Lade Inhalt...

Bedeutung ländlicher kooperativer Selbsthilfe für Innovationsprozesse und Unternehmertum in der VR China

Seminararbeit 2007 33 Seiten

BWL - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Darstellungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Thematische Einführung

2. Begriffsdefinitionen
2.1. Kooperative Selbsthilfe
2.2. Innovationsprozesse
2.3. Unternehmertum

3. Historischer Umriss der Volksrepublik China

4. Bedeutung ländlicher kooperativer Selbsthilfe
4.1. Chronologie ländlicher kooperativer Selbsthilfe
4.2. Politisch-kulturelle Bedeutung kooperativer Selbsthilfe
4.3. Auswirkungen auf Innovationsprozesse und Unternehmertum
4.4. Zusammenhänge mit der WTO

5. Probleme und Grenzen kooperativer Selbsthilfe

6. Fazit

Literaturverzeichnis

Anhang

Darstellungsverzeichnis

Darstellung 1: Formen von Selbsthilfeorganisationen

Darstellung 2: Wachstumsrate und Inflationsrate der VR China von 1978 - 2002

Darstellung 3: Einkommensverteilung zwischen Stadt- und Landbevölkerung in China

Darstellung 4: Demografische Entwicklung 2000 - 2020

Darstellung 5: Entwicklung der Stadt- und Landbevölkerung in den Jahren 2000 - 2020

Darstellung 6: Korruptionsperzeptionsindex

Ergänzung zum Anhang:

Material des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (2007), zugesandt durch L. Hollenweger am 24. August 2007

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Thematische Einführung

„Staunen kann jeder für sich allein, wehren aber können wir uns nur gemeinsam.

(…) Es gibt dabei nur zwei große Parteien, die Gleichgültigen und die Betroffenen. Wenn es uns gelingt, die Gleichgültigen betroffen zu machen haben wir unseren Kampf schon gewonnen.“ (Hans-Christoph Buch, 1978)

China, das Land des Drachen, ist mit seinen 1,31 Milliarden Einwohnern (Stand 2006)1 unterstützt durch ein globales Netzwerk von Unternehmern und als Mitglied der WTO aus dem Weltgeschehen nicht mehr wegzudenken.2 Aktuell zählt die Volksrepu- blik (VR) China zu den Ländern mit dem höchsten Entwicklungspotenzial, und wird als zukünftige Wirtschaftsmacht angesehen.3 Um sich als Wirtschaftsmacht zu etablieren, sind unter anderem Unternehmen im urbanen und ruralen Raum von zentraler Bedeu- tung für Wertezuwachs, nachhaltige Wettbewerbsvorteile und Wettbewerbsfähigkeit. Die Notwendigkeit von Innovationsprozessen ist sowohl für Entwicklungsländer, als auch für Industrieländer, unverzichtbar. Arbeitsplatzschaffung, Einkommensverbesse- rungen und Fortschritt resultieren aus ihnen. Als weltweit größter Produzent von „Baumwolle, Getreide, Rapssamen, Chemiefasern, Fernsehgeräten, Fleisch, Kohle, Garnen und Stoffen sowie Zement“4, ist die VR China dennoch von starken Disparitäten zwischen „Können, Wollen und Dürfen“5 sowie Stadt und Land geprägt. Traditionell kam und kommt dem ländlichen Raum bzw. der Landwirtschaft in der VR China eine herausragende Rolle zugute.6 Daher stellt sich die Frage: Wie schaffen es die ländlichen Unternehmen und die Bevölkerung das Überleben zu sichern, Existenzen zu gründen, Entwicklung voranzutreiben und sich finanziell und sozial abzusichern? Und vor allem, welche Rolle spielt ländliche kooperative Selbsthilfe?

Im Rahmen dieser Seminararbeit soll nun eine Wirkungsanalyse in Bezug auf die Bedeutung ländlicher kooperativer Selbsthilfe für Innovationsprozesse und Unterneh- mertum erfolgen. Das Fazit verdichtet abschließend noch einmal die wichtigsten Fakten.

