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Frank, Anne - Tagebuch

Referat / Aufsatz (Schule) 2000 5 Seiten

Didaktik - Deutsch - Literatur, Werke

Leseprobe

zu 1)

- Tagebuch beschreibt die Zeit vom 12.06.1942 - 01.08.1944
- A.F. hört im Frühjahr 1944 niederländischen Erziehungsminister im Radio
- dieser meint man müsse nach dem Krieg alles über das Leiden des niederländischen Volkes während der deutschen Besatzung sammeln und veröffentlichen
- aus diesem Grund faßt A.F. den Beschluß nach Kriegsende ein Buch zu veröffentlichen dem das Tagebuch als Grundlage dienen sollte

zu 2)

- A.F am 12. Juni 1929 in Frankfurt am Main geboren, genau wie ihre 3 Jahre ältere Schwester Margot
- Familie Frank jüdische Familie, aber nicht strenggläubig
- als Hitler Reichskanzler wird, flüchtet Familie 1933, nach Amsterdam
- A. bekommt zu ihrem 13. Geburtstag Tagebuch geschenkt
- einige Wochen später erhält Margot ihre ältere Schwester einen Anruf, sich für den Transport in ein Arbeitslager zu melden
- mitunter aus diesem Grund beschließt die Familie am 6. Juli 1942 im Hinterhaus, einem leerstehenden Gebäude unterzutauchen
- nach 3 Jahren wird das Versteck von der ,,Grünen Polizei" aufgedeckt und die Untergetauchten in holländische Konzentrationslager gebracht
- A.F. stirbt im März 1945 im Konzentrationslager Bergen - Belsen, zwei Monate vor der Befreiung Hollands

zu 3)

- in der ersten Hälfte des Buches überwiegt die Außenperspektive.

A.F. erzählt vor allem über ihre Umgebung und die Mitbewohner

- ab Seite 156 bis zu Schluß beschreibt sie jedoch fast ausschließlich ihre Gedanken, Gefühle, Wandel der sich in ihr vollzieht

zu 4a)

- Zu den Personen:
- Anne Frank: 12. Juni 1929
- Margot Frank: 3 Jahre ältere Schwester
- Frau Frank
- Pim: Annes Vater; Leiter der Opekta Gesellschaft
- (Marmeladenherstellung), gibt Leitung nach Umzug an die Helfer weiter;
- Fam. van Daan: (Fam. van Pels aus Osnabrück)
- Hermann mit Frau Auguste und Sohn
- Peter (so alt wie Margot)
- Albert Dussel: (Fritz Pfeffer), Zahnarzt
- Miep, Elli, Hr. Koophuis,
- Henk und Kraler: ihre wichtigsten Helfer

zu 4b)

- vom Juli 1942 bis zum August 1944 bewohnen sie Asyl
- Zeit umfaßt Annes Entwicklungsjahre und läßt sich grob in Abschnitte untergliedern

1.Hälfte von 1942

- hat unbeschwertes Leben in Amsterdam
- mit vielen Freunden und Verehrern
- bekommt Tagebuch zum 13. Geburtstag.
- Kitty, die vorgebliche Empfängerin der Tagebuch Briefe soll Freundin ersetzen die sie trotz der vielen Kameradinnen nicht gefunden hatte.

2. Hälfte von 1942

- Veränderung des Lebens durch Flucht ins Hinterhaus
- dort werden ihr M. und Mutter immer fremder : fühlt sich oft verlassen
- 13. Juli 1942 Ankunft der Familie van Daan (Bekannte)
- A. kann noch nichts mit Peter anfangen da sie ihn langweilig und schwerfällig findet.

1. Hälfte von 1943

- A. oft Heulanf älle wegen Einsamkeit und weil V. nicht auf ihrer Seite ist.
- ist jetzt Mutlos weil sie sich eigentlich verändern wollte um keinen Tadel mehr hören zu müssen.

