelte am CERN, dem europäischen Hochenergie-Physik-Zentrum in Genf, das World Wide Web (www), ein Programm mit welchem das Internet die ganze Welt umfassen konnte. Berners-Lee setzte sich engagiert für die Verbreitung des World Wide Web’s ein, was sich zu Beginn schwierig gestaltete. Es war nicht einfach die Leute von den Möglichkeiten des Internets zu Überzeugen.

Die Nutzergemeinschaft wuchs nur langsam aber stetig heran. Als dann 1994 der erste kommerzielle Netzbrowser (Netscape) auf dem Netz zu beziehen war, stieg die Userzahl stärker an. Als dann schließlich Microsoft einstieg und im Windows ’95 Packet einen Browser mitlieferte, nahm die explosionsartige Entwicklung des Internets seinen Lauf.

(vgl. Castells, 2005, S. 20 ff)

4.3 Das Internet heute

Seit der Erfindung des World Wide Web entwickelt sich das Internet in einem rasanten Tempo. Die graphische Qualität hat sich in dieser Zeit enorm gewandelt und kann mit den ursprünglichen Angeboten nicht mehr verglichen werden. Dank spezialisierten Programmen (Webdesign) werden die Webseiten heutzutage attraktiv wie auch benutzer- und kundenorientiert gestaltet. Durch die digitalisierte Übertragung steigert sich die Transportgeschwindigkeit der Datenübertragung kontinuierlich, die Basler Zeitung (2006, S.40) titelt diesbezüglich in einem ihrer Artikel: „Telekommunikationsfirmen bringen immer schnellere Datenleitungen auf den Markt. Sie machen damit die Zukunftsvisionen vom Netzwerk an der Stelle des Computers möglich.“ Mit den neuen Angeboten der Internetverbindung, wie ASDL, verfügen die Internetnutzer über Geschwindigkeiten der Datenübertragung, die bis zu hundert Mal schneller sind als noch vor zehn Jahren.

Auch hat sich die Anzahl der Internetnutzer um ein vielfaches vermehrt, waren es Ende 1995 etwa 16 Mio. so weisen zuverlässige Vorhersagen auf etwa 1 Mrd. für das Jahr 2005 hin (vgl. Castells, 2005, S. 10-11). Diese enorme Zahl lässt Einem erahnen, welche Massen an Webseiten und Einträgen sich im Internet befinden und für den Nutzer jederzeit zur Verfügung stehen.

Diese lassen sich komprimiert in etwa so zusammenfassen:

Informationen

- Wissens-Beschaffung (Geschichte, Bsp. franz. Revolution), Enzyklopädie, Suchmaschinen
- Informations-Beschaffung [Online-Zeitungen, Marken- (Nokia, Nike) und Geschäftsinformationen (IKEA, Media Markt), Sportnachrichten, Enzyklopädie, Organisationen (Greenpeace), Verkehrsinfo (Zugfahrplan), Wetterbericht] uvm.
- e-Business (Geschäft-Kundenabwicklungen, Kontoverwaltung (Bank, Post), Aktien- Finanzmärkte) uvm.

Unterhaltung

- Unterhaltung (Bet and Win, Freizeit- und Ausgangsangebote, Ticketing, Musikdownload, Konsumieren von Videos und Bildern, Ferien- und Reisebuchungen) uvm.

Soziale Identität

- Kommunikation (E-mail, Chat, MSN, Forum, Blog, Online Spiele) uvm.

Um die Orientierung über diese Unmengen an Daten zu erhalten haben sich so genannte Suchmaschinen entwickelt. Beispiele dafür sind Google und Yahoo. Nach Eingabe eines Suchbegriffs durchforschen diese Programme das Internet nach Seiten, die diesbezüglich Informationen enthalten. Dadurch entsteht eine begrenzte Auswahl an Internetseiten. Doch ist es auch diesen Suchmaschinen nicht möglich unter den mehreren hundert Millionen Webseiten alle zu finden.

