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Outsourcing - Darstellung und Kritik

Hausarbeit 2007 26 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise

2 Definition

3 Historisches

4 Merkmale von Outsourcing

5 Chancen und Risiken des Outsourcing
5.1 Chancen von Outsourcing
5.2 Risiken von Outsourcing

6 Outsourcing-Formen

7 Der Outsourcing-Prozess
7.1 Der Prozess im Überblick
7.2 1.Phase: Die Initialisierung
7.3 2.Phase: Die Ist-Analyse
7.4 3.Phase: Die Eruierung
7.5 4.Phase: Die Auswahl
7.6 5.Phase: Der Vertrag
7.7 6.Phase: Die Implementierung
7.8 7.Phase: Der Fremdbezug

8 Kritik

9 Fazit

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

1.1 Ausgangssituation und Problemstellung

In Zeiten fortschreitender Globalisierung von Märkten und Unternehmen, an die ständig zunehmende Nachfrageschwankungen und –verschiebungen geknüpft sind, müssen sich Unternehmen nicht nur schlanker, sondern auch flexibler aufstellen. Ein zu großer Umfang der Leistungserstellung bzw. eine zu große Fertigungstiefe hemmt das flexible Reagieren auf veränderte Marktentwicklungen und bindet in größerem Umfang als erforderlich Managementkapazitäten und Kapital.[1] Entscheidend ist also die ertragsoptimale Ausgestaltung der Kapazitäten über unterschiedliche Marktzyklen hinweg. Zur Erreichung dieses Vorhabens kann Outsourcing ein wesentlicher Hebel sein. Outsourcing ist zwar grundsätzlich kein neues Thema, da es in vielen Bereichen seit Jahren praktiziert wird; aber infolge des nachhaltigen Wandels gesellschaftlicher, technischer und ökonomischer Rahmenbedingungen steht dieses Thema gegenwärtig in nahezu allen Unternehmen ganz oben auf der Agenda.[2] Die Darstellung und kritische Auseinandersetzung mit der oftmals kontrovers diskutierten Thematik des Outsourcing wird nun auch Thema dieser Arbeit sein.

1.2 Zielsetzung

„Die gewollte Abwanderung von Arbeitsplätzen in Billiglohnländer“[3], so umschreibt der Volksmund den Begriff des Outsourcing. Dieser zwar begrenzt nachvollziehbaren, aber sehr oberflächlichen Sichtweise soll in dieser Arbeit deutlichst entgegnet werden. Neben der definitorischen Richtigstellung wird es aber im Kern auch darum gehen, ausführlich auf die Chancen- und Risikopotentiale von Outsourcing einzugehen und so eine vielschichtige Betrachtung der Outsourcing-Problematik zu ermöglichen. Besondere Beachtung soll auch der Outsourcing-Prozess finden, da dieser - von einer außergewöhnlichen Komplexität geprägt - ein umfangreiches Bild über die diversen Einflussgrößen im Rahmen einer Outsourcing-Entscheidung und der zumeist daraus resultierenden Umsetzung liefern kann.

1.3 Vorgehensweise

Zu Beginn dieser Arbeit werden zunächst grundlegende Aspekte zum Thema „Outsourcing“ im Fokus stehen. So wird in Kap.2 zunächst einmal eine definitorische Eingrenzung des Outsourcing-Begriffs vorgenommen. Anschließend wird ein kleiner Einblick in die historischen Entwicklungen von Outsourcing gewährt (Kap.3). Mit Kap.4 und den relevantesten Merkmalen von Outsourcing endet dann auch der Teil der Ausarbeitung, der ganz grundsätzliche Aspekte beleuchtet. Es folgt daraufhin das sehr wichtige und bedeutsame Kap.5, das sich mit den potentiellen Chancen und Risiken eines Outsourcing-Vorhabens befasst. Bevor in Kap.7 der Outsourcing-Prozess mit seinen idealtypischen, sieben Phasen im Mittelpunkt der Betrachtung stehen wird, liefert Kap.6 noch einen nahezu vollständigen Überblick der gegenwärtigen Sourcing-Formen und –Varianten. Abgeschlossen wird die Arbeit dann durch eine auf Kap.4 aufbauende, kritische Auseinandersetzung mit der Outsourcing-Problematik (Kap.8).

2 Definition

Das aus der amerikanischen Managementpraxis stammende Kunstwort „Outsourcing“ stellt eine Zusammensetzung der Wörter outside, resource und using dar.[4] Obwohl der Begriff des Outsourcing im wirtschaftlichen Sprachgebrauch sehr verbreitet ist, weist die Literatur sehr vielschichtige und differierende definitorische Ansätze auf.[5] Im Duden wird der Begriff folgendermaßen definiert: Outsourcing, das; Übergabe von bestimmten Firmenbereichen an spezialisierte Dienstleistungsunternehmen.[6]

Ganz generell beschreibt „Outsourcing“ folglich die Externalisierung bestimmter Teilleistungen oder Funktionen einer Unternehmung und deren Übernahme durch externe Anbieter.[7] Es findet dabei ein Übergang von Eigenerstellung („Make“) zu Fremdbezug („Buy“) statt, der durch Reduktion der Wertschöpfungstiefe zu einer Veränderung in der zwischenbetrieblichen Arbeitsteilung führt.[8] Outsourcing gilt damit als eine spezielle Form des Fremdbezugs.[9]

