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Emotionale Intelligenz, soziale Unterstützung und angstbezogene Störungsbilder

Einsendeaufgabe 2020 21 Seiten

Psychologie - Persönlichkeitspsychologie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1. Emotionale Intelligenz
1.1 Was ist Emotionale Intelligenz?
1.2 IQ vs. EQ
1.3 Modell der Emotionalen Intelligenz von Goleman
1.4 Emotionale Intelligenz als gesundheitsförderlicher Faktor

2. Soziale Unterstützung
2.1 Was ist soziale Unterstützung?
2.2 Gesundheitseinfluss von sozialer Unterstützung

3. Ängstlichkeit und angstbezogene Störungsbilder
3.1 State Trait Modell: Angst vs. Ängstlichkeit
3.2 Angstbezogene Störungsbilder - Die Zwangsstörung
3.3 Typ-C-Persönlichkeitsstörungen und ihre Behandlungsmöglichkeiten

4. Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abb. Abbildung

APA American Psychological Association

ARAS retikulares Aktivierungssystem

DSM-IV-TR Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, 4. textrevidierte Version

EQ Emotionaler Quotient

F-Soz-U Fragebogen zur sozialen Unterstützung

ICD-10 Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter

Gesundheitsprobleme, 10. Version

IQ Intelligenzquotient

MSCEIT Mayer, Salovey, Caruso Emotional Intelligence Test

STAI State-Trait-Anxiety-Inventory

SONET Interview zum sozialen Netzwerk und zur sozialen Unterstützung

WasU Wahrgenommene soziale Unterstützung

WHO World Health Organization (Weltgesundheitsorganisation)

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Aspekte der sozialen Unterstützung (eigene Darstellung)

Abbildung 2: Moderatormodell und Haupteffektmodell (Kienle et.al., 2006, S.115)

Abbildung 3: Zwangshandlungen und Zwangsgedanken (nach Petermann et al., 2011, S. 73)

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Überblick über Ziele und Interventionen (Hoffmann & Hofmann, 2010, S. 26)

1. Emotionale Intelligenz

1.1 Was ist Emotionale Intelligenz?

Die emotionale Intelligenz bezeichnet die „Fähigkeit, unsere eigenen Gefühle und die anderer zu erkennen, uns selbst zu motivieren und gut mit unseren Beziehungen umzugehen“ (Goleman, 1998, S. 387). Damit ist sie von der kognitiven Leistungsfähigkeit und der Persönlichkeit zu unterscheiden.

Personen, die über ein hohes Maß an emotionaler Intelligenz verfügen, können schneller und stabilere soziale Beziehungen aufbauen und erhalten. Sie haben bessere berufliche Positionen inne und erreichen mehr Erfolge. Grund dafür ist hauptsächlich die Fähigkeit, eigene körperliche Erregungen zutreffend zu deuten und Emotionen besser zu regulieren (Yip et. al., 2020, S.3)

1.2 IQ vs. EQ

Der Begriff der emotionalen Intelligenz wurde bereits im vorherigen Kapitel definiert. Hinsichtlich des Begriffs der Intelligenz gibt es jedoch mehrere Definitionen. Laut Wechsler (1975) bezeichnet Intelligenz „die globale Fähigkeit eines Individuums, zweckvoll zu handeln, vernünftig zu denken und sich erfolgreich mit seiner Umwelt auseinanderzusetzen.“ Während bei der Intelligenz der Intelligenzquotient (IQ) ermittelt wird, wird bei der emotionalen Intelligenz der emotionale Quotient (EQ) erfasst. Der IQ enthält, je nach Test, Aufgaben, die auf die Erfassung des logischen Denkens, mathematischer Fähigkeiten, der Merkfähigkeit, des sprachlichen Ausdrucksvermögens oder der Denkgeschwindigkeit abzielen. Der EQ hingegen erfasst grundlegende emotionale und soziale Kompetenzen. Der MSCEIT (Mayer, Salovey, Caruso Emotional Intelligence Test) enthält beispielsweise Items, die Selbstwahrnehmung, Selbstregulierung, Motivation, Empathie und soziale Fähigkeiten erfassen (Becker, 2014a; Bosley & Kasten, 2018). Menschen, die einen hohen IQ aufweisen, haben somit Erfolg bei Tätigkeiten, die komplexe geistige Anforderungen beinhalten. Menschen mit einem hohen EQ haben dahingegen Erfolg bei Tätigkeiten, die mit der Interaktion mit anderen Menschen zu tun haben (Bosley & Kasten, 2018). Anzumerken ist, dass ein Mensch sowohl einen hohen IQ als auch gleichzeitig einen hohen EQ aufweisen kann. Inwiefern die beiden Konzepte miteinander korrelieren, bleibt weiter Gegenstand der Forschung.

