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Angst im Alltag und Beruf

Ist Angst in der heutigen Gesellschaft gerechtfertigt?

Hausarbeit 2008 32 Seiten

Psychologie - Allgemeine Psychologie

Leseprobe

Gliederung

1 Einleitung

2. Grundlagen
2.1 Deskription des „Angst“-Terminus
2.2 Die Grundformen der Angst
2.3 Ursachen für Ängste

3. Angst im Beruf
3.1 Typische Ängste im Beruf
3.2 Abwehrmechanismen
3.3 Auswirkungen
3.4 Lösungsansätze

4. Kritik und Bewertung

5. Fazit

6. Literatur
6. 1 Literatur- und Quellenangabe

1 Einleitung

Die Psychologie ist ein verhältnismäßig junges Wissenschaftsgebiet. Viele Erkennt­nisse weisen noch Lücken auf. Die Therapieformen etablieren sich zunehmend und der Sektor psychologischer Behandlung wächst potentiell an. Die Zusammenhänge zwischen Ursache und Wirkung sind teilweise nicht direkt erkennbar, was die Therapierung erschwert.

Ein großes Themengebiet der Psychologie ist die Angsttherapie. Angst ist ein uraltes Gefühl, welches viele Menschen fasziniert, gleichzeitig jedoch auch quält. Sie gehört zur Grundausstattung der Gefühle und ist gewissermaßen nützlich als auch natürlich. Ab einer bestimmten Grenze kann Angst jedoch zu einem krankhaften Zustand übergehen. Anzeichen wie Herzrasen, unerklärliches Zittern, Panik das Haus zu verlassen und die Selbstberuhigung vor großen Anlässen durch Alkohol, deuten auf krankhafte Angst hin. Es gibt verschiedenste Formen von Angst und jeder menschliche Organismus zeigt differenzierte Reaktionen darauf. Oft bemerkt die betroffene Person selbst nicht, dass sie krank ist und meidet einen Arztbesuch. Krankhafte Angst äußert sich häufig durch Panikattacken[1] (vgl. BANDELOW 2006, S. 41ff).

Die rasante Entwicklung der Wirtschaft und der Gesellschaft[2] lässt ein angstfreies Leben kaum noch zu. Der Druck der Angestellten wächst einerseits gegenüber dem Arbeitgeber und der Gesellschaft andererseits gegenüber der Familie. Exemplarisch Verschuldung, Arbeitslosigkeit oder Konkurrenzdruck sind häufige Gründe für Ängste in der aktuellen, modernen Welt. Deshalb ist Angst heute kein Tabuthema.

Das Thema Angst umfasst ein weitreichendes Spektrum. Ich werde in meiner Arbeit zunächst einige basale Grundlagen zur Thematik darlegen. Hierunter fallen die Symptome, die Entstehung und die Differenzierung der Grundformen von Angst. Im Hauptteil meiner Abhandlung komme ich auf Ängste im Zusammenhang mit der Ausübung von Beruf und Gesellschaft. Speziell gehe ich dabei auf die typische Ängste im Beruf, sowie Auswirkungen auf den Körper und mögliche Lösungsansätze ein. Im Anschluss werde ich die dargelegten Fakten kritisch bewerten.

2. Grundlagen

Angst ist ein Gefühl und eine Emotion. Sie ist im Unterbewusstsein in allen Lebensbereichen zugegen. Das Wechselspiel einzelner Formen, die Ursachen und die Auswirkungen können nicht immer direkt miteinander verknüpft werden. Viele Wissenschaftler beschäftigen sich mit diesem Thema, versuchen das Phänomen Angst zu entschlüsseln und Therapieformen zu entwickeln. Der Wiener Neurologe Siegmund Freud, Begründer der Psychoanalyse, beschäftigte sich mit Angstneurosen[3] und beschrieb ein Krankheitsbild, welches der heutigen Panikstörung[4] ähnelt. Sein Verdienst war es, erste Theorien zu Entstehung und Behandlung der Angstneurosen zu entwickeln, welche später jedoch erneut durchdacht werden mussten (vgl. BANDELOW 2006, S. 57ff)

2.1 Deskription des „Angst“-Terminus

Angst gehört zu unserem Leben und begleitet uns von Geburt an bis zum Tod. Allgemeine Lexika führen den Begriff der Angst unter einer Stimmung oder einem Gefühl der Beengtheit oder Beklemmung vor einer drohenden Gefahr. Einhergeht eine Verminderung beziehungsweise Aufhebung der willens- und durch den verstandbedingten Steuerung der eigenen Persönlichkeit (vgl. MICROSOFT 2005, pass.).