2. Begriffsdefinitionen

2.1. Kooperative Selbsthilfe

Die Kooperation kann als Verfahrensnorm der Zusammenarbeit mit katalytischer Wirkung im Falle konsequenter Anwendung, basierend auf Vertrauen7 verstanden wer- den.8

Kooperative Selbsthilfe kann in unterschiedlichen Formen auftreten. Allgemein wird zwischen kulturellen, politischen, sozialen und wirtschaftlichen Zielsetzungen differen- ziert. Innerhalb dieser einzelnen Ausprägungen kann wiederum zwischen formalen und informellen Selbsthilfeorganisationen unterschieden werden. Die formalen Selbsthilfe- organisationen werden ihrerseits in solche mit Organbetrieb, wie beispielsweise die Ge- nossenschaft und GmbH, und solche ohne Organbetrieb wie Gewerkschaften, Vereine oder Verbände unterschieden.9

Im Rahmen der kooperativen Selbsthilfe kommt es zu langfristig angelegten Zusammenschlüssen von Individuen (oder Gruppen), um ein gemeinsames Ziel effektiver und effizienter zu erreichen. Strikte Zielorientierung bei bestehender Selbständigkeit bildet den Kern kooperativer Selbsthilfe. Diese Strukturen bilden sich oftmals spontan und resultieren häufig aus den Bedürfnissen und Nöten der Bevölkerung.

Um kooperative Selbsthilfe leisten zu können, sind eine Reihe von Vorraussetzungen für alle Beteiligten zu erfüllen. Eine kooperative Neigung, Toleranz sowie soziale Fähigkeiten Einzelner sollten durch eine Konfliktlösungsbereitschaft ergänzt werden. Beispiele für kooperative Selbsthilfe (-organisationen) sind Frauenvereine, Credit Unions sowie (nicht-) registrierte Genossenschaften.

2.2. Innovationsprozesse

Ausgehend von Menschen, die sich in Organisationen oder Unternehmen mit der Lö- sung von Aufgaben bzw. Problemen beschäftigen, umfassen die Innovationsprozesse die Entwicklung und Einführung von qualitativ neuartigen Produkten, Verfahren und Strukturen.10 Des Weiteren beinhalten die Innovationsprozesse die Umsetzung von be- reits existierenden Erkenntnissen in marktfähige Lösungen. Die gängige Literatur diffe- renziert den eigentlichen Innovationsprozess in drei Phasen: Invention, Innovation und Diffusion. Wesentliche Charakteristika sind Risiko, Unsicherheit, „spill overs“11 und Spezifitäten.12 Die Entwicklung innerhalb des Prozesses vollzieht sich ebenfalls in Pha- sen, die sich wie folgt gliedern lassen: (1) Bedarfserfassung und Dringlichkeit innovati- ver Maßnahmen; (2) funktionsbezogene Planung; (3) Entwicklung; (4) Ausgestaltung; (5) Produktion; (6) Markteinführung.13 Mit der Markteinführung endet der Innovations- prozess.

2.3. Unternehmertum

Das Unternehmertum (oder der Unternehmergeist) wird in jüngster Zeit gleichgesetzt mit Entrepreneur (-ship)14.

Im Allgemeinen bezieht sich Entrepreneurship auf das Durchsetzen neuer (Faktor-) Kombinationen im schumpeterschen15 Sinn. Dabei stehen im Wesentlichen Gründungs- persönlichkeiten bzw. Gründungsgeschehen im Zentrum. Als wichtige Charakteristika gelten dabei Wachstumsorientierung und Innovation. Die Motivationen aus denen her- aus gehandelt wird, sind vielfältig und müssen nicht primär dem Gewinnstreben unter- liegen.16

3. Historischer Umriss der Volksrepublik China

Im folgenden Abschnitt soll ein kurzer Überblick über den historischen Hintergrund, die Entstehung und Entwicklung der VR China gegeben werden.