2. Hälfte von 1943

- verändert sich: wird erwachsener und nachdenklicher
- Entschluß auf Mutter zu verzichten und V. nicht mehr als Vertrauten anzusehen.

nach Neujahr 1944

- Traum von Jugendfreundschaft verändert ihr Leben
- Wendepunkt in ihrem Leben: will jetzt unbedingt mit jmd. Reden
- wählt dazu Peter aus der jetzt ihr ganzes Leben einnimmt
- denkt und fühlt wie sie

zu 4c)

- für A. hat Leben nur noch Sinn wenn sie nach oben geht
- Eltern verstehen das nicht
- beide vermissen die Liebe der Eltern: trösten sich gegenseitig
- A. will das jedoch nicht zugeben und gibt sich ganz anders als sie fühlt
- mit der Zeit entdeckt 1. & 2. Anne
- 1. Anne (froh, lebenslustig, nimmt von der leichten Seite)
- 2. Anne (schöne Seite) die sie zu ihrem Bedauern durchsetzen kann (Angst auslachen!)

zu 4d)

- Verhältnis gegenüber ihrer Mutter:

- nicht gut
- manchmal kann A. sie nicht ausstehen weil Fremd
- und mag Vater lieber
- als sie ihr Tagebuch dann liest erschrickt sie was sie über ihre Mutter geschrieben hat
- glaubt aber auch zu erkennen daß sie M. nicht lieben kann
- dadurch entsteht völlige Entfremdung

- A. erkennt auch wie gut es ihnen eigentlich geht:

- da sie im Gegensatz zu anderen Paradies

- denkt oft an ihre Freunde, dabei Schuldgefühle kann nicht helfen

- erkennt an ihnen wie ihr Schicksal sein hätte können

- einziges Problem der Untergetauchten: Essen wird immer schlechter

- und alle ungeduldig. Sehnen sich nach der Freiheit

- Krieg:

- Seit Februar 1943 wird jeden Tag die Invasion erwartet (also daß England in die Niederlande einfällt um sie vor den D zu retten)
- dazu noch Vorlesen Textstelle Seite 6-7 beschreibt Situation im Hinterhaus sehr gut

zu 5)

Zur Frage was mit den 8 Untergetauchten nach der Verhaftung geschehen ist:

- Haftanstalt, dann holländisches Konzentrationslager
- mit letztem Transport erreichen sie am 06.09.1944

Vernichtungslager Ausschwitz in Polen

- Hr. van Daan: wurde laut Otto Fank im Oktober oder November kurz vor Ende der Vergasungen umgebracht.
- Fr. van Daan: wurde von Ausschwitz noch weiter verschleppt (Todesort und Todesdatum unbekannt)
- Peter van Daan: starb am 05.05.1945, 3 Tage vor der Befreiung, in einem KZ in Österreich
- Hr. Dussel: starb im Dezember 1944 im KZ Neuengamme
- Fr. Frank: starb Anfang Januar 1945 im Frauenlager Ausschwitz - Birkenau an Hunger und Erschöpfung
- Margot & Anne: wurden Ende Oktober 1944 nach Bergen Belsen deportiert wo eine Typhusepidemie ausbrach Unter den Opfern waren auch Margot und Anne. Genaue Todesdaten sind unbekannt (wahrscheinlich Ende Februar bis Anfang März)
- Otto Frank: Überlebte als Einziger und veranlaßte die Veröffentlichung des Buches

Zu 6)

Stellungnahme von Eva Reichmann in ihrem Buch, "Größe und Verhängnis deutsch - jüdischer Existenz"

,,Was dokumentarische Beweise, was Vorwurf und Anklage nicht vermochten, nämlich das deutsche Volk mit dem furchtbarsten Versagen seiner jüngsten Geschichte zu konfrontieren, das hat das Bild des Kindes Anne Frank zu Wege gebracht...

Man sollte sich aber hüten Anne Frank zu isolieren und zu sentimentalisieren... Diese Aufgabe verlangt Einkehr und Selbstüberwindung. Sie verlangt, dass aus Stimmung Einsicht werde, aus Sympathie Mitgefühl, aus Erschütterung Entschluß. Niemand soll sich der Rührung hingeben, ohne zu fragen: WARUM musste dieses Kind sterben? Jeder sollte versuchen zu verstehen, wie aus scheinbar harmlosen Anfängen ein furchtbares Unglück für die Juden, für Deutschland, für die Welt zusammengeballt wurde; wie gutmütige, oft wohlwollende Menschen sich zuerst zur Trägheit des Herzens verleiten ließen, bis sie schließlich untätig dabeistanden als in ihrem Namen unsägliches geschah."

© Katja

Details

Seiten
5
Jahr
2000
Dateigröße
516 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v98914
Note
Schlagworte
Frank Anne Tagebuch

Autor

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Titel: Frank, Anne - Tagebuch