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Sutcliff, Rosemary - Der Adler der Neunten Legion

Referat / Aufsatz (Schule) 2000 5 Seiten

Didaktik - Deutsch - Literatur, Werke

Leseprobe

Rosemary Sutcliff: Der Adler der neunten Legion (The Eagle of the Ninth)

Rezension

Oxford University Press Mai 1971, dtv & Co. KG München August 1971, von Ilse Wodke ins Deutsche übertragen.

1. Inhaltsangabe

In dem Buch "Der Adler der neunten Legion" von Rosemary Sutcliff geht es um einen Römer mit Namen Marcus, der sich mit der Armee nach Britannien versetzen läßt, um seinen dort verschwundenen Vater, der mit der neunten spanischen Legion und dem immer mitgeführten goldenen Adler in Caledonien (Schott. Hochland) verschwunden ist. Marcus macht sich auf, um beides zurückzuholen. Es soll aber noch eine Weile dauern bis er Zeit dazu findet. Marcus Flavius Aquila will unbedingt mit der Armee nach Britannien, denn dort ist sein Vater mit der Neunten Legion 117 nach Christi, als sie einen Aufstand der caledonischen Stämme niederschlagen wollten spurlos verschwunden, keiner der Legion wurde jemals wieder gesehen somit verschwand also auch der Adler (für Legionäre ein fast heiliges Erkennungsschild).

Bis dahin lebt Marcus mit seiner Mutter auf dem Familiengut bei Clusium in Italien in den Apenninen. Kurz nach dem Verschwinden seines Vaters stirbt seine Mutter und er kommt, mit 10 Jahren, zu seiner törichten Tante und zu einem von Marcus verhaßten, dicken Beamten nach Rom. Marcus ist froh, als er 18 wird, und er sich nach Britannien zur Armee melden kann. Nach der Ausbildung kommt er als Centurio mit der Vierten Gallischen Hilfskohorte in Britannien an. Er bekommt die Führung in Isca Dumnoniorm (Exeter). Er ist freundlich und freundet sich mit allen seinen Centurien an. Aber besonders mit Centurio Drusillus, seinem Stellvertreter. Er wird darauf aufmerksam gemacht, dass wieder viele Druiden, die einen Aufstand unter den "Tätowierten" (brit. Krieger) anzetteln könnten, unterwegs sind. Aber in den ersten Tagen passiert nichts und er kann mit Cradoc, einem brit. Jäger und Pferdehändler, jagen gehen. Sie freunden sich fast an. An einem späteren Tag werden sie von den Briten angegriffen, sie können sie aber zurück schlagen. Dann aber müssen sie das Tor öffnen um eine Patrouille, die vom Fort abgeschnitten ist; zu retten. Die Briten kommen mit Streitwagen, einen davon lenkt Cradoc. Marcus selbst bringt diesen Wagen zum Sturz, wobei Cradoc getötet und Marcus schwer verletzt wird. Marcus erleidet einen Oberschenkelbruch und ein paar zerrissene Muskeln. Er wird deswegen aus der Armee entlassen, dies verbaut ihm all seine Träume: Anführer einer ägyptischen Legion zu werden oder das alte Familiengut zurückzukaufen. Zu dieser Zeit ist er zu schwach um nach Rom zurückzukehren, und er muß zu seinem Onkel Aquila nach Calleva. Sein Onkel hat schon in Judäa und Ägypten als Soldat gedient bis er nach Britannien versetzt wurde und als er dann verabschiedet wurde lies er sich in Calleva in einem turmartigen Haus nieder. Sie verstehen sich gut. Sein Onkel hat eine Reihe an Sklaven wie Stepanos, einen alten Griechen oder Sasstica eine alte, um Marcus sehr besorgte Köchin. Sein Onkel beschäftigt sich mit der Geschichte der Belagerungen. Marcus muß sich dort einer Operation durch einen alten Arzt unterziehen, der die restlichen Splitter aus Marcus` Bein entfernt. Marcus und sein Onkel gehen zur Abwechslung zu den Saturnalienspielen (Gadiatorenkämpfe). Dort fällt Marcus, der kaum laufen kann, ein Gladiator auf und er kann das Publikum überzeugen Gnade walten zu lassen, als der Gladiator kurz vor dem Tode steht. Am nächsten Tag kauft Marcus den Gladiator als Leibsklaven. Der Gladiator heißt Esca und ist ein Briganter der in Marcus` Alter ist. Marcus` Verhältnis zu Esca wird immer freudschaftlicher aber Esca bleibt sehr gehorsam. Eines Tages lässt Marcus Esca auf einer großen Wolfsjagd mitziehen und Esca bringt ihm dafür ein Wolfbaby mit; das sie Wolf nennen. Esca erzählt Marcus aus seinem Leben dabei erfährt Marcus, dass Esca als er noch jung und unversklavt war eine sehr stark scheinende Legion, die nie wieder zurückkehrte, nach Norden ziehen sah.

