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PR - Ein Frauen-Beruf?

Referat (Ausarbeitung) 1998 35 Seiten

Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Historische Entwicklung
1.1. Die Entwicklung der PR in Amerika
1.2. Die Entwicklung der PR in Österreich

2. Was ist PR?
2.1. Definition des Begriffes PR
2.2. Absatz- und gesellschaftspolitischer Ansatz der PR
2.3. Der absatzpolitische Ansatz von PR
2.3.1. Der gesellschaftspolitische Ansatz von PR
2.4. Die Grundfunktionen von PR
2.5. Die Instrumente der PR
2.6. Die Tätigkeitsbereiche der PR

3. Frauen in Österreich Allgemein
3.1. Die Feminisierung der PR
3.2. Ideale Fähigkeiten des PR-Experten
3.3. Die besondere Eignung von Frauen für PR

4. Fragestellung, Interviews, Auswertung
4.1. Forschungsfragen
4.2. Interviews
4.2.2. Transkription des Interviews Karlinger/Aa
4.2.3. Transkription des Interviews Brandenstein/Ab
4.2.4. Transkription des Interviews Babnik/Ac
4.2. Auswertung/Kathegorienschema
4.3.1. Auswertung Interviewpartner Aa
4.3.2. Auswertung Interviewpartner Ab
4.3.3. Auswertung Interviewpartner Ac

5. Bibliographie
5.1. Literatur

1. Historische Entwicklung

Die geschichtliche Entwicklung der PR geht in ihren Grundzügen von den USA aus. Sowohl in Österreich, als auch in Deutschland existieren wenig spezifische Theorien, es wurden meist die Amerikanischen übernommen. (vgl. ZOWAK 1993 S. 21)

1.1. Die Entwicklung der PR in Amerika

Mitte des 19. Jh entstanden die ersten Presseagenturen, 1904 wurde die erste PR-Agentur gegründet. Während des 1. Weltkrieges wurde PR dazu benutzt, die Bevölkerung auf den Kriegseintritt vorzubereiten. Nach dem Krieg nahm die PR in Wirtschaft und Wissenschaft großen Aufschwung. Der 2. Weltkrieg erleichterte der Kriegswirtschaft die Darstellung der PR als Zusammenführung öffentlicher und privatwirtschaftlicher Interessen. In den Nachkriegsjahren vermehrten sich PR-Abteilungen und PR-Agenturen ziemlich rasch. (vgl. MOSHAMMER 1990, S. 6,7)

1.2. Die Entwicklung der PR in Österreich

In Österreich entstanden erstmals nach Ende des 2. Weltkriegs PR-Aktivitäten. (vgl. BOGNER 1990) Eine der ersten Einrichtungen war das Pressereferat der ÖMV im Jahre 1957.

Die Hauptaufgabe bestand damals noch darin, zu verhindern, daß man in den Medien präsent war. (vgl. HASS 1987, S. 49, 50)

Ein Umschwung setzte erst Mitte der 60er Jahre ein. 1969 wurde die Österreichische PR- Gesellschaft gegründet. Allerdings fand dieser Versuch eine Standesvertretung zu schaffen, keine Fortsetzung. Erst der 1975 gegründete ,,Public Relations Club Austria", der 1980 in den ,,Public Relations Verband Austria" (PRVA) umgewandelt wurde, konnte sich etablieren. (vgl. HASS 1987, S. 51) Der PRVA versteht sich als Standesvertretung österreichischer PR- Fachleute. Ziel des Verbandes ist es, das eigene Berufsbild bekannt zu machen, die Interessen des Berufsstandes zu vertreten und wahrzunehmen und die fachliche Aus- und Weiterbildung von PR-Fachleuten zu fördern. Weiters möchte der PRVA die Professionalisierung der Branche vorantreiben, die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit PR fördern und die mißbräuchliche Verwendung des Begriffes PR unterbinden. (vgl. ZOWAK 1993, S. 6)

Die erste PR-Agentur, die Pubrel Public Relations GesmbH" wurde 1964 von Ernst Haupt- Stummer gegründet. Ein Jahr später folgte ,,Publico Public Relations GesmbH, dessen Gründer Prof. Mittag war. 1983 gab es in Österreich rund 27 PR-Agenturen. (vgl. ZOWAK 1993, S. 7)

Laut einer Umfrage unter Mitgliedern des PRVA sah 1984 der typische PR-Experte folgendermaßen aus:

Er ist männlich, zwischen 30 und 39 Jahren alt und hat ein abgeschlossenes Hochschulstudium. Meist hat er eine journalistische Ausbildung absolviert, ist etwa 10 Jahre im Bereich der PR tätig und verdient durchschnittlich 30.000 ÖS im Monat. Der relativ geringe Teil der Frauen (19,1%) verdient rund 10.000 ÖS weniger im Monat. Der Großteil ist in der Wirtschaft tätig. (vgl. HASS 1987, S. 136 und ZOWAK 1993, S. 6,7)

2. Was ist PR?

2.1. Definition des Begriffes PR

Die aktuelle Definition des PRVA (Public Relation Verband Austria) lautet:

,,PR umfassen alle konzeptiven und langfristigen Ma ß nahmen eines PR-Tr ä gers zur Wahrnehmung seiner Verpflichtungen und Rechte gegen ü ber der Gesellschaft bzw. Ö ffentlichkeit mit dem Ziel, gegenseitiges Vertrauen aufzubauen und zu f ö rdern."

Die meisten Erklärungen haben eine gemeinsame Kernaussage: PR sollen bei den Umworbenen Verständnis und Vertrauen für den PR-Betreiber aufbauen und erhalten. Da es nicht nur eine Öffentlichkeit gibt, sondern mehrere Teilöffentlichkeiten, ist es für die PR wichtig, sehr behutsam, differenziert und ehrlich mit den verschiedenen Teilöffenlichkeiten umzugehen.

Neben der Definition des PR-Begriffes des PRVA gibt es eine Vielzahl von Definitionen. Im Wesentlichen lassen sich aber alle Definitionen auf zwei verschiedenen Ansätze reduzieren. Nämlich auf den gesellschaftspolitischen und den absatzpolitischen Ansatz. (vgl. ZOWAK 1993, S. 12)

2.2. Absatz- und gesellschaftspolitischer Ansatz der PR

2.2.1. Der absatzpolitische Ansatz von PR

Der absatzpolitische Ansatz von PR umfaßt zwei Konzeptionen:

1. PR als Instrument zum Aufbau eines positiven Firmenimages
2. PR als Product Publicity

Der Begriff ,,Firmenimage" meint alle Gefühle und Vorstellungen, die die Öffentlichkeit einem Unternehmen entgegenbringt. Die Positionierung des eigenen Firmenimages erfolgt dahingehend, daß man sich von der Konkurrenz möglichst abhebt und ein Meinungsmonopol für das eigene Image schafft.

Product Publicity hat die Aufgabe, eventuelle negative Vorstellungen von Produkten und Dienstleistungen durch Positive zu ersetzen. Product Publicity zielt eher auf kurzfristige Einsätze ab.

