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Was ist Wissenschaft? Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten

Hausarbeit 2018 16 Seiten

Bibliothekswissenschaften, Information Science

Leseprobe

I. Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung - Einführung in das Thema
1.1. Grundfragen wissenschaftlicher Erkenntnis
1.2. Begrifflichkeiten der Wissenschaft, ihre Denkschulen und Vertreter
1.2.1. Positivismus / Neopositivismus
1.2.2. Induktivismus
1.2.3. Deduktivismus/ kritischer Rationalismus
1.2.4. Kritische Theorie
1.3. Verschiedene Methoden der Forschung
1.3.1. Qualitative Methode
1.3.2. Quantitative Methode
1.4. Wesen der Wissenschaft als geregeltes Erkenntnissystem

2. Schluss
2.1. Fazit & Ausblick

Abkürzungsverzeichnis

bzw. beziehungsweise

S. Seite

Dr. Doktor

Prof. Professor

bspw. beispielsweise

et al. Et alii (unter anderem)

1. Einleitung - Einführung in das Thema

"Eins weiß ich: dass ich nichts weiß". Mit diesem Satz gab Sokrates vor knapp zweieinhalb-tausend Jahren zu denken. Er warf mit dieser Aussage Fragen auf, die auch heute noch die Menschheit beschäftigen. Was heißt es also, wenn jemand von sich behauptet etwas zu wissen? (Gaede 2007, S.372)

Über Radio, Fernsehen, Presse und immer mehr auch speziell über das Internet, erreicht uns täglich ein nahezu unkontrollierter Fluss von Informationen über aktuelle Entwicklungen in der Politik, Medizin und Technik, Kunst und Literatur, über historische Ereignisse oder Fortschritte in den Wissenschaften. Das Wissen aus all diesen Quellen beeinflusst uns zweifellos. Es bestimmt unser Weltbild, unser Denken und auch unser politisches Verhalten. Doch um was für eine Art von Wissen handelt es sich dabei? Wie steht es mit dem Gehalt an Wahrheit? Besteht die Möglichkeiten die Qualität von Wissen zu überprüfen? (Buchmüller & Jakobeit 2016, S.1)

Ziel jedes Wissenschaftlers ist eine anerkannte wissenschaftliche Theorie zu entwickeln die gesetzgebend ist. So sprach bereits der chinesische Philosoph Konfuzius „Der Weg ist das Ziel“. (Zitate-Online,2018) Doch der Weg zu diesem Ziel ist nicht einfach. Welcher Weg zur Zielerreichung wird genutzt, um dieses Ziel zu erreichen? Welche Methoden und unterschiedlichen Perspektiven gibt es und welche ist die Beste? Der Weg, wie man zu neuem Wissen gelangt, ist ein Thema mit dem sich die Wissenschaftstheorie beschäftigt und macht damit die Wissenschaft selbst zur Wissenschaft. Der Umfang an Fragen lässt erahnen, dass es nicht so einfach ist zu erklären, was „Wissenschaft“ eigentlich ist und beinhaltet.

In meiner Recherche über das Thema „Was ist Wissenschaft“ bin ich auf vielerlei Begrifflichkeiten und historisches gestoßen. Der Verlauf und die Entwicklung der Wissenschaft war bisher sehr dynamische. Die Auffassung zu wissenschaftlicher Arbeit hat sich immer wieder verändert und wurde in Frage gestellt. Es wurden Theorien verworfen und teilweise oder ganz durch neue ersetzt. Dabei kam es immer wieder zu Unstimmigkeiten unter den Gelehrten über Sinn und Zweck der Wissenschaft.

Unstimmigkeiten können grundsätzlich dem Wachstum einer Sache dienen. Wie diese kontroversen Standpunkte zur Weiterentwicklung der Wissenschaft beigetragen haben und die moderne Wissenschaft, wie wir sie heute kennen, dadurch geprägt wurde, möchte ich nachgehend darlegen. Damit verbunden werde ich die unterschiedlichen Methoden zur Erkenntnisgewinnung und diverse Wissenschaftstheorien sowie deren Vertreter kurz erläutern. Zu Beginn aber werde ich mich mit einigen der schon genannten grundsätzlichen Fragen, die Wissenschaft betreffend, beschäftigen.