Marcus weiß gleich, dass es war seines Vaters Legion. Onkel Aquila bekommt ab und zu Besuch von einem alten Feldarzt aus seiner Legion, der sich Marcus` Bein ansieht und beschließt die stümperhafte Arbeit des anderen Arztes zu wiederholen. Marcus fragt sich immer wieder von was er weiter leben soll, bis sein Onkel Besuch von zwei Soldaten bekommt: Rufius Galarus und der Tribun Placidos, den Esca von der Wolfsjagd kennt. Sie alle kommen ins Gespräch über die "verlorene Legion". Die beiden Soldaten meinen, dass der Adler von einem der caledonischen Stämmen geraubt und als Gott verwendet wird. Es ist ihnen klar, dass eine ganze Legion es nicht schaffen würde den Adler zurück zu holen - sie würde zu sehr auffallen. Es würde ein einzelner Mann genügen - Marcus meldet sich als Freiwilliger trotz seines lahmen Beines. Eine Zeit später bekommt er den Marschbefehl. Bevor er geht lässt er Esca frei und will, dass er mit kommt. Esca willigt ein. Zuvor lässt Marcus sich von einem Augenheiler Salben und ihre Anwedungsweise geben, damit er in den Dörfern freundlicher behandelt wird, denn in Britannien herrscht die Sumpfaugenkrankheit. Wolf lassen sie zurück. Es ist Sommer und sie wollen vor dem Winter zurück sein. Bis zum Grenzwall gibt es keine Vorkommnisse. Im Herzen von Valentina (alte röm. Provinz) treffen sie auf Guern, den Marcus auf Grund seiner Druckstellen am Hals und auf der Stirn als alten römischen Soldaten identifiziert. Er erzählt ihnen, dass er sich ab setzte und im Stamme der Seglover (Schott. Stamm in Südwest Schottland) aufgenommen wurde. Er lebt aber außerhalb der Dörfer. Er bestätigt, dass einer der caledonischen Stämme den Adler als Gott verehren könnte. Er weiß nicht, welches Dorf den Adler haben könnte er zeigt ihnen aber den Weg nach Norden. Marcus und Esca ziehen von Küste zu Küste, immer weiter Richtung Norden bis sie auf Dergdian, einen caledonischen Häuptling, treffen. Marcus (Dimitrius von Alexandrien ist sein griech. Deckname für alle Fremden ), der Dergdians Sohnes Augen heilen kann wird freundlich aufgenommen. Marcus wird zum "Fest der Neuen Speere" eingeladen. Auf diesem Fest werden die Jungen der Dorfes (schäbiges Dorf) zu Kriegern. Es wird viel getanzt und einer der Tänzer hat den Adler auf dem Kopf, dies erkennt Marcus wegen den Blitzen den der Adler in den Krallen hält. Am Ende des Festes erzählt Dergdians` Großvater Traduis Marcus von dem Kampf der Legion seines Vaters mit den Caledoniern - die Legion wurde vernichtend geschlagen und der Adler entwendet, als Traduis Marcus auch noch den Ring seines Vaters zeigt weiß Marcus genau, dass der Adler aus seines Vaters` Legion stammt. Traduis bemerkt die Ähnlichkeit von Marcus und dem letzten Römer, der auf dem Schlachtfeld stand. In der Nacht schleichen Marcus und Esca in das Hünengrab in dem der Adler versteckt ist und holen ihn heraus und bringen ihn zu einem Fluss verstecken ihn dort und legen sich wieder Schlafen - keiner bemerkt etwas. Am nächsten Tag ziehen sie los aber sie werden schon nach ein paar Kilometern vom wütenden Dergdian eingeholt sie durch suchen alles finden aber nichts bis auf einen auffälligen Mantel mit einer Spange, bedrückt ziehen sie wieder ab. Marcus und Esca ziehen ebenfalls weiter, wechseln ihre Kavalariepferde für Essen und Hochlandponys und suchen Unterschlupf in einem Epidianerdorf. Von dort aus holt Esca den Adler aus dem Fluss, verliert aber die Matelspange des auffallenden Mantels. Daraufhin ziehen sie schnell weiter. Sie können gerade noch flüchten und treffen erneut auf Guern, der ihnen einen Fluchtweg durch die Wasser der Lethe (Sumpfgebiet) zeigt. Sie fragen ihn ob er mit ihnen kommen will, aber Guern will nur noch mal seinen Adler sehen. In einer alten Festung holt Dergdian sie erneut ein , der ihnen Marcus` Vaters Ring bringt (er sollte ihn eigentlich dem toten Marcus an den Finger stecken), sie überrumpeln ihn, fesseln ihn und lassen ihn den Rückzugsbefehl für alle seine Männer in der Nähe geben. So schaffen sie es über die Grenze von Valentina und treffen in der Grenzfestung auf Drusillus als Kohortenführer. Als sie im Spätherbst wieder daheim sind, sind alle froh. Eines Tages kommt ein Brief in dem Esca ehrenhalber zum römischen Bürger ( = Rechte und Pflichten) erklärt wird und Marcus eine Abfindung (Sesterzen und ein Gut) für Soldaten bekommt. Den Adler verstecken sie in einem geheimen Fach unter der Erde, das sein Onkel einrichtete. Marcus und Esca beschließen in Britannien zu bleiben und ein Gut bei Dover zu nehmen.

