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Das Burnoutsyndrom. Präventionsmöglichkeiten für den sozialpädagogischen Bereich

Eine kurze Darstellung

Hausarbeit 2020 17 Seiten

Pädagogik - Sozialpädagogik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen

3. Burnout
3.1 Möglicher Verlauf
3.2 Ursachen
3.3 Physische Symptome
3.4 Mögliche Warnzeichen

4. Burnout bei Fach- und Leitungskräften im sozialpädagogischen Elementarbereich

5. Burnout Interventionsmöglichkeiten
5.1 Prävention
5.2 Diagnose und Behandlung

6. Fazit

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

ArbSchG Arbeitsschutzgesetz

ArbStättV Arbeitsstättenverordnung

ArbZG Arbeitszeitgesetz

BAuA Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

GEW Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

ICD International Classification of Diseases

IGSP Institut für Gesundheitsforschung und Soziale Psychiatrie

LärmVibrationsArbSchV Lärm- und Vibrationsarbeitsschutzverordnung

PrävG Präventionsgesetz

RKI Robert Koch Institut

STEGE Strukturqualität und Erzieher_innengesundheit in Kindertageseinrichtungen

TK Techniker Krankenkasse

VBW Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V

WHO Weltgesundheitsorganisation

1. Einleitung

Es braucht ein gleiches, bindendes Kita-Qualitätsgesetz, in ganz Deutschland, sagt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung, muss dringend etwas geschehen, denn dieses Gesetz soll dazu beitragen, dass Kinder national die gleichen Chancen haben und Fachkräfte bundesweit die gleichen Arbeitsbedingungen vorfinden. (Wissenschaft, 2017). „Wenn eine Erzieherin1 während der Ausübung ihrer Tätigkeit unzufrieden ist und negative Beanspruchungsfolgen wie Stress und Burnout aufweist, kann sie schwer kindorientiert arbeiten.“ (Freistaat_Sachsen, 2019, S. 5). Der Personalschlüssel ist in den Bundesländern unterschiedlich, so hatte ein Erzieher in der Krippe in der Hansestadt Bremen, im Jahr 2018, 3,5 (Bertelsmann-Stiftung, 2019 a) Kinder zu betreuen, während es im Freistaat Sachsen 6,2 Kinder waren. (Bertelsmann-Stiftung, 2019 b)

Laut der Techniker-Krankenkasse (TK) Stressstudie „Entspann dich, Deutschland“ von 2016 ist der größte Stressfaktor der Deutschen die Arbeit. Im Berufsleben wird ein enormer Anteil der Lebenszeit des Einzelnen eingesetzt. (www.tk.de, 2016, S. 8). Die über 30-Jährigen erreichen hier die Höchstwerte, rund 33 Prozent von ihnen fühlen sich beständig gestresst. Zwischen Kindererziehung und Karriere unterstützt ein Großteil von ihnen auch noch ihre Eltern. Dies ist für viele von ihnen ein enormer Balanceakt. Diese Stresskurve flacht ab 40 wieder ab, um dann ab circa 50 Jahren wieder anzusteigen. Die meisten Arbeitnehmer der 50 plus Generation, haben das Gefühl auf Arbeit nicht mitziehen zu können. Sie gaben an, dass ihnen sowohl die Digitalisierung als auch die steigenden Anforderungen zu schaffen macht. Der körperliche und der emotionale Zustand werden dadurch negativ beeinflusst und das beeinträchtigt die Gesundheit. (vgl. dies, S. 7 ff.). Die Folgen sind psychische Belastungen. In der folgenden Arbeit, will der Autor der Frage nachgehen: „Wie kann einem Burnout Risiko, bei Fachkräften, im sozialpädagogischen Elementarbereich vorbeugt werden?“.

Als erstes widmet sich der Verfasser wesentlichen Begriffsdefinitionen. Danach erfolgt die theoretische Betrachtung wissenschaftlicher Erkenntnisse zum Thema Burnout. Es wurden sowohl möglicher Verlauf und Ursachen, als auch physische Symptome und Warnzeichen betrachtet. Im nächsten Kapitel widmet sich der Autor Burnout bei Fachpersonal und Leitungen im sozialpädagogischen Elementarbereich. Zur Beantwortung der Frage, hat sich der Autor mit verschiedenen Studien und Fachliteratur auseinandergesetzt.