An seinen Einwohnern gemessen ist China mit 1,31 Milliarden Menschen das größte Land der Welt. Seit der Gründung im Oktober 1949 durch Mao Zedong wird die VR China von der Kommunistischen Partei China (KPCh) regiert. Charakteristisch war ein klar strukturierter hierarchischer Aufbau, an deren Spitze das politische System stand.17 In den 50er Jahren wurden die sog. Volkskommunen mit politischen und wirtschaftli- chen Funktionen in ländlichen Gebieten eingerichtet. Im Zuge der Kollektivierung wur- de jegliche Form privaten Eigentums abgeschafft und die Verantwortung, bspw. über Landverteilung oder Arbeitsaufteilung, an die Kommunen übertragen.18

Eine schrittweise Transformation der Volkskommunen und der Zentralverwaltungs- wirtschaft hin zu einer sozialistischen Marktwirtschaft begann nach Mao Zedongs Tod, als Deng Xiaoping die Führung übernahm. In dem Zeitraum zwischen 1949 und 1978 gab es Entwicklungsprogramme unterschiedlichster Art. Die wesentlichen Reformen wurden jedoch durch das dritte Plenum des 11. Parteikongresses der KPCh19 1978 aus- gelöst. Während von 1979-82 durch Dezentralisation und Gewinnbeteiligung Entschei- dungsspielräume geschaffen wurden, wurde erst 1998 die Vorrangigkeit des Gesetzes in die chinesische Verfassung aufgenommen.20 1999 gehörte China mit einer Wachstums- rate von 7,1% zu den schnellstwachsenden Volkswirtschaften der Welt.21

Ein weiterer Entwicklungs- bzw. Transformationsschritt vollzog sich durch den Bei- tritt Chinas zur WTO im November 2001. Dennoch und weiterhin gibt es innerhalb der VR China, zwischen urbaner und ruraler Bevölkerung, erhebliche Disparitäten u.a. hin- sichtlich Bildung, Einkommensverteilung22, Altersvorsorge und sozialer Sicherung.23

Die Historie zeigt, dass sich in der VR China innerhalb der letzten 25 Jahre viel be- wegt und verändert hat. Im Rahmen dieser Entwicklungen und Veränderungen kam und kommt dem ruralen Raum durchgehend eine besondere Bedeutung zu. Die Umstrukturierungsprozesse selbst, sind noch lange nicht abgeschlossen.

4. Bedeutung ländlicher kooperativer Selbsthilfe

4.1. Chronologie ländlicher kooperativer Selbsthilfe

Vor dem Hintergrund, dass kooperative Selbsthilfe zu den modernen Formen der Or- ganisation gehört, kann festgestellt werden, dass in jedem Industrie- bzw. Ent- wicklungsland andere Ausprägungen ausschlaggebend sind. Der Autor Hu (et al.) stellte dazu fest, „(…),cooperatives have always been a prominent organizational form.“ und betonte vor allem die Wichtigkeit dieser im ländlichen Bereich: „Cooperatives are im- portant to agriculture in developed as well as developing countries“.24 Im Laufe der Zeit fanden Ausweitungen (vor allem in den späten 80er Jahren) und inhaltliche Wandel der kooperativen Selbsthilfe, eingebettet in Tradition, Kultur, Religionen und Normen, statt.

Die ersten kooperativen Organisationen traten Anfang der 20er Jahre in China auf und durchliefen eine schnelle Boomzeit.25 Mit der Gründung der VR Chinas im Jahr 1949 wurde in den folgenden Jahren der Boden reicher Grundbesitzer konfisziert und der ärmeren, landlosen Bevölkerung, in Form von Volkskommunen26, zur Verfügung gestellt.27 In den Jahren von 1949 bis 1979 ermöglichte diese Form der Kollektivierung es der Regierung um Mao Zedong, eine umfassende Kontrolle über Menschen, Strukturen, Planung, Produktion und Entwicklungen zu haben und zu halten.

Die entscheidenden „ökonomischen und politischen Transformationen“28 für die Bevölkerung, Unternehmen und Organisationen, begannen nach dem Tod Mao Zedongs und der Machtübernahme Deng Xiaoping in den Jahren 1978/79. Die Kollektive wurden durch Haushaltsverantwortlichkeitssysteme abgelöst und die Wandlung hin zu einem marktorientierten System begann. Kern dieses Systems ist es, „eine angemessene Tren- nung von Eigentumsrechten an Boden und des Rechtes auf seine Bewirtschaftung und Verwaltung“ zu erwirken.29 In Folge dieser Umstrukturierung wurden die Farmer vor neue Problematiken gestellt, da sie nun Entscheidungen hinsichtlich Planung, Produktion und Vertrieb selbständiger lösen mussten. Im Zuge dieser neuen Situation, kam es in den 80er Jahren zu neuen kooperativen Organisationsgründungen, Zusammenschlüssen und Selbsthilfeorganisationen in den ländlichen Teilen der VR China. Bis 2004 gab es mehr als 150.000 dieser kooperativen Formen.30

Es ist insgesamt festzustellen, dass es in der Historie Chinas, durchweg bis heute, zu einer starken Betonung der ländlichen Bereiche, Produktion, Struktur und auch Bevölkerung kam und kommt.31 Aufgrund dessen kommt der ländlichen kooperativen Selbsthilfe, im historischen Verlauf, eine wichtige Rolle zugute.