Für den absatzpolitischen Grundsatz ist die Erkenntnis entscheidend, daß die Meinungen der Menschen nicht automatisch der Sachrealität folgen, sondern daß sie eigenen, subjektiven Grundsätzen unterliegen und aus diesem Grund einer eigenen Bearbeitung bedürfen. Denn nicht die Tatsachen, sondern die Meinungen über die Tatsachen sind entscheidend. (vgl. MOSHAMMER 1990, S. 116-120; ZOWAK 1993, S. 32)

2.2.2. Der gesellschaftspolitische Ansatz der PR

Unternehmen werden heute seitens der Öffentlichkeit sehr genau beobachtet. Meist besteht zwischen den Interessen der Gesellschaft und denen der Unternehmen ein Konflikt. Daraus entsteht für die Unternehmen der Druck sich anzupassen. Diese Anpassung erfolgt über die freiwillige Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung und äußert sich in der Berücksichtigung öffentlicher Interessen bei wirtschaftlichen Entscheidungen. Die Aufgabe der PR besteht nun darin, die Interessen der Öffentlichkeit und der Unternehmen ,,unter einen Hut" zu bringen. (vgl. ZOWAK 1993, S. 33)

2.3. Die Grundfunktionen von PR

Zu den Grundfunktionen der PR zählt die Analyse, Beratung, Planung, Information und Gestaltung, die Kontaktpflege, die Organisation und Kontrolle. (vgl. ZOWAK 1993, S. 25)

Bogner faßt 10 Elemente der Öffentlichkeitsarbeit zusammen: (BOGNER 1990, S. 30)

1. bewußtes, geplantes, dauerndes, systematisches Bemühen
2. geistige Einstellung, Haltung
3. eine Leitfunktion
4. Ziele: Aufbau und Pflege von Verständnis und Wohlwollen, Kommunikation mit der Umwelt, Integration in die Gesellschaft
5. Systematische Erforschung der öffentlichen Meinung
6. Information der Öffentlichkeit
7. Interpretation der gegenseitigen Standpunkte
8. Kooperation
9. Anpassen des Verhaltens an die öffentliche Meinung
10. Akzeptanz von Rechten und Pflichten gegenüber der Gesellschaft

2.4. Die Instrumente der PR

Die wichtigsten Instrumente der PR sind Medienarbeit, Veranstaltungen, Sponsoring und Human Relations (Begriff für innerbetriebliche PR). (vgl. ZOWAK 1993, S. 26)

Die Deutsche Public Relations Gemeinschaft formulierte 1990 folgende Instrumentarien der PR: (vgl. DPRG 1990, S. 29)

1. Medienarbeit
2. Herausgabe von PR-Medien, Ausstellungen, etc.
3. Veranstaltung von Aktionen, etc.
4. Unterstützung von Veranstaltungen (Sponsoring)

2.5. Die Tätigkeitsbereiche der PR

Die Palette der Tätigkeiten, die ein PR-Experte sein Eigen nennen muß, ist eine Vielfältige. Man kann jedoch im wesentlichen folgende Tätigkeiten nennen: (vgl. BOGNER 1990, S. 34, 35 und 45, 46)

1. Die Beratung der Geschäftsleitung bei der Formulierung der Unternehmenspolitik
2. Die Erstellung und Durchführung von PR-Konzepten
3. Die Informationsbeschaffung
4. Die Erstellung und Verbreitung von Berichten, Artikeln, Kommentaren, Texten für Presse, elektronische Medien u.a.
5. Die Konzeption und Durchführung von Pressekonferenzen
6. Die Abfassung und Gestaltung von Geschäftsberichten, Verlautbarungen, etc.
7. Planung und Durchführung von PR-Maßnahmen und Veranstaltungen
8. Kontakte zu verschiedenen Gruppen von Meinungsbildnern
9. Produktion innerbetrieblicher Informationsmittel (z.B. Betriebszeitung, etc.)

Die Tätigkeitsbereiche reichen von der Beratung der Geschäftsleitung, über die Erstellung von PR-Konzepten bis zum Verfassen von Presseaussendungen und dergleichen mehr.

3. Frauen in Österreich Allgemein

Die Erwerbsorientierung der Frauen hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Frauen erhalten heute durchwegs eine den Männern gleichwertige Ausbildung. Trotzdem sind die beruflichen Möglichkeiten und Chancen noch immer geringer. Frauen in Führungspositionen sind immer noch eine Ausnahme.

Der wesentlichste Unterschied zwischen Männern und Frauen im Berufsalltag ist, bei gleichwertiger Ausbildung, die Bezahlung. Das Einkommen einer gleichwertig qualifizierten Frau kann im Extremfall um 40 - 50 % unter dem Einkommen des männlichen Kollegen liegen. Durchschnittlich verdienen Frauen um etwa 30 % weniger als ihre männlichen Kollegen.

Historisch gewachsene Rollenbilder sind in Österreich nach wie vor noch aufrecht. Die Frau als Hauptverantwortliche für den Haushalt und die Familie, und der Mann als ,,Versorger". Dies wirkt sich im Berufsleben der Frau, durch die dadurch entstehende Doppelbelastung, als Nachteil aus. (vgl. ZOWAK 1993, S. 57)

3.1. Die Feminisierung der PR

Seit Anfang der 80er Jahre ist in der BRD der Frauenanteil in den Kommunikationsberufen deutlich gestiegen. Die DPRG verzeichnete einen überdurchschnittlich starken Zugang von Frauen. Amerikanisch Untersuchungen brachten dabei den Trend zu Tage, daß mit der Zunahme der Frauen in diesem Beruf auch sein Status und seine Bezahlung sinken. Typische Frauenberufe, also Berufe, in welchen mehr Frauen als Männer beschäftigt sind, werden assoziiert mit geringerem Status, Prestige und Einkommen.

Auch in Österreich hat sich seit dem Jahr 1989 in PR-Berufen der Frauenanteil beträchtlich gesteigert. So zeigt eine Teilnehmerstatistik des Hochschullehrganges für Öffentlichkeitsarbeit deutlich, daß ab 1989 durchwegs mehr Frauen als Männer am Lehrgang teilnehmen.

Es wird vielfach die Ansicht vertreten, daß Frauen die besseren PR-Leute sind, weil die für die PR wichtigen Fähigkeiten ideal auf sie zugeschnitten seien. (vgl. ZOWAK 1993, S. 59)

3.2. Ideale Fähigkeiten des PR-Experten

Laut Bogner sollte der ideale PR-Experte folgende Fähigkeiten besitzen: (vgl. BOGNER 1990, S. 75, 76)

1. Analytische Fähigkeiten
2. Organisationstalent
3. Konzeptive Fähigkeiten
4. Kreativität
5. Vernetztes, ganzheitliches Denken
6. Kritisches Urteilsvermögen
7. Gutes Gedächtnis
8. Grundkenntnisse aus den Bereichen Staat, Recht, Volks- und Betriebswirtschaft, Gesellschaft- und Wirtschaftspolitik, Soziologie und Kommunikationstheorie
9. Gutes Allgemeinwissen
10. Kenntnisse der Medienlandschaft
11. Journalistische Fähigkeiten
12. Fremdsprachenkenntnisse
13. Kontaktfreudigkeit
14. Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen
15. Durchschlagskraft
16. Repräsentationsfähigkeit, gutes Auftreten
17. Führungsqualitäten in der Teamarbeit.

3.3. Die besondere Eignung von Frauen für PR

Die besondere Eignung von Frauen für die Öffentlichkeitsarbeit hob 1990 Klaus Dörrbecker in einem Interview hervor, als er meinte, daß Frauen im Schnitt besser sind. Frauen seien disziplinierter, hungriger, fleißiger und wacher. PR werden zunehmend ein weiblicher Beruf werden, denn Frauen hätten mehr Gefühl für Prozesse, für Situationen, mehr Instinkt, sie seien eleganter in der Argumentation und sie würden Durchsetzungsstrategien sanfterer Art anwenden.