Zu Beginn ist eine Abgrenzung der Termini „Angst“ und „Furcht“ sinnvoll. Während Angst eher einen ungerichteten Gefühlszustand impliziert, welchem keine direkte Gefahr zugrunde liegt, bezieht sich Furcht hingegen auf eine reale Bedrohung (vgl. Wölk 2007, S. 15). Meist wird Angst und Furcht synonym verwendet[5] (Vgl. Wölk 2007, S. 33). Generell werden zwei Zustände beim Auftreten von Angst unterschieden:

a) Real begründete Angst, beispielsweise vor Krankheit, Unfällen, Tod oder materiellen Verlusten
b) Unrealistische beziehungsweise übertriebene Angst, unter welcher Arachnophobie oder Klaustrophobie[6] gezählt wird.

Angst besitzt vielseitige Charakteristika. Der Psychologe und Psychoanalytiker Stavroz Mentzos beschreibt die Angst als angeborenes, biologisch verankertes Reaktionsmuster und vergleicht dies mit den Schmerzreaktionen. Kritisch äußert er sich darüber, ob Angst laut seiner Verhaltenstherapie einen regelrechten Instinkt verkörpert (vgl. MENTZOS 2005, S. 30).

Die Theologie besitzt die Auffassung, Angst ist die Antithese zum Glauben und somit eine Sünde. Ziel jeder Religion ist die Entmachtung der Angst. Im Christentum stehen symbolisch die Liebe, die Hoffnung und der Glauben, um die Angst zu überwinden. Da auch ein Christ sich fürchtet, stützt sich dieser auf diese drei Grundvoraussetzungen, um mit der Angst umzugehen und somit seine Sünden zu bekennen (vgl. HARTUNG 1979, S. 72ff.).

Für den Leiter des Controllings der Bayer AG Prof. Dr. Armin F. Schwolgin ist Angst „ein Gefühl des Ausgeliefertseins, das Ohnmacht und fehlendes Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu handeln und zu entscheiden signalisiert“ (PANSE 1998, S. 40).

Des Weiteren möchte ich Heinz Buchmann, Geschäftsführer von Parfums Christian Dior, Deutschland zitieren. „Angst ist immer ein Bestandteil der Unternehmungskultur, d.h. eine Folge von starren Hierarchien, welche lediglich zum Selbstschutz einzelner Mitarbeiter dienen können“ (PANSE 1998, S. 40).

Beide Aussagen zeigen die Zusammenhänge zwischen Angst und Beruf. Eine mögliche Ursache von Angstentstehung kann beispielsweise Leistungs- und Erfolgsdruck der Mitarbeitern sein. Starre Hierarchien in Unternehmen, dessen Verantwortlichkeit darin liegt, in welcher Beziehung Mitarbeiter und Vorgesetzte stehen, können ebenso Ängste hervorrufen. Dies sind zwei mögliche Faktoren, die zur Entstehung von Angst am Arbeitsplatz führen können. Weitere Exempel implizieren Konflikte, Ungewissheit und Machtlosigkeit (vgl. Punkt 3.1)