Hauptteil

1.1. Grundfragen wissenschaftlicher Erkenntnis

Das historische Fundament der modernen Wissenschaften entstand ungefähr im fünften Jahrhundert vor Christus im alten Athen zu Zeiten Perikles. Unsere Ansicht von Politik, Kunst und Wissenschaft wurden prägend, durch das antike Griechenland, an unsere Kultur überliefert. Über Jahrhunderte vergessen und im frühen siebzehnten Jahrhundert zu Zeiten Galileis wiederentdeckt und modernisiert. Doch erst im Zeitraum der Industrialisierung blühte die moderne Wissenschaft auf. Heute wirkt die moderne Wissenschaft als ein soziales multifunktionales System bestehend aus vielen Teildisziplinen. (Obrecht, S.2)

Jede wissenschaftliche Disziplin hat einen anderen Forschungsgegenstand und eine bestimmte Vorgehensweise, um diesen zu erforschen. Das bedeutet, das unterschiedliche Methoden angewandt werden, um einen bestimmten Forschungsgegenstand zu untersuchen. Dementsprechend erlangt man dabei unterschiedliche Erkenntnisse.

Die allgemein bekannten wissenschaftlichen Disziplinen werden üblicherweise unterteilt in:

- Naturwissenschaften (z.B. Physik, Chemie und Biologie)
- Geisteswissenschaften (z.B. Philosophie, Geschichte und Religionswissenschaften)
- Strukturwissenschaften (z.B. Mathematik, Logik)
- Sozial- und Humanwissenschaften (z.B. Soziologie, Sportwissenschaften)
- Ingenieurwissenschaften
- Wirtschaftswissenschaften und Rechtswissenschaften (Brendl Elke Prof.Dr., S.2)

Die Wissenschaft beschäftigt sich mit allem, was sich als wissenswert und nutzbringend erweist und mit den zur Verfügung stehenden Mitteln planmäßig untersucht werden kann. Wissenschaft ist infolge dessen sehr vielfältig und Forschungsfreiheit unverzichtbar. (Buchmüller & Jakobeit 2016, S.2)

Darüber hinaus lassen sich die Wissenschaften in weitere verschiedene Standpunkte grob kategorisieren.

Im Allgemeinen sind sie entweder der theoretisch angewandten Wissenschaften (Grundlagenforschung, Methodenlehre) oder den praktisch angewandten Wissenschaften untergeordnet.

Der Erkenntnisgrundlage nach entweder in (empirisch) Erfahrungs- oder (rational) Vernunftwissenschaften unterteilt. (Obrecht, S.2)

Schon in der Antike war die Gewinnung grundlegender Erkenntnisse eng verknüpft mit den Anwendungen die das tägliche Leben erleichterten.

Die eine "Wissenschaft" gibt es somit gar nicht, man bezeichnet sie eher als eine Einheit aller wissenschaftlichen Disziplinen, die einen Forschungsgegenstand mit unterschiedlichen Methoden erforschen. Welche Gegebenheiten für eine Wissenschaftsdisziplin relevant sind und welche nicht, hängt auch vom aktuellen Entwicklungsstand dieser Wissenschaft ab. (Chalmers et al. 2007, S.25)

In den Wissenschaften geht es um Wissen oder genauer gesagt um Erkenntnis.

Unter Wissen verstehen wir erlangte Informationen, die durch Erfahrungen und dem eigenen Denkvorgang verbunden, zu neuer Informationen im Gedächtnis umgewandelt und abgespeichert werden. Wissen und Erfahrung können nicht getrennt werden, außer in den ersten Lebensmonaten, da Erfahrung immer durch vorhandenes Wissen beeinflusst wird.

Erkenntnis ist das Resultat eines Verlaufs, in dem eine spezielle Fragestellung mit genau definierten Methoden untersucht wird, um das erzielte Resultat nachprüfen und kritisch hinterfragen zu können.