Während unserer Arbeit haben wir uns mit dem Thema beschäftigt, ob Frauen für den PRBeruf grundsätzlich wirklich besser geeignet sind. (vgl. BAERNS 1991, S. 185-192) Wir wollten unter anderem herausfinden, ob der höhere Frauenanteil mit einer besseren Eignung der Frauen für PR-Berufe zusammenhängt. Allerdings konnte diese Frage wegen der geringen Menge an Interviews nicht wirklich beantwortet werden. Dazu wären sicherlich eine weitaus größere Menge an Interviews notwendig.

4. Fragestellung, Interviews, Auswertung

4.1. Forschungsfragen

Zu unserem Thema haben wir drei PR-Beraterinnen befragt, eine davon ist in der Position eines Geschäftsführers tätig, bzw. zum Zeitpunkt des Interviews tätig gewesen. Zu Beginn unserer Arbeit stellten wir uns einige Forschungsfragen, bzw. nahmen wir einige Grundvoraussetzungen an.

Die erste Annahme, daß trotz des wachsenden Anteils von Frauen in den PR, sich Frauen hauptsächlich in der Technikerrolle finden, daß sie auch vorwiegend in diese Rolle streben und sich dort auch wohl fühlen, wurde nicht bestätigt.

Alle von uns interviewten Frauen, ordneten sich selbst sowohl der Techniker- als auch der Kommunikationsmanagerrolle zu und zwar mit den Begründungen, daß das Aufgabengebiet so vielfältiger sei, bzw. ,,weil sonst wär's fad", sagte eine der Befragten wörtlich. Eine strikte Trennung zwischen den Bereichen der Kommunikationstechniker und Kommunikationsmanager wird von den Befragten zum Großteil als nicht sinnvoll erachtet, weil dann seriöse PR-Arbeit nicht möglich sei, bzw. weil diese Bereiche in der Berufspraxis zusammengehören und sich nicht trennen lassen. Eine der interviewten PR-Beraterinnen sagte deutlich: ,,Den Begriff Kommunikationsmanager finde ich abscheulich. Schreiben kann man zugegebenermaßen, was das reine Handwerk betrifft lernen, aber Gespür für die Sprache, kreatives Schreiben hat nichts, absolut gar nichts mit Technik zu tun!" Es hat sich eindeutig gezeigt, daß die befragten PR-Frauen nicht glauben, mehr Technikertätigkeiten als Männer in der PR auszuüben, außerdem geben sich Frauen nicht nur mit der rein ausführenden Rolle zufrieden.

Die zweite Annahme, daß Frauen in der PR, wenn sie das Gleiche wie Männer erreichen wollen

a. mehr leisten müssen
b. im Idealfall besser ausgebildet sein sollten
c. deren Arbeitsleistung kritischer beurteilt wird,
d. länger brauchen, um aufzusteigen und
e. schlechter bezahlt werden als ihre Männlichen Kollegen konnte auch nicht bestätigt werden.

Die Befragten glauben nicht, daß Frauen in der PR mehr leisten müssen bzw. besser ausgebildet sein sollten, um in dieselbe Position wie ein Mann zu kommen. Auch meinen sie, daß die Arbeitsleistung von Frauen nicht kritischer beurteilt wird und daß Frauen in derselben Position auch das Selbe verdienen. Die Befragten sehen sich also hinsichtlich der Einstiegschancen und der Beurteilung ihrer Arbeitsleistung gegenüber Männern nicht benachteiligt. Auch hinsichtlich der Entlohnung und Aufstiegschancen sehen sie keinen Unterschied. Abschließend erkennt man, daß sich auch die zweite Annahme hinsichtlich der wesentlichen Punkte nicht bestätigt hat.

Die dritte Annahme, daß PR-Frauen sich ihrer weiblichen Eigenschaften bewußt sind und auch wissen, daß diese Eigenschaften gut für den PR-Beruf geeignet sind, wurde eindeutig bestätigt. Bei allen drei Befragten tauchte auf, daß sie Frauen für den PR-Beruf für wesentlich geeigneter halten. Alle drei Befragten sind sich ihrer weiblichen Eigenschaften sehr wohl bewußt und setzen diese auch gezielt ein. Als weibliche Eigenschaften tauchten in den Interviews die Begriffe Sensibilität, Fingerspitzengefühl und Diplomatie auf. Es wurde uns also durchaus bestätigt, daß Frauen unbewußt und teilweise auch gezielt ihre ,,weiblichen" Eigenschaften einsetzen. Hier sieht man, daß sich die dritte Annahme eindeutig bestätigt hat. Dies läßt auf ein großes Selbstbewußtsein der PR-Frauen schließen, was die Einschätzung der eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten betrifft. Diese Tatsache, daß Frauen allgemein für den PR-Beruf besonders ,,passende Eigenschaften" und Fähigkeiten zuerkannt werden, hat mittlerweile anscheinend auch dazu geführt, daß deren Leistungen in dem selben Ausmaß wie von Männern honoriert werden. Alle Befragten scheinen der Meinung zu sein, daß sich Frauen besser für PR eigenen. PR ist also doch ein Frauen-Beruf?!

Bei der vierten Annahme gingen wir davon aus, daß Frauen eher als Männer auf berufliches Fortkommen, sprich ,,Karriere" verzichten. Als Begründung für einen Verzicht auf Karriere nahmen wir an:

a. Familiäre Erwartungen (Haushalt, Kinderpflege, etc.), die an die Frau gestellt werden
b. die daraus resultierende Doppelbelastung und
c. die Angst von Frauen in einer Managerposition noch mehr leisten zu müssen, als Männer

Diese Erwartung wurde, hinsichtlich der Begründung Frauen würden wegen familiären Erwartungen und daraus resultierender Doppelbelastung eher auf Karriere verzichten, nur zum Teil bestätigt. Zwei der interviewten Personen könnten sich theoretisch vorstellen auf Karriere zu verzichten, eine würde zwar kurzfristig, aber nicht für immer auf die Arbeit verzichten.

Das Vorhandensein gesellschaftlicher Erwartungen wird eindeutig bejaht, obwohl keine der Frauen versucht, diesen Erwartungen gerecht zu werden. Die Befragten mußten sich auch noch nicht oder nicht mehr für ihre Berufstätigkeit rechtfertigen. Eine der Befragten sagte dazu: ,,Mach ich einfach nicht. Früher in meiner Ex-Beziehung mußte ich das tun, denn welche Frau muß schon regelmäßig abends an Geschäftsessen oder sonstigen Veranstaltungen teilnehmen." Für zwei der Frauen stellt der Beruf keine Doppelbelastung dar, weil sie durch Putzfrauen in der Haushaltstätigkeit entlastet werden. Eine empfindet eben gerade die diversen Geschäftsessen als Doppelbelastung. Interessant war aber, daß für zwei Frauen der Beruf durchaus mit dem Privatleben vereinbar war, für die Befragte, für die der Beruf keine Doppelbelastung darstellt, ist er aber nicht mit dem Privatleben vereinbar.

Zwei der Befragten glaubten auch, daß der geforderte Einsatz von Männern und Frauen in einer Managerposition gleich hoch ist, unbestritten der Tatsache, daß in einer Managerfunktion der geforderte Einsatz grundsätzlich sehr hoch ist. Allerdings äußerte sich eine der Befragten dahingehend, daß Frauen mehr Einsatz bringen müßten, solange es noch Männer gäbe, die dem klassischen Rollenverhalten verhaftet wären.

Letztendlich stellten wir als fünfte Behauptung auf, daß PR-Frauen ihr Beruf sehr wichtig ist und daß sie ihm einen relativ hohen Stellenwert zuordnen.