2.2 Die Grundformen der Angst

Nach Fritz Riemann, Mitbegründer der Münchner Akademie für Psychoanalyse und Psychotherapie, gibt es nichts, wovor der Mensch keine Angst entwickeln kann. Ängste sind nicht von der jeweiligen Kultur und dem Zeitalter abhängig, lediglich die Angstobjekte wandeln sich. In der Vergangenheit fürchteten die Menschen Naturgewalten, aktuell beschäftigen sie sich eher mit Unfällen oder Einsamkeit (vgl. RIEMANN 2003, S. 7f). Dem Leben unterliegen vier Grundformen von Angst:

a) Selbsthingabe
b) Selbstwerdung
c) Wandlung
d) Notwendigkeit

Der Selbsthingabe (a) ist die Persönlichkeit des schizoiden[7] Menschen zuzuordnen. Diese Persönlichkeit impliziert die Angst vor Nähe, das heißt Angst vor Abhängigkeit. Jeder Mensch will, ein unverwechselbares Individuum darstellen. Der Mensch möchte eine individuell partnerschaftliche Verbundenheit und den Bezug zu seinen Mitmenschen (vgl. RIEMANN 2003, S.20ff.). Der schizoide Mensch hingegen meidet die Hingabeseite und lebt nur die Selbstwahrung. Seine Prioritäten setzt er auf Unabhängigkeit, Freiheit und Selbstständigkeit, um dadurch Sicherheit zu erhalten. Deshalb braucht diese Persönlichkeit Abstand und distanziert sich von weiteren Gesellschaftsmitgliedern. Innerhalb der Gesellschaft sieht man diese Menschen als Außenseiter, Einzelgänger, Asoziale oder als Kriminelle. Vorwiegend scheitert im weiteren Verlauf das Berufsleben trotz mehrerer Anläufe, da es für die Außenstehenden, in diesem Falle die Mitarbeiter schwierig ist, sich mit solch einer Persönlichkeit zu arrangieren. Egozentrizität treibt diese Persönlichkeit in die Isolierung. Die Angst des Schizoiden liegt darin begründet, sich ausgeliefert zu fühlen oder umgangssprachlich „verrückt“ zu werden. Einigen ist die Angst vor Selbsthingabe nicht mehr bewusst. Im Laufe der Zeit, wurde diese unterdrückt und verdrängt. Die meisten Betroffenen retten sich dann in eine irreale Welt und werden psychisch krank (vgl. RIEMANN 2003, S.48ff.).[8]

Die zweite Grundform der Angst ist die Angst vor der Selbstwerdung (b). Hierunter fällt die depressive Persönlichkeit. Dies umfasst Angst, ein eigenständiges „Ich“ zu werden und aus der Geborgenheit heraus zufallen. Depressive Menschen sind mehr als alles andere auf einen Partner angewiesen. Im Gegensatz zum schizoiden will der depressive Mensch dem Mitmenschen so nahe wie möglich sein und dies auch bleiben (vgl. RIEMANN 2003, S. 60 ff.). Dieser Persönlichkeit unterliegt die Verlust- beziehungsweise Trennungsangst. Ziel eines depressiven Menschen ist es, eine Abhängigkeit des Partners herzustellen, um sich vor Trennung zu schützen. Was einerseits stärkt, führt andererseits zur Angst des Verlustes, da die Abhängigkeit des Depressiven gegenüber dem Partner besteht. Plakativ impliziert die Angst vor der Selbstwerdung einen „Teufelskreislauf“. Der depressive Mensch meidet Spannungen und Auseinandersetzungen. Eigene Wünsche und Interessen werden zurückgehalten, um die Angst vor Einsamkeit zu bannen und sich der gefürchteten Individuation zu entziehen. Der depressive Mensch erwartet und ist darauf angewiesen, dass seine nicht artikulierten Wünsche und Erwartungen erfüllt werden. Geschieht dies nicht, hat die Depression ihren Durchbruch.[9]

Zur dritten Grundform zählt die Angst der Wandlung oder Veränderung (c), welche die zwanghaften Persönlichkeiten vertreten. Jeder hat die Sehnsucht nach Dauer und Unverlierbarkeit. Als Beispiel stehen Traditionen. Die Wiederkehr des Gewohnten und Vertrauten ist vor allem in der Kindheit von großer Wichtigkeit. Zwanghaft wird dies jedoch, wenn der Mensch keinerlei Interesse für Innovationen zeigt. Gewohnte, vertraute und unveränderlich gehaltene Objekte werden fanatisiert. Diese Persönlichkeit hegt Vorurteile gegenüber Neuigkeiten und versucht personellen Kontakt zu meiden. Die Gefahr in der Ablehnung von Innovationen kann zur einer Blockade der eigenen Entwicklung führen.[10] „Alles was zu Ende geht, erinnert aber an die Vergänglichkeit, letztlich an den Tod“ (vgl. RIEMANN 2003, S. 105ff.). Unter Zwang leidende Menschen können sich nur sehr schlecht damit abfinden, wenn jemand eine kontroverse Meinung vertritt. Sie wollen jegliche Mitmenschen von der Korrektheit ihrer eigenen Einstellung überzeugen. Hinter jeder Gewohnheit, hinter jedem Dogma und jedem Fanatismus steht immer die Angst der Wandlung und der Vergänglichkeit.

