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Attentate auf Rasputin – Ursachen und Folgen

Hausarbeit (Hauptseminar) 2007 35 Seiten

Geschichte Europa - and. Länder - Zeitalter Weltkriege

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Russland in der Zeit von Rasputin

3. Biographie von Rasputin
3.1 Seine Jugend bis zur Ankunft in St. Petersburg
3.2 Der Weg zum Zarenhof
3.3 Rasputins Fähigkeiten
3.4 Rasputins gesellschaftliche Verfehlungen
3.5 Vom Sündenbock zur Gefahr des Zarenreiches

4. Die Attentate
4.1 Attentatsversuche Ende 1913
4.2 Das Attentat vom 29. Juni 1914 (gregorianischer Kalender)
4.3 Das Attentat in der Nacht vom 16. zum 17. Dezember 1916
4.3.1 Die Täter und ihre Motive
4.3.2 Das Attentat nach der Version der Mörder
4.3.3 Theorien der wirklich stattgefundenen Tat

5. Die Folgen des Attentates vom Dezember 1916
5.1 Die Täter
5.2 Rasputin
5.3 Der Zar und seine Familie

6. Zusammenfassung

7. Quellen/Literatur

1. Einleitung

Der Begriff Attentat geht auf das spätantike lateinische Wort „attentatio“ zurück und beschreibt den Versuch eines Rechtsbruches.[1] Alexander Demandt definiert das Wort Attentat im heutigen Sprachgebrauch als „Anschlag auf eine führende Persönlichkeit oder eine Versammlung, auf ein repräsentatives Bauwerk oder Fahrzeug, meist mit Tötungsabsicht, selten ohne Todesfolge.“[2] Das Besondere bei einem Attentat ist die hohe gesellschaftliche Stellung des Opfers, das meist eine weltliche oder geistliche Führungspersönlichkeit ist. Und Franklin L. Ford ergänzt, dass Attentate gezielte Aktionen sind, einen politischen Mord zu begehen. Aber auch er stellt heraus, dass das Opfer „eine Person des öffentlichen Lebens ist.“[3]

So kann jetzt gefragt werden, warum von Attentaten auf Rasputin gesprochen werden kann, einem Mann, der nur zum Bauernstand gehörte und aus dem tiefsten Sibirien stammte, also im übertriebenen Sinne ein Niemand war? Aber so ein Niemand scheint er nicht gewesen zu sein, da er es schaffte als ein Heiliger an den Zarenhof zu gelangen, großen Einfluss auf die Zarenfamilie ausübte und sogar in die Politik des Reiches eingriff. Dies ging soweit, dass viele Menschen, unter anderem seine späteren Mörder, ihn als Gefahr für das Zarentum und das Zarenreich sahen und ihn schließlich töteten.

Diese Arbeit gibt im Folgenden das Leben von Rasputin wieder. Dabei wird weniger auf das gesamte Leben eingegangen, sondern eher die wichtigsten Stationen erläutert. Hauptpunkte sind vor allem der Weg an den Zarenhof, seine Skandale und sein politisches Wirken. Weiter wird dargestellt, über welche Fähigkeiten Rasputin verfügte und wie er für einige Menschen zur Gefahr wurde. Schließlich wird auf die Attentate eingegangen, die auf Rasputin verübt wurden. Durch die vorgegebene Seitenanzahl können nicht alle Attentate genau dargestellt werden. Nur die Attentate vom Juni 1914 und Dezember 1916 werden näher erläutert, da sie Einfluss auf die Geschichte Europas nahmen. Es werden hier die Täter und ihre Motive gezeigt sowie die Folgen des Attentates dargestellt.

Zusätzlich werden beim Attentat/Mord vom Dezember 1916 verschiedene Theorien des Tathergangs vorgestellt, da sich aus der Aussage der Mörder und der Untersuchung der Tat Widersprüche ergaben.

