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Alternative Zahlungsmethoden. Chancen und Risiken von Kryptowährungen

Seminararbeit 2020 19 Seiten

Informatik - Kryptowährungen

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Abkürzungsverzeichnis

II. Abbildungsverzeichnis

III. Tabellenverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Motivation
1.2 Forschungsfrage und Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit

2 Klassische Zahlungsmethoden
2.1 Nicht elektronische Zahlungsmethoden
2.2 Elektronische Zahlungsmethode

3 Definition Kryptowährung
3.1 Überblick der Kryptowährungen
3.2 Bitcoin (BTC)
3.2.1 Geschichte
3.2.2 Erzeugung von Bitcoins
3.2.3 Basis Blockchain
3.2.4 Ablauf einer Transaktion

4 Vergleich Bitcoin - Klassische Zahlungsmethoden
4.1 Definition der Kriterien
4.2 Auswertung der Ergebnisse
4.3 Vor- und Nachteile BTC

5 Einordnung Kryptowährungen

6 Fazit und Blick in die Zukunft

7 Literaturverzeichnis

8 Internetquellen

I. Abkürzungsverzeichnis

BTC Bitcoin

Bspw. Beispielsweise

PIN Persönliche Identifikationsnummer

P2P Peer-to-Peer

NFC Near Field Communication

II. Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Kursentwicklung Bitcoin (April 2013 - März 2020)

Abbildung 2: Ranking der größten virtuellen Währungen nach Marktkapitalisierung (April 2020)

Abbildung 3: Das Bitcoin-Logo

Abbildung 4: Prinzip der Blockchain

III. Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Überblick der Kriterien

Tabelle 2: Gegenüberstellung Bitcoin - Klassische Zahlungsmethoden

Tabelle 3: Überblick Vor- und Nachteile BTC

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Motivation

Die teuerste Pizza, die bislang gekauft wurde, hat man mit der Kryptowährung Bitcoin bezahlt. Die Bitcoin-Gemeinschaft feiert jedes Jahr am 22.Mai den sogenannten „Bitcoin Pizza Day“ und das aus einem ganz bestimmten Grund. Denn am 22. Mai 2010, bestellte der Programmierer Laszlo Hanyecz zwei Pizzen bei Papa John`s, die er mit 10.000 Bitcoins bezahlte. Vor zehn Jahren wurde der Bitcoin also erstmals als Zahlungsmittel für eine physische Ware eingesetzt. Aktuell wären diese zwei Pizzen rund 59. Millionen Euro wert und am Höhepunkt Bitcoins im Dezember 2017 sogar 170. Millionen. Eine enorme Wertsteigerung die damals noch Niemand ahnen konnte.1

Abbildung 1: Kursentwicklung Bitcoin (April 2013 - März 2020)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: www.coinmarketcap.com

Die Abbildung zeigt die Kursentwicklung des Bitcoin von April 2013 bis März 2020. Der Kurs wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Auf den ersten Blick ist zu erkennen, dass in den ersten Jahren der Kurs des Bitcoin ziemlich wertbeständig blieb. Hauptgrund dafür, war die Unbedeutsamkeit und Unbekanntheit zu dieser Zeit. Dies änderte sich aber gravierend seit dem Jahresende 2017.2 Selbst ausgewiesene Bitcoin-Experten hat diese Kursentwicklung damals sehr überrascht. Erklärungsversuche für eine solche Entwicklung reichten von der zunehmenden Akzeptanz von BTC als Zahlungsmittel über spekulative Übertreibungen bis hin zu Marktmanipulationen.3

1.2 Forschungsfrage und Zielsetzung

Die Forschungsfrage, mit der sich diese Seminararbeit auseinandersetzt, lautet: Haben Kryptowährungen wie Bitcoin zukünftig das Potential eine alternative Zahlungsmethode zu werden? Ziel der Arbeit ist es einen Einblick in die Thematik zu bekommen und die zukünftigen Entwicklungstendenzen von Kryptowährungen aufzuzeigen.