Die vierte Grundform der Angst, impliziert die der Notwendigkeit (d). Sie umfasst das Pendant, des so eben beschriebenen zwanghaften Menschen. Während der zwanghafte Mensch die Freiheit, die Wandlung und das Risiko scheute, geht es bei der nun hysterischen Persönlichkeit um genau Gegensätzliches. Diese Persönlichkeiten streben nach Veränderung und Freiheit und sind aufgeschlossen gegenüber allen Innovationen. Die Zukunft wird als große Chance betrachtet. Daher fürchten sie Einschränkungen, Traditionen und festgelegte Gesetzmäßigkeiten jeglicher Art. Sie leben nach dem Motto „einmal ist keinmal“, wonach kein Konstrukt Anspruch auf Gültigkeit hat. Nur der Augenblick ist relevant, denn möglicherweise ergibt sich dieser nie wieder. Für die hysterischen Persönlichkeiten muss jeder Wunsch sofort befriedigt werden, denn Warten erscheint unerträglich. Versuchungen können die Betroffenen daher nur schwerlich widerstehen. Ebenfalls typisch ist Zeitgewinnung und Schwindel. Meist haben diese Menschen die Veranlagung zu Lebhaftigkeit, Spontaneität und ein intensives Mitteilungsbedürfnis. Sie besitzen eine große Kontaktfreudigkeit. Dadurch sind sie auf den Mitmenschen und auf dessen Sympathie und Bestätigung angewiesen (vgl. RIEMANN 2003 S.156 ff.).[11]

2.3 Ursachen für Ängste

Die wohl häufigsten Ursachen für Ängste sind Belastung und Stress. Die heutige Zeit ist von Stress und Hektik geprägt. Doch nicht jede Art von Stress führt zur Angst. Man unterscheidet zwei Arten von Stress, Eustress[12] und Distress. Lediglich letzterer führt zu Krankheiten. Unter Distress leidende Personen haben keine Kontrolle über ihr Leben und werden stets von anderen bestimmt. Jegliche Tätigkeiten werden trotz großer Anstrengung nur unzureichend erfüllt. Dies kann zur Angst führen, wenn betreffende Personen die Haltung annehmen, keine Kontrolle mehr über ihr Handeln zu haben (vgl. BANDELOW 2006, S.123).

[...]


[1] Panikattacken sind Episoden heftiger und überwältigender Unruhe oder Furcht mit körperlichen Symptomen wie Herzklopfen, Schwitzen, Atemnot, Muskelzittern, Schwindelgefühlen und Schwächeanfällen. Menschen, welche Panikattacke durchleben, können den Eindruck haben, dem Tod nahe zu sein (vgl. MICROSOFT 2005, pass.).

[2] Ein Arbeitgeber beschließt sein Unternehmen in Deutschland zu schließen, siehe Nokia, und eröffnet eine neue Niederlassung in Belgien. Alle Arbeitnehmer werden im neuen Unternehmen übernommen, welches sich aber jetzt in Belgien befindet. Viele Arbeitnehmer wollen dies nicht da ihre Familien in Deutschland sind. Der Beschäftigte oder der Arbeitgeber selbst kündigt das Arbeitsverhältnis. Auf Grund des fehlenden Einkommens ist es schwer die Familie weiterhin zu ernähren.