1.3 Modell der Emotionalen Intelligenz von Goleman

Unter dem Konzept „emotionale Intelligenz“ versteht David Goleman „die Fähigkeit, unsere eigenen Gefühle und die anderer zu erkennen, uns selbst zu motivieren und gut mit Emotionen in uns selbst und in unseren Beziehungen umzugehen“ (Goleman, 2011 zit. nach Bosley & Kasten, 2018). Dieses Modell von Goleman gehört zu einem der ersten Modelle und ist das bei Weitem populärste. Sein Konzept der emotionalen Intelligenz basiert dabei auf Ideen von Salovey und Mayer aus dem Jahre 1990. Diese stellten die erste ausformulierte Theorie der emotionalen Intelligenz auf und postulierten ein Fähigkeitsmodell, das vier Aspekte in die beiden Bereiche „Erfahrungs- und Erlebensbereich“ und „Strategiebereich“ unterteilt (Becker, 2014a, S. 113). Goleman knüpft an dieses Konzept an und stellt zudem einen Zusammenhang der emotionalen Intelligenz mit einem zum limbischen System gehörenden Teil des Gehirns im medialen Temporallappen hinzu - der Amygdala (Corpus amygdaloideum). Die Amygdala spielt, zusammen mit dem gesamten limbischen System, durch die Beteiligung ihrer neuronalen Prozesse, eine wichtige Rolle bei der Reaktion auf bedrohliche Reize, auf die Menschen mit Aggression oder Furcht reagieren (Becker, 2014a; Schröger, 2010, S. 89). Goleman gewichtet jedoch die Fight-or-flight Reaktion als einen zentralen Aspekt der emotionalen Intelligenz. Menschen unterscheiden sich in dem Grad, in dem sie in der Lage sind, diese vom limbischen System ausgelösten grundlegenden emotionalen Reaktionen zu entwickeln, zu verwenden und zu kontrollieren (Becker, 2014a, S.113). Übertragen auf den zwischenmenschlichen Umgang bedeutet das, dass die emotionale Intelligenz grundlegend ist für harmonische Beziehungen oder die Sicherheit, angemessene Entscheidungen zu treffen. Aber auch der professionelle Umgang mit Mitarbeitern oder die Nutzung von Eigenschaften wie Teamfähigkeit fallen hierunter.

Laut Goleman (1995) umfasst die emotionale Intelligenz nicht nur Empathie und Einfühlungsvermögen, sondern folgende Faktoren, die eine hierarchischen Reihenfolge implizieren (Becker, 2014a, S: 113; Bosley & Kasten, 2018, S.43):

(1) Selbstwahrnehmung (oder Selbstbewusstsein) umfasst Fähigkeit, eigene emotionale Zustände identifizieren und verstehen zu können. Sie bildet die Grundlage der emotionalen Intelligenz.
(2) Selbstmanagement umfasst die Fähigkeit, mit den eigenen Emotionen umzugehen, sie kontrollieren und sie konstruktiv beeinflussen und steuern zu können.
(3) Selbstmotivation umfasst die Fähigkeit emotionale Zustände zu erleben, die mit Leistung zu tun haben und eine Leistungsfähigkeit aus sich selbst heraus entwickeln zu können.
(4) Soziales Bewusstsein umfasst die Fähigkeit die Emotionen anderer wahrnehmen, beurteilen und beeinflussen zu können.
(5) Beziehungsmanagement (oder Engagement in Gruppen) umfasst die Fähigkeit gute Kontakte und Beziehungen zu anderen aufbauen und aufrechterhalten zu können.