2. Definitionen

Im folgenden Kapitel werden psychische Gesundheit, psychische Störungen, Stress, Burnout und andere damit zusammenhängende Begriffe definiert.

Psychische Gesundheit

Wenn eine Person in der Lage ist, ihr eigenes Leben mit all seinen Belastungen selbst zu meistern, effektiv zu arbeiten, dabei ihre Fähigkeiten und Kompetenzen zu nutzen und ihren Beitrag zum Kollektiv erfüllt, so spricht man laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) von psychischer Gesundheit. (WHO, 2019, S. 1).

Psychische Störung

Eine starke Abweichung von den gemeinschaftlichen und medizinischen Ansichten hingegen stellt eine psychische Störung der Gesundheit der Person dar. Dies ist meist mit bedrückenden Gedanken, Reaktionen, Gefühlen und mangelnden Beziehungen zu anderen gekoppelt. „Beispiele für psychische Störungen sind Depressionen, Angststörungen, Verhaltensstörungen, bipolare Störungen und Psychosen.“(ebenda).

Stress

Die Reaktion eines Menschen auf innere Einflüsse und Druck von außen, nennt man Stress. (Büchin-Wilhelm & Jaszus, 2009, 6. Auflage, S. 67). Erstmals verwendete Hans Selye die Bezeichnung Stress, für das Unter-Druck-Geraten der Menschen. Hierbei bezog er all die physischen, psychischen und emotionalen Auswirkungen mit ein. (Schlerit & Fischer, 2018, S. 30).

Es wird zwischen verschiedenen Arten von Stress unterschieden, denn Stress ist nicht gleich Stress. Distress ist der besagte negative Stress. Er entsteht, wenn es zu einem Ungleichgewicht der Anforderungen und deren Bewältigung kommt. Er greift die Ausgeglichenheit der Personen an, kann die Funktionen des Organismus beeinträchtigen und somit der Gesundheit schaden. Eustress hingegen löst Glücksgefühle aus, durch die ausgestoßenen Stresshormone, steigt die Leistungsfähigkeit, wir bekommen Kraft und Energie. Es wird als angenehmer Stress empfunden, da durch positive Erlebnisse auch unsere Glückshormone ausgeschüttet werden, das heißt unser Körper erholt sich nach der Anspannung wieder.(vgl. dies, 2018, S. 33 f.).

Chronische Stressbelastung

Wenn die Stärke der Stressbelastungen und deren Menge, die Fähigkeit der Bewältigung überschreitet, wird laut Robert Koch Institut (RKI) von chronischer Stressbelastung gesprochen. (RKI, 2016, S. 45).

Stressoren

Zeitdruck, Ansprüche, Verpflichtungen, Unzulänglichkeiten, Kontroversen und mehrere Aufgaben zur gleichen Zeit, Reizüberflutungen und Informationen im Überfluss durch verschiedenste Medien, Zukunftsängste, mangelndes Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit sind Punkte die Stress bei den Menschen auslösen, sie werden auch Stressoren genannt. (Schlerit & Fischer, 2018, S. 38 ff.).Im Buch Fachbegriffe für Erzieherinnen und Erzieher werden Stressoren als größere Ereignisse im Leben, die einem Menschen neue Leistungen der Anpassung abverlangen, definiert. (Büchin-Wilhelm & Jaszus, 2009, 6. Auflage, S. 67). Hält dieser Stress zu lange und stark an, folgt eine persönliche Stressreaktion, wenn diese von der betreffenden Person eingeschätzt und als negativ bewertet wurde, folgt Stress der krank macht, dieser wiederum endet in einem Burnout oder einer Stressdepression. (Keck, 2019, S. 17 f).