[3] Neurose ist eine Vielzahl von psychischen Störungen und kennzeichnet Angst und Unbehagen. Klinische Angstneurose umfasst beispielsweise die allgemeine Reizbarkeit, die ängstliche Erwartung und die damit verbunden Angstanfälle. Ebenso wird besagt, dass Neurosen isoliert oder auch in Kombination mit anderen Neurosen auftreten können (vgl. Freud 1971, S. 27ff)

[4] Eine Panikstörung impliziert eine Form der Angststörung, bei welcher die betroffenen Personen unter starken Panikattacken leiden. Diese beginnen mit einem Gefühl großer Besorgnis oder Furcht.

[5] „Angst vor dem Fliegen“ meint korrekterweise „Furcht vorm Fliegen“

[6] Arachnophobie bezeichnet die Angst vor Spinnen und die Klaustrophobie beschreibt die Angst vor engen, geschlossenen Räumen (vgl. MICROSOFT 2005, pass.)

[7] Schizoid ähnelt der Schizophrenie und drückt seelische Zerrissenheit aus (vgl. MICROSOFT 2005, pass.).

[8] Praxisrelevant erscheint mir hier die zunehmende Gruppenarbeit beziehungsweise Auftragserledigung in kleineren Organisationseinheiten. Diese Auftragstaktik erfordert ein starkes Vertrauen zu anderen Teammitglieder. Arbeiter, welche von der Angst vor Selbsthingabe betroffen sind, können sich dieser Taktik nur schwerlich unterordnen, da sie sich anderen Gruppenmitgliedern anvertrauen müssten. Somit behindern sie die Effektivität der Teamarbeit.

[9] Im beruflichen Umfeld wird es den depressiven Persönlichkeiten schwer fallen Verantwortung zu übernehmen beziehungsweise eigenständige Entscheidungen zu treffen. Letzteres ist in der aktuellen Berufswelt von zunehmender Relevanz, so dass die Depressiven nicht in der Lage sind eigenständige Aufträge komplexer Natur zu erfüllen.

[10] Die Auswirkungen der Veränderungsangst zeigen sich vielschichtig. Ich möchte anhand zweier eigener gewählter Beispiele die Folgen für das Berufsleben verdeutlichen. Im ersten Fall erlaubt das Budget eines Unternehmens die Einrichtung mit neuem Möbilar. Sofern Mitarbeiter mit Kundenkontakt die Veränderung ablehnen und sich nicht von ihren bekannten Einrichtungsgegenständen trennen können, beeinträchtigt dies das Erscheinungsbild des Unternehmens. Ich beziehe mich in diesem Fall auf Persönlichkeiten, in deren Kompetenzbereich die Entscheidung über die eigene Einrichtung liegt. Das zweite Beispiel beschreibt die konkrete Wahrnehmung von neuen, unbekannten Aufträgen. Aus Angst diese nicht bewältigen zu können, werden neue Lösungsansätze aufgeschoben oder nicht bearbeitet.

[11] Diese übertriebenen Charaktereigenschaften können sich analog dem wandlungs- und veränderungsresistenten Mitarbeiter negativ auf das Erscheinungsbild und die Effektivität der Unternehmung auswirken. Ich assoziiere mit diesem Charakter eine zum Teil oberflächliche Bearbeitung. Möglicherweise für den Betrieb gute und hilfreiche Entwicklungen werden nicht wahrgenommen, da bereits weitere Innovationen erkannt und favorisiert wurden.

[12] Eustress ist zum Beispiel gegeben, wenn ein Architekt zehn Stunden am Tag ein Rathaus entwirft, danach zwei Stunden Badminton spielt und für den Rest des Abends im Karnevalskomitee einen Auftritt plant. Unter den beschriebenen Voraussetzungen hatte die Person zwar einen stressigen Tag, jedoch bewirkt derartiger Stress kein Krankheitsbild. Voraussetzung ist, dass der Betroffene Spaß an seinen Tätigkeiten findet.

Details

Seiten
32
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640097159
ISBN (Buch)
9783640115259
Dateigröße
557 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v93277
Institution / Hochschule
Hochschule RheinMain – Fachhochschule für Polizei und Verwaltung
Note
1,7
Schlagworte
Angst Alltag Beruf

Autor

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Titel: Angst im Alltag und Beruf