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Burnout in der Arbeitswelt. Möglichkeiten des optimalen Umgangs

Hausarbeit 2020 15 Seiten

Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation und Wirtschaft

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Themenhinführung

2 Einführung in das Burnout-Syndrom
2.1 Begriffserklärung Stress
2.2 Begriffserklärung Burnout
2.3 Ursachenforschung
2.4 Symptome eines Burnouts
2.5 Diagnose

3 Bewältigungsstrategien und Präventionsmaßnahmen
3.1 Bewältigung seitens der Arbeitnehmer
3.2 Präventionsmaßnahmen seitens der Arbeitgeber

4 Wiedereingliederung in die Arbeitswelt

5 Schlussbetrachtung

6 Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Zwölf Stadien des Burnouts

Abbildung 2: Arbeitsintensitätsmerkmale 2018 und resultierende subjektive Belastung

Abkürzungsverzeichnis

bzw. beziehungsweise

EASG Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am

Arbeitsplatz

Mio. Millionen

S. Seite

so gen. so genannte

1 Themenhinführung

„Ein Mensch sagt - und ist stolz darauf - er geh in seinen Pflichten auf. Bald aber, nicht mehr ganz so munter, geht er in seinen Pflichten unter.“1

In der heutigen Zeit, die durch die Digitalisierung, Schnelllebigkeit und scheinbar unendlichen Möglichkeiten bestimmt wird, werden die Unternehmen und somit auch die Arbeitnehmer2 vor neue Herausforderungen gestellt. Da der Kunde durch den Zugriff auf das Internet innerhalb von Sekunden auf eine brandbreite von Artikeln zugreifen kann, welche sich innerhalb von Sekunden qualitativ und preislich vergleichen lassen, steigen auch die Erwartungen der Kunden an die Unternehmen. Für die Anbieter steigt der Konkurrenzkampf, um sich auf dem Markt durchsetzen zu können, welcher sich für den Arbeitnehmer in steigendem Leistungsdruck äußert. Zu diesem Ergebnis kam auch die Bitkom, die in einer Studie aus dem Jahr 2019 einen Zusammenhang zwischen der fortschreitenden Digitalisierung und dem ausgeübten Druck auf die Unternehmen feststellen konnte.3 Dieser anhaltende Druck kann im Laufe der Zeit seitens der Arbeitnehmer zu psychischen Krankheiten und Phänomenen wie einem Burnout und seitens der Unternehmen zu wirtschaftlichen Einbußen durch fehlende und kranke Mitarbeiter führen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO stuft Stress als eine der größten Gesundheitsgefahren des 21. Jahrhunderts ein.4 Gleichzeitig zeigt die öffentliche und mediale Aufmerksamkeit des Begriffs „Burnout“ den erheblichen Informationsbedarf unserer Gesellschaft. Diese Thematik wird im Rahmen dieser Hausarbeit mit der Fragestellung des optimalen Umgangs mit einem Burnout in der Arbeitswelt untersucht. Zunächst sollen dem Leser allgemeine Begrifflichkeiten wie Stress und die Entstehung zusammen mit dem Verlauf eines Burnouts nähergebracht werden, um in die Thematik einzuführen. Weiterhin werden die wesentlichen Einflussfaktoren untersucht, um im nächsten Schritt Empfehlungen für Bewältigungsstrategien seitens der Betroffenen und Präventionsmaßnahmen seitens der Unternehmen aussprechen zu können. Somit wird untersucht, wie der optimale Umgang mit einem Burnout-Betroffenen gelingt, um langfristig gesundheitliche und wirtschaftliche Schäden zu vermeiden.