Zum einfacheren Verständnis werden die russischen Namen mit lateinischen Buchstaben geschrieben. Was die Datumsangabe betrifft, so wird immer das Datum des julianischen Kalenders genannt, welches zu dieser Zeit ca. 14 Tage hinter dem gregorianischen lag, da in Russland erst 1918 der gregorianische Kalender eingeführt wurde.

Die Quellenlage über Rasputin ist ab Anfang der neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts besser geworden, da nach der kommunistischen Regierung die Archive freigegeben wurden. Zudem konnten Akten über Rasputin ersteigert werden, die Berichte und Aussagen enthalten, welche eine außerordentliche Kommission 1917 anfertigte, um zu untersuchen, in wie weit Rasputin Einfluss auf den Zaren und die Zarin gehabt hatte. Edward Radsinski, der diese Akten in seiner Biographie über Rasputin verwendet, nimmt so einen hohen Platz in der hier vorliegenden Arbeit ein. Ebenfalls ist das Werk von Elisabeth Heresch zu nennen. Sie hatte zwar nicht das Privileg mit den ersteigerten Akten von Radsinski zu arbeiten, bietet aber, ergänzend durch ihre Analysen und Schlussfolgerungen, größtenteils wissenschaftlich bewiesen, ihren Beitrag über das Leben von Rasputin, besonders was seine Fähigkeiten und die Untersuchung des Mordes betrifft.

2. Russland in der Zeit von Rasputin

Das zaristische Russland in der Zeit von Nikolaus II. und Rasputin war eine europäische Großmacht. Seine Macht wurde und wird noch heute vor allem durch seine Ausdehnung erreicht. Das Reich erstreckte sich vom heutigen Polen bis nach Kamtschatka (über 7000 km) und reichte vom Polarmeer bis in die Steppen der Mongolei und Kasachstans (über 3000 km).[4]

Zwar wurde das Reich zur Verwaltung in Gouvernements aufgeteilt, dennoch regierte nur ein Mann dieses Reich.[5] Der Zar[6] war der absolute Alleinherrscher. Er stellte die höchste Spitze der Exekutive, der Legislative und der Jurisdiktion dar. Ihm unterstanden eine Leibwache und die Ochrana, eine Geheimpolizei mit außerordentlichen Vollmachten.[7]

Ein Zutritt zum Zaren war nur nach vorheriger Anmeldung zur Audienz möglich, wer den Audienzraum betrat, „hatte sich dem Imperator mit allen Zeichen respektvoller Ehrerbietung zu nähern.“[8]

Die Staatsverwaltung lag in der Hand des Senats, der aus Beamten (oft auch die Gouverneure der Gouvernements) und den Ministern bestand. Dabei führten sie allerdings nur die Aufsicht und besaßen keine Rechte, eigene Initiativen zu ergreifen. Allein der Zar bestimmte, was in seinem Land geschieht. Er war der Beschützer des Landes und der christlich-orthodoxen Kirche Russlands, aber gleichzeitig auch ihr Leiter.[9]

Neben dieser traditionellen Staatsführung entwickelte sich Russland im 19. Jahrhundert zu einem kapitalistisch geprägten Industriestaat. Dabei bewirkten aber große Industrielle die Beseitigung von schon eingeführten Kontrollmaßnahmen, wie dem Schutz der Frauen- und Kinderarbeit. Facharbeiter mussten durchgängig zwölf Stunden arbeiten und hatten keine Möglichkeit sich dagegen zu wehren, da Streiks unter Strafe standen.

Auch die Lage des Bauernstandes, trotz der Bauernbefreiung 1861, verbesserte sich nicht, da die Probleme des hohen Steuerdrucks und der geringeren Ernten nicht gelöst wurden.[10] Das lag vor allem daran, dass die Abgaben immer höher wurden, aber die Organisation und Produktion rückständig blieb.[11] Viele gerieten so in noch größere Armut und mussten ihr Hab und Gut verkaufen.