1.3 Aufbau der Arbeit

Die vorliegende Seminararbeit Chancen und Risiken von Kryptowährungen ist in sechs Kapitel eingeteilt und orientiert sich an Fachliteratur, Publikationen und Studien. In der Einleitung wird dem Leser zu Beginn durch eine interessante Geschichte das vorhandene Potenzial von Kryptowährungen aufgezeigt. Auch werden die Forschungsfrage und das Ziel der Arbeit genannt. Im Anschluss werden im zweiten Kapitel die klassischen Zahlungsmethoden beschrieben. Zu Beginn des dritten Kapitels wird der Begriff Kryptowährung im Allgemeinen definiert. Weiterhin wird ein Überblick über die derzeitigen, existierenden Kryptowährungen gegeben. Am Ende dieses Abschnitts wird nun die Kryptowährung Bitcoin im Detail vorgestellt. Dies bietet eine gute Basis zum allgemeinen Verständnis und gleichzeitig eine gute Überleitung in das nächste Kapitel. Hier werden anfangs Kriterien definiert, anhand von diesen man im weiteren Verlauf einen Vergleich aufstellt und die klassischen Zahlungsmethoden und die Kryptowährung Bitcoin gegenübergestellt. Die Ergebnisse der Gegenüberstellung werden kritisch beleuchtet und die daraus entstehenden Vor- und Nachteile veranschaulicht. Im fünften Kapitel werden die Kryptowährungen noch eingeordnet. Schließlich wird im letzten Kapitel ein Fazit gezogen, mögliche Potenziale und Risiken genannt, ein Blick in die Zukunft geworfen und die Forschungsfrage beantwortet.

2 Klassische Zahlungsmethoden

In diesem Kapitel werden die klassischen Zahlungsmethoden definiert und dargestellt, die im weiteren Verlauf der Seminararbeit für den Vergleich benötigt werden. Anhand einer Studie der deutschen Bundesbank über das Zahlungsverhalten der Bevölkerung Deutschlands seit 2008, wurden die einzelnen Vergleichsgrößen ausgewählt. Zu Beginn wird Bargeld beschrieben, das zu den nicht - elektronischen Zahlungsmethoden gezählt wird. Am Ende dieses Kapitels wird die Kreditkarte, eine elektronische Zahlungsmethode, noch näher durchleuchtet.

2.1 Nicht elektronische Zahlungsmethoden

Alle Zahlungsinstrumente, die nicht über das Internet abgewickelt werden, gehören zu den nicht - elektronischen Zahlungsmethoden. Sie haben alle gemeinsam, dass sie in physischer Form vorhanden sind. Die bekanntesten Arten sind Bargeld, Lastschrift, Nachnahme, Vorkasse und die Überweisung. Das am häufigsten benutzte Zahlungsmittel ist Bargeld. Überwiegend wird es beim Kauf von Waren des täglichen Bedarfs und Dienstleistungen eingesetzt. Mit Banknoten und Münzen wurden über 70% der Transaktionen 2017 in Deutschland durchgeführt. Beträge bis 50 Euro wurden sogar zu 96% in Deutschland mit Bargeld bezahlt. Das liegt daran, dass Bargeld fast alle, die für den Benutzer wichtigsten Eigenschaften an einem Zahlungsmittel, am besten erfüllt. Die Anonymität wird gewahrt, die einfache Nutzung, die Vertrautheit, den guten Überblick der Ausgaben und die Sicherheit vor Verlusten. Trotzdem erwarten Experten einen Rückgang der Bargeldnutzung wegen der zunehmenden Inanspruchnahme an elektronischen Zahlungsmethoden.4

2.2 Elektronische Zahlungsmethode

Bei der Abwicklung einer Transaktion im Internet oder an Geldautomaten spricht man von einer elektronischen Zahlungsmethode.5 Diese wird von den meisten Internethändlern angeboten und für Online-Käufe genutzt. Die bekanntesten Arten sind hier die Kreditkarte, eine Online-Überweisung und Paypal zu nennen. Eine Kreditkarte ist eine Zahlungskarte, bei der normalerweise eine zeitlich verzögerte Kontobelastung erfolgt. Sie ist weltweit einsetzbar und zum aktuellen Stand der Technik gibt es drei verschiedene Zahlungsweisen. Die Zahlung per PIN, die Zahlung mit einer Unterschrift und die Zahlung per NFC. Kreditkarten werden immer häufiger für höhere Beträge eingesetzt. Dies ist dem hohen Zuwachs an kontaktlosen Kartenzahlungen geschuldet. Die Kontaktlostechnologie macht das Bezahlen mit der Karte schneller und komfortabler. Mittlerweile ist es auch möglich, dass sich der Karteninhaber sich mit der Kreditkarte Bargeld beschaffen kann und eine Karte beinhaltet einige Zusatzleistungen bei einigen Anbietern, wie zum Beispiel eine Reiserücktrittsversicherung.6