4.4 Das Internet in der Gesellschaft

Das Internet nimmt unaufhaltsam Einzug in die verschiedensten Bereiche unseres Alltags und ist so allgegenwärtig geworden. Aus Bereichen wie Politik, Berufsalltag oder Werbung ist das Internet nicht mehr wegzudenken. Es macht auch vor keiner Generation halt, so können Kinder ihre Comicfiguren in Form eines Spiels in virtuellen Landschaften steuern, Jugendliche benutzen es zu Kommunikationszwecken und zur Verschiebung von Musik und Bildern. Erwachsene wickeln ihre Zahlungen ab, buchen ihre Ferien oder suchen nach einem neuen Lebenspartner. Auch vor dem Alter wird nicht halt gemacht, es werden Kurse für Senioren angeboten, um den Umgang mit dem Internet zu erlernen. So erhalten sie die Möglichkeit in der Welt herumzureisen obwohl sie körperlich nicht mehr dazu fähig wären. Das Internet bindet alle Generationen in sein Netz ein.

Die starke Interaktivität des Netzes bietet eine breite Nutzungsfläche, die für alle zugänglich ist. So tragen mehrere Millionen Menschen dazu bei, das Internet immer fassettenreicher zu gestalten und nach individuellen Bedürfnissen und Interessen zu ergänzen und vergrößern. Einige schlaue Köpfe haben die Zeit erkannt, mit dem Internet ein enorm lukratives Geschäft zu kreieren. Eines der besten Beispiele ist Ebay . Das Ebay ist eine Internetseite, auf welcher Produkte angeboten und ersteigert werden können. Doch gibt es neben dem Ebay noch zahlreiche kleinere Anbieter, die eine Marktlücke gefunden haben um ihre angebotene Dienstleistung zu vermarkten und daraus einen finanziellen Gewinn zu erzielen.

Organisationen haben das Internet als Kommunikationsmittel erkannt und nutzen diesen Kanal um sich mitzuteilen. Dies geschieht in kommerziellen Organisationen wie auch in Organisationen, die auf ein Thema hinweisen und auf diese Art etwas verändern wollen. Politische wie auch anti-politische oder Umweltschutzorganisationen nutzen die Fläche des Internets um sich eine Stimme zu verschaffen. Am Beispiel von Greenpeace kann aufgezeigt werden, wie der Bekanntheitsgrad und Einfluss dieser Organisation durch den Einbezug von Internet gewachsen ist. Menschen und Organisationen finden mit dem Internet ein Medium, mit welchem sie effektiv ein Millionenpublikum erreichen. Über kurze oder lange Distanzen können sie sich kontaktieren und vereinen um gegen eine bestimmte Situation vorzugehen.

Doch ist das Internet in der Schweiz noch lange nicht allen Personen zugänglich. Viele verfügen nicht über das nötige Know-how um auf die vorhandenen Internetdienste zuzugreifen. Wiederum Andere verfügen nicht über die nötigen finanziellen Mittel um einen Computer anzuschaffen und die Verbindungsgebühren zu bezahlen.

Viele Dienstleistungen, die bisher am Schalter durch menschliche Arbeitskräfte geleistet wurden, werden heute immer mehr über das Internet abgewickelt. Es besteht also gegenüber denjenigen die keinen Zugang aufs Netz haben eine Benachteiligung. Sie werden von einem erheblichen Angebot an Dienstleistungen ausgegrenzt. Weltweit betrachtet verfügt ein grosser Teil der Bevölkerung über keinen Computer oder Internetzugang. Besonders in armen und nicht weit entwickelten Ländern (z.B. afrikanische Länder) ist der Zugang zu einem Computer und zum Internet nur wenigen und meist wohlhabenden Einwohnern möglich.