Die Stressoren lassen sich, je nach Auslöser, also in unterschiedliche Arten einteilen lassen. Physikalische Stressoren wie Lärm, Hitze, Kälte, Nässe . Leistungsstressoren beispielsweise Zeitdruck, Überforderung, Unterforderung, Umsetzungsdruck, Multitasking oder Parallelprojekte, häufige Unterbrechungen. Soziale Stressoren sind Konflikte mit Mitmenschen, Vorgesetzten oder Kunden, wenig Entscheidungsautonomie, Intransparenz, Kontrollverlust, fehlende Kommunikation, Isolation, Konkurrenz oder Mobbing, sowie körperliche Stressoren, also Verletzungen, Krankheit, Schmerz, Hunger, Bewegungsmangel, falsche Ernährung, erhöhter Konsum von Stimulanzien, Tabletten, Zigaretten oder Alkohol. (Schlerit & Fischer, 2018, S. 41).

3. Burnout

Der Psychoanalytiker Herbert Freudenberger sprach 1974 erstmals vom Burnout, er meinte damit die völlige Erschöpfung von Arbeitenden in sozialen Berufen, welche durch übermäßigen Stress ausgelöst wird. (vbw, 2014, S. 23).

“The dictionary defines the verb 'burn out' as to fail, wear out, or become exhausted by making excessive demands on energy, strength, or resources." (Freudenberger, 1974, S. 159).

Eine genaue Definition für Burnout gibt es nicht, jedoch findet man in der Literatur verschiedene Erklärungsversuche. Derzeit ist die Frage ob Burnout ein eigenständiges Krankheitsbild ist noch nicht geklärt. Deshalb wird Burnout in der 10. Revision der International Classification of Diseases (ICD-10), welche zur weltweiten Verschlüsslung von Diagnosen dient nur im Bereich Z aufgeführt. Bei Z 73 handelt es sich um Probleme bezugnehmend auf Anstrengungen bei der Bewältigung des eigenen Lebens. (www.icd-code.de, 2020). Diese Version soll im Jahr 2022 von der ICD-11 abgelöst werden, auch hier taucht Burnout nur als berufliches Phänomen auf, allerdings wird mehr ins Detail gegangen.

„Burn-out ist ein Syndrom, das als Folge von chronischem Stress am Arbeitsplatz konzipiert wurde und nicht erfolgreich behandelt wurde. Es zeichnet sich durch drei Dimensionen aus:

- Gefühle der Energieverarmung oder Erschöpfung;
- erhöhte mentale Distanz zum eigenen Arbeitsplatz oder Gefühle von Negativismus oder Zynismus im Zusammenhang mit dem eigenen Beruf; und
- verminderte berufliche Wirksamkeit.“ (www.who.int, 2019).

3.1 Möglicher Verlauf

Burnout verläuft in mehreren Phasen, in der folgenden Abbildung, aus dem Buch „Psychische Belastungen und Burnout beim Bildungspersonal Empfehlung zur Kompetenz und Organisationsentwicklung-Gutachten“ der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V (VBW) wird versucht zu erklären, wie sich Stress im Berufsleben über längere Zeit zu einem Burnout entwickeln kann. Die Abbildung wurde durch den Teil der Stadien von Keck durch den Autor ergänzt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Phasenmodelle zur Burnout Entwicklung (vbw, 2014, S. 26),(vgl. Keck, https://www.psych.mpg.de, S. 7 ff. ) und (Keck, 2019, S. 9 ff.).

Bei Edelwich und Brodsky gibt es einen Stillstand, nach dem Stadium der idealistischen Begeisterung, dieses ist geprägt von hochgesteckten, nicht erfüllbaren Zielen. Dem Stillstand folgt die Frustration, mit einem Gefühl von Hilflosigkeit, die Schlussphase wird von Teilnahmslosigkeit geprägt, es ist die Apathie Phase. Auch bei Maslach et al. finden sich vier Etappen, allein der Gedanke an Arbeit führt erst zu seelischer und dann zu körperlicher Erschöpfung, in der nächsten Phase gehen Betroffene auf Abstand zu Kollegen, dies nennt man Dehumanisierung. Die Abneigung gegen die eigene Person und die Arbeit charakterisiert das finale Terminale Stadium. Anforderungen im Beruf, die die eigenen Kompetenzen und Handlungsmöglichkeiten übersteigen, stehen bei Cherniss in der ersten Stufe, dem Berufsstress im Vordergrund. Es folgt der Stillstand dieser ist gekennzeichnet von Gewissensbissen, Bitterkeit, Wehmut, geminderter Selbstsicherheit, reduzierter seelischer Belastbarkeit aber auch Aggressionen, Disharmonie und so weiter, es folgen zum Schluss defensive Bewältigungsversuche. (vgl. dies, S. 26ff.).