Es gibt verschiedene Arten der Erkenntnis:

a) Wissenschaftliche Erkenntnis: Sie ist nachprüfbar und intersubjektiv, da sie bestimmte Methoden anwendet die allgemein zugänglich und übertragbar sind.
b) Meditative Erkenntnis: Diese Methode ist im Hinduismus und im Buddhismus so ausgearbeitet und anerkannt, dass diese Art der Erkenntnis dort nachprüfbar und für mehrere Betrachter in derselben Weise erkennbar ist (intersubjektiv).
c) Religiöse Erkenntnis: Dies ist eine nicht überprüfbare sehr subjektive Art der Erkenntnis.
d) Intuition: Diese Art der Erkenntnis steht in Verbindung mit dem Bewusstsein und dem Unterbewusstsein, in der Informationen zufällig miteinander verknüpft werden. Die Entstehung dieser Impulse können vernunftgemäß nicht erklärt werden.

Die Erkenntnisformen unter b), c) und d) aufgelistet, sind sehr subjektive Erkenntnisse. Sie werden in der westlichen Kultur unbeachtet gelassen und als nicht ernst zu nehmen eingestuft. Erkenntnis ist unserem westlichen Verständnis nach, sinnverwandt mit wissenschaftlicher Erkenntnis. Durch die Herleitung, nach einer allgemein anerkannten Methode, wird eine Erkenntnis intersubjektiv, sonst bleibt sie subjektiv.

Wie die Wissenschaften und ihre jeweilige Art der Erkenntnisgewinnung aussehen sollte, ist von verschieden Vertretern ihrer Denkschulen wie bspw. von Karl Popper, David Hume, Auguste Comte maßgeblich beeinflusst worden. (Boeing Niels et al. 2017, S.1)

1.2. Begrifflichkeiten der Wissenschaft, ihre Denkschulen und Vertreter

1.2.1. Positivismus / Neopositivismus

Der Positivismus geht zurück auf den Philosophen Auguste Comte und ist bekannt als ein Kind der Aufklärung im 19. Jahrhundert. Dem voraus ging das Theologische Zeitalter, in dem die Menschen versuchten, nicht logisch erklärbare Erscheinungen der Natur mit Hilfe übernatürlicher Mächte zu begründen.

Eine Frage, auf die sich kein empirisch nachprüfbarer Beleg erarbeiten lässt gibt, bezeichnet Comte als eine Scheinfrage. Ein Beispiel sind rhetorische Fragen die nicht auf eine Antwort zielen. (wissen-digital.de 2017)

Grundsätzlich wendet sich dieser Ansatz gegen vernunftwidrige bzw. religiöse Beweisführungen. Positivismus lehnt die Religionswissenschaft (Theologie) und jegliche Metaphysik, die sich mit den nicht erfahrbaren und nicht erkennbaren Dingen des Seins beschäftigt, ab, bezeichnet sie als nutzlos und theoretisch unmöglich. Die Forschung soll sich ausschließlich auf das positive, glaubwürdige und real existierende beschränken. Nur was durch beobachtbare und wahrnehmbare wissenschaftliche Experimente konkret erfassbar war, galt als wissenschaftlich. Abgelehnt werden normative und theologische Denkweisen, da sie nicht mit empirischen Methoden zu belegen sind. Der Leitgedanke des Positivismus und die grundsätzliche Denkweise des 19. Jahrhunderts beruhte auf empirischen Sinneserfahrungen.

Wegweisenden Grundsätze des Positivismus sind:

- Es gibt nur eine Art von Wirklichkeit.
- Der Ursprung echter Erkenntnis ist die sinnliche Erfahrung, Gesetzesaussagen und Theorien werden durch Induktion aus beobachtbaren Einzelfällen gewonnen.
- Die moralische Forderung der Einheit der Wissenschaften.
- Metaphysik und theologische Erfahrungen ist abzulehnen. (Halbmayer, 2010a)

Der Neopositivismus ist eine weiterentwickelte Version des Positivismus, auch bekannt als Sinnkriterium des Wiener Kreises. Der Grundgedanke wird auch als logischer Empirismus bezeichnet. Er führt die Tradition des Empirismus fort, der alles nicht sinnlich Erfassbare (Metaphysik) ablehnt und sich lediglich an das positiv Gegebene hält. Im Neopositivismus werden nun den Grundsätzen des klassischen Positivismus, die mathematische Logik als System und Werkzeug der Untersuchung hinzugefügt, sowie die Sprachkritik. Vertreter dieser Richtung sind unter anderem Ernst Mach und Rudolf Carnap. (Halbmayer, 2010b)

