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PISA - Ein Überblick

Ausarbeitung 2001 6 Seiten

Pädagogik - Schulpädagogik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

-? Thesenpapier

-? Zeitplan

-? Naturwissenschaften (worum geht es, Ziele)

-? Mathe (worum geht es, Ziele)

-? Lesen (worum geht es, Ziele, Beispielaufgabe)

-? Fächerübergreifende Kompetenzen

-? Durchführung der Studie
- Feldtest:- was ist der Feldtest?
- warum wurde er durchgeführt?
- Auswertung, Stichprobenziehung

-? Literaturangaben

Thesenpapier

ZIELE:

-Erhalt von Vergleichsdaten über die Effizienz der Schulsysteme
-Stärken und Schwächen der schulischen Systeme sollen identifiziert werden und Informationen für das bildungspolitische und bildungsplanerische Handeln bereitgestellt werden
-OECD – Ländern sollen Indikatoren für Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten von 15jährigen Schülern in den Bereichen Lesekompetenz, Mathe und Naturwissenschaften in regelmäßigen Abständen zur Verfügung gestellt werden

ECKDATEN:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

NATIONALE ERWEITERUNGEN:

Zusätzlicher zweiter Testtag:

- in Mathe und Naturwissenschaften werden lehrplangültige Aufgaben eingesetzt
- im Bereich der Lesekompetenz werden zusätzliche fächerübergreifende Texte eingesetzt (z.B. Text aus der Naturwissenschaft)
- 9. Klässler, die nicht 15 sind und überdurchschnittlich „gute“ und „schlechte“ Schüler
- Bundesländervergleich

AUFGABENTYPEN:

- es sollen Kompetenzen erfasst werden die für eine Teilhabe am gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Leben notwendig sind
- deshalb:- Mehrzahl der Aufgaben erfasst die Anwendung von Wissen und Fertigkeiten in außerschulischen Situationen; nur die Hälfte „Multiple- Choice“ – Aufgaben, die Schüler sollen Antworten selbst ausarbeiten

KONTEXTBEDINGUNGEN:

- Bedingungen, unter denen Schülerinnen und Schüler aufwachsen, leben und lernen
- Genaue Erfassung der Sozialstruktur der Schülerinnen und Schüler und des sozialen Kontexts, in dem eine Schule arbeitet und handelt
- Weiterhin Schulleiterfragebögen

FÄCHERÜBERGREIFENDE KOMPETENZEN:

- um die Perspektive „lebenslang Lernen“ zu berücksichtigen ist die Studie so ausgerichtet, dass neben lehrplan- und fachbezogenen Fähigkeiten auch bereichsübergreifende Basiskompetenzen („cross- curricular- competencies“) erfaßt werden

PISA – ZEITPLAN

3 Projektzyklen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

PISA: 1. Zyklus

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Naturwissenschaften

DEFINITION:

Zur naturwissenschaftlichen Grundbildung gehört laut PISA ein Verständnis grundlegender natur-wissenschaftlicher Konzepte, Vertrautheit mit natur-wissenschaftlichen Denk- und Arbeitsweisen sowie die Fähigkeit dieses Konzept- und Prozeßwissen vor allem bei der Beurteilung von naturwissenschaftlich – technischen Sachverhalten anzuwenden.

Warum Naturwissenschaften ?

- Erkennen von Fragen, die naturwissen-schaftlich untersucht und beantwortet werden können
- Ziehen von Schlußfolgerungen aus Beobachtungen und Befunden sowie das Prüfen von Gültigkeitsbedingungen solcher Schlußfolgerungen und
- Das Wissen um Grenzen naturwissen-schaftlicher Erkenntnisse

Art der Aufgaben:

- Fragestellungen erkennen, Belege suchen und prüfen
- Schlußfolgerungen ziehen und kommunizieren Wissenschaftliche Konzepte erkennen und verstehen

DEFINITION:

Nach der PISA – Konzeption gehören zur mathematischen Grundbildung ein Verständnis der Rolle, die Mathematik in der sozialen, kulturellen und technischen Welt spielt und die Fähigkeit Sachverhalte unter mathematischem Gesichtspunkten angemessen zu beurteilen.

Warum Mathematik ?

-Mathematik nutzen um Anforderungen, die im Laufe eines schöpferischen, verant- wortungsbewußten und kritischen Bürgers auftreten, zu bewältigen

-Logisches Denken fördern

Art der Aufgaben:

- einfache Berechnungen und Wiedergabe von Definitionen
- Herstellen von Querverbindungen
- Verallgemeinerung und Verstehen von Zusammenhängen

Lesekompetenz

DEFINITION:

PISA versteht unterLesekompetenzdie Fähigkeit geschriebene Texte unterschiedlicher Art in ihren Aussagen, ihren Absichten und ihrer formalen Struktur zu verstehen und in einen größeren Zusammenhang einordnen zu können, außerdem in der Lage sein sie für bestimmte Zwecke sachgerecht nutzen zu können.

Warum Lesekompetenz ?

- wichtiges Hilfsmittel für das Erreichen persönlicher Ziele
- Bedingung für die Weiterentwicklung des eigenen Wissens und der Entwicklung der eigenen Fähigkeiten
- Vorraussetzung für die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben !

Art der Aufgaben:

- Informationen aus Texten heraussuchen
- Interpretationen entwickeln

Inhalt und Form kritisch bewerten etc.