In der Zeit des Imperialismus versuchte auch Russland sein Herrschaftsgebiet, vor allem in Korea und in der Mandschurei, zu erweitern und geriet dabei in Konflikt mit dem aufsteigenden Japan. 1904/1905 kam es zum Krieg, in dem Japan Russland durch Vernichtung seiner Pazifikflotte besiegen konnte. Die Belastungen der Kriegsführung führten zu großen Unruhen im Land. In St. Petersburg kam es zu vielen Streiks, die in die Revolution von 1905 umschlugen, als am 22. Januar eine Demonstration, geführt vom Priester Gapon, vor dem Winterpalais des Zaren von dessen Garde zusammengeschossen wurde.[12] Seitdem wird dieser Tag als „Blutiger Sonntag“ bezeichnet.

Die Revolution wurde schnell auf das Land getragen.[13] Im Herbst des Jahres 1905 gab der Zar nach und bewilligte die Duma, einen parlamentarischen Rat. Zudem versprach er die Gleichheit aller vor dem Gesetz sowie die Religions-, Presse-, Vereins- und Versammlungsfreiheit.[14] Am 06.05.1906 erließ der Zar das Grundgesetz, erklärte sich in diesem aber dennoch als Oberbefehlshaber der Streitkräfte und behielt die Kontrolle der auswärtigen Politik. Weiterhin bedufte eine Änderung des Grundgesetzes seiner Zustimmung. Auch die Gesetze der Duma benötigten für ihr in Kraft treten immer die Unterschrift des Zaren und ihre Beschlüsse zählten für die Regierung nur als unverbindliche Meinungsäußerungen, was darauf schließen lässt, dass die Duma in dieser Zeit nur ein Scheinparlament war.[15] Auch die späteren Stolypinschen Reformen[16] konnten nicht mehr verhindern, dass die Unzufriedenheit der Bevölkerung stieg. Gerade durch die Presse- und Vereinsfreiheit war es nun legal möglich, Organisationen zu gründen, die sich gegen das Zarenreich aussprachen und durch Flugblätter und Zeitungen gelang es ihnen, ihre Botschaft ins Land zu verbreiten.[17] Durch den Ersten Weltkrieg verschlechterte sich die Lage der Bevölkerung zunehmend, was schließlich zur Februarrevolution 1917 führte und zum Ende des zaristischen Russlands.

Wie in anderen Staaten kam es auch in Russland im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts zu mehreren Attentaten, die selbst vor der Zarenfamilie nicht halt machten. So fiel schon der Großvater von Nikolaus II., Zar Alexender II. 1881 einem Attentat zum Opfer. Und gerade in Zeiten großer Unzufriedenheit seitens der breiten Bevölkerung kam es vermehrt zu Attentaten. So ist deutlich feststellbar, dass vor allem in den Jahren vor der Revolution von 1905 die meisten Attentate verübt worden sind, sei es nun auf den Polizeichef von Moskau (Dmitrij F. Trepow überlebt 1902 drei Attentate), einen Innenminister (Wjatscheslaw K. Plehwe wird 1904 von einer Bombe getötet) oder den schon erwähnten Gouverneur von Moskau, Großfürst Sergej Aleksandrowitsch.[18] Gerade so kann gesehen werden, dass ein Zusammenhang zwischen Attentaten und der Unzufriedenheit der Bevölkerung gegenüber den Regierenden besteht. Auch wenn die Attentate nicht immer mit dem Tod des Opfers enden, bringen sie doch Veränderungen in das politische oder gesellschaftliche Geschehen, wie beim erfolgreichen Attentat auf Stolypin 1911. Erst durch seinen Tod war es Grigorij Jefimowitsch Rasputin möglich, ohne eine ernste Gefahr, sich in die politischen Geschicke Russlands einzumischen, da Stolypin, Verfechter der Autokratie, ein mächtiger Mann war, der von vielen geachtet, aber auch gefürchtet wurde.[19] Aber auch Rasputin sollte wie Stolypin am Ende durch ein Attentat ums Leben kommen.

3. Biographie von Rasputin

3.1 Seine Jugend bis zur Ankunft in St. Petersburg

Grigorij Jefimowitsch Rasputin wurde am 10. Januar 1869 im sibirischen Dorf Prokowskoje geboren.[20] Sein Vater, Jefim Jakowitsch, und seine Mutter, Anna Wasiljewna, waren freie Bauern und besaßen eigenes Land, mehrere Kühe und Pferde, die oft für Postdienste vermietet wurden.[21]

Rasputin hatte zwei Geschwister, Lawrentij und Maria, die aber beide, wie auch seine Mutter, früh starben. So musste er schon in jungen Jahren auf dem Hof arbeiten. Seine Schulbildung beschränkte sich auf das Lernen von Bibelsprüchen, so dass er erst später schreiben und lesen lernte und das auch nur in Ansätzen. Als junger Mann kam Rasputin oft mit dem Gesetz in Konflikt. So betrank er sich regelmäßig, begann Diebstähle und es wurden ihm Mädchenschändungen vorgeworfen.[22] Allerdings soll Rasputin schon in dieser Zeit über hellseherische Fähigkeiten verfügt haben. So wird berichtet, dass er einen Pferdediebstahl aufklärte, indem er auf den Täter zeigte und dann das Versteck benannte, wo sich das Pferd befand. Neben seinem ausschweifenden Lebensstil ist auch bekannt, dass er stets versucht war, ein christliches Leben zu führen. So sah man ihn oft Nächte lang allein auf den Knien betend.[23]

Alle Biographien berichten dann von dem Ereignis, welches Rasputins Leben ändern sollte, da sie sagen, dass Rasputin mit siebzehn Jahren, während einer Lungenentzündung, eine Vision von Maria, der Mutter Gottes, hatte, die ihm auftrug, sein Leben ihr zu weihen, den wahren Glauben zu lehren und diesen im ganzen Land zu verbreiten.[24] Und so begab sich Rasputin auf Wanderschaft, um das ihm Aufgetragene zu erfüllen. Zwischen 1887 und 1901 war Rasputin so nur sporadisch zu Hause. Meist hörte man jahrelang kein Wort von ihm. In dieser Zeit besuchte er viele Klöster, hörte sich viele Predigten an und wurde in die Geheimnisse der göttlichen Heilkräfte eingewiesen. Den Lebensunterhalt verdiente er sich meist als Viehwirt oder er gab Religionsunterricht.[25] Im Jahr 1887, als Rasputin kurz von einer seiner Wanderungen zurückkehrte, heiratete er Paraskjewa Fjodorowna Dubrownina, mit der er später drei Kinder haben sollte (1895 Dimitri, 1897 Maria und 1900 Warwara).

Nachdem Rasputin seine Wanderjahre beendet hatte und sich selbst als Staretz[26] bezeichnete, begann er zunächst im Keller seines Hauses zu predigen. Seine Anhängerschaft wuchs sehr schnell heran, da er sich vor allem als Heiler einen Namen machte. Der dort ansässige Pope[27] hingegen warf Rasputin Sektenzugehörigkeit und das Betreiben exzessiver Orgien nach seinen Predigten vor. Es wurde eine Untersuchung eingeleitet, die aber zu Gunsten von Rasputin ausfiel. Dennoch waren die Chlysten oder die Geißlersekte, der sich Rasputin anschloss, eine verbreitete Sekte in jener Zeit. Diese im 17. Jahrhundert entstandene Sekte lehnte die Riten der orthodoxen Kirche ab. Oft kam es bei den Versammlungen zu rhythmischen Tänzen und Geißelungen, die dann meist in Orgien ausarteten. Die Lehre der Chlysten bestand darin, dass jeder Mann Jesus und jede Frau Gottesmutter werden kann. Man bräuchte nur die fleischliche Sünde aus sich auszutreiben und die Seele durch ein gottgefälliges Leben und Gebete zum Einzug des Heiligen Geistes in sie vorzubereiten. Um diese Vergebung und Erlösung zu erlangen, mussten sie aber zunächst sündigen. Sie betrieben die Vernichtung von Sünde durch Sünde.[28]