Anzumerken ist, dass die dargestellten Faktoren keine angeborenen Talente darstellen, sondern erlernte Fähigkeiten sind. Der letzte Faktor, das Beziehungsmanagement, weist Gemeinsamkeiten mit dem Konzept der sozialen Intelligenz, das auf Thorndike und Wechsler zurückgeht, auf, auf das im Rahmen dieser Arbeit nicht weiter eingegangen werden soll (Bosley & Kasten, 2018, S.43).

1.4 Emotionale Intelligenz als gesundheitsförderlicher Faktor

Dass ein Zusammenhang zwischen Gesundheit und Persönlichkeit besteht, ist kaum umstritten. Ein prominentes Beispiel ist das sogenannte Typ-A-Verhalten, das von hohem Arbeitseinsatz, Ehrgeiz und Feindseligkeit geprägt ist und in enger Verbindung mit koronaren Herzerkrankungen steht (Becker, 2014b, S. 40). Laut der World Health Organization [WHO] (1987) wird Gesundheit als „Zustand eines vollkommenen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens“ beschreiben. Diese Definition geht über das bloße Fehlen von Krankheit und Gebrechen hinaus und schließt zudem eine soziale Komponente mit ein. Zwischen der Persönlichkeit eines Menschen und seiner Gesundheit können vielfältige Zusammenhänge bestehen. Zur Konzeption dieser Zusammenhänge schlugen Williams (1992) und Suls & Ritterhouse (1995) verschiedene Modelle vor. So kann der Zusammenhang korrelativ, moderierend, kausal oder Folge einer Erkrankung sein (Becker, 2014b, S.25).

Im Folgenden soll anhand beispielhafter Faktoren der Zusammenhang zwischen emotionaler Intelligenz und Gesundheit darstellt werden. Anschließend wird aufgezeigt, inwieweit das Vorhandensein einer hohen emotionalen Intelligenz gesundheitsförderlich sein kann. Ein Aspekt der von Goleman beschriebenen emotionalen Intelligenz umfasst die Selbstwahrnehmung und geht einher mit der Wahrnehmung der eigenen Gefühle, Bedürfnisse, Motive, Ziele und einer realistischen Einschätzung eigenen Stärken und Schwächen (Bosley & Kasten, 2018, S.68). Somit bildet die Selbstwahrnehmung die Basis für Gesundheit. Ohne die Fähigkeit, die eigenen Bedürfnisse zu erkennen, können stressige oder (potenziell) gesundheitsschädliche Situationen nicht als solche erkannt werden.

Der zweite Aspekt, das Selbstmanagement, umfasst die Selbstregulierung - die Fähigkeit die eigenen Gefühle zu steuern und angemessen einzusetzen (Bosley & Kasten, 2018, S. 88). Dies ist eng verknüpft mit der Selbstwirksamkeit, die beschreibt, „gewünschtes Verhalten auch angesichts von Hindernissen und Widerständen ausführen zu können“ (Becker, 2014b, S.39). Hindernisse können der Umwelt oder dem eigenen Körper entspringen.

Nehmen wir folgendes Beispiel: Eine Frau will mit dem Rauchen aufhören. Auf einer Feier wird ihr eine Zigarette angeboten, obwohl sie es geschafft hat, seit fünf Tagen nicht mehr zu rauchen. Nimmt sie die Zigarette an oder nicht? Das liegt nun ganz an ihr und ihrer Ausprägung an Selbstwirksamkeit. Besitzt sie eine hohe Selbstwirksamkeit, wird sie die Zigarette ablehnen, da der Gedanke, nicht mehr rauchen zu wollen, stärker ist und sie fest davon überzeugt ist, dass sie es schaffen kann. Sie wird aber auch Signale ihres Körpers wahrnehmen, die sie zu der Zigarette und dem Rauchen drängen. So spürt sie eine deutliche körperliche Erregung wie Herzklopfen und ein Verlangen nach der Zigarette. Es ist ebenfalls gut denkbar, dass sie sich sozialen Widrigkeiten wie Ausgeschlossenheit entgegenstellen muss, wenn sie als einzige in einer Gruppe nicht (mehr) raucht. Die Frau wird jedoch versuchen ihre Gefühle und körperliche Erregungen, die Teil von Emotionen sind, zu verstehen und zu kontrollieren, um der Versuchung zu widerstehen. Diese Fähigkeit wird als Emotionsregulation bezeichnet. Sie wird aber auch ihre Emotionen kontrollieren können und nicht direkt wütend reagieren, wenn ihr eine Zigarette angeboten wird. Der Einfluss von emotionaler Intelligenz auf das Konsumverhalten wurde zudem in einer Studie von Avalosse et. al. (2015) bestätigt. Die Autor*innen zeigten, dass emotionale Intelligenz unser Konsumverhalten bezüglich Alkohol, Marihuana und anderer Drogen beeinflusst. Auch auf Diät- oder Sportgewohnheiten nimmt emotionale Intelligenz Einfluss (Avalosse et al., 2015, S.663).