2 Einführung in das Burnout-Syndrom

2.1 Begriffserklärung Stress

Da das Burn-Out-Syndrom im direkten Zusammenhang zu anhaltendem Stress steht, soll vorab der Begriff „Stress“ erläutert werden, um eine Burnout-Erkrankung besser nachvollziehen zu können. Stress ist allgemein betrachtet eine Reaktion des Gehirns und Körpers auf jegliche Herausforderungen und Veränderungen im Alltag. Eine Stressreaktion kann durchaus sinnvoll sein und als stimulierend empfunden werden, wenn sie von kurzer Dauer ist. Im Körper wird Stress über bestimmte Rezeptoren im Gehirn verarbeitet, welche auch für die Beendigung einer Stressreaktion zuständig sind. Wenn bei einem Menschen bestimmte genetische Veranlagungen vorliegen, kann bei chronischem Stress diese Regulation außer Kraft gesetzt werden, sodass die Stressreaktion nicht mehr zur Ruhe kommt und dauerhaft körperliche Energie mobilisiert wird. In Folge dessen fühlt sich der Betroffene energielos, müde und geschwächt.5 Dies führt dazu, dass der Betroffene sich nicht mehr in der Lage sieht, alltägliche Aufgaben zu erfüllen, was zu einem Burnout führen kann, welcher im folgenden Kapitel erläutert wird. Stress muss einen Menschen jedoch nicht zwangsläufig krank machen. Das Stressempfinden liegt an dem subjektiven Gefühl, an der metaphorischen „Brille“ durch die ein Individuum seine täglichen Aufgaben sieht. Wenn ein Gefühl der Kontrolle über berufliche und private Anforderungen besteht, kann viel Leistung gebracht werden ohne gesundheitliche Schäden davon zu tragen. Wenn die Aufgaben ein Gefühl der Machtlosigkeit und Auslaugung hervorrufen, kann langfristig eine dauerhafte Stresssituation ausgelöst werden, die langfristig einen negativen Effekt auf die Gesundheit haben können.6

2.2 Begriffserklärung Burnout

Der englische Begriff „Burnout“ wurde erstmals 1974 von dem Psychoanalytiker Herbert Freudenberger etabliert.7 Der Begriff ist mit dem deutschen Wort „ausbrennen“ zu vergleichen und bezeichnet die emotionale Erschöpfung und die damit einhergehende eingeschränkte Leistungsfähigkeit in Bezug auf die beruflichen Tätigkeiten eines Individuums.8 „Nach Schätzungen der Betriebskrankenkassen sind rund neun Millionen Deutsche vom sogenannten Burnout-Syndrom betroffen.“, was einem Anteil von 11 Prozent aller Deutschen entspricht, wenn man von einer Bevölkerungszahl von 83,2 Mio. der Bundesrepublik ausgeht, die bereits selbst in Kontakt zu dem Syndrom standen.9 Das Feuer, die Motivation und die Leidenschaft, die der Arbeitnehmer ursprünglich für seine Anstellung empfunden hat, sind erloschen. Die einst positiven Emotionen, wurden durch negative abgelöst und das Selbstwertgefühl des Individuums schwindet. Im Vordergrund steht die Frustration über die Unfähigkeit selbst- oder fremdbestimmte Ziele und Anforderungen zu erfüllen. Von einem Burnout ist jedoch erst die Rede, wenn dieser Zustand für Wochen oder Monate anhält, da der Betroffene die Langzeitfolgen einer anhaltenden Stressreaktion verarbeitet.10 Diese Langzeitfolgen schlagen sich in unterschiedlichen Symptomen nieder, weshalb in Fachkreisen von einem Syndrom gesprochen wird. Somit wird die Erstellung einer eindeutigen Diagnose und die Abgrenzung zu anderen Krankheiten erschwert. Die Symptome werden im folgenden Kapitel näher untersucht.

Ein Burn-Out beinhaltet einzelne Phasen, auf welche Weise sich die Schwere der Erkrankung bestimmen lässt. In der folgenden Abbildung werden die zwölf Entwicklungsphasen nach Freudenberg dargestellt, um den Krankheitsverlauf vereinfacht darzustellen.

Anzumerken ist die kluge Anordnung der Krankheitsphasen in der Abbildung, da die emotionale Ebene eines Betroffenen abgelesen werden kann. Bei fortschreitender Phase schnürt sich die Schlinge immer weiter um den Betroffenen und spiegelt das beklemmende Gefühl der Ausweglosigkeit wider.

2.3 Ursachenforschung

Um adäquate Präventionsmaßnahmen für die Unternehmen und Bewältigungsstrategien für die Beschäftigten empfehlen zu können, ist es zunächst interessant die Ursachen eines Burnouts zu untersuchen. Zum einen tragen äußere Umstände, wie der Wandel der Arbeit, welcher die zunehmende Digitalisierung, Globalisierung und die Nutzung neuer Technologien beinhaltet einen großen Teil dazu bei, dass sich arbeitende Menschen überfordert und gestresst fühlen können. Dieser Wandel führt nämlich zu einer ständigen Erreichbarkeit und einem beschleunigten Waren-, Dienstleistungs-, und Kapitalverkehr, welcher zur Auflösung der Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben führt.11 Zum anderen hat eine ausgewogene Work-Life-Balance vor allem für die jüngeren Generationen an Bedeutung gewonnen, da in den letzten Jahrzehnten ein Wandel von einer Arbeitergesellschaft hin zu einer freizeit- und familienorientierten Gesellschaft stattfand.12 Somit widersprechen die neuen Arbeitsumstände mit der zunehmenden Erreichbarkeit und der Schnelllebigkeit den Lebenseinstellungen und Werten der Arbeitnehmer, sodass Unzufriedenheit seitens der Beschäftigen auftreten kann. Wie im Kapitel 2.1 aufgeführt können auch genetische Veranlagung einen Einfluss darauf haben, wie gut ein Mensch mit Stress umgehen kann. Einige Menschen reagieren empfindlicher auf Stress, wodurch sie bei chronischem Stress anfälliger für einen Burnout sind. Weitere bedeutsame Faktoren, die zu einem Stressor im Arbeitsalltag werden können, sind alle Einflüsse rund um die Arbeit selbst. Die Arbeitsintensität, die Arbeitszeitengestaltung, der Umgang mit Vorgesetzten, Kollegen und vieles mehr. Um näher auf die Umstände einzugehen, unter denen die Arbeitnehmer ihre Arbeitsaufgaben bewältigen müssen, wird die folgende Abbildung zur Veranschaulichung genutzt.

Die Abbildung gibt die relative Belastungswahrnehmung von Arbeitnehmern zu verschiedenen Markmalen der Arbeit an, wodurch die gefährlichsten Stressoren deutlich werden. Dabei wird ersichtlich, wie häufig die Merkmale im Arbeitsalltag auftreten und wie sehr es den Arbeitnehmer belastet. Das Merkmal „Arbeiten an der Grenze der Leistungsfähigkeit“ tritt mit knapp 16% relativ selten auf, wird jedoch wenn es auftritt zu knapp 79% als belastend empfunden. Ein Burnout kann somit durch viele Einflüsse ausgelöst werden, jedoch kann im begrenzten Rahmen dieser Hausarbeit nicht detailliert auf alle Ursachen eines Burnouts eingegangen werden. In welchen Symptomen sich der ausgelöste Arbeitsstress im Verlauf eines Burnouts auf den menschlichen Körper äußert, wird im folgenden Kapitel untersucht.

2.4 Symptome eines Burnouts

Die Hauptsymptome, oder auch Krankheitszeichen, die bei einem Burnout-Betroffenen auftreten können, lassen sich in drei allgemeine Kategorien unterteilen:

1. Emotionale Erschöpfung: anhaltender Zustand von Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit,
2. Zynismus oder Depersonalisation: Distanzierung von Kollegen und Kunden, und des Arbeitsumfelds, die zur Gleichgültigkeit führt,
3. Verminderte Leistungsfähigkeit: Die Betroffenen unterschätzen ihre eigenen Kompetenzen, was die erfolgreiche Bearbeitung von gestellten Aufgaben erschwert.13

Bei einem Burnout nimmt der Erkrankte zunächst die körperlichen, die psychosomatischen Symptome war, die sich als Störungen im Alltag bemerkbar machen. Dies kann Schlafstörungen, dauerhafte Angespanntheit in Freizeitphasen, Muskel-/, Nacken-/ und Rückenbeschwerden, Magen-Darm-Beschwerden, erhöhten Puls und Blutdruck, ein geschwächtes Immunsystem und ein Engegefühl im Brustbereich beinhalten.14 Zusätzlich wirken sich Symptome auf der emotionalen Ebene negativ auf den Erkrankten aus. Es entstehen Stimmungsschwankungen, Gefühle der Hilflosigkeit, Unfähigkeit und Unzufriedenheit, bis hin zu depressiven Verstimmungen, und ein Gefühl von innerer Leere, die das Selbstbewusstsein schmälern. Als Folge der emotionalen Erschöpfung machen sich die sozialen Symptome bemerkbar, die sich durch ein Abkapseln des Betroffenen von der Außenwelt äußern. Die gewohnten Freizeitaktivitäten mit Freunden und der Familie werden zunehmend minimiert und durch einsame Abende vor dem Fernseher abgelöst. Oft ist eine solche Abschottung mit dem Konsum von legalen Drogen und dem Missbrauch von Beruhigungsmitteln verbunden, welche dem Betroffenen als Eigentherapie scheinen. Die ehemaligen Freunde, Partner und die Familie wenden sich oftmals ab, da sich die Person vollständig verschließt und verändert.15

