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Der Weitsprung

Referat / Aufsatz (Schule) 2000 3 Seiten

Sport - Sportarten: Theorie und Praxis

Leseprobe

Der Weitsprung

Der Weitsprung ist eine der Grundformen der menschlichen Bewegung. Er wird durch einen Fuß beim Absprung eingeleitet und endet mit der Landung auf dem Boden mit beiden Füßen. Das Ziel beim Weitsprung ist es, dem Körperschwerpunkt des Springers einen effektiven Impuls zu versetzen.

Anlauf:

Der Anlauf beim Weitsprung ist ein Steigerungslauf aus dem Hochstart. Das Ziel ist es eine optimale Geschwindigkeit zu erreichen um den Absprung gut vorzubereiten. Der Weitspringer muss den Absprungbalken mit dem Fuß genau treffen. Der Anlauf sollte eine Länge von 40-45m bei Männern und 35-40m bei Frauen haben. Die Frequenz und Länge der Anlaufschritte des Springers nehmen bis zur Absprungvorbereitung zu. Dabei richtet sich der Rumpf allmählich auf. Während der letzten drei bis fünf Schritte bereitet sich der Springer auf das Umsetzen des Anlaufs (horizontale Komponente) in den Absprung (vertikale Komponente) vor. Er muss darauf achten, dass die Geschwindigkeit nicht geringer wird. Die Weitsprungleistung hängt 2/3 vom Anlauf und nur 1/3 von der Sprungkraft ab (außerdem wer schnell anläuft kann auch weit springen). Der vorletzte Schritt sollte länger sein als der letzte, weil der Körperschwerpunkt ein wenig gesenkt und damit der vertikale Kraftstoß durch einen längeren Beschleunigungsweg vergrößert wird.

Aufsetzen des Sprungbeins:

Das Aufsetzen hat eine besondere Funktion für einen effektiven Absprung, es entscheidet nämlich weitgehend seine räumliche und dynamische Gestaltung. Nach dem Absprung ist die Bahn des Körperschwerpunktes nicht mehr beeinflussbar, die Weite ist schon so gut wie festgelegt, aufgrund der Anlaufgeschwindigkeit.

Das Sprungbein des Springers ist fast gestreckt. Der Rumpf richtet sich leicht auf und zeigt eine geringe Rücklage. Der Kopf ist aufrecht und der Blick geradeaus gerichtet.

Amortisationsphase:

Die Amortisationsphase, ist die Übergangsphase von Anlauf zum Absprung. Der ganze Fuß setzt auf, es folgt ein Nachgeben im Fuß- und im Kniegelenk. Der Körperschwerpunkt bewegt sich über den Stützpunkt des Absprungbeins. Die Arme und Beine machen eine entgegengesetzte Bewegung zueinander. Der Arm der Sprungbeinseite wird nach vorn, der Arm der Schwungbeinseite nach hinten genommen. In dieser Phase ist es Wichtig, dass der Rumpf aufrecht ist.

Absprungbewegung:

Die Absprungbewegung wird charakterisiert durch ein aufrechten Oberkörper, Armeinsatz, Schwungbeineinsatz und Absprungstreckung. Der aufrechte Oberkörper und eine leicht Rücklage, gewährleisten, das der Körperschwerpunkt annähernd zentral getroffen wird. Die Arme schwingen über den Kopf nach hinten oben, somit wird die Absprungbewegung unterstützt. Der Schwungbeineinsatz und der Armeinsatz werden energisch abgebremst. Der Schwungbeineinsatz erfolgt bis zur Waagerechten, der Armeinsatz bis in Augenhöhe. Als letztes der Absprungbewegung, erfolgt die Absprungstreckung im Hüft-, Knie-, und Fußgelenk.

Flug:

Nach dem Absprung kann der Springer die Flugkurve des KSP nicht mehr verändern. Die Arme und Beinbewegung während der Flugphase dienen der Erhaltung des Gleichgewichts und der Landung.

Die Laufsprungtechnik hat sich von allen Sprungtechniken am vorteilhaftesten erwiesen, weil er einen zweckmäßigen Übergang vom Absprung in den Flug ermöglicht.

Flugphase:

Der Springer setzt seine Laufbewegung im Flug weiter. Er macht in der Regel 2 ½ Schritte. Das Schwungbein wird nach vorn oben geführt. Das Sprungbein ist gestreckt und hinter dem Rumpf. Der Unterschenkel hängt herab und der Oberschenkel ist fast parallel zum Boden. Die Laufschritte des Springers werden von entgegengesetzten Kreisbewegungen der Arme begleitet. Dieses Kreisen der

Arme dient zur Erhaltung des Gleichgewichts. Der Oberkörper ist leicht in einer Rücklage und wird erst bei der Landung nach vorne gebracht. Die Rücklage des Oberkörpers erleichtert die Vorbereitung der Landung, weil die Beine unbehindert vor hoch angehoben werden können. Der halbe Schritt kommt zustande, wenn man den Schwungbein nach dem Schrittwechsel vorbringt.

Landung:

Das Ziel der Landung ist es, eine volle Ausnutzung der Flugkurve zu erreichen. Die Landung ist durch eine Klappmesserhaltung gekennzeichnet. Mit der Bodenberührung wird das Becken nach vorn geschoben und in den Knien nachgegeben, die Arme schwingen wieder etwas nach vorn. Eventuell kann der Körper zur Seite geworfen werden um ein Zurückfallen zu verhindern.

Details

Seiten
3
Jahr
2000
Dateigröße
323 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v96876
Note
1
Schlagworte
Weitsprung

Autor

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Titel: Der Weitsprung