3 Definition Kryptowährung

Der Begriff Kryptowährung besteht aus zwei Wörter. Zum einen aus Kryptografie, der Wissenschaft der Verschlüsselung von Daten und zum anderen aus Währung, einem gesetzlichen Zahlungsmittel eines Landes. Man will damit aufzeigen, dass zur Erschaffung einer Kryptowährung das Prinzip der Verschlüsselung angewandt wird. Alle Kryptowährungen haben gemeinsam, dass sie von Menschen hergestellt und verwaltet werden können. Auch beruhen sie auf einem dezentralen System und ausschließlich in digitaler Form. Die Begrifflichkeit Währung trifft bei vielen Kryptowährungen nicht zu. Sie dienen eher einer Finanzierung eines Unternehmens oder stellen eine Unternehmensbeteiligung wie eine Aktie dar. Nur einzelne Kryptowährungen versuchen moderne Fiatwährungen zu ergänzen oder sogar zu ersetzen.7

3.1 Überblick der Kryptowährungen

Durch den sich immer weiterentwickelnden technischen Fortschritt in der Informationstechnik entstehen digitale Währungen. Kryptowährungen, wie beispielsweise Bitcoin, Ethereum oder Ripple. Sie sind aktuell die bekanntesten Vertreter dieser Systeme und bieten eine interessante Alternative zu herkömmlichen Währungen. Beruhend auf der Blockchain - Technologie sind Kryptowährungen primär als Spekulationsobjekte erfolgreich. Ihnen stehen zum jetzigen Stand der Technik noch sehr viele Herausforderungen gegenüber, um mehr Anerkennung zu erlangen. Die Stabilität der Kaufkraft, die Skalierbarkeit der Transaktionssysteme, die enorme Verschwendung von Ressourcen und die Belastung der Umwelt.8

Abbildung 2: Ranking der größten virtuellen Währungen nach Marktkapitalisierung (April 2020)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: www.statista.com

Die Abbildung zeigt, dass Bitcoin im April 2020 einen Börsenwert in Höhe von rund 130 Milliarden US- Dollar aufweist. Bitcoin besitzt die höchste Marktkapitalisierung digitaler Zahlungsmittel, wird somit als die wichtigste Kryptowährung angesehen und ist auch die am weitesten verbreitete. Ethereum und XRP folgen mit deutlichem Abstand. Inzwischen existiert eine Vielzahl an alternativen Kryptowährungen. Zum aktuellen Zeitpunkt sind über 3000 Kryptowährungen mit einer kombinierten Marktkapitalisierung von ca. 177 Milliarden US-Dollar gelistet.9

3.2 Bitcoin (BTC)

Im Folgenden wird die Kryptowährung Bitcoin näher beschrieben.

Abbildung 4: Das Bitcoin-Logo

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: www.bitcoin.org

3.2.1 Geschichte

Im Jahr 2008 rief Satoshi Nakamoto ein neues Zahlungsinstrument in das Leben. Es handelt sich um eine virtuelle Währung Namens Bitcoin. In einem Peer-to-Peer (P2P) Netzwerk soll es möglich sein diese virtuelle Währung anonym und ohne die Mitwirkung von Staaten, Notenbanken oder Geschäftsbanken von einer Person zu einer anderen Person direkt zu transferieren.10 Bis heute ist es unklar, ob es sich bei Satoshi Nakamoto um ein Pseudonym, einer realen Person oder einer Entwicklergruppe handelt. Zu einem sehr gut gewählten Zeitpunkt, nämlich kurz nach dem Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers, der den Höhepunkt der Weltfinanzkrise darstellte, wurde Bitcoin vorgestellt. Da das Vertrauen der Gesellschaft in Finanzinstitutionen damals sehr darunter gelitten hat, gehen Experten davon aus, dass die Veröffentlichung zu diesem Augenblick kein Zufall war.11