3 Historisches

Outsourcing fand als Begrifflichkeit Ende der 80er Jahre in der amerikanischen Wirtschaftspraxis Verbreitung[10] und wurde dann auch in der deutschsprachigen Wirtschaftsliteratur Anfang der 90er Jahre verstärkt diskutiert.[11] Das Outsourcing der Datenverarbeitung und Kommunikationsnetze von Eastman Kodak im Jahr 1989 an DEC, IBM und Businessland wird in der Literatur als Ausgangspunkt und Meilenstein der nun über 15jährigen Outsourcing-Praxis angesehen, da sich der Deal als einer der ersten großen Outsourcing-Geschäfte darstellt.[12]

Dabei ist Outsourcing eigentlich nichts wirklich Neues. Spätestens parallel zum Aufbau der deutschen Wirtschaft nach dem Krieg, also schon seit den 50er Jahren gingen Unternehmen dazu über, zunehmend Abteilungen oder gar ganze Betriebsteile auszugliedern und sich der Leistungen externer Dienstleistungsunternehmen bzw. Dritter zu bedienen.[13] Das Konzept der Arbeitsteilung, welches dem Outsourcing – Gedanken zugrunde liegt, basiert auf dem Prinzip des Taylorismus, wodurch sogar bereits Ende des 18.Jahrhunderts am Beispiel der Stecknadelproduktion die Effizienzsteigerung durch Spezialisierung aufgezeigt wurde.[14]

Outsourcing gilt heute somit nicht wirklich als eigenständiges Instrument zur Verbesserung von Organisationsstrukturen, sondern als ein Sammelbecken verschiedener Konzepte, die in der einen oder anderen Form bereits seit längerer Zeit zum wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel beitragen. Insbesondere die Entscheidung „Eigen- oder Fremdbezug“ („Make-or-Buy“), das Stichwort „Rationalisierung“[15] oder auch die verschiedenen „Lean“-Konzepte sollen hier als prägnante Beispiele genannt werden.[16]

4 Merkmale von Outsourcing

Dass so ein schillernder Begriff, wie der des Outsourcing, keiner kurz abgehandelten Charakterisierung zugeführt werden kann, dürfte bereits deutlich geworden sein. An dieser Stelle sollen deshalb nur einige, essentielle Merkmale dargelegt werden:

Da Praxis und Wissenschaft ihre Auseinandersetzungen mit Outsourcing weder auf den Auslagerungsentschluss noch auf die formale, vertragsrechtliche Seite des Leistungsaustausches beschränken können, muss von einem gewissen Komplexitätsgrad gesprochen werden, der sich gleichsam auch in einer aufwendig zu koordinierenden Outsourcingbeziehung äußert.[17]

Der signifikanteste Aspekt ist aber der strategische Charakterzug, der die Möglichkeit der Verschlankung und somit eine Vielzahl von Chancen, aber eben auch erheblichen Risiken in sich birgt. Dass aus Outsourcing-Entscheidungen dauerhafte Folgen für die Wettbewerbsposition einer Unternehmung erwachsen können, ist eine in der Literatur geteilte Ansicht, die sich auch bei Porter widerspiegelt, der Outsourcing als Instrument zur Zielerreichung von Strategien interpretiert.[18]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Outsourcingmerkmale unter ganzheitlicher Perspektive[19]

[...]


[1] Vgl. Fischer 1993, S.3

[2] Vgl. Wullenkord 2005, S.3

[3] Vgl. Scholtissek, in: Wullenkord 2005, S.36

[4] Vgl. Niebling 2006, S.11

[5] Vgl. Reichert 2005, S.159

[6] Vgl. Mayer/Söbbing 2004, S.9

[7] Vgl. Bruch 1998, S.22; Reichert 2005, S.159: „[…]using sources from outside the firm[…]“

[8] Vgl. Strahringer 2005, S.114

[9] Vgl. Zahn/Barth, in: Bühner 2001, S.562

[10] Vgl. Schwarze/Müller, in: Strahringer 2005, S.6

[11] Vgl. Stößel 1998, S.13

[12] Vgl. Köhler-Frost 1995, S.15; Schwarze/Müller, in: Strahringer 2005, S.6

[13] Vgl. Köhler-Frost 1995, S.13

[14] Vgl. Schwarze/Müller, in: Strahringer 2005, S.6

[15] Palupski 2002, S.20: „ Rationaliserung kennzeichnet das Bestreben, die Wirtschaftlichkeit von Prozessen zu steigern.“

[16] Vgl. Stößel 1998, S.15f

[17] Vgl. Bruch 1998, S.25ff

[18] Vgl. Reichert 2005, S.172f

[19] Bruch 1998, S.26

Details

Seiten
26
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783638071802
ISBN (Buch)
9783640204809
Dateigröße
561 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v93067
Institution / Hochschule
Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Hellweg-Sauerland GmbH – VWA Hellweg-Sauerland GmbH
Note
2,0
Schlagworte
Outsourcing Darstellung Kritik

Autor

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