Die Probleme der Wissenschaft zu Beginn des 20. Jahrhunderts sind nach Ansicht der Vertreter des Neopositivismus teilweise Sprachprobleme. Was bedeutet, dass sich in Theorien falsche Sätze eingeschlichen haben. Bedenklich sind nicht nur die falschen Sätze, sondern Sätze die vorgeben, etwas über die Wirklichkeit auszusagen, sogenannte Scheinsätze. Solche Sätze sind für die Vertreter des logischen Empirismus sinnlose Sätze. Wissenschaftliche Theorien dürfen nicht aus sinnlosen Sätze bestehen, sie müssen erkannt und beseitigt werden. Dafür benötigt man ein Kriterium das einfach in der Anwendung ist. Im Zentrum, das von den Vertretern des Wiener Kreises befürwortete Kriterium, steht das Verifikationsprinzip. Das bedeutet, dass die Aussage von Tatsachen auf empirische Prüfung beschränkt werden. Typische Schlussweisen des Empirismus sind die Induktion und die Abduktion. (brgdomath, S.1) Nähere Erläuterung und Widersprüche des Induktionsprinzips werden im Induktivismus dargelegt

1.2.2. Induktivismus

Die Beobachtung steht beim Induktivismus am Anfang des Erkenntnisprozesses.

Rudolf Carnap ein Vertreter des Induktivismus, versuchte das Verfahren der Induktion zu konkretisieren und eine induktive Logik zu entwickeln. Seiner Meinung nach erhöht die wiederholte Beobachtung eines Sachverhaltes die Wahrscheinlichkeit, dass die allgemeine Behauptung wahr ist. (Gaede 2007, S.151)

Die höchste Erwartung an eine Theorie wäre, wenn sie sich logisch aus den beobachteten Tatsachen ableiten lassen würde. Das bedeutet, dass eine Theorie ein Ergebnis der gegebenen Tatsachen ist.

Für einen Induktivisten ist die Quelle der Wahrheit damit nicht die Logik, sondern die Erfahrung. Wie im folgenden Beispiel:

1. Dies ist eine Hausarbeit über Wissenschaft.
2. Diese Hausarbeit ist langweilig.
3. Alle Hausarbeiten über Wissenschaft sind langweilig.

Wenn (1) und (2) wahr sind dann muss (3) auch wahr sein.

Es scheint nachvollziehbar zu sein, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein allgemeines Gesetz wahr ist, steigt, je öfter es durch Beobachtungen bestätigt wird. Bei genauerer Überlegung hält diese Einsicht allein jedoch nicht stand. Es gibt einige Schwierigkeiten mit der Anwendung des Induktionsprinzips. Eine deren Bedingungen ist die Größe der Anzahl von Beobachtungen. Das Problem ist die Unklarheit des Begriffs „groß". Nur ein sehr hartnäckiger und sturer Induktivist würde seine Hand dutzende Male ins Feuer halten, bevor er zu der Erkenntnis gelangt, dass Feuer brennt. (Chalmers et al. 2007, S.35) Das Induktionsproblem oder auch Humesches Problem genannt, ist ein Grundproblem der Erkenntnistheorie. Die Frage stellt sich, wann eine durch Induktion gewonnene Gesetzmäßigkeit für zulässig erklärt werden kann.

Für David Hume, der die Induktion als Ausdruck unserer Gewohnheiten interpretierte, ist das wiederholte gemeinsame Auftreten zweier Sachverhalte als kausales Bedingungsverhältnis zu bezeichnen. Ohne Ursache-Wirkung-Zusammenhang wäre das Schließen auf Tatsachen willkürlich. Das Wissen kausaler zusammenhänge gründet nur auf Erfahrung und beruht letztlich auf unseren Glauben. (Wittschier 2008, S.134-135)

Das Ursache-Wirkungsprinzip findet sich auch in der Quantitativen Forschungsmethodik wieder. Induktivismus wird von den Vertretern des kritischen Rationalismus abgelehnt.