2.5 Diagnose

Eine Diagnose ist wie genannt durch die Vielzahl an unterschiedlichen Symptomen nicht auf Anhieb anhand eines Kriterienkatalogs möglich. Zumeist ist der Hausarzt die erste Anlaufstelle eines Betroffenen, der seinen täglichen Beeinträchtigungen nachgehen möchte. Wenn nach dem Ablauf der Untersuchungen jedoch keine organischen Fehlfunktionen festgestellt werden, wird der Betroffene an einen Spezialisten überwiesen. Gespräche zwischen dem Patienten und den Ärzten und Therapeuten sind dann essenziell, um eine Diagnose stellen zu können. Standardisierte Fragebögen helfen dabei, die Beschwerden genauer zu identifizieren. Als Hilfsmittel wird dabei häufig das Maslach Burnout Inventory genutzt, welches ein Fragebogen zur Erstellung einer Burn-Out-Diagnose und zur Messung der Stärke des Syndroms ist.16

3 Bewältigungsstrategien und Präventionsmaßnahmen

3.1 Bewältigung seitens der Arbeitnehmer

Zunächst muss der Arbeitnehmer seine Beschwerden wahrnehmen und ein Bewusstsein für die negativen Veränderungen des eigenen Körpers und der Seele entwickeln. Im Zuge dessen muss der Betroffene diesen Beschwerden mittels ärztlicher Untersuchungen nachgehen wollen (s. g. Compliance), wodurch weitere Schritte eingeleitet werden können. Da ein Burn-Out eine sehr individuelle Erkrankung mit unterschiedlichen Schweren ist, kann kein standarisiertes Therapieverfahren empfohlen werden. Eine Strategie zur Bewältigung muss eigens für jeden Patienten und die Auslöser der langfristigen Stresssituation zugeschnitten werden. Allgemein betrachtet, konzentrieren sich die Interventionsprogramme auf die drei „E's“ nach Hillert und Marwitz:

1. Entlastung von Stressoren,
2. Erholung durch Entspannung und Sport,
3. Ernüchterung im Sinn einer Verabschiedung von externen Perfektionsvorstellungen.17 Diese „E's“ können durch Verhaltenstherapien, Gesprächstherapien, Entspannungsverfahren, körperorientierte bzw. kreativtherapeutische Verfahren und vielem mehr zusammen mit einem Spezialisten erreicht werden.18 Dabei steht vor allem die Bedeutung der Achtsamkeit im Alltag im Vordergrund. Der Betroffene soll nach der eigentlichen Therapie für die Zukunft seine eigenen Grenzen kennenlernen und bewusst Entscheidungen über seine Handlungen treffen können. Dabei gilt es auch Aufgaben abzulehnen, zu vermeiden und sich über seine Gefühle und seinen Zustand bewusst zu werden, um zukünftig Rückfälle und Kapitulationen zu umgehen. Im Alltag bedeutet das:

1. „Ein adäquates Maß an Belastung und ein auf die individuelle Situation abgestimmtes Arbeitspensum,
2. Wechsel zwischen Herausforderung, Anspannung und Entspannung,
3. Korrektur unrealistischer Ziele und Erwartungen,
4. Einfluss- und Kontrollmöglichkeiten auf die Arbeit und deren Inhalte,
5. Belohnung und Anerkennung, Wertschätzung,
6. Gemeinschaftssinn, Teamgeist, kollegiale Unterstützung und Hilfe,
7. Respekt und soziale Gerechtigkeit,
8. Eine persönlich sinngebende Arbeit und klare Werte,
9. Trennung zwischen Beruf, Arbeitswelt und Privatleben,
10. Verzicht auf ständige Erreichbarkeit über Mobiltelefon, Internet, E-Mail.“19

Anhand dieser zehn Maßnahmen wird deutlich, dass die meisten mit der Arbeit selbst zu tun haben, weswegen ein Arbeitgeber einen großen Beitrag zur Bewältigung und vor allem zur Prävention eines Burnouts leisten kann.

