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Evaluation von Reanimationsschulungen

Erstellung eines Fragebogens

Hausarbeit 2007 44 Seiten

Gesundheit - Pflegewissenschaft - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Guidelines for Resuscitation des ERC 2005
2.1 Der Basic Life Support (BLS) und Automated External Defibrillator (AED)
2.2 Der Immediate Life Support (ILS)
2.3 Der Advanced Life Support (ALS)
2.4 Der European Paediatric Life Support (EPLS)
2.5 Der Newborn Life Support (NLS)
2.6 Allgemeine Forderungen des ERC zur Ausbildung
2.6.1 Anforderungen an die Ausbildungsmethoden
2.6.2 Anforderungen an das Ausbilderteam

3 Die Evaluation
3.1 Die Begriffsbestimmung Evaluation
3.2 Die Ziele der Evaluation
3.3 Die Formen der Evaluation
3.4 Die Methoden der Evaluation

4 Literatur-Recherche
4.1 IGOR
4.2 Fortbildungsprogramm „Psychiatrie für Notfallmediziner“
4.3 „Evaluation von Fortbildungen – blosses Ritual oder Anregung für Verbesserung der Kurse?“ (Riesen, 2005)
4.4 Untersuchung der Effektivität der Lehrgänge „Lebensrettende Sofortmaßnahmen“

5 Die Planung einer Reanimationsschulung
5.1 Rahmenbedingungen
5.2 BLS-Schulungen
5.3 ILS-Schulung
5.4 ALS-Schulung

6 Fragebogen
6.1 Allgemeine Erstellungshinweise eines Fragebogen
6.2 Fragebogen vor Beginn des Kurses
6.3 Fragebogen nach Ende des Kurses

7 Zusammenfassung

8 lITERATUR

9 aNHANG
a) Council Code of Conduct (ERC)
b) Übersicht über die Evaluationsmethoden
c) Reanimationsschulung BLS
d) Reanimationsschulung ILS
e) Reanimationsschulung ALS
f) Fragebogen vor Beginn des Kurses
g) Fragebogen nach Ende des Kurses
h) Schriftliche Erklärung zur eigenständigen Anfertigung der Hausarbeit

1 Einleitung

Die neuen Richtlinien des ERC (European Resuscitation Council)/ ILCOR (International Liaison Committee on Resuscitation) zur Reanimation liegen seit Ende 2005 vor. Im Folgejahr 2006 begannen alle Institutionen, die sich mit der Aus- und Fortbildung im Bereich der Reanimation beschäftigen, die Leitlinien entsprechend umzusetzen. Dies geschieht zwar allerorts mit emsigem Treiben, jedoch verwundert es mitunter, wie unterschiedlich die Auslegungen der Guidelines sind. Zum ersten Mal sind die erhobenen Daten des ERC evidenzbasiert. Des Weiteren wird der Blickwinkel nicht nur auf die Reanimationsmaßnahmen an sich gelegt, sondern die Betrachtung geschieht weit reichender. Besonders gilt dies für die Postreanimationsphase und für die Ausbildung (European Resuscitation Council; Guidelines for Resuscitation 2005; Resuscitation (2005); Elsevier Verlag Ireland). Erstmalig sind dort detaillierte Forderungen über Kursbezeichnung, Inhalt und Ablauf gegeben. (Siehe Resuscitation (2005); Elsevier Verlag Ireland; S 181-189; Sektion 9.) Hier werden die Kursinhalte unterschieden in Basic Life Support (BLS), mit oder ohne Automatischem Externem Defibrillator (AED), Immediate Life Support (ILS), Advanced Life Support (ALS), European Paediatric Life Support (EPLS) und dem New Born Life Support (NLS).

Bislang gibt es aber noch kaum Untersuchungen, welche methodisch, didaktischen Mittel seitens der Dozenten effektiv eingesetzt werden können, damit die Teilnehmer (TN) langfristig einen Nutzen von dem Seminar haben. Das Ausbildungsziel ist erreicht, wenn die Teilnehmer auch in komplexen Situationen korrekt handeln können.