1.2.3. Deduktivismus / kritischer Rationalismus

Eine ausschließlich auf Regeln der deduktiven Logik aufbauende Methodologie.

Die deduktive Methode leitet aus Theorien Einzelprognosen ab: treffen sie zu, gilt eine Theorie als belegt; treffen sie nicht zu, gilt die Theorie als widerlegt.

Beispiel deduktiven Schließens wäre:

1) Alle Hausarbeiten über Wissenschaft sind langweilig.
2) Die ist eine Hausarbeit über Wissenschaft.
3) Diese Hausarbeit ist langweilig.

Eine positive Prognose, kann eine Theorie jedoch immer nur vorläufig stützen und durch spätere negative Prognosen umgestoßen werden. Gegenteilige Fälle sind also nicht auszuschließen. (Wittschier 2008, S.152)

Karl Popper gilt als der Begründer des kritischen Rationalismus und Vertreter des Deduktivismus. Er kritisierte das Prinzip der Verifikation und war ein Gegner des Induktivismus. Er versuchte aufzuzeigen, dass es ausreichend sei, wenn man deduktiv vorgeht und induktives ableiten unrealistisch ist. Als Grundsatz des kritischen Rationalismus steht fest, dass in einer empirischen Wissenschaft jede Aussage an der Erfahrung scheitern kann. Dies bedeutet, dass diese Aussagen falsifizierbar (widerlegbar) sein müssen und mit einem geeigneten Basissatz gewonnenen Erkenntnisse endgültig als unzutreffend verworfen werden können. (Halbmayer 2010b) Sie haben somit keinen Engültigkeitscharakter.

Problem der Logik des deduktiven Vorgehens ist, dass allgemeine wissenschaftliche Gesetze niemals aus einer endlichen Zahl an Beobachtungen abgeleitet werden können. Ein Gesetz kann aus einer einzigen, widersprechenden Beobachtung verworfen werden. Wird nur ein einziger schwarzer Schwan beobachtet, wird die Aussage „Alle Schwäne sind weiß" widerlegt. (Chalmers et al. 2007, S.73) (Chalmersetal.È Damit ist der Wahrheitsgehalt einer wissenschaftlichen Theorie erst dann als relativ sicher anzusehen, wenn alles darangesetzt wurde, diese zu falsifizieren. (Wittschier 2008, S.152)

So sind Tautologien, wie bspw. "Hausarbeiten schreiben kann man, oder auch nicht." allgemeingültige Aussagen die zwar erkennbar wahr sind, nur nicht falsifizierbar. Karl Poppers Erkenntnistheorie zufolge sind solche Aussagen wissenschaftlich unbrauchbar, denn jede Aussage bzw. jede Theorie muss die Voraussetzungen ihrer eigenen Falsifikation beinhalten. (Halbmayer 2010b)

Max Weber, Gründer der Wertfreiheit der Wissenschaft, baut seine Theorien auf den Ansatz des kritischen Rationalismus auf und betont die Durchführung von Falsifikationen.

Weber hat die Forschung, die Aufgabe Gesetzmäßigkeiten auf Gültigkeit zu überprüfen. Man darf Aussagen nicht nur deshalb für richtig oder falsch halten, weil sie den eigenen Vorstellungen entsprechen, bzw. mit dem eigenen Wertsystem nicht übereinstimmen. Die Wertsetzungen des Forschers sollten frei von politischen, kulturellen und ideologischen Einflüssen sein. (Gaede 2007, S.366,367)

[...]

Details

Seiten
16
Jahr
2018
ISBN (eBook)
9783346382092
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v997490
Institution / Hochschule
Internationale Fachhochschule Bad Honnef - Bonn
Note
1,7
Schlagworte
Wissenschaft Sportmanagement Qualitative Methode Quantitative Methode Positivismus Induktivismus Deduktivismus Kritische Theorie Erkenntnissystem Wesen der Wissenschaft

Autor

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Titel: Was ist Wissenschaft? Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten