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Ursachen der Arbeitslosigkeit und Lösungen durch das Hartz-Konzept

von Hendrik Grage (Autor) Arne Klages (Autor)

Hausarbeit 2002 35 Seiten

VWL - Finanzwissenschaft

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Indikatoren der Arbeitslosigkeit
2.1 Arbeitsmarktpolitische Indikatoren
2.1.1 Arbeitslosenquote
2.1.2 Zahl der offenen Stellen
2.1.3 Arbeitsvolumen
2.2 Beschäftigungspolitische Indikatoren
2.2.1 Konjunkturindikatoren
2.2.2 Zahl der Auftragsbestände
2.2.3 Geschäftsklima

3. Ursachen und Arten der Arbeitslosigkeit

4. Hartz-Konzept
4.1 JobCenter.
4.2 Quick-Vermittlung
4.3 Neue Zumutbarkeit und Freiwilligkeit
4.4 Jugendliche Arbeitslose - AusbildungsZeit-Wertpapier
4.5 Bridge System
4.6 Zusammenführung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe
4.7 Kein Nachschub für Nürnberg – Beschäftigungsbilanz
4.8 PersonalServiceAgenturen (PSA)
4.9 „Ich-AG“, „Familien-AG“ und Mini-Jobs
4.10 Personal, Organisation und Steuerung
4.11 KompetenzCentren
4.12 JobFloater
4.13 Profis der Nation

5. Fazit

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

Abbildung 1: Entwicklung der Arbeitslosenquote in Deutschland

Abbildung 2: Entwicklung Geschäftsklimaindex 1993-2002

Abbildung 3: Wirkung von PersonalServiceAgenturen

Abbildung 4: Die Profis der Nation

1. Einleitung

Volkswirtschaften unterliegen einem ständigen Strukturwandel. Es gibt
Branchen, die Strukturkrisen unterworfen waren (Textil- und Lederindustrie,
Schiffbau), oder deren Anpassung an Weltmarktentwicklungen durch staatliche
Subventionierung verzögert wurde (Kohle, Landwirtschaft). Es ist unmittelbar
einsichtig, dass damit nicht nur Beschäftigungsschwankungen, sondern auch
veränderte Anforderungen an die Beschäftigung und die Qualifikationsstruktur
der Erwerbstätigen einhergehen.

Die vorliegende Arbeit erklärt im ersten Abschnitt die verschiedenen Indikatoren der Arbeitslosigkeit. Im zweiten Abschnitt werden die Formen der Arbeitslosigkeit dargestellt. Der

Der vierte Abschnitt befasst sich mit dem von der Bundesregierung entworfenen Hartz-Kozept.1

2. Indikatoren der Arbeitslosigkeit

2.1 Arbeitsmarktpolitische Indikatoren

Arbeitsmarktpolitische Indikatoren sind Anzeiger, die den augenblicklichen Stand am Arbeitsmarkt darstellen sollen. Dabei sind diese mit einer gewissen Distanz zu betrachten, da sie sich mit einem raschen Tempo und bei verschiedenen Gegebenheiten ändern.

2.1.1 Arbeitslosenquote

Die Arbeitslosenquote wird regelmäßig von der Bundesanstalt für Arbeit ermittelt und steht im Zentrum der Analyse des Arbeitsmarktes mit seiner strukturellen, zeitlichen sowie regionalen Entwicklung. Der Anteil der Erwerbslosen an der Zahl der Erwerbspersonen wird als Arbeitslosenquote bezeichnet. Dabei muss man beachten, dass diese Quote nie den wirklichen Stand der Arbeitslosigkeit anzeigt, denn es gibt verschieden Kriterien, nach denen diese Quote ermittelt wird. Als Arbeitslos in Sinne der Statistik ist der Arbeit -suchende, der nicht in einem Beschäftigungsverhältnis steht und der Arbeitsvermittlung zur Verfügung steht, weil er sich persönlich beim Arbeitsamt gemeldet hat. Außerdem dürfen diese Personen das 65. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und nicht schwer erkrankt sein. Nicht jeder der Arbeitslos ist, lässt sich auch als Arbeitslos registrieren. Diese Zahl bezeichnet man als die "Stille Reserve".

Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, betrug im Oktober 2002 in Deutschland 9,4 Prozent. Die interregionalen Unterschiede haben sich durch die aktuelle Entwicklung nur wenig verändert. So war die Quote im Westen mit 7,7 Prozent wie bisher weniger als halb so hoch wie im Osten; dort belief sie sich auf 16,9 Prozent.2 In den alten Ländern weisen nach wie vor Bayern (5,8 Prozent) und Baden-Württemberg (5,5 Prozent) die niedrigsten Quoten und Bremen (12,3 Prozent) die höchste auf. In den neuen Ländern hat Thüringen (14,6 Prozent) die kleinste und Sachsen-Anhalt (18,5 Prozent) die größte Quote.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Entwicklung der Arbeitslosenquote in Deutschland

2.1.2 Zahl der offenen Stellen

Die Zahl der offenen Stellen basiert auf Suchmeldungen, die Unternehmen an die Arbeitsverwaltung geben. Sie wird jedoch niedriger sein als die tatsächlichen vorhandenen freien Stellen, weil die Unternehmen nicht jeden freien Arbeitsplatz melden, sondern auch andere Kanäle für Stellenausschreibungen (Inserate, interne Stellenausschreibung) nutzen.

2.1.3 Arbeitsvolumen

Unter dem Arbeitsvolumen kann man die Gesamtheit aller in einer Volkswirtschaft in einer Periode geleisteten Arbeitsstunden verstehen. Dies wäre eine zutreffendere Messgröße für die Beschäftigung, als die Zahl der Erwerbstätigen. Hier besteht das Problem, dass die Arbeitgeber lieber Überstunden anordnen als neue Mitarbeiter einzustellen.

2.2 Beschäftigungspolitische Indikatoren

Der Unterschied zwischen den arbeitsmarktpolitischen und den beschäftigungs-politischen Indikatoren liegt darin, dass der Staat unmittelbar in die Beschäftigungs-politik eingreifen kann, wenn es zum Beispiel zu Konjunkturschwächen kommt.

2.2.1 Konjunkturindikatoren

Die einzelnen Phasen des Konjunkturzyklus lassen sich durch die Veränderungen einer Vielzahl ökonomischer Größen beschreiben. Lässt sich zum Beispiel erkennen, dass eine Rezession vor der Tür steht könnte der Staat durch Subventionen diese Konjunkturschwäche überbrücken und die Unternehmen würden ihre Arbeiter behalten.

Das Bruttoinlandsprodukt ist der bekannteste Indikator für die Konjunkturmessung. Es ist definiert als: „zusammenfassendes Maß für den Wert der wirtschaftlichen Leistung, die aus der Produktionstätigkeit im Inland in der Berichtsperiode resultiert.“3

In den letzten 10 Jahren hat sich das Bruttoinlandsprodukt folgendermaßen verändert:4

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.2.2 Zahl der Auftragsbestände

Die Zahl der Auftragsbestände ist ein typischer Frühindikator. Diese Zahl hat die Aufgabe, die Auftragsbestände für die nächsten Perioden (z.B. Monat) anzuzeigen. Damit ist zu ersehen, wie die Auftragslage eines Unternehmens ist und ob Arbeitskräfte benötigt werden oder eine Entlassung droht.

2.2.3 Geschäftsklimaindex

Das Geschäftsklima wird anhand eines Index gemessen. Der Geschäftsklimaindex des Münchener Ifo-Instituts errechnet sich aus einer Umfrage bei etwa 10.000 Unternehmen. Die Unternehmen sollen hierbei eine Beurteilung ihrer Geschäftsentwicklung unter anderem anhand ihrer Auftragseingänge, ihrem Umsatz, der Gewinnentwicklung etc. abgeben. Der Geschäftsklimaindex gilt als Frühindikator der wirtschaftlichen Entwicklung.5

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Entwicklung Geschäftsklimaindex 1993-2002

[...]


1 Konzept nach Peter Hartz (Personalvorstand der Volkswagen AG); vgl. Abschnitt 4

2 vgl. Arbeitsmarktstatistik der Bundesanstalt für Arbeit, Oktober 2002

3 vgl. Statistische Bundesamt; http://www.destatis.de

4 vgl. Statistische Bundesamt; http://www.destatis.de

Details

Seiten
35
Jahr
2002
ISBN (eBook)
9783638158862
ISBN (Buch)
9783656180777
Dateigröße
896 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v9081
Institution / Hochschule
Fachhochschule Braunschweig / Wolfenbüttel; Standort Wolfenbüttel – Fachbereich MST
Note
1,3
Schlagworte
Ursachen Arbeitslosigkeit Lösungen Hartz-Konzept Verkehrs- Wirtschaftspolitik Peter Hartz

Autoren

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