Laut Martin E. Keck verläuft ein Burnout meist mit fließenden Übergängen, das kann sich über einen langen Zeitraum erstrecken. Zu Beginn nimmt man Warnsignale wahr. Das sind stetiges arbeiten ohne Erholungsphasen, Beständigkeit, erhöhtes Engagement, die eigenen Interessen werden in dieser Phase nicht mehr selbst wahrgenommen. Betroffene Personen können nicht entspannen bzw. herunterfahren, sie stehen ständig unter Strom. Die Arbeit wird zu Inhalt ihres Lebens. Im zweiten Stadium bauen diese Menschen das persönliche Engagement ab. Dies geht einher mit Problemen bei der Entscheidungsfindung, auf Arbeit nur das erledigen, was unbedingt verlangt wird bzw. im Arbeitsvertrag steht, wenig Motivation. Sich nicht konzentrieren können und sich auch nichts merken können, aufbrausend und gereizt sein, keine Ausdauer haben, sowie sich aus dem Freundes- und Familienkreis zurückziehen und alles als stressig empfinden, gehört ebenfalls zu den Anzeichen der zweiten Phase. Im dritten Stadium, der Verflachung, steigert sich das Ganze, soziale Kontakte werden vermieden, es dreht sich alles um die eigene Person und die persönlichen Bedürfnisse, gepaart mit vereinsamen und abstumpfen, selbst im Urlaub erholt man sich nicht mehr. Manche haben jetzt einen größeren Medikamentenverbrauch oder steigern ihren Alkoholkonsum. In der vierten Phase folgen ausgeprägte physische Symptome, wie zum Beispiel Kopfschmerzen, Tinnitus, Migräne, Herzrasen, Kreislaufprobleme, um nur einige zu nennen. Einige Menschen greifen jetzt auch zu Drogen oder noch mehr Alkohol. Phase fünf zeigt sich als Stressdepression, es wird alles als sinnlos empfunden. Der Eindruck von Hoffnungs- und Perspektivlosigkeit, führt bis hin zu Suizidgedanken. (Keck, https://www.psych.mpg.de, S. 7 ff.).

3.2 Ursachen

Als Ursachen lassen sich Überarbeitung, Zeitdruck, unerreichbare, irreale Vorgaben, Einflusslosigkeit auf Arbeitsabläufe und -gestaltung, unzureichende oder fehlende Anerkennung, mangelnde Gemeinsamkeit oder Probleme im Team, unzureichende Gerechtigkeit. Wertekonflikte sowie das fortwährende Erreichbar sein müssen ausmachen. (Keck, 2019, S. 7).

Physische Symptome

Es gibt eine Vielzahl an körperlichen Symptomen, welche auf Burnout hindeuten können, durch diese Menge an Krankheitszeichen ist es möglich, dass psychische Beschwerden nicht gleich erkannt werden. Kopfschmerzen, Schwindel, Zähneknirschen, Schwitzen, Herzrasen, Schlafstörungen, Magen-Darm-Beschwerden, Tinnitus und vieles mehr, können ein Anzeichen für Burnout sein.(vgl. ders., 2019, S. 8). Burnout kann bereits seit vielen Jahrzehnten erfasst werden, die andauernd anwachsende Häufigkeit ist hierbei sehr auffällig. (Schwatzer, 2020, S. 17).