Diese Annahme konnte eindeutig bestätigt werden. Bei allen Befragten steht der Beruf und die Karriere momentan an erster Stelle. Auch sehen sie die Situation der PR-Frauen nicht als verbesserungsbedürftig an. Eine der Befragten dazu: ,,Ich meine, uns geht's hier ganz gut!".

Grundsätzlich wurden die Interviews am jeweiligen Arbeitsplatz der Frauen, bzw. in einem Fall in einem Kaffeehaus durchgeführt. Zwei Interviews entstanden im Dezember 1998 und eines erst im Februar 1999. Es war durchwegs sehr schwierig terminmäßig auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen, da alle Frauen sehr beschäftigt waren. Nach diesen anfänglichen Terminproblemen hat aber letztendlich doch noch alles ganz gut geklappt und jeder der Interviewten gewährte uns bis zu einer Stunde Zeit für unser Interview.

Barbara Baerns spricht in ihrem Artikel ,,Zur Feminisierung der Öffentlichkeitsarbeit" noch davon, daß sich eben diese Feminisierung für Frauen nicht auszahlt. Frauen fühlen sich nicht nur um den gerechten Lohn, sondern auch um den erstrebten Karriereerfolg betrogen, weil sich mit den Rahmenbedingungen auch der Status des Berufs - dies durchaus zur Analogie zum Lehrerberuf, zur Krankenpflege, zu Bereichen des Bankwesens - gleichsam unter der Hand wandelt. (vgl. BAERNS 1991, S. 188) Dies konnten wir mit unseren Interviews mit Bestimmtheit widerlegen. Keine der drei PR-Fachfrauen fühlt sich Männern gegenüber hinsichtlich Leistung, Anerkennung und Bezahlung benachteiligt.

Vielmehr erkennt man aus den Antworten auf unsere Fragen deutlich, daß sich die PR-Frauen ihrer Stärken durchaus bewußt sind und großes Selbstvertrauen an den Tag legen. Anhand der Interviews könnte man also durchaus behaupten, daß PR vielleicht noch kein reiner Frauen- Beruf ist, aber daß sich die Tendenz abzeichnet, daß PR zu einem Frauen-Beruf werden könnte.

Interessant ist vielleicht auch noch, daß alle Befragten PR-Beraterinnen Frauen für höher geeignet für den PR-Beruf halten, als Männer, daß es aber keine als ungerecht empfunden hat, daß sie bei höherer Eignung trotzdem den Männern gleichwertige Aufstiegschancen und Bezahlung haben.

4.2. Interviews

Transkription des Interviews mit Frau Andrea Karlinger/Aa

I: Guten Tag Frau Karlinger. Mein Name ist Kraus. Ich werde sie jetzt interviewen und möchte mit ein paar allgemeinen Fragen zu Ihrer Person beginnen. Wie alt sind Sie?

K: 28 Jahre, werde aber in Kürze 29. I: Wie ist Ihr Familienstand?

K: Na, momentan bin ich noch ledig, hab auch keine Kinder.

I: (räuspert sich) Und welche Ausbildung haben Sie absolviert?

K: Ah, ich hab die HBLA besucht und dort maturiert und äh bin jetzt gerade dabei meine

Magisterarbeit - ah - am Institut der Publizistik und Kommunikationswissenschaft in Salzburg zu schreiben.

I: Seit wann sind Sie berufstätig?

K: Ah seit - lassen Sie mich überlegen - ah, ca. 4 Jahren (klingt, als sei sie sich nicht ganz sicher) glaub ich. Ja, 4 Jahre müßten´s jetzt sein.

I: Sind Sie freiberuflich tätig, oder in einem fixen Arbeitsverhältnis?

K: Ich bin mittlerweile in einem fixen Arbeitsverhältnis tätig und ah das auch ganztags.

I: Welche Bereiche der Öffentlichkeitsarbeit decken Sie ab?

K: Ahm, wir machen in der Agentur so ziemlich alles, also sowohl Politik als auch Kultur, ahm, Wirtschaft, daß ist eigentlich ganz verschieden. Technik, also das kommt ganz verschieden.

I: Was sind die allgemeinen Gründe für Ihre Berufstätigkeit?

K: Hm. Gute Frage. (Schmunzelt) Ich muß mir mein Studium irgendwie finanzieren und äh, na ja, von irgendwas muß ich auch leben - oder? (klingt sehr amüsiert und lacht)

I: Warum haben Sie sich für das Berufsfeld der Public Relations entschieden?

K: Ja, weil´s doch ein, ein Berufsfeld ist, daß - äh - sehr vielfältig ist, ahm, man hat viele verschiedene Möglichkeiten. Es ist jeden Tag - ah - bringt das irgend etwas Neues. Man steht jeden Tag vor neuen Aufgaben, wird mit verschiedenen - ahm - Problemen konfrontiert, die man relativ schnell lösen muß. Ja, das ist eigentlich der Grund, daß ist einfach so, so vielfältig ist, der Aufgabenbereich. Und ich wollt auch nicht unbedingt nur - ah - sture Büroarbeit erledigen, sondern schon einen gewissen kreativen Teil auch in der Arbeit dabei haben.

I: Wie sieht Ihr beruflicher Werdegang im Bereich der PR aus?

K: Je es ist so, ich hab mich im Studium bereits auf Public Relations spezialisiert und dann bin ich bei dieser Agentur bei der ich jetzt beschäftigt bin, daß ist eben Hesse&Partner, ahm, als Ferialpraktikantin eingestiegen, mehr oder weniger und hab dann 3 Monate über den Sommer gearbeitet und dadurch, daß relativ viel zu tun war, und -ah- der Geschäftsführer der Agentur anscheinend sehr zufrieden war mit mir, bin ich dann irgendwie so reingerutscht und mittlerweile eben -ah- fix engagiert.

I: Welche PR-Tätigkeiten üben sie regelmäßig aus?

K: Ah inwiefern -ah- meinen Sie das jetzt? (Klingt total verunsichert)

I: In der Fachliteratur wird zwischen Kommunikationstechniker und Kommunikationsmanager unterschieden. Der Kommunikationstechniker oder auch Praktiker gilt als Spezialist für das Verfassen und Produzieren von PR- und Pressematerialien. Der Kommunikationsmanager analysiert, plant, berät und kontrolliert.

K: Mmm. Tja, ich würd sagen, ich mach eigentlich beides. Bin sowohl Kommunikationstechniker als auch Kommuniksationsmanager. Ah. Wobei ich aber sagen muß, daß der Bereich des Kommunikationstechnikers doch überwiegt in meinem Aufgabenbereich.

I: Und seit wann arbeiten Sie in dieser Position?

K: Ah, jetzt seit knapp drei Jahren, an und für sich. (überlegt etwas) Begonnen hab ich mit so Sekretariatsjobs, also das heißt ich hab ein bisserl das Sekretariat gemacht, die Buchhaltung und das ist dann immer mehr und mehr in Pressearbeit -ah- umgeschwungen eigentlich. I; Streben Sie danach einmal ausschließlich die Rolle des Kommunikationsmanagers zu übernehmen?

K: Mmm. An und für sich nein, weil -ah- ich würd schon auch gern weiter Kommunikationstechniker - wie Sie das bezeichnen bleiben - weil -am- weil der Aufgabenbereich dann einfach umfangreicher ist und weil, weil mich die Pressearbeit doch sehr interessiert und ich nicht nur jetzt in einer beratenden und planenden Tätigkeit dasein will und nicht nur Konzepte erstellen will, sondern diese Konzepte auch selbst umsetzen will.

