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Weltreligionen

Referat / Aufsatz (Schule) 2000 2 Seiten

Theologie - Religion als Schulfach

Leseprobe

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2.) Das Leben wird innerhalb der Varnas nach 4 Lebensabschnit- image 631f2d24e802d636d45d24dfe4e40504

Reli-KANr.2 am 23.6. 2000 Allgemein Religion:

Im 19. Jahrhundert: Im Leben einer Bäuerin war die evangelische Religion etwas selbstverständliches. Man verhielt sich Lebensschema eines Brahmanen:

ziemlich fromm. Man wurde in diese Religion hinein geboren

a) als junger Hindu soll er bei einem Guru über das Dharma und konnte diesen religiösen Rahmen auch nicht verlassen, da erfahren

die Kenntnisse einer anderen Weltanschauung fehlten.

b) Danach soll er eine Familie gründen und einen Sohn zeugen Funktionen der Religion:

c) Dann soll er als Einsiedler leben oder in ein Kloster gehen und

a) Religion (beten) hilft mit Ängsten und anderen Gefühlen meditieren.

umzugehen und fertig zu werden; das eigene Empfinden

d) Er soll durch Meditation und Askese zur Erkenntnis gelangen, kann durch Gesangsbuchverse in Worte gefasst werden. und alleine als Bettel- und Wandermöch umherziehen ? er

b) Man bekommt die sog. Sinnfragen des Lebens beantwortet hat Moksha erreicht. und geregelt.

Für Frauen gilt dies alles nicht, sie werden auf die Stufe der c) Durch die 10 Gebote wird Ordnung und Recht gewährleistet. Shudras gestellt. Sie können Moksha nicht erreichen. Es ist ihre Heute: Die Situation hat sich geändert: Es gibt viele Konfes-Pflicht ihrem Mann zu dienen. sionslose, von denen aber einige trotzdem christlichen Ritualen Erlösung im Hinduismus: (Hochzeit, Beerdigung) schätzen. Die Kirche ist nicht mehr so Karmamarga: Durch Opfer, Gebete und Totenrituale kann man populär und steht somit nicht mehr im Mittelpunkt des Lebens. gutes Karma ansammeln und daher auch eine bessere Was ist Religion?

Wiedergeburt anstreben. Doch dies ist nur die Vorstufe des 1.) Religion ist der Glaube an das Dasein übermenschlicher Jnanamarga, was zur endgültigen Erlösung führt. Wesen, von denen sich der Mensch abhängig fühlt, sich im Baktimarga = Weg der Hingabe und Liebe: Durch Hingabe in Kult zu ihnen in Bezug setzt, die er zu gewinnen versucht Liebe an Ishvara, den absoluten, persönlichen Gott, erlangt man oder zu denen er sich erheben will.

die Erlösung. Da dieser Erlösungsweg unabhängig von den Kasten 2.) Religion beeinflußt das Handeln, da Normen von der ist, ist er der Weg, den jeder gehen kann, und der auch am öftesten Gottheit abgeleitet werden. gebraucht wird. 3.) Religion ist die Antwort auf die wesentlichen Fragen des Jnanamarga = Weg des Erkennens: Durch Askese und Meditation Menschen. Die Antwort d. Menschen drückt sich in Ritualen kommt man zur höchsten Konzentration und Erkenntnisfähigkeit. und in seinem Leben aus.