3.2 Präventionsmaßnahmen seitens der Arbeitgeber

Vorerst stellt sich die Frage, weshalb ein Arbeitgeber zur Bewältigung und Prävention des Burn-Out-Syndroms beitragen sollte. Vor der persönlichen Ebene ist vor allem die ökonomische Ebene interessant für ein Unternehmen. Bei dem Betroffenen können durch die körperlichen und psychischen Folgen des Syndroms eine verminderte Leistungsfähigkeit, erhöhte Fehlzeiten und eine Frühberentung eintreten. Laut dem EASG ist der Zusammenhang zwischen beruflichem Stress und Fehlzeiten sehr deutlich, da 60 Prozent der Fehlzeiten durch Stressoren im Arbeitsumfeld entstehen sollen.20 Positive Effekte auf das Wohlbefinden und die Gesundheit sind dagegen dann zu erwarten, wenn eine angenehme Arbeitszeitgestaltung für die Beschäftigten vorliegt, vor allem, wenn sie die Arbeitszeiten selbst mitgestalten können.21 Die Arbeitszeit hat eine große Bedeutung als möglicher Stressor, da sie zum einen bestimmt wie lange der Arbeitnehmer unterschiedlichen Belastungsformen ausgesetzt ist und zum anderen wie viel Zeit zur Erholung und Regeneration der Ressourcen zur Verfügung steht. Somit wird auch bestimmt wie stark der Arbeitnehmer seinen sozialen Bedürfnissen in seiner Freizeit nachgehen kann und folglich auch die Zufriedenheit mit der Balance zwischen Arbeit- und Privatleben. Laut arbeitswissenschaftlichen Erkenntnissen sorgt dies dafür, dass Beschäftigte langfristig gesund, leistungsfähiger und somit ihren Arbeitstätigkeiten effizienter nachgehen können.22 In diesem Zusammenhang tragen die Führungskräfte eine hohe Verantwortung, da sie eine Schlüsselfunktion in der Gestaltung des alltäglichen Arbeitslebens einnehmen. Dazu gehören die Bereitstellung angemessener Informationen und Beteiligungsmöglichkeiten, sowie das Schaffen einer angenehmen Arbeitsatmosphäre mit einer unterstützenden Unternehmenskultur.23 Auch die gegenseitige kollegiale Unterstützung und die Etablierung von Handlungsspielräumen zur Lösung von bestimmten Aufgabenstellungen seitens der Betriebe ist zur erfolgreichen Bewältigung betrieblicher Herausforderungen fördernd.24 Es könnten außerdem Vergünstigungen, oder Gutscheine für Entspannungs- und Sportangebote für die Mitarbeiter eingeführt werden, wodurch sich der Stresspegel durch den Ausgleich zur Arbeit präventiv sinken lässt.

[...]


1 Roth, E., Allzu eifrig, o. J..

2 Der besseren Lesbarkeit halber wird im gesamten Text auf die Verwendung beider Geschlechtsformen verzichtet.

3 Vgl. Bitkom e.V., Digitalisierung kommt in den deutschen Unternehmen an, Mi., 2019.

4 Vgl. Keck, M. E., Burnout, o. J., S. 3.

5 Vgl. Keck, M. E., Burnout, o. J., S. 10.

6 Vgl. Keck, M. E., Burnout, o. J., S. 12.

7 Vgl. Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information, Differentialdiagnostik des Burnout-Syndroms, 2010, S. 13.

8 Vgl. Quernheim, G./Schreier, M., Betriebsstörung, 2014, S. 2.

9 Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information, Differentialdiagnostik des Burnout­Syndroms, 2010, S. 5.

10 Vgl. Hofmann, E., Wo brennt es beim Burnout?, 2015, S. 13.

11 Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Stressreport Deutschland 2019, 2020.

12 Vgl. Hoppen, B., Ökonomische Prozesse im Sport - Untersucht am Beispiel des Marketing in Sportvereinen, 2007, S. 16.

13 Vgl. Maslach, C./Jackson, S. E., The measurement of experienced burnout, 1981, S. 99 - 113.

14 Vgl. Keck, M. E., Burnout, o. J., S. 6 - 7.

15 Vgl. Prof. Dr. Stark, Burnout - erkennen und handeln, o. J..

16 Vgl. W.A.F. Institut für Betriebsräte-Fortbildung, Burnout, 2019.

17 Vgl. Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information, Differentialdiagnostik des Burnout-Syndroms, 2010, S. 25.

18 Vgl. Keck, M. E., Burnout, o. J., S. 20.

19 Vgl. Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information, Differentialdiagnostik des Burnout-Syndroms, 2010, S. 27.

20 Vgl. Beermann, B./Wöhrmann, A. M., Themenfeld „Arbeitszeit", 2018, S. 20 - 24.

21 Vgl.Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Stressreport Deutschland 2019, 2020, S. 13.

22 Vgl. Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Stressreport Deutschland 2019, 2020, S. 14.

23 Vgl. Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Stressreport Deutschland 2019, 2020, S. 15.

24 Vgl.Rudolf, M., Wiedereingliederung: mit dem Hamburger Modell zum Ziel, 2004.

Details

Seiten
15
Jahr
2020
ISBN (eBook)
9783346330031
ISBN (Buch)
9783346330048
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v979009
Institution / Hochschule
Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth
Note
Schlagworte
burnout arbeitswelt möglichkeiten umgangs

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Titel: Burnout in der Arbeitswelt. Möglichkeiten des optimalen Umgangs