In den letzten zwei Dekaden entwickelten sich in Deutschland spezielle Zentren, die mit entsprechender Technik ausgerüstet sind, um komplexe Abläufe und vor allem Zwischenfälle in fast allen Bereichen der Medizin, vor allem der Notfall- und Intensivmedizin sowie des OPs einspielen zu können. So wurden Übungen und Fortbildungen unter nahezu realistischen Bedingungen möglich. Dies ist, ähnlich wie in der Luftfahrtindustrie, unabdingbar, um Qualität voranzutreiben und Fortbildungen effektiver zu gestalten, so dass Fehler in der Anwendung des Gelernten spürbar reduziert werden können. Wichtig hierfür ist, dass sich das Team auf die jeweilige Situation einlässt und sich im Klaren ist, dass Fehler passieren können. Nur dann kann das Team diese erkennen und vermeiden. Um das System weiter voran treiben zu können, sind Maßnahmen wie die der Evaluation enorm wichtig, da ein unmittelbares Feedback ermöglicht, methodisch- didaktisch noch ausgefeilter arbeiten zu können. Das ist der Grund, warum ich mir als Ausbilder und Dozent dieses Thema als Abschlussarbeit für die Weiterbildung zum Fachkrankenpfleger für Anästhesie und Intensivmedizin ausgesucht habe.

2 Guidelines for Resuscitation des ERC 2005

Die 2005 veröffentlichten Guidelines for Resuscitation des ERC geben recht eindeutig wieder, wie die Ausbildungssequenzen inhaltlich und formell ausgestaltet werden sollen. Es wird gefordert, dass, wie in der Vergangenheit schon üblich, verschiedene Module ein komplexes Thema jeweils in einer anderen Form wiedergeben sollen. Folgende Module werden unterschieden: (Vergl.: Baskett; Resuscitation 2005; Kapitel 9)

2.1 Der Basic Life Support (BLS) und Automated External Defibrillator (AED)

- Lernziel dieser Einheit ist der Erwerb der Grundkenntnisse der Herz- Lungen Wiederbelebung und der Bedienung des AED. Das Modul richtet sich an eine breit gefächerte Zielgruppe. Sie reicht vom Laien bis hin zum medizinischen Fachpersonal (Vergl.: Baskett; Resuscitation 2005; 183). Dieses Modul bildet den Grundstein, das Basismodul, auf den die anderen Module aufbauen.
- Er soll aus einem theoretischen Teil, aber größtenteils aus praktischen Übungssequenzen bestehen.
- Ziel des ERC ist ein Verhältnis zwischen Ausbilder und Auszubildenden von 1:6. Für jede dieser Kleingruppen sind eine HLW-Puppe und ein AED Gerät vorzuhalten.
- Von der ERC aus sind keine genauen Zeitvorgaben vorgegeben.

2.2 Der Immediate Life Support (ILS)

- Dieses Modul ist noch nicht in die Praxis seitens des ERC eingeführt worden (Vergl.: Baskett; Resuscitation 2005; 183). Themenschwerpunkt ist das innerklinische Notfallwesen und deren Ablauforganisation.
- Es soll sich an die Mehrheit des im Gesundheitswesen arbeitenden Personals wenden.
- Konzipiert ist es für Kräfte des Gesundheitswesens, die nicht regelmäßig mit der Reanimation konfrontiert werden, aber aufgrund ihres Tätigkeitsfeldes und der Ausstattung vor Ort damit rechnen müssen, an Reanimationen teilzunehmen und die Zeit bis zum Eintreffen von höher qualifiziertem Personal zu überbrücken.
- Es soll auch hier ein Verhältnis von 1:6 (Ausbilder zu Auszubildenden) gewählt werden bei einer maximalen Stärke von 30 Teilnehmern pro Modul.
- Konzipiert werden soll ein Modul, das über einen Tag verteilt die Algorithmen theoretisch vermittelt, aber auch wie beim BLS Modul, liegt wieder das Hauptaugenmerk auf den hands-on Sequenzen, die bei diesem Modul noch realistischer dargestellt werden sollen.
- Inhalte sind: Prävention des Herz-Kreislauf-Stillstandes, CPR, Basis Maßnahmen des Airwaymanagements, Defibrillation (AED), Medikamentenapplikation.
- Die verwendeten Geräte und die Umgebung der Übungssequenzen soll weitestgehend denen der Teilnehmer entsprechen.