4.2. Politisch-kulturelle Bedeutung kooperativer Selbsthilfe

Im Rahmen der politischen „Ein-Kind-Strategie“32 in der VR China kristallisiert sich die Bedeutung kooperativer Selbsthilfe beispielhaft heraus. Stellt man einen Stamm- baum auf und betrachtet den Aspekt der „Generationenverpflichtungen“, so stehen die jüngeren Generationen bald vor dem Problem, dass ein Kind zwei Elternteile im Alter versorgen muss. Aufgrund der hohen Altersstrukturen sind oftmals auch die Großeltern mit zu versorgen.33 Alleine ist dies fast unmöglich zu realisieren. Durch kooperative Selbsthilfe und Stiftungen, wie etwa die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES)34, bieten sich Möglichkeiten diese Aufgabe zu bewältigen. Im Bereich der ländlichen (Ver-) Siche- rungssysteme bestehen in der VR China noch erhebliche Finanzierungsschwierigkeiten, was anhand des mangelhaften Gesundheits- und Rentensystems besonders deutlich wird. Das Teilkapitaldeckungsverfahren im Rentensystem funktioniert in der chinesi- schen Praxis kaum, da Missmanagement und Zweckentfremdung der Gelder die Gene- rationenversorgung gefährden.35 Die FES versucht durch ihr Engagement aufzuklären, zu informieren, Misstrauen und Korruption zu verringern, um so eine bessere Altersvorsorge generieren und etablieren zu können.

Ebenfalls vor dem Hintergrund der kulturellen Prägungen der chinesischen Bevölke- rung, die bis heute den konfuzianischen36 Lehren einerseits und den daoistischen37 Leh- ren andererseits folgt, spielt kooperative Selbsthilfe eine bedeutende Rolle. Die Förde- rungen strategischer Ausrichtungen, die Verringerungen von Reibungsverlusten und die begünstigten Möglichkeiten der Aneignung von Wissen stellen konfuzianische Tugen- den dar.38 Diese Charakteristika lassen sich auf kooperative Selbsthilfeeigenschaften übertragen.

4.3. Auswirkungen auf Innovationsprozesse und Unternehmertum

Nachdem in den vorangegangenen Kapiteln 4.1 und 4.2 die Bedeutung ländlicher kooperativer Selbsthilfe im zeitlichen Verlauf und vor dem politisch-kulturellen Hintergrund aufgezeigt wurde, soll nun im folgenden Kapitel der Bezug zu Innovationsprozessen und Unternehmertum hergestellt werden.

In den Innovationsprozessen wird die treibende Kraft wirtschaftlicher Entwicklung gesehen. Schumpeter39 differenzierte zwischen der Funktion des innovativen Unterneh- mertums, der „Verfügungsmacht“ über Produktionsmittel bzw. Finanzkapital und der Kompetenz des Innovators als wesentliche Komponenten für Innovation. Seiner Mei- nung nach ist es unerlässlich, für am Markt erfolgreiche Unternehmen, neue Wege zu gehen, neue Strukturen zu entwickeln und umzusetzen sowie insgesamt zu überzeugen. Für die sog. „creative destruction“ muss allerdings der Zugang zu Ressourcen und Kapi- tal gegeben sein.40

Innovationen und Innovationsprozesse gliedern sich in unterschiedliche Arten bzw. Phasen. Kondratieff-Wellen41 stellen, beispielsweise, zyklische Bewegungen aufgrund von Basisinnovationen dar.42 Es handelt sich dabei um revolutionäre, technologische Neuerungen, aus denen wiederum neue Innovationsprozesse resultieren. Während sich in den Industrieländern diese Wellen kontinuierlich über 200 Jahre hinweg entwickeln konnten, kam es in der VR China innerhalb von weniger als 30 Jahren zu komprimierten Übernahmen der Wellen.43 Kooperative Selbsthilfe unterstützt die ländliche Bevölkerung vor diesem Hintergrund ihre Chancen zu nutzen, Kompetenzen auszubauen und diese rapide wirtschaftliche Entwicklung am Leben zu erhalten.