Allmählich machte sich Rasputin auch außerhalb seines Dorfes einen Namen, trotz seiner Frauengeschichten und Alkoholexzesse. Um aber mehr über die Heilkunst zu lernen, und da es ihn nie lange an einem Ort hielt, beschloss Rasputin 1903 nach St. Petersburg zu gehen, um an einer großen Kirchenversammlung teilzunehmen.[29]

3.2 Der Weg zum Zarenhof

Es gibt mehrere Darstellungen, wie Rasputin in den Kreis der kirchlichen Würdenträger gelangte. Rasputin und seine Tochter Maria, die später eine Biographie über ihn schreibt, beschreiben, dass Rasputin in Lumpen gekleidet während der Messe in die Kathedrale des Johann von Kronstadt kam und dass dieser Rasputins Anwesenheit spürte, ihn zum Altar führen ließ und ihm dann zusprach „Mein Sohn, ich habe deine Gegenwart gespürt. Du trägst den Funken des wahren Glaubens in dir.“[30] Danach soll Johann von Kronstadt Rasputin in den Kreis der kirchlichen Würdenträger eingeführt haben. Kritiker dieser Version, wie Heresch oder Radsinski, bestreiten zwar nicht, dass dieses Treffen stattgefunden hat, verneinen aber den eben genannten Vorgang. Vielmehr geht Heresch davon aus, dass Rasputins erste Station in St. Petersburg das Alexander-Newskij-Kloster war, um dort den Abt, Bischof Sergej (mit bürgerlichen Namen Iwan Nikolajewitsch Stargorodskij), zu treffen, mit dem er in seinen Wanderjahren zusammentraf.[31] Nur auf den Knien flehend kann er den Pförtner überzeugen, ihn zum Abt zu lassen. Später berichtet Rasputin selbstbewusst: „Der Pförtner begriff, dass ich etwas Heiliges an mir hatte und so hat er dem Bischof von mir berichtet. Dieser rief mich zu sich, und wir plauderten. Er erzählte mir von Petersburg, führte mich durch die Straßen der Stadt und machte mich mit hochstehenden Personen bekannt.“[32] Erst so gelangte Rasputin in die höheren Kreise der Petersburger Gesellschaft. Früh lernt er Bischof Theophan, Bischof Hermogen und den Mönchspriester Iliodor kennen, die allesamt beeindruckt vom biblischen Wissen Rasputins sind. Es wurde beschlossen, ihn systematisch in die Kirchenlehre und -schrift zu unterweisen.[33]

[...]


[1] Demandt, Alexander: Das Attentat in der Geschichte, Köln; Weimar; Wien 1996, S. 449.

[2] Ebenda

[3] Ford, Franklin Lewis: Der politische Mord – Von der Antike bis zur Gegenwart, aus dem Amerik. von Ilse
Utz, Hamburg 1990, S. 19.

[4] Almedingen, Edith M.: Die Romanows – Die Geschichte einer Dynastie – Russland 1613 – 1917;
2. Aufl.; Frankfurt am Main u. a. 1993, S. 409f.

[5] S. Kappeler, Andreas: Rußland als Vielvölkerreich – Entstehung, Geschichte, Zerfall, München 2001,
S. 231f.

[6] Das russische Wort „Zar“ entspricht dem lateinischen Wort „Caesar“ und damit dem deutschem Wort
„Kaiser“.

Mette, Hans Joachim: Russische Geschichte – vornehmlich des 19. und 20 Jahrhunderts, Bonn 1949, S. 93.