2.3 Der Advanced Life Support (ALS)

- Dieser Kurs wendet sich primär an medizinisches Fachpersonal, welches in den Bereichen der Notaufnahme, der Intensivstation und der Anästhesie arbeitet. Ebenso richtet sich das Modul an Mitarbeiter des Rettungsdienstes (Vergl.: Baskett; Resuscitation 2005; 184). Inhaltlich werden hier die erweiterten Maßnahmen auf der Intensivstation behandelt.
- Das Verhältnis zwischen Ausbilder und Auszubildenden soll hierbei 1: 3 betragen.
- Das Modul ist auf zwei bis zweieinhalb Tage ausgelegt.
- Großer Wert wird auf die praktischen Übungen in Kleingruppen (jeweils nur 3 Teilnehmer) gelegt.
- Themen sind: Ursachen und Erkennen von drohenden Kreislaufstillständen, Durchführung (Management) der CPR, EKG-Interpretation, Defibrillation, Airway Management (Notfallintubation, alternatives Airway Management), Tachy- und Bradykardie, einfache Säure/Basen-Haushaltveränderungen, Postreanimations-maßnahmen, Ethische Aspekte der CPR.
- Gefordert wird die Möglichkeit des praktischen Einübens der theoretisch vermittelten Inhalte. Dafür ist es notwendig, dass die HLW-Puppen einer Generation/Klasse entsprechen, die das Punktieren von Gefäßen zur Infusion ebenso erlaubt, wie die Defibrillation oder die Intubation.

2.4 Der European Paediatric Life Support (EPLS)

- Dieses Kursmodell ist für Mitarbeiter im Gesundheitswesen vorgesehen. Ziel soll sein, inner- und außerklinisch die notwendigen Reanimationsmaßnahmen bei Kindern einzuleiten, aber auch kritisch kranke Kinder innerhalb der ersten Stunde betreuen zu können (Vergl.: Baskett; Resuscitation 2005; 185)
- Mitbestandteil ist ein 90 minütiger Refresher Kurs im Bereich BLS
- Maximal 24 Teilnehmer und 1 Ausbilder auf 4 Teilnehmer.
- Themen dieser Einheit: CPR an Säuglingen und Kleinkindern, Airway Management, Defibrillation, Maskenbeutelbeatmung
- Keine genauen Zeitangaben von der ERC

2.5 Der Newborn Life Support (NLS)

- Gerichtet ist dieses Seminar an alle Mitarbeiter des Gesundheitswesen, die in dem Arbeitsbereich der Geburtshilfe arbeiten (Vergl.: Baskett; Resuscitation 2005; 186). Inhaltlich werden die speziellen Maßnahmen bei Neugeborenen und Säuglingen thematisiert.
- Ziel ist die fachgerechte Betreuung des Neugeborenen in den ersten 10 bis 20 Minuten.
- Die Teilnehmerzahl soll zwischen 24 – 32 Teilnehmern liegen.
- Das Seminar hat folgendes Format: Eingangstest basierend auf dem vorab zu lesenden Handbuch, Bildung von Arbeitsgruppen mit Stationsarbeiten. Auch hier ist es die Kleingruppe, die gefordert wird, die Übungssequenzen abzuarbeiten. Das Seminar dauert einen Tag.

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Details

Seiten
44
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783640236039
ISBN (Buch)
9783640257416
Dateigröße
1.1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v87707
Note
1,0
Schlagworte
Evaluation Reanimationsschulungen Fachweiterbildung Anästhesie Intensivmedizin

Autor

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Titel: Evaluation von Reanimationsschulungen