I: Glauben Sie, daß Frauen in der PR mehr oder gleich viel leisten müssen wie Männer, wenn sie dieselbe Position wie ihre männlichen Kollegen anstreben?

K: Ah, glaub ich eigentlich nicht, weil ich muß dazu sagen, ich kenn jetzt auch wesentlich mehr Frauen als Männer die in der PR sind, -ah- und ich nehm mal an, daß Frauen irgendwie besser geeignet für die PR sind als -ja-.

I: Als Männer, oder was meinen Sie?

K: Ja. Sie sind besser dafür geeignet als Männer.

I: Und müssen Sie jetzt auch mehr dafür leisten?

K: Nein, das hab ich nicht gemeint. Ah, ich meint, daß es da keine so gravierenden Unterschiede gibt.

I: Müssen Frauen besser oder gleich ausgebildet sein um dieselbe Position zu erlangen, bzw. um dieselbe Akzeptanz bei Vorgesetzten zu erlangen?

K: Mmm. Sie müssen vielleicht nicht besser ausgebildet sein, aber ein wesentlich forscheres Auftreten einmal haben, würd ich sagen.

I: Wie wird die Arbeitsleistung von Frauen beurteilt?

K: Ahm, ich würd sagen - meinen Sie jetzt in Bezug auf Männer - also wie, wie ah, die Arbeitsleistung im Verhältnis zu den Männern beurteilt wird. Oder wie?

I: Ja, genau.

K: Da würd ich sagen, daß die Arbeitsleistung eigentlich doch -ah- gleichwertig beurteilt wird.

I: Wieviel verdienen Männer und Frauen in der selben Position?

K: Ah, ich würde sagen, ca. gleich viel, bzw. Männer verdienen etwas mehr als Frauen. Das ist leider noch immer so.

I: Sind Frauen von den Aufstiegschancen her gleichberechtigt, besser oder schlechter gestellt?

K: Mmm. Ich würd sagen, sie sind an und für sich gleichberechtigt. (scheint sich nicht ganz sicher zu sein) Das kommt aber dazu, man muß immer sagen, daß kommt auf den Arbeitgeber an und auf die Person selbst eigentlich. Also. Unser Chef zum Beispiel bevorzugt eher weibliche PR-Kräfte.

I: Wie beurteilen Sie den idealen PR-Experten? Welche Persönlichkeitsmerkmale und Eigenschaften sollte er aufweisen?

K: Na ja, er sollte auf jeden Fall kommunikativ sein, er sollte eine gute Allgemeinbildung besitzen, ahm, sollte sich nicht scheuen, Konflikte aufzugreifen, Konflikte anzusprechen, muß diskussions- und lernfähig sein, ahm, flexibel muß er natürlich sein und sehr kreativ und ja er muß auch -ahm- gut unter Druck arbeiten können, würde ich sagen. Ja.

I: Gibt es typisch männliche und typisch weibliche Eigenschaften? Wenn ja, welche?

K: Hm. So auf die Schnelle gefragt. Doch, glaub ich schon. Also typisch weibliche Eigenschaften wär für mich z. B. das Frauen einfach sensibler sind, mehr Fingerspitzengefühl, mehr Feingefühl besitzen und Männer doch eher die die forscheren Typen -äh- sind. Ah, also doch eher die härter und gezielter auftreten eigentlich. Und Frauen da eher ein bisserl unsicherer sind, wie sie sich selbst präsentieren sollten.

I: Trifft das auch manchmal auf Sie selbst zu? Ich meine, daß Sie unsicher sind, wie Sie sich präsentieren sollen?

K: Ja, am Anfang schon. Aber mit zunehmender Erfahrung schwindet das. Aber vorkommen kann es schon noch.

I: Glauben Sie, daß Frauen und Männer bestimmte Eigenschaften haben, die sie für den PRBeruf prädestinieren?

K: Das glaub ich auf jeden Fall und das sind eigentlich auch wieder die typisch männlichen und weiblichen Eigenschaften, eben wie Frauen mehr Fingerspitzengefühl z. B. besitzen, dadurch können sie wesentlich besser auf den Kunden eingehen und Männer sind da eher oft so - wie ich´s beobachtet hab - daß sie ah über die Wünsche der Kunden eher so drüberfahren und und den Kunden gar nicht so wirklich berücksichtigen und Frauen versuchen da eher auf den Kunden mehr einzugehen.

I: Wie würden Sie die Eignung von Frauen und Männern für den PR-Beruf einschätzen?

K: Ah, da bin ich, bin ich eigenlich der Meinung, daß Frauen doch besser geeignet sind für den PR-Beruf. Weil sie einfach - ja um nochmal auf das Fingerspitzengefühl und die Sensibilität zurückzukommen - weil´s einfach wesentlich besser mit Menschen umgehen können. Meiner Meinung nach.

I: Was glauben Sie, welche Eigenschaften einer PR-Frau von Anderen zugeordnet werden?

K: Hmm. Ahm, na ja, so aus meinem Erfahrungsbereich, ah, werden PR-Frauen relativ ah, als, ja ,,karierregeil", wenn ich das jetzt so sagen darf, bezeichnet. Ah, und auch ziemlich, ja daß sie ein ziemlich hartes Auftreten irgendwie auch haben, daß sie, daß sie sich durchzusetzen wissen, ahm, tja mehr fällt mir dazu jetzt eigentlich gar nicht ein, spontan.

I: Wenn es für Sie typisch männliche und weibliche Eigenschaften gibt, glauben Sie, daß Frauen in der PR versuchen, sich an männlichen Eigenschaften und Fähigkeiten zu orientieren oder sind sie sich ihrer weiblichen Eigenschaften bewußt und setzen diese auch ein?

K: Ahm, ich glaub schon, daß Frauen versuchen sich auch an männlichen Eigenschaften zu orientieren, weil da können beiderlei Geschlechter voneinander lernen - finde ich. Also Frauen können von den männlichen Kollegen sehr wohl lernen, etwas ah, forscher aufzutreten und sich selbst mehr zuzutrauen. Das fällt mir immer wieder auf, daß die Frauen oder wir Frauen einfach im PR-Beruf uns manchmal einfach nicht so viel zutrauen. Und es ist schon so, daß ich auch Charme für eine eher typisch weibliche Eigenschaft halte und daß man das dem Kunden gegenüber natürlich schon gezielt einsetzt.

I: Setzen Sie selbst manchmal typisch männliche oder weibliche Positionen gezielt im Beruf ein?

K: So ganz bewußt würd mir jetzt nichts einfallen. Aber ich bin mir an und für sich recht sicher, daß ich das tu, weil, ah, dadurch daß ich nun mal eine Frau bin, werd ich wahrscheinlich auch eher weibliche Positionen einsetzen. Eben wie den Charme oder ah, tja so daß, weiß nicht, daß typisch weibliche, tja, anlächeln der Kunden und nett und lieb sein, daß muß man halt noch immer ausnutzen. (lacht)

I: Ist es für Sie möglich, den Beruf mit dem Haushalt zu vereinbaren?

K: Ja. An und für sich schon. Es ist, es ist zwar doch so, wenn wir relativ große Aufträge haben und viel Streß, da wird´s natürlich etwas schwierig mit dem Haushalt, das heißt dann fällt der wöchentliche Wohnungsputz schon einmal flach oder ich kann dann auch nicht so regelmäßig einkaufen gehen und dann passierts halt daß ich mehrmals die Woche einfach essen gehen muß, weil mir die Möglichkeit nicht mehr gegeben ist, einzukaufen zu gehen, zum Beispiel.