2. Eigene Meinung

Das Buch ist gut verständlich geschrieben. Man erfährt viel über die alte Zeit, das Leben und einige Sitten. Ich finde es gut, dass Marcus um jeden Preis den Adler seines Vaters finden und zurückbringen will. Das Buch ist ebenfalls sehr spannend geschrieben und historisch Interessant.

3. Zum Autor

Sutcliff, Rosemary (*14.12.1920 West Clandon/ Surrey)

Englische Schriftstellerin, verfaßt historische Romane für alle Altersgruppen. Ihr Vater war Marineoffizier. Wohnsitz: Devonshire. War Mitglied der Royal Society of Miniature Painters, gab aber das Malen auf und begann nach dem Vorbild von Rudyard Kipling (1865-1936) zu schreiben. Ihr Lieblings Buch nach eigener Aussage ist The Eagle of the Ninth (1954, deu.1964 geschrieben nach der Nachwirkung des Römischen Reiches). Weitere Werke: The chronicles of Robin Hood (1950); Sun horse, moon horse (1977).

Details

Seiten
5
Jahr
2000
Dateigröße
372 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v95767
Note
2,5
Schlagworte
Sutcliff Rosemary Adler Neunten Legion

Autor

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Titel: Sutcliff, Rosemary - Der Adler der Neunten Legion