Im Rahmen von Innovation und Innovationsprozessen kann es zu Fehlentscheidun- gen bzw. -investitionen kommen, man spricht auch von sog. „Trial and Error“- Prozessen44. Aufgrund der Wichtigkeit der Innovationsprozesse für (chinesische) Un- ternehmen, bietet die kooperative Selbsthilfe unterschiedliche Möglichkeiten diese zu sichern. Durch dichte Netzwerke innerhalb der Kooperation, wird die Kommunikation erhöht, kreative Ideen können durch vielseitigen Austausch weiterentwickelt werden, sonst eher risikoaverse Mitglieder werden aufgrund der Gruppendynamik und - aktivitäten risikofreudiger. Zusätzlich wird der Zugang zu finanziellen Mitteln erleich- tert.

Die Finanzierung und Kreditgewährung stellt einen wesentlichen Aspekt des ländli- chen Sektors dar. Dies ist unter anderem in der stark saisonalen Orientierung des Kre- ditbedarfes begründet. Unwetterschäden, Ernteausfälle oder Verschleißerscheinungen von Maschinen können so bspw. mit finanziert werden. Ländliche kooperative Selbst- hilfe kann bei der Aufbringung und Sicherstellung des Kapitals helfen und erhält somit eine wesentliche Bedeutung. Oftmals wird dieser Aspekt in Form von Kreditgenossen- schaften sichergestellt. Diese (Kredit-) Genossenschaften45 stellen nur eine Form von (kooperativer) Selbsthilfe dar.46

[...]


1 Vgl. www.bfai.de am 09.08.2007.

2 „Die Öffnung Irlands mag für Irland wichtig gewesen sein - aber auf der weltweiten ökonomi- schen Richterskala ist sie kaum zu spüren. Die Öffnung Chinas hingegen ist, (…), gleichbedeu- tend mit einem Erdbeben.“ - Prof. Dr. R. Cremer, Rektor der China Europe International Business School.

3 Vgl. Seyfart (2004), S. 2.

4 Vgl. Seyfart (2004), S. 182.

5 Vgl. Seyfart (2004), S. 185ff.

6 Vgl. www.china.org.cn am 07.08.2007: „Von 1988 bis 1997 hat die chinesische Zentralregierung insgesamt 95,8 Milliarden Yuan RMB für die Entwicklung der Landwirtschaft eingesetzt.“ Und www.china.org.cn am 04.08.2007: „Von einer Ackerfläche die nur 7% jener der gesamten Welt ausmacht, leben 20% der Weltbevölkerung“.

7 Vgl. Brie/ Pietzcker (2004); Sa´danoer (1998); Seyfart (2004); Williamson (2005) in „Entwick- lung und Zusammenarbeit“, Nr. 4 , „Die Ruhe vor dem Sturm“, S. 160-161 et al.

8 Vgl. Gröneveld (1979), S. 198 sowie S. 203ff.

9 Zu den Formen von Selbsthilfeorganisationen s. Darstellung 1 im Anhang, S. 28.

10 Vgl. Brockhoff (1999); Elßer (1993) et al.

11 Vgl. Elßer (1993) zu spill over: (technisches) Wissen das ein Unternehmen im Zuge von Innovati- onsprozessen gewonnen hat und/oder von Unternehmen anderer Industrien zur Weiterentwicklung ihrer Technologien verwendet werden kann. S. 38.

12 Vgl. Elßer (1993).

13 Vgl. Gabler Wirtschaftslexikon (2000), S. 1546.

14 Vgl. Blum/ Leibbrandt (2001) „Entrepreneurship und Unternehmertum: Denkstrukturen für eine neue Zeit“.

15 Vgl. Röpke/ Stiller (2006) et al.

16 Vgl. Holl (2004), Röpke/ Stiller (2006), Gabler Wirtschaftslexikon (2000), S. 3179.

17 Vgl. Ou (2007), S. 110ff.

18 Vgl. Lux (1998), Oberender/ Fleischmann (2004) et al.

19 Vgl. Bohnet/ Jähne/ Kloten/ Kosta/ Schinke (1985); Kirsch (1997); Weigelin-Schwiedrzik/ Hauff (1999), S. 27ff.; Zhu (2000), S. 43ff. et al.