I: Wie steht Ihr Umfeld zu Ihrem Beruf?

K: Ah, daß, da herrschen eigentlich geteilte Meinungen. Also meine Familie, also meine Eltern sind eigentlich relativ stolz auf mich, wobei zum Beispiel mein Freund sich doch wünschen würde, daß ich einen weniger arbeitsintensiven Beruf ergriffen hätte. Das heißt, er ist manchmal schon unzufrieden, weil es natürlich vorkommt, wenn gerade ein großer Auftrag ansteht, daß man nicht wie üblich um 6 Uhr aus dem Büro kommt, sondern daß man halt einmal bis 9 oder 10 auch drinnen sitzt. Und das kann über drei, vier Wochen gehen.

I: Stellt Ihr Beruf zusätzlich zur Privatheit eine Doppelbelastung für Sie dar?

K: Mmm. Würde ich eigenlich nicht sagen, weil ich mir den Beruf ja selbst gewählt habe und ich durchaus glücklich bin in diesem Beruf.

I: Gibt es Ihrer Meinung nach gewisse Erwartungen, die die Gesellschaft oder Familie an eine Frau und einen Mann stellen?

K: Ah, leider noch immer. Es wär zwar schöner, wenn das nicht mehr so wär, aber es ist grundätzlich würde ich sagen, daß der Österreicher einfach ein konservativer Mensch ist und das einfach gewisse Stereotypen noch so drinnen verwurzelt sind, in den Erwartungen, daß z.B. eben der Mann es ist der das Geld nach Hause bringt, und die Frau eben auf den Haushalt schaut und auf die Kinder aufpaßt und sobald eine Frau aber eher karriereorientiert ist wird sie manchmal schon schief angesehen.

I: Versuchen Sie diesen Erwartungen troztdem gerecht zu werden? K: Nein. Absolut nicht.

I: Ist es schon vorgekommen, daß Sie sich für Ihre Berufstätigkeit rechtfertigen mußten?

K: Bis jetzt noch nicht, nein.

I: Glauben Sie, daß Frauen in Managerpositionen noch mehr Zeit oder gleich viel Zeit und persönlichen Einsatz aufbringen müssen, als Männer?

K: Ahm, ja und zwar aus dem einfachen Grund, weil Frauen sich mehr mit ihrem Beruf identifizieren, glaub ich. Und Frauen nicht so leicht abschalten wie Männer. Also, ich hab das schon oft beobachten, daß ah, wenn ein Mann oder aus dem Büro rausgeht ist das abgeschlossen, der Arbeitsalltat ist vorbei und Frauen ah, beschäftigt das einfach noch viel länger. Da wird einfach nach Arbeitsschluß auch noch über den Beruf geredet und nachgedacht was man besser machen könnte und hin und her.

I: Welchen Stellenwert hat Ihr Beruf für Sie?

K: Ah, einen sehr hohen. An und für sich ist mir momentan der Beruf einfach das Wichtigste.

I: Würden Sie Ihren Beruf jemandem zu Liebe aufgeben?

K: Ich muß sagen, momentan würde ich das nicht tun. Wie das ganze aber in, in einiger Zeit aussieht kann ich so eigentlich nicht beantworten.

I: Glauben Sie, daß die Situation für berufstätige Frauen verbesserungswürdig wäre?

K: Na ja, verbesserungsbedürftigt. Ich glaub, so im allgemeinen gesagt müßte man eigentlich nichts verbessern. Das liegt an einem jeden einzelnen, wie er sich´s richtet.

I: Und ist die Situation von Frauen im PR-Beruf verbesserungsbedürftig?

K: An und für sich glaub ich auch das nicht, weil nach meinen Erfahrungen ist es, ist es eigentich so, daß wesentlich mehr Frauen im PR-Beruf arbeiten und daß die Männer da eher eine untergeordnete Stelle innehaben.

I: Danke für das Gespräch.

K: Bitte, gerne. Transkription des Interviews mit Frau Christina Brandenstein/Ab

I: Hallo Tina. Ich würde dir heute gerne ein paar Fragen bezüglich deiner beruflichen und privaten Situation stellen.

B: Nur zu.

I: Gut, ich würde zuerst gerne wissen, wie alt du bist, wie dein Familienstand aussieht und ob du Kinder hast.

B: Ich bin 28, bin ledig und habe keine Kinder.

I: Welche Ausbildung hast du absolviert?

B: Ich habe die EMA besucht, daß ist eine private Wirtschaftsschule, danach habe ich in Amerika Marketing studiert.

I: Seit wann bist du berufstätig?

B: Seit 1993.

I: Bist du freiberuflich tätig oder in einem fixen Arbeitsverhältnis?

B: Ich bin fix beschäftigt.

I: Arbeitest du dort Halbtags oder Ganztags?

B: Ich arbeite Ganztags.

I: Welche Bereiche der Öffentlichkeitsarbeit deckst du mit deiner Tätigkeit ab?

B: Eigentlich generell den Bereich Wirtschaft.

I: Welches sind die allgemeinen Gründe für deine Berufstätigkeit?

B: Na ja, ich würde sagen: Geld, Karriere, persönliche Weiterbildung und der Kontakt zu vielen Menschen.

I: Warum hast du dich für die PR entschieden?

B: Aus den gleichen Gründen, weshalb ich berufstätig bin und außerdem ist Kommunikation sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich meine Stärke.

I: Wie sieht dein beruflicher Werdegang im Bereich der PR aus?

B: Ich war Praktikant bei einer PR-Agentur in Los Angeles, dann Assistent und später PRBerater bei Hesse & Partner und bin jetzt PR-Berater bei Hochegger Kommunikationsberatung.

I: Welche PR-Tätigkeiten übst du regelmäßig aus?

B: Ich mache die klassische Medienarbeit würde ich sagen, also Presseaussendungen, Pressekonferenzen, Veranstaltungen, Entwicklung von Strategien und Konzepten.

I: In der Fachliteratur wird zwischen Kommunikationstechniker und Kommunikationsmanager unterschieden. Der Kommunikationstechniker oder auch Praktiker gilt als Spezialist für das Verfassen und Produzieren von PR- und Pressematerialien. Der Kommunikationsmanager analysiert, plant, berät und kontrolliert. Welchem dieser beiden Tätigkeitsbereiche würdest du dich eher zuordnen?

B: Eigentlich beiden, weil sonst wär's fad!

I: Seit wann arbeitest du jetzt in dieser Position?

B: In dieser Position als PR-Berater seit 3 Jahren.

Í: Strebst du danach, einmal ausschließlich die Rolle des Kommnikationsmanagers zu übernehmen?

B: Das kann ich eigentlich noch gar nicht sicher sagen.

I: Glaubst du, daß Frauen in der PR mehr oder gleich viel leisten müssen, wie Männer, wenn sie dieselbe Position wie ihre männlichen Kollegen anstreben?

B: Nein, auf keinen Fall.

I: Müssen sie also weniger leisten?

B: Nein, ich meinte, daß sie auf keinen Fall mehr leisten müssen.

I: Müssen Frauen besser oder gleich ausgebildet sein um dieselbe Position zu erlangen, bzw. um dieselbe Akzeptanz bei Vorgesetzten zu erlangen?

B: Nein, sie müssen nicht besser ausgebildet sein.

I: Wie wird die Arbeitsleistung von Frauen in der PR beurteilt?

B: Ich würde sagen, gleich wie die von den Männern.

I: Wieviel verdienen Männer und Frauen in derselben Position?