Fächerübergreifende Kompetenzen

DEFINITION:

Fächerübergreifende Fähigkeiten sind Fähigkeiten, die

-nicht an bestimmte Situationen oder Inhalte gebunden, sondern situationsübergreifend einsetzbar sind
-in verschiedenen Fächern bzw. Lerngebieten gefordert und gefördert werden und
-auf neuartige, nicht im Lehrplan enthaltene Aufgaben-stellungen übertragen werden können.
Warum fächerübergreifende Kompetenzen?
-Anwendung von schulischem Wissen außer-schulisch
-Motivation, Ausdauer, Lernbereitschaft, Lern-strategien, sowie die Bereitschaft kooperativ zu arbeiten spielen eine bedeutende Rolle
-Zielorientierung

Computer:

- Häufigkeit der Computernutzung
- Selbsteingeschätzte Fähigkeit damit umzugehen
- Möglichkeiten des Zugangs zu Computer und Internet zu Hause Einstellung zur Nutzung von Computern

Durchführung der Studie

- Notwendige Zahl der Schulen wird per Zufallsprinzip ausgelost, Schulleitung wird vom Kultusministerium informiert
- Schüler werden auch per Losverfahren ermittelt, wichtig, daß sie teilnehmen da die Teilnahmerate 80% sein muß, ansonsten Ausschluß vom inter-nationalen Vergleich
- Elterngenehmigungen mußten aus Gründen des Datenschutzes am Testtag vorliegen
- Jede Schule bekam 2 externe Testleiter zugewiesen
- 2 Testtage: 1. internationale Testaufgaben

2. nationale Ergänzungen

- je etwa 120 Minuten Bearbeitungszeit

- + Schülerfragebögen, 30 Minuten

3. an wenigen Schulen Computerstichprobe, Erfassung allgemeiner Problemlösekompetenz

- Auswertung:- alle Berichte beruhen auf zusammengefaßten Daten, keine Angabe über spezielle Lehrer und Schüler!

- lediglich Ordnungsnummern um die Bögen eines Schülers zusammenzufügen

STICHPROBE

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Deutschland: Erweiterung

- Schüler der 9. Klasse die nicht 15 Jahre alt sind (+ 10 pro Schule)
- zusätzlich Schüler die unterdurchschnittlich schlecht lesen (+ max. 5 pro Schule)

Beteiligungsrate an der Voruntersuchung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Schulausfälle: 1 Sonderschule wegen erheblicher Leseprobleme 1 Berufsschule: Testgruppe nicht verfügbar

1 Realschule: organisatorische Probleme

Beteiligungsrate nach Schulform

74,5 % der Hauptschüler 76,4 % der Realschüler 88,4 % der Gymnasiasten 75,6 % der Gesamtschüler

80,1% der Schüler von Schulen mit mehreren Bildungsgängen

Beteiligung insgesamt 79%, nicht ausreichend für internationale Standards

Grund für die geringe Beteiligung: - für viele keine Elterngenehmigung; in D muß aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Genehmigung vorliegen, in anderen Ländern wird angenommen, daß die Eltern einverstanden sind, wenn nichts gegenteiliges behauptet wirdFehlende Elterngenehmigung:

Bei ca. 16% der HS Ca. 14% der RS Ca. 7% der Gymn.

Ca. 18% der Gesamtschüler

Ca. 17% der Schüler an Schulen mit mehreren Bildungsgängen

- Elternfragebögen wurden zu 86% beantwortet zurückgegeben

Stichprobe Hauptuntersuchung -> Folie

Vorgaben international: - 15jährige, geboren zwischen 2/1984 und 1/1985

- mindestens 4500 Schüler, 211 Schulen, jeweils 28 15jährige, +10 Neuntklässler, + 5 gute/schlechte Leser
- Teilnahmerate muß 85% der Schulen und 80% der Schüler sein

Konsequenzen aus den Voruntersuchungen

- Vergrößerungen der Schülerstichproben wegen den hohen Ausfallquoten (38 statt 28)

Berichterstattung:

- erster Bericht über Ergebnisse von PISA 2000 soll im Oktober 2001 veröffentlicht werden („Initial Report“), Kurzbericht in D: beschreibt und kommentiert internationale Resultate aus nationaler Sicht

- weiterhin wird Herausgabe von Themenheften geplant:
- Zusammenhang zwischen soziodemographischem Hintergrund und Schülerleistungen
- Geschlechtsunterschiede in den Bereichen Schülerleistungen, Einstellungen, Motivation
- Organisation der Lernwelt
- Zusammenhang zwischen Organisation von Schulen bzw. schulischer Systeme und Schülerleistungen sowie Chancengerechtigkeit

Literaturangaben:

http://www.mpib-berlin.mpg.de, 10.11.2000

Kreienbaum, Maria Anna: Pisa kommt! – Was ist das? In: nds (neue deutsche schule), Jahrgang 51, 1999, Heft 10 Markstahler, Jürgen/Steffens, Ulrich/Turk, Gerd/Demmer, Marianne/Kreienbaum, Maria Anna: Zur Sache: Was ist PISA?/Nicht klüger als zuvor/PISA: Vom Objekt zum Subjekt/Erfahrungen mit PISA In: HLZ (Zeitschrift der GEW Hesen für Erziehung, Bildung, Forschung), Jahrgang 53, 2000, Heft 1

Kultusminister der Länder der BRD u. in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung: OECD PISA (Programme for International Student Assessment)

Details

Seiten
6
Jahr
2001
Dateigröße
361 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v99758
Note
Schlagworte
Schulstudie PISA (wird gerade vom MPI-Berlin durchgeführt) Überblick Ergebnisse des Feldtests Endergebnisse noch nicht verfügbar

Autor

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Titel: PISA - Ein Überblick