[7] Ebenda.

[8] Ebenda.

[9] Zur Zeit von Nikolaus II gab es einen Minister für Äußere Angelegenheiten, Krieg und Marine, Innere
Angelegenheiten, für Finanzen, die Justiz, den Handel, für geistliche Angelegenheiten und Volksaufklärung,
für Domänen und einen für Eisenbahn.
Ebenda.

[10] Nolte, Hans-Heinrich: Russland/UdSSR - Geschichte, Politik, Wirtschaft, Hannover 1991, S. 81f.

[11] Ebenda, S. 88.

[12] Ziel der Demonstration war die Überreichung einer Petition (u. a. Verbesserung der Lebensbedingungen)
der Arbeiter an den Zaren. Die verschreckte Wachmannschaft schoss ohne Befehl planlos in die Menge.
Hösch, Edgar: Geschichte Rußlands – Vom Kiever Reich bis zum Zerfall des Sowjetimperiums,
Stuttgart 1996, S. 305f.

[13] Die Revolution führte zu Bauernrevolten, organisierten Streikaktionen der Arbeiterschaft, zur
Meuterei auf dem Panzerkreuzer Potemkin (14-25.6 1905) und sogar zu Terroraktionen, da der
Zarenonkel, Großfürst Sergej Aleksandrowitsch, im Kreml (04.02.1905) von einer Bombe getötet wurde.
Hösch, S. 306.

[14] Mette, S. 100.

[15] Hösch, S. 313.

[16] Pjotr Arkadjewitsch Stolypin (1862-1911), seit 1906 Innen- und Premierminister, veranlasste Ende 1906
unter anderem eine Agrarreform, die es den Bauern ermöglichte, Privateigentümer von Land zu werden.
Nolte, S. 92f.

[17] S.. Kappeler, S. 275f.

[18] S. Ford, S. 293.

[19] Radsinski, Edward: Die Geheimakte Rasputin - neue Erkenntnisse über den Dämon am
Zarenhof; aus dem Russ. von Annelore Nitschke, München 2000, S. 165f.

[20] Seinen Vornamen trägt Rasputin zu Ehren des heiligen Gregor von Nizäa, der an seinem Geburtstag von
der orthodoxen Kirche gefeiert wird.
Troyat, Henri: Rasputin – Eine Biographie, aus dem Franz. von Yla Margit von Dach, Düsseldorf 2002,
S. 5.

[21] Stein, Frank N.: Rasputin - Teufel im Mönchsgewand?, München 1997, S.15f.

[22] Ebenda, S. 17.

[23] Fülöp-Miller, René: Der heilige Teufel – Die Wahrheit über Rasputin, Leipzig 1994, S. 25ff.
S. Stein S. 17.

[24] Troyat, S. 7.
S. Stein, S. 19.

[25] Stein, S. 20f.

[26] Staretz, russ. der Alte, bezeichnet einen asketischen Mönch in der östlichen Kirche. Sie galten oft als
Wundertäter.
Der Duden - Das Fremdwörterbuch, 8. Aufl., Mannheim 2005, S. 987.

[27] Pope, russ. Priester im slawischen Sprachraum der orthodoxen Kirche.
Ebenda, S. 822.

[28] Troyat, S.15f.
S. vertiefend Radsinski, 55ff.

[29] Stein, S. 23f.

[30] Stein, S. 26.

[31] Heresch, Elisabeth - Das Geheimnis seiner Macht, München 1999, S. 57f.

[32] Heresch, S. 58.

[33] Heresch, S. 59.

Details

Seiten
35
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783638014335
ISBN (Buch)
9783638918343
Dateigröße
549 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v84902
Institution / Hochschule
Universität Rostock – Historisches Institut
Note
1,5
Schlagworte
Attentate Rasputin Ursachen Folgen Attentäter Geschichte Jahrhunderts

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Titel: Attentate auf Rasputin – Ursachen und Folgen