Der vierte Aspekt beinhaltet Fähigkeit die Emotionen anderer wahrnehmen, beurteilen und beeinflussen zu können und wird von Goleman als „soziales Bewusstsein“ bezeichnet (Bosley & Kasten, 2018, S.43). Durch diese Fähigkeit wird es ermöglicht Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen und zu pflegen, aber auch in Konfliktsituationen ist diese Fähigkeit dienlich, um jene möglichst konstruktiv zu lösen. Zwischenmenschliche Konflikte lösen Stress in uns aus. Emotional intelligentere Menschen schütten in Stresssituationen mehr Cortisol aus und neigen dazu, insgesamt niedrigere Entzündungswerte zu haben (Avalosse et al., 2015, S.654). Emotional intelligentere Menschen können somit stressreiche Situationen besser bewältigen als Menschen, die eine niedrige emotionale Intelligenz besitzen.

Zuletzt nennt Goleman das Engagement in Gruppen, dass sich auf die Fähigkeit bezieht, Kontakte zu andere knüpfen und pflegen zu können (Bosley & Kasten, 2018, S. 43). Auswirkungen auf Teamfähigkeit, Kommunikation, Belastbarkeit, Kooperationsbereitschaft und Aufbau sozialer Netzwerke für soziale Unterstützung, auf die im Folgenden weiter eigegangen werden soll.

2. Soziale Unterstützung

2.1 Was ist soziale Unterstützung?

Unter sozialer Unterstützung wird das Ausmaß verstanden, in dem andere Menschen tätig werden und somit helfen, belastende Situationen zu bewältigen. Um soziale Unterstützung weiter zu differenzieren, unterscheidet Krohne (2017) strukturelle und inhaltliche (funktionelle) Aspekte. Auf der inhaltlichen Ebene werden dabei drei Modi unterschieden. Soziale Unterstützung kann demnach emotional, beispielsweise durch Trösten oder instrumentell, durch finanzielle Unterstützung erfolgen. Des Weiteren kann soziale Unterstützung auch informationell (kognitiv) erfolgen, indem Ratschläge gegeben werden (Asendorpf, 2019, S.167; Krohne, 2017, S.116). Auf der Strukturellen Ebene hingegen befinden sich quantitative Parameter einzelner sozialer Beziehungen sowie des soziales Netzwerks, über das eine Person verfügt. Dazu werden die Größe und Dichte des Netzwerks sowie die Kontakthäufigkeit zu anderen Personen gezählt. Der Inhalt und die Qualität der sozialen Beziehungen wird hier jedoch nicht berücksichtig (Krohne, 2017, S.116).

Das Konstrukt soziale Unterstützung kann noch weiter in die wahrgenommene und tatsächlich erhaltene soziale Unterstützung differenziert werden. Die wahrgenommene soziale Unterstützung bezieht sich dabei auf die Erfahrungen einer Person mit sozialer Unterstützung und auf die Erwartungen, die diese Person an andere Personen stellt, Hilfe zu erhalten, wenn sie diese benötigt. Demnach handelt es sich bei der wahrgenommenen Unterstützung um ein subjektives Empfinden, das durch Befragung der Person erhoben wird. Dem gegenüber steht die tatsächlich erhaltene soziale Unterstützung, die die konkreten situationsbezogenen Unterstützungshandlungen bestimmter Personen eines sozialen Netzwerkes erfasst. Hier geht es weniger um die Wahrnehmung von Unterstützung als um die tatsächlichen Hilfsangebote, die eine Person erhält (Becker, 2014b, S.33; Krohne, 2017, S. 116) (s. Abb.1).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Aspekte der sozialen Unterstützung (eigene Darstellung)