20 Vgl. Ou (2007), S. 157-158 sowie im Handelsblatt 02.06.1999, S. 12.

21 Zur Wachstumsrate s. Darstellung 2 im Anhang, S. 29.

22 Zur Einkommensverteilung s. Darstellung 3 im Anhang, S. 30.

23 Vgl. Nohlen (1996); Wesner (2005); Oberender/ Fleischmann (2004) et al.

24 Vgl. Hu/ Huang/ Hendrikse/ Xu (2006), S. 1.

25 Vgl. Hu/ Huang/ Hendrikse/ Xu (2006), S. 2-3: 1928 von 722 auf 168.864 in 1948 kooperative Organisationen.

26 Vgl. Lux (1998): Volkskommunen umfassten durchschnittlich 20.000- 30.000 Personen (S. 93) und wurden nach einem dreistufigem Aufbau in Verwaltungskomitee, Produktionsbrigaden und Produktionsgruppen gegliedert (S. 120).

27 Vgl. Hu/ Huang/ Hendrikse/ Xu (2006), S. 3 et al.

28 Vgl. Hu/ Huang/ Hendrikse/ Xu (2006), S. 3.

29 Vgl. Weigelin- Schwiedrzik/ Hauff (1999), S. 27.

30 Vgl. Hu/ Huang/ Hendrikse/ Xu (2006), S. 4.

31 Vgl.Weigelin- Schwiedrzik/ Hauff (1999): zitieren Mao Zedong mit der Aussage „Der wichtigste Teil der chinesischen Bevölkerung sind die Bauern, die Revolution hat mit Unterstützung der Bauern ihren Sieg errungen, und auch die Industrialisierung des Landes wird nur mit Unterstüt- zung der Bauern erfolgreich sein.“ S. 26-27.

32 Vgl. Puck/ Holtbrügge (2005), S. 103ff. et al.

33 Zur demografischen Entwicklung s. Darstellung 4 im Anhang, S. 31.

34 Die FES wurde 1925 gegründet und ist eine weltweit agierende Stiftung zur Förderung von Soli- darität, Frieden, sozialer Demokratie, Entwicklung und Sicherheit. Die umfangreichen Projekte finden sich unter anderem in China, Afrika, Indien, Sri Lanka oder Kambodscha.

35 Vgl. Wesner (2005); Weigelin-Schwedrzik/ Hauff (1999), S. 171-191 sowie www.FES.de .

36 Entspricht eigenverantwortlicher und leistungsbezogener Lebensführung.

37 Verfolgt den freiheitlichen Gedanken.

38 Vgl. Wegmann (1996), S. 239.

39 Vgl. Röpke/ Stiller (2006).

40 Vgl. Ou (2007), S. 22ff.; Röpke/ Stiller (2006); Hozumi/ Wohlmuth/ Knedlik (2003); Keklik (2003) et al.

41 Vgl. dazu näher Aßmann (2003), S. 37; Kriedel (2005), S. 13 et al.

42 Vgl. Ou (2007), S. 37.

43 Vgl. Ou (2007), S. 171.

44 Vgl. Kerber (1997), S. 46.

45 Vgl. Lux (1998): Xue Xianzhou (1871-1927) gilt als der „Vater des chinesischen Genossen- schaftswesen“, Kirsch (1997) et al.

46 Vgl. Chen (1997): Ende 1992 landesweit 52.763 selbständige Kreditgenossenschaften, S. 157; Andere Formen kooperativer Selbsthilfe: genossenschaftliche Stiftungen, Genossenschaften, Clangemeinschaften oder Township and Village Enterprises (TVE).

Details

Seiten
33
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783638035460
ISBN (Buch)
9783638932912
Dateigröße
753 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v89814
Institution / Hochschule
Philipps-Universität Marburg
Note
2,0
Schlagworte
Bedeutung Selbsthilfe Innovationsprozesse Unternehmertum China

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Bedeutung ländlicher kooperativer Selbsthilfe für Innovationsprozesse und Unternehmertum in der VR China