4.5 Das Individuum im Netz

Das Internet stellt dem Rezipienten, parallel zur realen Welt, eine virtuelle Welt zur Verfügung. Das Netzangebot scheint in seiner Dimension unendlich zu sein und verfügt über ein enormes Angebot. In diversen Foren können Meinungen ausgetauscht und mitgeteilt werden. Auf diese Weise wird es Personen ermöglicht ihre Meinung kund zu tun, auf gewisse Themen aufmerksam zu machen und Ansichten zur Diskussion zu stellen. Dabei geht es nach Döring (2003, S. 397): „…um nichts Geringeres als die öffentliche Präsentation von Wissen und Kompetenzen, ablesbar an der stilistischen und inhaltlichen Qualität der Netzbeiträge.“

Dabei entstehen neue Integrationsmöglichkeiten für Randgruppen, kontaktscheue oder isoliert lebende Menschen. Oft haben sie den Mut oder die Möglichkeit nicht, ihre Meinung anzubringen, da sie sich im realen Leben zurückhaltend und introvertiert verhalten. Das Internet bietet diesen Personen eine Plattform (virtuelle Welt), welche ihnen zu einer ‚Stimme’ verhilft. Dabei müssen sich nicht so ausgestellt fühlen. Für Personen die aus anderen Gründen (schwere Krankheit) isoliert leben, stellt das Internet ein Zugang zur Aussenwelt dar.

4.6 Kommunikation im Internet

Anfangs wird die grundsätzliche Kommunikation (Face to Face) beschrieben, welche dann mit dem Angebot des Internets ergänzt wird. Die verschiedenen Kommunikationsmöglichkeiten des Internets werden erwähnt und näher beschrieben. Dabei wird grundsätzlich zwischen Textnachrichten, Online Spielen, Audio- und Visuellen-Angeboten unterschieden.

4.6.1 Face to Face Kommunikation

Die grundsätzliche Kommunikationsform, bei der sich die beteiligten Personen gegenüber stehen, wird als Face to Face Kommunikation bezeichnet. Dabei befinden sich die Gesprächspartner am gleichen Ort und können verbal (Worte), paraverbal und/oder nonverbal (Gestik/Mimik) miteinander kommunizieren. Auf die getätigten Äusserungen kann das Gegenüber unmittelbar reagieren. Bei der Face to Face Kommunikation werden verschiedenste Sinne angesprochen und aktiviert, Döring (2003, S. 39) meint dazu: „Potenziell sind bei der wechselseitig aufeinander abgestimmten Produktion, Rezeption und Interpretation kommunikativer Botschaften in Face to Face Situationen alle Sinnesmodalitäten (sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen) involviert. (...) Bei der nonverbalen Kommunikation gliedert man die kommunikativen Zeichen nach Körperregionen (z.B. Blick, Mimik, Gestik, Kinesik, Haptik) sowie nach den Dimensionen Raum (Proxemik) und Zeit (Chronemik).“

[...]


[1] Rezipient: In der Kommunikationswissenschaft gilt der Empfänger in einem Kommunikationsprozess als Gegenstück zu dem Sender, der Kommunikator bezeichnet wird. Der Rezipient ist also diejenige Person, die sich informieren will oder informiert werden soll. http://rezipient_kommunikationswissenschaft.know-library.net/

[2] Immersion:Immersionserfahrungen im Sinne des Eintauchens in eine Telepräsenz-Umgebung scheinen daran gebunden zu sein, Aufmerksamkeit und Wahrnehmung auf die netzinterne Ebene zu verlagern und die realweltliche Ebene der physischen Körper und kopräsenten Personen auszublenden. (vgl. Döring, 2003, S. 249)

Details

Seiten
46
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783638894654
ISBN (Buch)
9783638905602
Dateigröße
633 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v84854
Institution / Hochschule
Fachhochschule Nordwestschweiz
Note
1.5
Schlagworte
Jugend@internet Netz Möglichkeiten

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Jugend@internet - Ein Netz voller Möglichkeiten