Hauptfunktion der wahrgenommenen oder tatsächlich erhaltenen sozialen Unterstützung ist die Förderung der Bewältigung von Stress durch die Abpufferung desselben (Stresspuffer-Hypothese, s. Kapitel 2.2) (Asendorpf, 2019, S.167). Zuletzt lässt sich soziale Unterstützung nach Unterstützungsressourcen (Quellen) unterscheiden. Hierunter fallen alle zur Verfügung stehenden Personen, die auf unterschiedliche inhaltliche Art Unterstützung anbieten können (z.B. Freunde, Familienmitglieder, Ärzte, Lehrer etc.) (Krohne, 2017, S. 116).

Forschungsergebnisse zu Geschlechterunterschieden hinsichtlich sozialer Unterstützungsprozesse fallen eindeutig aus. So mobilisieren und erhalten Frauen häufiger mehr soziale Unterstützung als Männer. Männer gaben außerdem weniger Personen an, an die sich wenden können. Des Weiteren nehmen sie soziale Unterstützung vermehrt wahr und sind zufriedener mit der erhaltenen Unterstützung (Kienle et.al, 2006, S.111).

Zur Messung der sozialen Unterstützung stehen zahlreiche Instrumente zur Verfügung. Diese unterscheiden sich hinsichtlich der Erfassungsmethode, den erfassten Inhalten der sozialen Unterstützung und den ihnen zugrundliegenden Konzepten und Definitionen. Einige Erfassungsmethoden und beispielhafte Verfahren sind:

- Fragebögen: „F-SozU“ (Fragebogen zur Sozialen Unterstützung)
- Interviews: „SONET“ (Interview zum sozialen Netzwerk und zur sozialen Unterstützung)
- Verhaltensbeobachtungen

Im Folgenden wird auf den mehrdimensionalen Fragegogen „F-SozU - Fragebogen zur Sozialen Unterstützung“ von Fydrich, Sommer & Brähler (2007) näher eingegangen. Dieser enthält 54 Items, die von den Probanden auf einer fünfstufigen Skala („trifft nicht zu“ bis „trifft genau zu“) beantwortet werden. Die Items lassen sich vier Dimensionen zuordnen:

(1) Emotionale Unterstützung: von andern gemocht zu werden oder Anteilnahmeerleben
(2) Praktische Unterstützung: praktische Hilfestellung bei alltäglichen Problemen und Aufgaben
(3) Soziale Integration: Zugehörigkeit zu einem Freundeskreis
(4) Belastung aus dem sozialen Netzwerk

Die wahrgenommene Unterstützung wird nun aus der Addition der Antworten zu den Items der Skalen emotionale (1) und praktische Unterstützung (2) sowie soziale Integration (3) gebildet und lassen sich zu dem Gesamtwert (WasU) zusammenfassen. Die vierte Skala erfasst die soziale Belastung durch das soziale Netzwerk (Krohne, 2017, S,118; Renneberg & Hammelstein, 2006, S.118). Dazu kommen drei Zusatzskalen, die auf das Ausmaß an wahrgenommener Unterstützung abzielen:

(1) Reziprozität: Ausmaß, mit dem Proband um soziale Unterstützung gebeten wird oder diese leistet
(2) Verfügbarkeit einer Vertrauensperson: Einschätzung über die Verfügbarkeit von vertrauten Personen
(3) Zufriedenheit mit sozialer Unterstützung

[...]

Details

Seiten
21
Jahr
2020
ISBN (eBook)
9783346316745
ISBN (Buch)
9783346316752
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v947554
Institution / Hochschule
SRH Fachhochschule Heidelberg
Note
1,0
Schlagworte
emotionale intelligenz unterstützung störungsbilder
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Titel: Emotionale Intelligenz, soziale Unterstützung und angstbezogene Störungsbilder