3.2.2 Erzeugung von Bitcoins

Bitcoins gewinnt man durch komplexe Rechenvorgänge. Es wird eine besonders leistungsfähige Hardware benötigt und am effizientesten hierfür funktioniert das Bitcoin Mining. Hier sind sogenannte Miner an mehreren Rechnern zusammengeschlossen, die für die Entstehung der Bitcoins sowie für die Valedierung der Transaktionen verantwortlich sind. Sie sind Mitglieder im dezentralen Netzwerk und bestätigen, dass eine Bitcointransaktion von Person zu Person tatsächlich stattgefunden hat. Jede Transaktion beinhaltet eine kleine Gebühr, die derjenige Miner bekommt, dafür dass er die Transaktion der Blockchain hinzufügt.12

3.2.3 Basis Blockchain

In diesem Unterpunkt wird die grundsätzliche Funktionsweise der Bitcoin-Blockchain erklärt. Ein dezentrales System erschwert es die Kontrolle zu behalten. Theoretisch besteht die Möglichkeit, dass dieselbe Münze an unterschiedlichen Orten gleichzeitig erzeugt wird. Aus diesem Grund hat Satoshi Nakamoto die sogenannte Blockchain erfunden. Nicht nur eine solche Vermeidung, sondern auch die Nachvollziehbarkeit jeder einzelnen Transaktion von Bitcoins waren ein Anstoß. Verschiedene Bitcointransaktionen sammeln sich in Blöcken zusammen und reihen sich wie bei einer Kette nacheinander auf. Daher stammt auch der Name Blockchain. Jede Neuerzeugung eines Blocks wird einer Datenbank hinzugefügt. Alle Transaktionen, die jemals getätigt wurden, sind in der Blockchain gesichert und für jedermann einsehbar. Somit ist die Bitcoin-Blockchain ein fortlaufendes Register aller getätigten Transaktionen des Bitcoin-Netzwerks. Die Transparenz ist somit gewährleistet. Auch die Anonymität der Personen bleibt in der Blockchain bestehen. Ist eine Verifizierung eines Blocks erfolgreich, erzeugt das System einen neuen Block und verkettet beide miteinander. Durch diese Überprüfung und Aneinanderreihung ist eine Fälschung von Bitcoin somit nicht möglich.

[...]


1 Vgl. Litwack, S., Bitcoin: CURRENCY OR FOOL´S GOLD?, 2016, S.309.

2 Vgl. https://www.faz.net/aktuell/finanzen/digital-bezahlen/wie-der-bitcoin-kurs-wieder-rapide-angestiegen-ist-16121125.html, [Zugriff 01.April.2020].

3 Vgl. Thiele, C., Kryptowährung Bitcoin: Währungswettbewerb oder Spekulationsobjekt, 2017.

4 Vgl. Härtel M., Zahlungsverhalten in Deutschland, 2017.

5 Vgl. Lynch D., Lundquist L., Zahlungsverkehr im Internet,1997, S32ff.

6 Vgl. Grundmann W., Heinrichs C., Fallorientierte Bankbetriebswirtschaft, 2017, S. 117ff.

7 Vgl. Rosenberger, P., Bitcoin und Blockchain, 2018, S.47.

8 Vgl. Viehmann, J., Unleugbare Daten und digitale Währungen, 2019, S.7.

9 Vgl. Statista, https://de.statista.com/statistik/daten/studie/296205/umfrage/marktkapitalisierung-digitaler-zahlungsmittel/, [Zugriff 15.April.2020].

10 Vgl. Nakamoto, S. Bitcoin: Ein elektronisches Peer-to-Peer- Cash-System, 2008. S.1f.

11 Vgl. Blocher, W., Blockchain - Bitcoin - Smart Contracts, 2016, S.612ff.

12 Vgl. Schlatt, V., Schweizer, A., Urbach, N., Fridgen, G., Blockchain: Grundlagen, Anwendungen und Potenziale, 2016.

Details

Seiten
19
Jahr
2020
ISBN (eBook)
9783346304865
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v940728
Institution / Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, München früher Fachhochschule
Note
2,0
Schlagworte
alternative zahlungsmethoden chancen risiken kryptowährungen
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