B: Von 35.000 Fixgehalt aufwärts denke ich, allerdings ohne Provisionen.

I: Sind Frauen von den Aufstiegschancen her gleichberechtigt, besser oder schlechter gestellt?

B: Sie sind schon gleichberechtigt.

I: Wie beurteilst du den idealen PR-Experten? Welche Persönlichkeitsmerkmale und Eigenschaften sollte er aufweisen?

B: Er sollte kreativ, kommunikativ und flexibel sein.

I: Gibt es deiner Meinung nach typisch männliche und typisch weibliche Eigenschaften? Wenn ja, welche?

B: Aber ja, die gibt es. Als typisch männliche Eigenschaft würde ich zum Beispiel strategisches Denken nennen und als weibliche z.B. diplomatische Verhandlungen, die sogenannte win-win Situation.

I: Glaubst du, daß Männer und Frauen bestimmte Eigenschaften haben, die sie für den PRBeruf prädestinieren?

B: Ja, besonders Frauen.

I: Und welche Eigenschaften der Frauen sind das?

B: Na ja, wie ich vorher schon sagte, vor allem ihr diplomatisches Geschick.

I: Wie würdest du die Eignung von Frauen und Männern für den PR-Beruf einschätzen?

B: Wie ich vorher sagte, ich glaube, daß Frauen Eigenschaften haben, die sie für den PRBeruf besonders und daher auch besser geeignet machen.

I: Was glaubst du, welche Eigenschaften einer PR-Frau von anderen zugeordnet werden?

B: Zum Beispiel Verhandlungsgabe und Kommunikationstalent.

I: Wenn es für dich also die typisch männlichen und weiblichen Eigenschaften gibt, glaubst du, daß Frauen in der PR versuchen, sich an männlichen Eigenschaften und Fähigkeiten zu orientieren, oder sind sie sich ihrer weiblichen Eigenschaften bewußt und setzen diese auch ein?

B: Ich glaube sie sind sich dieser weiblichen Eigenschaften bewußt und setzen diese hoffentlich auch ein.

I: Setzt du selbst typisch männliche oder weibliche Positionen manchmal gezielt im Beruf ein?

B: Da ich eine Frau bin, setzt ich vorzugsweise weibliche Positionen ein, was aber nicht heißt, daß ich manchmal auch die Zähne zeige.

I: Ist es für dich möglich, den Beruf mit Haushalt und Familie zu vereinbaren?

B: Das kommt, glaube ich, auf die Einstellung zur Familie und Beruf an - eventuell kann man es vereinbaren, aber: Full-time Job und 2 Kinder sind nicht gerade meine Traumvorstellung.

I: Wie steht deine Familie, dein Umfeld zu deinem Beruf?

B: Durchwegs anerkennend.

I: Wie sieht bei dir zu Hause die Arbeitsteilung aus? Wer ist der Hauptverantwortliche für die Erledigung des Haushalts und der Betreuung der Kinder, falls vorhanden?

B: Ich , ich, ich. Ich hab aber keine Kinder.

I: Stellt dein Beruf zusätzlich zur Privatheit eine Doppelbelastung für dich dar?

B: Ja, schon, ich denk da an die ganzen Abendessen mit den Journalisten zum Beispiel.

I: Gibt es deiner Meinung nach gewisse Erwartungen, die die Gesellschaft/Familie an eine Frau und einen Mann stellen?

B: Ja, natürlich, alles unter einen Hut zu bringen.

I: Versuchst du diesen Erwartungen gerecht zu werden?

B: Nein, da gibt's einen wesentlichen Unterschied: Ich versuche meinen Erwartungen gerecht zu werden.

I: Ist es schon vorgekommen, daß du dich für deine Berufstätigkeit rechtfertigen mußtest?

B: Nein.

I: Glaubst du, daß Frauen in Managerfunktionen noch mehr Zeit oder gleich viel Zeit und persönlichen Einsatz aufbringen müssen, als Männer?

B: Sie müssen gleich viel Zeit und Einsatz aufbringen.

I: Welchen Stellenwert hat dein Beruf für dich?

B: Zur Zeit einen sehr großen. Ich sag nur: Young, free and single.

I: Würdest du deinen Beruf jemandem zu Liebe aufgeben?

B: Theoretisch ja.

I: Glaubst du, daß die Situation für berufstätige Frauen verbesserungsbedürftig wäre, wenn ja, was stellst du dir dabei vor?

B: Sie ist schon verbesserungsbedürftig, weil es gibt noch viele ,,traditionelle" Branchen, in denen Frauen in Managerpositionen nicht akzeptiert werden, aber: Gut Ding braucht Weile - es wird ja immer besser.

I: Ist die Situation von Frauen im PR-Beruf verbesserungsbedürftig? Wenn ja, inwiefern?

B: Nein, absolut nicht.

I: Danke, das war's dann auch schon mit meinen Fragen.

B: Gerne.

Transkription des Interviews mit Frau Mag. Elisabeth Babnik/Ac

I: Guten Tag Frau Babnik. Ich möchte Ihnen gleich im Voraus danken, daß sie sich für mich und meine Fragen Zeit nehmen.

B: Aber das ist doch selbstverständlich.

I: So selbstverständlich auch wieder nicht. Wollen wir gleich beginnen?

B: Gerne.

I: Gut. Dann fange ich mit ein paar allgemeinen Fragen zu Ihrer Person an. Wie alt sind Sie?

B: 31

I: Sind sie verheiratet und haben sie Kinder?

B: Nein, ich bin nicht verheiratet und habe auch keine Kinder.

I: Welche Ausbildung haben Sie absolviert?

B: Ich habe Geschichte und Politikwissenschaften studiert.

I: Seit wann sind Sie berufstätig?

B: Seit Beginn meines Studiums 1986.

I: Sind Sie freiberuflich tätig, oder in einem fixen Arbeitsverhältnis?

B: Ich bin fix beschäftigt, aber auch freiberuflich tätig. I: Arbeiten Sie Ganztags?

B: Und mehr.

I: Welche Bereiche der Öffentlichkeitsarbeit decken Sie ab?

B: Informationstechnologie und High Tech-Unternehmen.

I: Was sind die allgemeinen Gründe für Ihre Berufstätigkeit?

B: Na ja, abgesehen vom Existentiellen, Spaß und Lust am doing.

I: Warum haben Sie sich für das Berufsfeld der PR entschieden?

B: Ich bin da eigentlich nur zufällig hineingewachsen.

I: Wie sieht Ihr beruflicher Werdegang im Bereich der PR aus?

B: Ich habe eigentlich immer schon geschrieben, früher hauptsächlich im wissenschaftlichen Bereich, und bin per Zufall in die PR hineingekommen und habe eine Ausbildung beim ÖJC - das ist der österreichische Journalistenclub.

I: Welche PR-Tätigkeiten üben Sie regelmäßig aus?

B: Beratung, Verfassen von diversen Pressematerialien, Eventorganisation, Kundenbetreuung, PR-Planung.

I: In der Fachliteratur wird zwischen Kommunikationstechniker und Kommunikationsmanager unterschieden. Der Kommunikationstechniker oder auch Praktiker gilt als Spezialist für das Verfassen und Produzieren von PR- und Pressematerialien. Der Kommunikationsmanager analysiert, plant, berät und kontrolliert. Welchem dieser beiden Tätigkeitsbereiche würden Sie sich eher zuordnen?