Jetzt kann man zur höchsten Erkenntnis, Atman = Brahman, Versuch einer Definition von Glasenapp: kommen und so Moksha erreichen, und somit die Erlösung, die Die Römer verstanden darunter Pflichten gegenüber den vom nur von Brahmanen erreicht werden kann, erreichen. Staate anerkannten höheren Wesen zu erfüllen. Später war es die Stimmen zur Wiedergeburt: gefühlsmäßige Verbindung zu einem Gott. Es gibt zwei Seiten Paulus: Er ist der Meinung, dass jeder, der Gotteswillen tut, Anteil von Religion: Die erste ist der Glaube an übernatürliches, die Gottes Ewigkeit hat und mit Christus den Tod besteht und mit ihm zweite sind die kultischen Handlungen, deren Durchführung es Zukunft haben wird. zu erfüllen gilt. Das Transzendente, auf das sich die Religion Brecht: Er leugnet die Wiedergeburt. Man soll sein Leben bezieht unterliegt, wie Riten einem ständigen Wechsel. Während genießen, und keine Angst haben, da alle Dinge bedeutungslos die Römer noch an mehrere Götter glaubten, wurde später der sind. Monotheismus der Mittelpunkt des Glaubens. Glasenapp bestätigt „1.)“ , aber nicht alle drei Unterpunkte müssen gleichzeitig Buddhismus: erfüllt werden, da diese Definition sonst nicht auf alle Weltreligionen zutrifft. Lebenslauf von Buddha: 560 v. Chr. wurde er in Nordindien geboren. Sein Vater war Fürst, und wollte, dass sein Sohn ein Hinduismus: Herrscher wird, und hat deshalb alles Übel von Buddha ferngehalten. Siddharta Gautama begegnete nacheinander einem Sansara = Kreislauf der Wiedergeburten: Alles natürliche und Alten, einem Kranken und einem Totem. Er erkannte, dass das übernatürliche ist diesem Kreislauf ausgesetzt. Das sichtbare Leben aus Leid besteht. Nachdem er auch noch einen fröhlichen Sterben ist nicht zugleich das Ende des Lebens auf der Erde. Wandermöch traf, begab auch er sich auf die Suche nach der Man kann sich aufgrund seines Karmas als ein besseres oder ein Erlösung von Leid und Tod. Er gewann fünf Jünger, die er aber schlechteres Lebewesen wiedergeboren werden. wieder verlor. Schließlich ließ er sich unter einem Baum nieder, Brahma = magische Kraft der indischen Religion: Er wird 100 bis er die Ursachen des Leidens und die Möglichkeit ihrer Brahmajahre alt. Nach dieser Zeit ist 100 Brahmajahre lang Aufhebung fand: die vier edlen Wahrheiten. Dann gewann er nichts und aus diesem Nichts entsteht ein neuer Brahma. Er seine fünf Jünger zurück und predigte 40 Jahre im Gangesbecken. erschafft an jedem seiner Brahmatage das Universum neu. Er bekam viele Jünger aus allen Klassen, wobei in dieser Dharma = Weltgesetz und Verhaltensnorm Gesellschaft die Unterschiede der Herkunft bedeutungslos waren, was die Brahmanen verärgerte. Der Buddhismus konnte die Der Hinduismus umfasst auch das praktische Leben: Hindugesellschaft fast reformieren. Buddha wurde zu einer 1.) Die Gesellschaft wird in vier streng voneinander getrennten Verkörperung des Gottes Wishnu gemacht. Varnas (=Stände) eingeteilt: Brahmanen, Kshatriyas, Die vier edlen Wahrheiten: Vaishyas und Shudras. Die Varnas sind zusätzlich noch in 1.) Alles Leben ist Leiden, dadurch erhält alles Leben ein zahlreiche Jatis (=Kasten) aufgespaltet. Die Varnazugehö- image 331a976c168a8e1a9fc22b4f69232e38

rigkeit ist Ausdruck der gesellschaftlichen Ansprüche, die Jatis zeigen die engere Bindung. Zusätzlich gibt es noch die Kastenlosen, die Parias, die keinerlei Rechte haben und nur die niedrigsten Berufe haben.