3.3 Mögliche Warnzeichen

Mögliche Warnzeichen für Burnout sind, wenn der Lebensinhalt die Arbeit ist, Betroffene das Gefühl haben immer erreichbar sein zu müssen. Der Urlaub ohne jegliche Entspannung an einem vorbeizieht. Aber auch das Gefühl des Unersetzbar seins oder das ich muss perfekt sein. Anzeichen sind außerdem Angespanntheit, Unruhe, Launenhaftigkeit, Zynismus, Gereiztheit, Schlafstörungen, gepaart mit starker Mattigkeit und Erschöpfung. Das Gefühl des „Ausgebrannt sein“, Geräuschempfindlichkeit, Lustlosigkeit, Kopfschmerzen, Herzrasen, physisches Unwohlsein, Schwierigkeiten die das Erinnerungsvermögen und die Konzentration betreffen, Anstrengungen bei trivialen Entscheidungen im beruflichen Bereich, Leistungsabfall, Verzicht auf soziale Kontakte, Angst, weniger Zufriedenheit, sinkendes Selbstbewusstsein, Zukunftsangst, Gedankenkreisen und Suizidgedanken gehören ebenfalls zu den Alarmzeichen. (Keck, 2019, S. 41).

4. Burnout bei Fach- und Leitungskräften im sozialpädagogischen Elementarbereich

Die Vita Kita Studie, unter der Leitung von Sylvie Vincent-Höper, untersuchte die Ressourcen und Stressauslöser von pädagogischen Fachpersonal in Kindertagesstätten. Die Resultate der Analysen weisen darauf hin, dass Erzieher außerordentlich erfüllt mit ihrer Arbeit sind, sie führen sie mit Leidenschaft aus. Andererseits zeigt die Studie, dass ein hohes Burnout Risiko besteht, dies unterstreicht den Bedarf für Schritte der Gesundheitsförderung in den Einrichtungen. (Vincent-Höper, 2019, S. 4). Einrichtungsleitungen sind laut dieser Untersuchung mit ihrem Job zufriedener, sie sind seltener Stress ausgesetzt, der gesundheitsschädigend ist. (vgl. dies, S 14). Dieses Ergebnis wurde auch bei der Studie „Strukturqualität und Erzieher_innengesundheit in Kindertageseinrichtungen (STEGE)“ bestätigt. Hier heißt es, dass die meisten Erzieher mit ihrer Arbeit absolut zufrieden sind. Einige wollen sich beruflich weiterentwickeln um in naher Zukunft eine Leitungsposition anstreben. (Viernickel, et al., 2012, S. 80 f.). Weiter heißt es, dass 26,8% der Erzieher und 22,8% der Einrichtungsleitung dem Burnout-Risiko zugeordnet werden können. (vgl. dies, S. 85 und S. 106). Das Institut für Gesundheitsforschung und Soziale Psychiatrie (IGSP) der Kath. Hochschule Nordrhein-Westfalen in Aachen, führte ebenfalls eine Studie zu dem Thema „Berufsbezogene Stressbelastungen und Burnout-Risiko bei Erzieherinnen und Erziehern“ durch. Hier wird davon gesprochen, dass es grundlegende helfende und stressreduzierende Schritte braucht, da Erzieher eine unverkennbar gesteigerte Stresslage aufweisen, mehr als 50 Prozent der Allgemeinheit. Somit können sie „als Hochrisiko-Gruppe für Burnout angesehen werden.“ Fast 20 Prozent von ihnen sind massiv Burnout gefährdet. (Jungbauer & Ehlen, 2013, S. 51).Mitarbeiter in Leitungsfunktion haben kein erkennbar größeres Burnout-Risiko als Erzieher ohne Leitungsaufgaben. (vgl. dies, S. 55.).

[...]


1 „Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung aller personalisierten Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichwohl für jedes Geschlecht.“

Details

Seiten
17
Jahr
2020
ISBN (eBook)
9783346301260
ISBN (Buch)
9783346301277
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v958016
Institution / Hochschule
Fachhochschule des Mittelstands – Gesundheit, Personal und Soziales
Note
1,7
Schlagworte
Burnout Prävention sozialer Bereich

Autor

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Titel: Das Burnoutsyndrom. Präventionsmöglichkeiten für den sozialpädagogischen Bereich