B: Den Begriff Kommunikationstechniker finde ich abscheulich. Schreiben kann man zugegebenermaßen, was das reine Handwerk betrifft lernen, aber Gespür für die Sprache, kreatives Schreiben hat nicht, absolut gar nichts mit Technik zu tun. Ich bin in Geschäftsführerposition einerseits Kommunikationsmanager, und halte es für wichtig, ebenfalls PI bzw. Case-Studies oder Successstories zu verfassen. Einerseits sind wir eine kleine Agentur, andererseits bestehen manche Kunden auf einem gewissen Schreibstil, bzw. in unserer Branche, IT, auf Know-how. Zusätzlich sollte man im Training bleiben.

I: Seit wann arbeiten Sie in dieser Position?

B: Seit einem halben Jahr.

I: Streben Sie danach einmal ausschließlich die Rolle des Kommunikationsmanagers zu übernehmen?

B: Wie ich schon sagte, Schreiben ist wichtig, man entwickelt sich permanent weiter, auch große Journalisten werden das bestätigen.

I: Glauben Sie, daß Frauen in der PR mehr oder gleichviel leisten müssen, wie Männer, wenn Sie dieselbe Position wie ihre männlichen Kollegen anstreben?

B: Das glaube ich nicht unbedingt.

I: Müssen Frauen besser oder gleich ausgebildet sein, um dieselbe Position zu erlangen, bzw. um dieselbe Akzeptanz bei Vorgesetzten zu erlangen?

B: Die Vorgesetzten sind in unserer Branche nicht die Problembereiche, sondern eher zu konservative Kunden, also glaube ich das nicht.

I: Wie wird die Arbeitsleistung von Frauen beurteilt?

B: Nicht anders, als die der Männer.

I: Wieviel verdienen Männer und Frauen in derselben Position?

B: Ich denke gleich viel.

I: Sind Frauen von den Aufstiegsschancen her gleichberechtigt, besser oder schlechter gestellt?

B: Ich denke sie sind gleichberechtigt.

I: Wie beurteilen Sie den idealen PR-Experten? Welche Persönlichkeitsmerkmale sollte er aufweisen?

B: Er sollte kommunikativ sein und auf den Kunden ganzheitlich eingehen können.

I: Gibt es typisch männliche und typisch weibliche Eigenschaften?

B: Typisch weiblich ist für mich Sensibilität gegenüber der Umwelt.

I: Glauben Sie, daß Frauen und Männer bestimmte Eigenschaften haben, die sie für den PRBeruf prädestinieren?

B: Wie ich schon sagte, Frauen haben generell auch der PR gegenüber eine sensiblere Wahrnehmung, deshalb glaube ich schon, daß sie besser geeignet sind.

I: Wie würden Sie die Eignung von Frauen und Männern für den PR-Beruf einschätzen?

B: Frauen sind besser geeignet.

I: Was glauben Sie, welche Eigenschaften einer PR-Frau von anderen zugeordnet werden? B; Ehrlich gesagt, habe ich da gar keine Idee.

I: Wenn es für Sie also typisch männliche und weibliche Eigenschaften gibt, glauben Sie, daß Frauen in der PR versuchen, sich an männlichen Eigenschaften und Fähigkeiten zu orientieren, oder sind sie sich ihrer weiblichen Eigenschaften bewußt und setzen diese auch ein?

B: Ich glaube, da ist keine generelle Aussage möglich. Das kommt - unabhängig von der Branche - auf das persönliche ,,standing" an.

I: Setzen Sie selbst typisch männliche oder weibliche Positionen manchmal gezielt im Beruf ein?

B: Natürlich.

I: Ist es für Sie möglich, den Beruf mit Haushalt und Familie zu vereinbaren?

B: Nein.

I: Wie steht Ihre Familie und Ihr Umfeld zu Ihrem Beruf?

B: Ganz o.k.

I: Wie sieht bei Ihnen zu Hause die Arbeitsteilung aus? Wer ist der Hauptverantwortliche für die Erledigung des Haushalts?

B: Ich bin Single und um den Haushalt kümmert sich die Putzfrau.

I: Stellt Ihr Beruf zusätzlich zur Privatheit eine Doppelbelastung für sie dar?

B: Nein, eben weil ich ja alleine lebe und sich eine Putzfrau um den Haushalt kümmert.

I: Gibt es Ihrer Meinung nach gewisse Erwartungen, die die Gesellschaft/Familie an eine Frau oder einen Mann stellen?

B: Die gibt es sicher, nur interessieren sie mich nicht.

I: Versuchen Sie diesen Erwartungen gerecht zu werden?

B: Nein.

I: Ist es schon vorgekommen, daß Sie sich für Ihre Berufstätigkeit rechtfertigen mußten?

B: Ich mache das einfach nicht. Früher in meiner Ex-Beziehung hab ich das aber oft zu hören gekriegt: Welche Frau muß regelmäßig Abends an Geschäftsessen oder sonstigen Veranstaltungen teilnehmen.

I: Glauben Sie, daß Frauen in Managerfunktionen noch mehr Zeit oder gleich viel Zeit und persönlichen Einsatz aufbringen müssen, als Männer?

B: Solange es Männer gibt, die im klassischen Rollenverhalten verhaftet sind, mit Sicherheit.

I: Welchen Stellenwert hat Ihr Beruf für Sie?

B: Einen absolut hohen.

I: Würden Sie Ihren Beruf jemandem zu Liebe aufgeben? B: Wenn, dann sicher nicht dauerhaft.

I: Glauben Sie, daß die Situation für berufstätige Frauen verbesserungswürdig wäre, wenn ja, was stellen Sie sich dabei vor?

B: Zum Beispiel flächendeckende Ganztags-Kindergartenplätze.

I: Ist die Situation von Frauen im PR-Beruf verbesserungsbedürftig? Wenn ja, inwiefern?

B: Ich meine eigentliche, uns geht's hier ganz gut.

I: Das war's dann auch schon. Ich danke Ihnen nochmals für das Gespräch. B: Gern geschehen.

4.3. Auswertung/Kathegorienschema

Interviewpartner Aa

Allgemeine Daten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Ausbildung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Berufsalltag

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Privatheit/Beruf

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Interviewpartner Ab

Allgemeine Daten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Ausbildung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Berufsalltag

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Privatheit/Beruf:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Interviewpartner Ac

Allgemeine Daten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Ausbildung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Berufsalltag

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Privatheit/Beruf:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

5. Bibliographie

5.1. Literatur

Baerns, Barbara: Zur ,,Feminisierung" der Öffentlichkeitsarbeit. Perspektiven und Konsequenzen eines Wandels. In: Dorer, Johanna/Lojka, Klaus (Hg.): Öffentlichkeitsarbeit. Theoretische Ansätze, empirische Befunde und Berufspraxis der Public Relations, Wien: Braumüller 1991

Bogner, Franz M.: Das neue PR-Denken, Wien: Ueberreuter 1990

DPRG: Public Relations - Das Berufsbild Öffentlichkeitsarbeit, in: PR-Magazin 3, 1990

Hass, Meta: Public Relations. Berufsrealität in Österreich, Wien, 1987

Moshammer, Cathrin: Public Relations aus der Sicht österreichischer Führungskräfte, Diss., Wien, 1990

Zowak, Martina: Das Rollenbild der österreichischen PR-Frau, Diplomarbeit, Wien, 1993

Details

Seiten
35
Jahr
1998
Dateigröße
519 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v94911
Institution / Hochschule
Universität Wien – Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
Note
2
Schlagworte
Frauen-Beruf Publizistik- Kommunikationswissenschaft Wien SE-Arbeit Methodenlehre Vortragende Johanna Dorer

Autor

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Titel: PR - Ein Frauen-Beruf?