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2.) Das Leiden kommt vom Durst nach Lustgewinn, Lebensgier und der Ich-Sucht. Dadurch wird der Mensch an den unendlichen Lebenskreislauf gebunden. 3.) Das Leiden kann geheilt und aufgehoben werden, in dem man erkennt das Egoismus zum Leid führt und nicht zum Heil. Wer die Ursache des Leidens erkannt hat, der weiß, dass das Leiden aufgehoben werden kann, indem das Begehren und der Egoismus vernichtet werden. Wer diese beiden Dinge überwunden hat, dem wird die höchste Sicherheit von dem Leiden eröffnet: das Nirwana. 4.) Der Weg zur Erlösung ist ein achtfacher Pfad, den man gehen muss.

Das Rad des Lebens: Buddhisten stellen es das Kausalgesetz als zwölffache Formel des abhängigen Entstehens dar. Man kann daraus entnehmen, dass auch die Wiedergeburt im Buddhismus stattfindet. Der Unterschied hierbei zum Hinduismus, ist der, dass die Seele nach der Wiedergeburt eine andere ist, aber der neue Mensch aufgrund des Karma des alten aus dem alten her-vorgeht

In der Vergangenheit der Durst sich auswirken lassen und den Grundstein für ein neues Leben gelegt. In der Gegenwart gibt es ein neues Leben, das von der Empfängnis bis zur Neuentwicklung des Triebes und Begierde und einem Verhaftetsein mit der Welt der Mensch stirbt und wiedergeboren wird.

Islam

In der Arabischen Gesellschaft gab es Nomaden und seßhafte Stämme, die in den Städten von Handel, LWS, Handwerk lebten. Die reichen Sippen unterdrückten die Armen Stämme. Die meisten Stämme hingen an der altarabischen polytheistischen Religion. Aber sonst gab es auch noch Christen, Juden, Inder und Iraner. Das religiöse Zentrum für die Araber war der Wallfahrtsort Mekka mit der Kaaba. Mohammed: Er wurde 570 in Mekka geboren und verwaiste früh, heiratete aber eine alte Witwe, die schließlich auch verstarb. Er war schon immer ein Gottsucher und kam aufgrund zweier Offenbarungserlebnisse zur Überzeugung ein göttlicher Gesandter zu sein. Doch bald begann ein Widerstand gegen die kleine Islam-Gruppe Mohammeds, aufgrund seinen sozialen Forderungen. Wegen der Ablehnung musste M. Mekka 622 verlassen („Hidschra“) und begab sich zu einer Oase (später Medina), wo er Schutz fand und eine muslimische Gesellschaft aufbauen konnte („Umma“) ? Beginn der musl. Zeitrechnung. Mohammed schloss einige Bündnisse mit Stämmen Arabiens ? Konföderation arabischer Stämme. 630 eroberte er Mekka, welches schließlich auch den Islam annahm und nun mit Kaaba zum Heiligtum des Islams wurde.

Koran: Das heilige Buch d. Islams. Er ist die Grundlage für die islamische Dogmatik und die Fünf Säulen und Ausgangspunkt für Ethik und Recht des Islams. Er enthält die Offenbarungen, die Mohammed übermittelt bekam. Er ist direktes Wort Gottes, und deshalb in allen Hinsichten vollkommen. Er entstand aus Ansammlungen von Mitschriften, die während Mohammeds Predigten von Zuhörern angefertigt worden sind. Der Koran besteht aus 114 Suren die von lang nach kurz angeordnet sind. Sunna: Zweite Grundlage des Islams. Sie enthält Bräuche und Überlieferungen aus dem Leben Mohammeds. Sie ist praktisch die Richtlinie des muslimischen Lebens, aber dem Koran unter-geordnet.

5 Säulen des Islams (=religiöse Grundpflichten des Moslems) 1.) Wallfahrt nach Mekka 2.) Fasten im Ramadan 3.) Armensteuer 4.) Glaubensbekenntnis 5.) 5 tägliche Pflichtgebete

Details

Seiten
2
Jahr
2000
Dateigröße
352 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v99151
Note
Schlagworte
Hinduismus Buddismus

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